Platzhalter für Profilbild

Bisco

Lesejury Star
offline

Bisco ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Bisco über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2026

Mit der Abhänigkeit kommt die Gewalt - ein starkes Debüt

Gelbe Monster
0

„Gelbe Monster“ enthält eine Geschichte, wo wir sehen wie eine zunächst perfekt wirkende Beziehung nach und nach eine zerstörerische Dynamik entwickelt. Die Mathematik-Studentin Charlie mit dem Weg zum ...

„Gelbe Monster“ enthält eine Geschichte, wo wir sehen wie eine zunächst perfekt wirkende Beziehung nach und nach eine zerstörerische Dynamik entwickelt. Die Mathematik-Studentin Charlie mit dem Weg zum Doktortitel lebt neben dem Studium in den Tag hinein. Ihre Wohnung nur rudimentär eingeräumt und eher vom Alltag überfordert, hat nur Elan, wenn es um ihr Studium geht. So ist es kein Zufall das sie noch den Bolzenschneider vom Baumarkt bei sich hat, welcher nur eine Leihgabe ist. Sie trifft bei ihrem Stammkiosk in Köln-Ehrenfeld (der Bezirk wird zwar nicht erwähnt, aber am Ende vom Buch erwähnt das Buch die Stadt Köln und die Venloer Straße ist in Ehrenfeld) den jungen Literaturstudenten Valentin. Das ist der Beginn einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte mit sehr schwierigen Zeiten für beide Protagonisten.
Wir lesen auf zwei Zeitebenen die Gegenwart, wo sie bei ihrer besten Freundin Ella wohnt. Weil ihre Wohnung ein Trümmerhaufen ist. Warum dem so ist, dass wird erst später im Buch geklärt.
Ihre beste Freundin drängt sie zu einem Anti-Aggressionstraining für Frauen und einer therapeutischen Behandlung. Aber wie kommt es, dass diese intelligente Frau mit gebrochener Hand und blauen Auge dahin soll. Immerhin sagt sie immer wieder, dass sie das Opfer in dieser Beziehung sei.
In Rückblenden enthüllt die Geschichte die Entwicklung der Beziehung zu Valentin und warum Charlie gewalttätig wurde. Die Beziehung entwickelte sich von einer normal beginnenden zu einer obsessiven, emotional abhängigen Geschichte. Es treffen Charlies Unsicherheit, Wut und Verlustangst auf die Beziehung und setzen somit auch Valentin unter Druck. Dies schlägt mit der Zeit in eine physische und psychische Gewalt um. Nich immer ist für den Leser sofort ersichtlich wer von wem abhängig ist und wer von beidem wem „mehr“ antut.
Das Frauen in Beziehungen Gewalt, psychisch und physisch ausüben, ist nicht untypisch wird aber als Thema noch sehr selten behandelt. Die Autorin hält sich dabei sehr zurück, wenn es um moralische Wertung geht und überlässt es uns zu entscheiden, wer die Fehler hier macht und wer sein Verhalten hätte ändern müssen.
Man liest immer nur am Rande, dass Charlie große Schwierigkeiten in ihrer Kindheit erlebt hat. Das Verhältnis zu ihrer Mutter muss immens gestört sein. Diese gab Charlie immer zu verstehen das sie hässlich sei und zu nichts nützlich. Tief scheinen hier die Wunden aus dieser Zeit zu sein, werden aber nur am Rande thematisiert, um den Lesern keine „Grundlage“ für ihr Verhalten zu geben, sondern Charlie selbst einzusortieren.
Und hier bekommt sie nicht den Preis für die Sympathieträgerin des Jahres. Man versteht in Teilen ihr Verhalten und teilweise hasst man sie regelrecht für ihr Verhalten. Symbolisch spiegelt sich Charlies innerer Zustand auch im Titel wider. Die „gelben Monster“ erinnern an das Blumenmuster der alten gelben Tapete in ihrer Wohnung, dessen Formen wie kleine Monster wirken – ein Bild für die inneren Konflikte, Erwartungen und Ängste, die Charlie begleiten. So sitzt sie in der Gruppe und sieht um sich herum nur Schwerverbrecherinnen und präsentiert ihre gebrochene Hand, als Zeichen dafür, dass sie das Opfer ist.
Sprachlich erzählt Frau Leinemann in einer klaren und flüssigen Sprache, welche das Buch sehr schnell lässt. Es ist kein leichtes Buch und hat nicht das klassische Happy End was man erwartet. Es hinterlässt einen faden Beigeschmack. Denn alleine schon die Ereignisse der Anti-Aggressionsgruppe, welche zeigen warum die Frauen dort gelandet sind, zeigen wie unterschiedlich Gewalt ist und wie oft in dieser Geschichte Frauen es als Rechtfertigung nutzten.
Es ist intensiv und ungewöhnlich und somit ein Debüt, welches lange nachwirkt.

