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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Puh, schwierig

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Ich hatte dieses Buch selbst null auf dem Schirm, bin dann aber online über diverse Diskussionen und breit gefächerte Rezensionen darauf aufmerksam geworden. Das Thema hörte sich interessant und vielversprechend ...

Ich hatte dieses Buch selbst null auf dem Schirm, bin dann aber online über diverse Diskussionen und breit gefächerte Rezensionen darauf aufmerksam geworden. Das Thema hörte sich interessant und vielversprechend an und ich bin gut ins Buch gestartet.

Besonders der ersten Teil der Geschichte war stark angelegt. Dabei hat es mich überhaupt nicht gestört, dass man wuasi ohne Vorwissen und Kontext zu den Rahmenbedingungen in die Geschichte startet. Vielmehr unterstützt das sogar die beklemmende Atmosphäre. Das beschränkte Lebensumfeld und die essenziellen Fragen, die die schiere Existenz im Käfig aufwirft, fand ich schon faszinierend und auch eindrücklich geschildert.

Spannend, dass vor allem Männer, Liebe und verliebt sein einen so großen Stellenwert in dieser Geschichte einnehmen. So schrumpft das Leben der Frauen auf sehr wenig zusammen und irgendwie hat mich das sowohl traurig als auch wütend gemacht. Gleichzeitig hinterfragt man natürlich auch als Leser selbst so ein bisschen, was für einen selbst essenziell und wichtig ist.

Ich hab die ganze Zeit auf den großen Knall gewartet, der irgendwie nie kam. Ich bleibe rast- und ratlos zurück, mit vielen Fragen und so gut wie keinen Antworten. Ja, kann man machen und ist stilistisch absolut mutig, aber einfach nicht mein Fall.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Hat meinen Geschmack nicht getroffen

Throne in the Dark
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Ich hab mich so gefreut mal wieder eine Schurken-Romance zu finden, weil ich diese Art der Geschichten absolut großartig finde und generell großer Fan von „morally grey Characters“ und „villain gets the ...

Ich hab mich so gefreut mal wieder eine Schurken-Romance zu finden, weil ich diese Art der Geschichten absolut großartig finde und generell großer Fan von „morally grey Characters“ und „villain gets the girl“ bin. Muss aber sagen, dass mich diese Geschichte eher nicht so abgeholt hat und letztendlich anders war, als in meiner Erwartung.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir irgendwie schwergefallen, nicht nur weil die beiden Protas selbst auch einen eher holprigen Start hatten, sondern weil auch das Magiekonstrukt und Worldbuilding nicht sofort bei mir geklickt haben.

Amma bleibt über weite Strecken der Handlung ziemlich blass, was ich sehr schade fand. Und auch bei Damien blitzt eher selten sein wahres Wesen durch. Dir Lovestory der beiden fand ich so lala. So richtige Chemie kommt da nicht be mir an und es dauert auch lange bis in dieser Hinsicht überhaupt was passiert.

Die beiden treffen auf ihrer Reise auf allerlei andere Wesen, unterschiedliche Gefahren und besuchen dabei diverse Orte. An sich finde ich das immer cool, wenn man was von der Welt drumherum mitbekommtBin ehrlich, mir war das zu viel. Ich fand das unübersichtlich und konnte mich nicht so richtig auf die Handlung selbst konzentrieren, weil ich versucht habe mir das alles zu merken. Dadurch war das Buch für mich eher mühselig zu lesen.

Meine Highlight waren das kleine Teufelchen Kaz, von dem ich gerne mehr gelesen hätte und die überraschend liebenswerten Momente von Damien, die Gerechtigkeit, Fürsorge und Verständnis durchblicken lassen.

Insgesamt war das einfach nicht mein Buch, das Leseerlebnis war ok, aber es hat nicht gefunkt.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Schräge Begegnungen

Kirschblüte in der Freitagsbuchhandlung
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Ich lese inzwischen super gerne japanische Romane und bin daher mit dem allgemeinen Aufbau derartiger Bücher, die manchmal ein bisschen wie ein Flickenteppich wirken, vertraut, auch hier lässt dich der ...

Ich lese inzwischen super gerne japanische Romane und bin daher mit dem allgemeinen Aufbau derartiger Bücher, die manchmal ein bisschen wie ein Flickenteppich wirken, vertraut, auch hier lässt dich der Roman grob in Einzelgeschichten unterteilen in deren Fokus ein jeweils anderes Buch und eine Begegnung mit einem spezifischen Kunden dreht.

Ich fand die Figuren hier durchaus sehr speziell und eher kauzig angelegt. Allesamt eher Sonderlinge, was ich an sich super interessant zu verfolgen fand. Trotzdem hat mir hier so ein bisschen die Nähe und Wärme gefehlt, die Bücher über besondere, fast schon schicksalhafte Begegnungen meist mit sich bringen.

