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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

Schwierige Protagonistin, verschenktes Potenzial

The Dirty Version
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Autorin Tash soll ihren feministischen Erfolgsroman für eine Serienadaption durch eine Hollywood-Produktionsfirma „sexier“ gestalten. Widerwillig stimmt sie zu und bekommt mit Caleb, einem Intimitätskoordinator, ...

Autorin Tash soll ihren feministischen Erfolgsroman für eine Serienadaption durch eine Hollywood-Produktionsfirma „sexier“ gestalten. Widerwillig stimmt sie zu und bekommt mit Caleb, einem Intimitätskoordinator, Unterstützung bei der Ausarbeitung der Drehbuchszenen. Schon bald knistert es nicht nur zwischen den Serienfiguren, sondern auch zwischen den beiden.

Die Ausgangsidee und insbesondere die Dynamik zwischen Tash und Caleb haben mir gut gefallen. Die beiden bringen eine interessante Chemie mit, die der Geschichte einige schöne Momente verleiht.
Leider wurde mir der Zugang zur Geschichte jedoch durch Tash selbst erschwert. Ihre impulsive und oft wütende Art sowie ihre starke Fixierung auf ihren Roman haben mich zunehmend gestört. Ihr Verhalten wirkt stellenweise wenig reflektiert und wiederholt sich in ähnlichen Mustern, was es mir schwer gemacht hat, mit ihr mitzufühlen.

Auch der dystopische Roman innerhalb der Handlung konnte mich nicht überzeugen. Er nimmt viel Raum ein und hat für mich nicht gut zur erwarteten Liebesgeschichte gepasst.

Der Schreibstil war stellenweise sehr metaphorisch und wirkte insgesamt eher distanziert, er konnte mich nicht wirklich fesseln. Zudem sind die Kapitel recht lang, was den Lesefluss für mich zusätzlich gebremst hat.

Insgesamt eine Geschichte mit einer spannenden Grundidee und einigen gelungenen Ansätzen, die mich jedoch nicht vollständig abholen konnte.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Verbotene Anziehung mit emotionalen Schattenseiten

Scandal Love
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Als Edies Vater sie dazu zwingt, in seinem Unternehmen zu arbeiten, trifft sie dort auf den Miteigentümer Trent Rexroth. Trent ist unverschämt sexy, reich, skrupellos und deutlich älter als Edie. Doch ...

Als Edies Vater sie dazu zwingt, in seinem Unternehmen zu arbeiten, trifft sie dort auf den Miteigentümer Trent Rexroth. Trent ist unverschämt sexy, reich, skrupellos und deutlich älter als Edie. Doch er ist auch alleinerziehender Vater der vierjährigen Luna, die nur selten spricht und dringend Hilfe benötigt.
Obwohl Edie und Trent sich zunächst nicht ausstehen können, ist die Anziehung zwischen ihnen von Anfang an spürbar. Beide wissen, dass sie dieser Versuchung besser nicht nachgeben sollten. Der Altersunterschied ist dabei jedoch längst nicht das einzige Hindernis, das zwischen ihnen steht.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Edies und Trents Perspektive erzählt. Während Edies Motive nach und nach enthüllt werden und gut nachvollziehbar sind, bleibt Trent für mich emotional etwas unnahbar. Seine Beweggründe erschließen sich mir leider nicht in der gleichen Tiefe.
Der Schreibstil von L. J. Shen ist angenehm flüssig und locker. Auch die spicy Szenen sind atmosphärisch und ansprechend geschrieben.

Zusammenfassend bietet der Roman eine intensive, verbotene Liebesgeschichte mit starken Spannungsmomenten, auch wenn die emotionale Tiefe mich nicht in allen Aspekten vollständig überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Starker Anfang, aber zu viel Drama

Love is like a Thunderbolt
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Cheerleaderin Elli und Quarterback Riven begegnen sich an Ellis erstem Tag am College und fühlen sich sofort voneinander angezogen. Doch Schatten aus der Vergangenheit, ihre Familien und zahlreiche Geheimnisse ...