Veröffentlicht am 12.03.2026

" Happy Head - Happy wirst du jedoch nicht sein" - Ein sensationell gutes Buch mit psychologischer Spannung

Happy Head
0

„Happy Head- hier gelten Verantwortung, Wachstum und Dankbarkeit“

Wer möchte nicht seinen 17-Jährigen und viel zu sensiblen Sohn, der keine großartigen Freunde hat, nicht der Klassenbeste ist und sonst ...

„Happy Head- hier gelten Verantwortung, Wachstum und Dankbarkeit“

Wer möchte nicht seinen 17-Jährigen und viel zu sensiblen Sohn, der keine großartigen Freunde hat, nicht der Klassenbeste ist und sonst auch nichts vorzuweisen hat, nicht in ein Camp stecken, welches helfen wird. Das die Tabletten gegen Angst, dass Asthmaspray und die Unsicherheiten in Zukunft alle nicht mehr gebraucht werden.
So wird der frisch gewordene 17-jährige Sebastian, den alle nur Seb nennen, von seinen Eltern überrascht, wie es heißt: „Ab zu Happy Head – da machen sie dich happy“

Begeisterung braucht man da natürlich nicht erwarten, vor allem wenn der Abend mit der einzigen und besten Freundin anders geplant war. Aber Wiederworte helfen hier nicht und schon geht es mit der nervigen kleinen Schwester, welche alles in den Popo geschoben bekommt, auf dem Rücksitz und einer mehreren Stunden andauernden Fahrt ins Spieleparadies für Schwererziehbare.

Vor Ort erfreut er sich direkt mal zu hören, dass er auf seine Kleidung verzichten soll und nur ein Lieblingsteil mitdarf. David Bowie darf für Seb nicht fehlen. Sein Jugendschwarm, der ihn versteht und ihm mit seinen Liedern Kraft gibt.
Vor Ort einer von 100 Jugendlichen, alle wenig begeistert, wird man direkt mal in Teams gesteckt. Die Farbe grün in allen Nuancen sind das Kennzeichen.

Und wer nun denkt es gibt Gesprächstherapien, Gruppenkuscheln und Wohlfühlzeiten, der irrt. Und zwar gewaltig. Das Cover und der giftige Farbschnitt sprechen ihre eigene Sprache.

Schnell erkennt man, was hier wirklich los ist. Die Zimmer, die von 1 bis 100 sehr unterschiedlich sind, die Überwachungskameras, die „netten“ Betreuer und die psychologischen Gespräche treffen auf harte Aufgaben, Schmerz und Psychoterror. Aber wer was werden will, der muss halt ein bisschen leiden.

Seb findet für sich halt in seinem Mitmenschen Finn, der genauso wenig da sein möchte und welcher schneller erkennt was vor sich geht als Seb. Beide entwickeln zueinander eine eigene Dynamik und versuchen gemeinsam dem Horror vor Ort zu entkommen. Dabei haben beide keine Ahnung wie groß das Ganze noch werden wird.