Die Bücher, die genannt wurde kannte ich abgesehen von Michael Endes „Momo“ allesamt nicht, was aber nicht stört. Ich fand auch generell das Kapitel „Momo für alle“ am ansprechendsten.
Die Handlung plätschert so ein bisschen vor hin, nimmt aber zum Ende hin nochmal einen eher seltsamen Verlaufen, was ich überraschend und unterhaltsam fand. Gleichzeitig bin ich unschlüssig, ob ich als zu gewollt irrwitzig empfunden habe.

Für mich ein Buch, das man zwar leicht lesen kann und das durchaus einen kurzweiligen Charme hat, bei mir aber auf emotionaler Ebene keinen Eindruck hinterlassen hat.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Mittelalte-Männer-Probleme

Wir Freitagsmänner
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Christoph Maria Herbst hat einfach die perfekte Vorlesestimme und passte hervorragend zu Protagonist Henri.
Henris Gedankengänge zum Thema älter werden, Frauen und Dates sind klassisch seichte Männer-Gedanken. ...

Christoph Maria Herbst hat einfach die perfekte Vorlesestimme und passte hervorragend zu Protagonist Henri.
Henris Gedankengänge zum Thema älter werden, Frauen und Dates sind klassisch seichte Männer-Gedanken. Hauptsächlich befindet er, geht ihn das alles nichts an, gleichzeitig kann er es nicht lassen, sich einzumischen. Rechtfertig via Allgemeinplätzen inklusive.

So richtig sympathisch ist Henri ja nicht, bin ich ehrlich. Das Altwerden, Mannsein und vor allem auch Interaktionen mit Frauen werden hier schon irgendwie aufs Korn genommen und teilweise schon fast ins abstruse verzerrt. Henri kommt auf jeden Fall immer mal wieder wie ein Trottel rüber.

Dazu muss aber auch gesagt werden, dadd es insgesamt innerhalb dieser Geschichte eigentlich keine Sympathieträger gibt. Und so ein bisschen bin ich schon ins Straucheln gekommen was mit die Geschichte eigentlich vermitteln will. Habs irgendwie nicht gefühlt, oder vielleicht einfach nicht verstanden.

Ich fand die Geschichte jetzt gar nicht mal so bemerkenswert. War ok, aber weiß nicht, ob ich die jetzt unbedingt gebraucht hätte. Was mir hier aber einfach wirklich gefallen hat, das war der Erzählstil und die Vertonung des ganzen. Ich habs einfach super gerne gehört, auch wenn mich die Story inhaltlich nicht so 100% abgeholt hat

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Passagenweise etwas zäh

The Factory – Es gibt kein Entkommen
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Das Buch ist als dystopischer Jugendthriller deklariert, dabei könnte er genauso gut heute spielen. Das einzige, was ihm in meinen Augen einen dystopischen Touch gibt, ist die zu erforschende Technologie ...

Das Buch ist als dystopischer Jugendthriller deklariert, dabei könnte er genauso gut heute spielen. Das einzige, was ihm in meinen Augen einen dystopischen Touch gibt, ist die zu erforschende Technologie in der Factory. Und ganz ehrlich, so weit hergeholt finde ich auch das nicht. Das Setting ist einfach super begrenzt und vom Vibe her erinnert mich das ganze ein bisschen an „alles was wir geben mussten“.

Der Erzählstil war irgendwie nicht so 100% meins. Ich mag zwar normalerweise verschiedene Zeitachsen, aber dieses Foreshadowing fand ich nicht so richtig interessant. Vor allem weil ich bis zum Ende gerätselt habe, ob all diese Sachen wirklich nicht passieren, oder das einfach Ashers Art ist zu Rekapitulieren was genau alles folgte. Mich hat das jedenfalls eher im Lesefluss gestört.

Die Enthüllung, wie diese Episoden mit der Handlung verknüpft sind, fand ich überraschend; vielleicht hab ichs aber auch einfach nicht gecheckt, falls da Hinweise drauf gab. Ich hätte mir glaube schon eher konkretere Hinweise gewünscht.

Alles was in der Factory selbst passiert ist einfach super nebulös angelegt. Die Freundesgruppe rund um Asher forscht zwar auf eigene Faust nach, aber so wirklich viel kommt dabei nicht rum. Für einen Jugendroman hätte ich mir auch mehr Interaktionen der Jugendlichen untereinander gewünscht, Potential für Spannungen, Rebellionen, aber auch unerwartete Freundschaften war ja da, aber es is schon sehr auf die Vierergruppe rund im Asher fokussiert.

Das Ende finde ich, unter Berücksichtigung, dass es einen zweiten Band gibt, ok. So richtig abgeholt hat mich dieses erste Buch noch nicht. Würde den zweiten Band aber trotzdem in der Hoffnung auf ein paar mehr Antworten lesen.

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