Cheerleaderin Elli und Quarterback Riven begegnen sich an Ellis erstem Tag am College und fühlen sich sofort voneinander angezogen. Doch Schatten aus der Vergangenheit, ihre Familien und zahlreiche Geheimnisse stellen ihnen immer wieder neue Hindernisse in den Weg und machen es ihnen schwer, wirklich zueinanderzufinden.

Zu Beginn hat mich die Insta-Love-Story zwischen Elli und Riven – ganz gemäß dem Buchtitel wie ein Blitzschlag – begeistert und mitgerissen. Sie konnten von Anfang an gut miteinander kommunizieren, und viel Geplänkel, gegenseitige Rücksichtnahme und Fürsorge prägen ihre Beziehung. Leider konnte sich diese Begeisterung im weiteren Verlauf des Buches nicht halten. Beide sind sehr schnell völlig voneinander fasziniert, bei Riven grenzt es teilweise schon an eine Obsession. Diese starken Gefühle konnte ich jedoch nur schwer nachvollziehen, da die beiden sich – zumindest sichtbar für uns Leser*innen – selten länger oder wirklich tiefgründig unterhalten. Das ist auch einer meiner Hauptkritikpunkte und für mich in einer Romance ein absolutes No-Go: Etwa im letzten Drittel des Buches erfährt man im Schnelldurchlauf, dass sich die beiden Protagonisten bei mehreren Gelegenheiten gesehen und unterhalten haben – Szenen, die zuvor weder beschrieben noch überhaupt erwähnt wurden. Das erklärt zwar im Nachhinein, warum ihre Gefühle schon deutlich weiter sind, als man es beim Lesen nachvollziehen konnte, wirkt aber erzählerisch sehr abrupt.

Der Suspense-Anteil konnte mich dagegen eher überzeugen. Die Spannung baut sich nach und nach auf, bis das Drama schließlich so stark an Tempo aufnimmt, dass man kaum noch zum Durchatmen kommt. Gleichzeitig werden die Handlungsstränge immer mehr, sodass ich irgendwann etwas den Überblick verloren habe.

Wirklich gefallen haben mir dagegen die Freundschaften, die hier dargestellt werden. Auch wenn sie sich ebenfalls schnell entwickeln, sind sie von gegenseitigem Respekt, Loyalität und Fürsorge geprägt. Gut in die Geschichte eingebunden sind zudem schwierige Themen wie psychische und physische Gewalt. Hier lohnt es sich, einen Blick auf die Liste möglicher Trigger am Ende des Buches zu werfen. Positiv hervorzuheben ist auch, dass dort zusätzlich Hilfsorganisationen genannt werden – eine Entwicklung, die ich sehr begrüße.

Der Schreibstil hat mich immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Die Szenen und Schauplätze sind zwar verständlich und anschaulich beschrieben, doch viele Metaphern und Vergleiche wirkten auf mich sehr poetisch und philosophisch – für meinen Geschmack stellenweise einfach etwas zu viel.

Insgesamt ließ sich das Buch zwar gut lesen, doch während mir die Liebesgeschichte zu wenig Tiefe hatte, war mir das Drama größtenteils zu viel. Dadurch wirkt die Geschichte am Ende leider etwas überladen.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Einblick in die Ausbildung zum Rettungssanitäter für Kinder

Hilfe kommt! – Einsatz für den Rettungsdienst
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Katze Bella und Hund Seppi möchten Rettungssanitäter werden. Während ihrer Ausbildung lernen sie grundlegende Inhalte wie Selbstschutz, den Aufbau des Körpers sowie das richtige Anlegen von Verbänden. ...

Katze Bella und Hund Seppi möchten Rettungssanitäter werden. Während ihrer Ausbildung lernen sie grundlegende Inhalte wie Selbstschutz, den Aufbau des Körpers sowie das richtige Anlegen von Verbänden. Zudem begleiten sie erfahrene Notfallsanitäter bei einem Einsatz. Nach ihrem Abschluss folgt ihr erster eigener Einsatz auf dem Fußballfeld neben der Schule.