Ich persönlich bin so dermaßen angetan von der Geschichte. Es ist zwar als Jugendbuch eingeordnet, aber für Erwachsene genauso geeignet. Der Teils unterschwellige und der Teils sehr direkte manipulative Psychoterror, welcher vor Ort angewendet wird, ist so gutgeschrieben. Die Aufgaben, die Gespräche, die kleinen Aktionen. Als lesende Person sieht man sofort mehr als die Protagonisten und dennoch sehen wir nur Bruchstücke. Diese verbinden sich bis zum Ende, lassen aber in der Mitte des Bildes noch ein großes Loch, welches mit dem zweiten Teil gefüllt werden wird.

Die Charaktere waren super beschrieben. Dabei geht es nicht mal um Sympathie, sondern wie gut sie ihre Rollen in der Geschichte widerspiegeln. Die Schreibweise lässt einen durch die Seiten fliegen und man möchte immer mehr erfahren. Man leidet mit den jungen Menschen mit und ist fassungslos, wie weit Gewalt an einen Menschen gehen kann.
Für mich eines der besten Jugendbücher der letzten Jahre. Es muss kein überzogenes Romantikdebakel in einem Fantasysetting sein, wenn es auch eine Dystopie in unserer realen Welt sein kann mit Menschen, die den Kontakt zur Normalität verloren haben und ihre Ideologie mit Gewalt einbringen wollen, auch wenn sie dafür über Leichen gehen müssen.

Ein Highlight durch und durch und eine Rezension welche hoffentlich neugierig macht ohne das ich zu viel gespoilert habe und dennoch zeige, wie tiefgründig das Buch ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2026

Traumjob? Traumfrau? Traumfreunde? Oder doch das Gegenteil? Tolle Story von Anfang bis Ende

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
0

Selten hat mich ein Thriller so durch die Seiten gejagt wie dieser. Schon die ersten Kapitel haben mich förmlich eingesogen, diese Mischung aus Offensichtlichem und doch geschickt Verschwiegenem, aus Wahrheiten, ...

Selten hat mich ein Thriller so durch die Seiten gejagt wie dieser. Schon die ersten Kapitel haben mich förmlich eingesogen, diese Mischung aus Offensichtlichem und doch geschickt Verschwiegenem, aus Wahrheiten, Halbwahrheiten und gezielten Lügen war unglaublich spannend. Ständig hatte ich dieses Gefühl kleine Bestätigungen zu erhalten, weil man die Zusammenhänge sah und schonmal erahnen konnte.
Besonders fasziniert hat mich das Spiel mit der Atmosphäre in der Villa und zwischen den Charakteren: Dieses unterschwellige Gefühl, dass etwas nicht stimmt, dass hinter jeder Geste und jedem Satz mehr steckt. Die Villa wirkt unheimlich, aber noch unheimlicher sind die Menschen darin. Immer wenn man dachte man versteht die Person und ihr handeln, wurde man vor eine neue Seite gestellt und fing stellenweise wieder bei null an.
Cecilia ist eine Protagonistin, die mich von Anfang an beschäftigt hat. Ihre Vergangenheit wirkt wie ein Puzzle aus Brotkrumen – klug gestreut, nie zu viel, aber genug, um Misstrauen zu säen. Ihre Widersprüche, ihre Ängste, ihre Entscheidungen: Nichts scheint zufällig. Denn Cecilias Angst alleine in den Häusern zu schlafen, warum macht sie es dann? Was ist passiert das sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter hat, bei ihrem Vater wird es schnell offensichtlich.
Gleichzeitig bleibt Johannes ebenso rätselhaft. Seine Perspektive eröffnet neue Ebenen, wirft aber genauso viele Fragen auf wie sie beantwortet. Der reiche Schönling, der Inhaber einer Firma ist und sich für ganz andere Frauen als für Cecilia interessieren sollte. Seine führsorgliche Art, die dennoch übergriffig wirkt.
Dann die Freunde von Cecilia, welche sie regelmäßig in den Häusern in der sie sittet besucht. Sie alle scheinen ihre Geheimnisse zu haben und über vieles nicht offen sprechen zu wollen. Immer wieder gibt es Andeutungen zu Cecilias Vergangenheit, über die Kellnerjobs die sie hatten und dass sie nicht besonders angetan davon sind, dass sie nun mit Johannes zusammen ist.
Für die Leserschaft ist schnell klar, dass hier spielt niemand mit offenen Karten spielt.
So wirkt der Mittelteil des Buches ruhiger und es wird mehr Hintergrundgeschehen aufgearbeitet und Fragen beantwortet, wo neue entstehen. Das Gefühl alles zu verstehen und zu greifen ist jedoch hier auch nicht immer gegeben.
Im letzten Abschnitt hat mich das Buch dann vollkommen gepackt. Die Enthüllungen fühlten sich gleichzeitig erschreckend konsequent und doch schockierend an. Ich saß mit offenem Mund da, weil sich so vieles, was vorher nur als Ahnung im Raum stand, plötzlich zu einem düsteren Gesamtbild zusammenfügte. Manche Entwicklungen haben mich wirklich getroffen – emotional wie moralisch.
Was mich besonders beeindruckt hat: Wie schmal der Grat zwischen Opfer und Täter gezeichnet wird. Wie leicht Mitgefühl kippen kann. Und wie erschreckend nachvollziehbar manche Abgründe wirken, wenn man erst einmal alle Puzzleteile kennt.
Ich kann das Buch daher nur absolut empfehlen. Ja, es hat kleine Schwachstellen wie die Tatsache das Cecila etwas zu oft das Glück auf ihrer Seite hatte, für sie immer die passenden Informationen zu erhalten. Und auch zwei Nebencharaktere sind nicht so präsent wie viele es sich wünschen würden, aber das muss es für mich auch nicht. Denn die drei Hauptcharaktere, aus deren Sicht das Buch geschrieben wurde, mit einer Gegenwart und vielen Vergangenheitsszenen und die auch mal aus der Perspektive von Person A am Anfang des Buches und dann von Person B am Ende des Buches, haben der Geschichte ein tolle Dynamik gegeben und Situationen so gut aufgeklärt, wie ich es selten erlebt habe.
Ein Thriller, der nicht nur spannend ist, sondern auch mit Erwartungen spielt und sie eiskalt unterläuft. Für mich eines dieser Bücher, dass man kaum aus der Hand legen kann – und das einen nach dem Zuklappen noch lange beschäftigt.