Die Texte sind kurz gehalten, sprachlich jedoch nicht durchgehend auf Dreijährige abgestimmt. Insbesondere bei der Darstellung der medizinischen Geräte im Rettungswagen hätte ich mir kindgerechtere Erklärungen gewünscht. Ich wusste zum Beispiel nicht, wofür eine Absaugpumpe verwendet wird, und musste selbst erst recherchieren.

Die Illustrationen sind übersichtlich und altersgerecht gestaltet, konnten uns jedoch nicht vollständig überzeugen.

Insgesamt richtet sich das Buch eher an ältere Kinder, die sich intensiver für den Beruf des Rettungssanitäters und dessen Ausbildung interessieren. Für Dreijährige würde ich es noch nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Mehr toxisch als romantisch

Hard to Resist - Mason
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Nach einem heißen One-Night-Stand mit einem Fremden vermutet Bren, dass sie schwanger sein könnte, und bekommt von ihrer besten Freundin einen neuen Gynäkologen empfohlen: Mason. Attraktiv, nett – und ...

Nach einem heißen One-Night-Stand mit einem Fremden vermutet Bren, dass sie schwanger sein könnte, und bekommt von ihrer besten Freundin einen neuen Gynäkologen empfohlen: Mason. Attraktiv, nett – und ausgerechnet ihr One-Night-Stand. Und nun möchte er sie besser kennenlernen.

Zu Beginn konnte mich das Buch durchaus für sich einnehmen. Der Einstieg fällt leicht, und die beiden Protagonisten wirken zunächst authentisch und sympathisch. Leider hat mich die Geschichte trotz ihrer kurzen Länge im weiteren Verlauf komplett verloren.

Bren leidet nach einem Trauerfall in ihrer Familie unter extremen Bindungsängsten, die ihr Verhalten maßgeblich prägen. Dabei wirkt sie phasenweise sehr sprunghaft: Sie trifft Entscheidungen, nur um sie kurz darauf wieder komplett zu revidieren und in Panik zu verfallen. Dieses ständige Hin und Her empfand ich auf Dauer als anstrengend und wenig nachvollziehbar.

Auch Mason hat für mich eine problematische Entwicklung durchgemacht: Anfangs noch als green flag angelegt, wird er schnell zur absoluten red flag. Bereits nach einer gemeinsamen Nacht ist er überzeugt, in Bren seine Seelenverwandte gefunden zu haben – inspiriert von der Ehe seiner Eltern. Entsprechend intensiv bemüht er sich um sie, schießt dabei jedoch immer wieder weit über das Ziel hinaus. Trotz Brens offensichtlicher Ängste lässt er ihr kaum Raum und versucht stattdessen, die Beziehung innerhalb weniger Tage immer weiter voranzutreiben. Dabei wirkt er besitzergreifend, bevormundend und überzeugt davon, Bren besser zu kennen als sie sich selbst.

Der Schreibstil ist zu Beginn angenehm flüssig, ließ mich im Verlauf jedoch immer häufiger stolpern – nicht nur sprachlich, sondern vor allem inhaltlich. Besonders Masons Aussagen empfand ich teilweise als problematisch und irritierend. An einigen Stellen war ich ehrlich gesagt sprachlos und kurz davor, das Buch abzubrechen, etwa bei Sätzen wie: „Sie konnte sagen, was sie wollte – ihr Körper log nicht.“ oder „Ich suchte schon mein ganzes Leben lang nach der perfekten Partnerin, und nun hatte ich sie gefunden. Ich musste sie nur dazu bringen, dass sie es verstand.“

Die inhaltlichen Ungenauigkeiten rund um Brens mögliche Schwangerschaft hätte ich noch eher verzeihen können, auch wenn sie mehrfach Fragen aufwerfen. Gerade im Kontext eines Gynäkologen als männlicher Hauptfigur wirken einige Wissenslücken jedoch wenig glaubwürdig. Gleichzeitig scheint sich auch Bren selbst kaum mit dem Thema Schwangerschaft oder Geburt auseinanderzusetzen.

Insgesamt bleibt für mich ein Buch mit starkem Einstieg, das jedoch durch anstrengende Dynamiken zwischen den Figuren und fragwürdige Entwicklungen deutlich an Überzeugungskraft verliert.

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