Veröffentlicht am 23.01.2026

Eine glaubwürdige Darstellung des Muttersein unter dem Druck von Instagramm und der Öffentlichkeit

8000 Arten, als Mutter zu versagen
0

Kinder sind ein Geschenk. Aber sie sind neben der Freude, die wir wegen ihnen verspüren auch viel Arbeit, Stress und Schmerz. So zeigt uns Frau Kebekus ehrlich und mit viel Humor und auch selbstkritischen ...

Kinder sind ein Geschenk. Aber sie sind neben der Freude, die wir wegen ihnen verspüren auch viel Arbeit, Stress und Schmerz. So zeigt uns Frau Kebekus ehrlich und mit viel Humor und auch selbstkritischen Reflexionen, wie schön es ist Mutter zu sein, auch wenn der Weg durch die Schwangerschaft und den ersten 18 Monaten kein Spaziergang mit frischem Make-Up, nen Kaffee in der Hand und einem Lächeln im Gesicht ist.
So erzählt sie uns ganz offen, dass die Schwangerschaft sie überrascht hat und mit dieser erstmal ganz viele To-Do-Listen erstellt wurden, was man alles mit dem Baby machen möchte. Und kläglich daran scheiterte. Der Druck, der schon in der Schwangerschaft steigt, wenn Instagramm zeigt wie fit der Körper während der Schwangerschaft zu sein hat. Mit dem „Belly-Only-Pregnancy“ (nur der Bauch nimmt zu) und sie jedoch zur Fraktion „Ass-Only-Pregnancy“ -Gruppe gehörte. Dazu die täglichen Sportübungen, Vorschriften was sie essen soll und wie wichtig ist doch ist, zur Geburt frisch rasiert zu sein. Man könnte ja einen Kommentar zur Behaarung erhalten.
Doch kaum war raus das sie schwanger war, muss sie sich dem Dünnschiss der Nation anhören von „zu alt“, „zu unverantwortlich“ und dann noch im 8. Monat auf der Bühne. Wie unverschämt. Ich fand die Kommentare (welche sie erstmal der deutschen Rechtschreibung angepasst hat), welche sie wiedergibt, sehr gut gekontert. Was nimmt sich eine Gesellschaft zu urteilen, ob sie zu alt ist oder nicht und warum sie arbeiten, geht (Comedian), was soll passieren außer, dass das Baby nen schlechten Witz hört?
So führt uns Frau Kebkus im weitern Verlauf durch eine echt lange und unschöne Geburt und zeigt das das Thema Wochenbett nicht schönes kuscheln im Bett ist und zwischendrin locker den Haushalt machen. Sie erklärt offen und mit viel Humor wie der eigene Druck steigt sich selbst zu perfektionieren, dem Kind die perfekte Mutter zu sein und daneben noch den Haushalt zu schaffen. Aber wie sie selbst sagt, ist eine junge Mutter nach Kaiserschnitt mit der Optik einer „Cracknutte“ in den ersten Wochen nicht das Vorzeigepüppchen von Instagramm.
Und hier trifft der Humor, mit vielen lustigen Anekdoten auf die immer wiederkehrende Problematik, welche sie selbst erleben muss: Eine Gesellschaft die dir vorschreiben meint zu müssen, wie du auszusehen hast, wie du mit dem Kind umzugehen hast und was du dir alles anzuhören hast. Spoiler: In Wirklichkeit nichts davon. Frau Kebekus erklärt, wie schlimm der Druck durch Instagramm ist, ihr ein Körperbild vorzuschreiben, von Leuten zu hören wie man das Kind zum Schlafen zu bringen hat, sich anhören zu dürfen das es normal ist das die Nippel bluten und sie drüberstehen soll und dann noch beleidigt wird, wenn sie stillt. Ansonsten wollen Männer Möpse sehen, aber bloß nicht, wenn sie ihren biologischen Sinn erfüllen.
So ist der schwerste und wenn auch schönste Job den man als Frau haben kann der Job der Mutter (natürlich vorausgesetzt man möchte Kinder haben, was jede Frau für sich selbst entscheiden kann) und es zigtausend Menschen gibt, die meinen dir zu zeigen, was die perfekte Mutter ist. Und Frau Kebekus zeigt ehrlich und authentisch, wie sich zigtausende Leute ihre Meinung in den Hintern schieben können. Ich finde das Buch großartig und erfrischend. Ich selbst bin keine Mutter, ich habe auch keine Kinder. Aber ich habe Respekt vor jeder Frau, die sich die Kraft täglich nimmt, sich liebevoll um ihr Kind zu kümmern, auch wenn es aufopfern bedeutet und auch mal zurückstecken.
Ich kann die Autorin voll und ganz verstehen, dass sie nicht nur Mutter sein will und auch arbeiten geht, notfalls auch ohne Schlüpper, dass man dem Kind nen Kochlöffel in die Hand drückt, um selbst mal zum Aufräumen zu kommen und nicht allen Ratgebern Recht gibt, sondern sie ihren (und dem des Babypapas) eigenen Weg findet sich um ihr Baby zu kümmern.
Ich würde mich freuen, auch noch in Zukunft von ihr zu lesen, wie es mit dem Spross und den nächsten Jahren weitergeht. Ob ihr Kind ihren Humor hat und im Kindergarten schon zeigt was ein kölsches Kind mit Kebekusgenen so von sich geben wird.

Veröffentlicht am 13.06.2025

Gaming verbindet und dieses coole Sachbuch bringt einem die Geschichte spielerisch näher

Gaming – Eine Pixel-Zeitreise
0

„Gaming Eine Pixel-Zeitreise“ hat mich als Gamerin sofort angesprochen. Ein Sachbuch über Gaming im Comic-Stil, dass musste ich haben. Und ich bin sehr froh, dass Privileg zu haben, es lesen zu dürfen.

Der ...

„Gaming Eine Pixel-Zeitreise“ hat mich als Gamerin sofort angesprochen. Ein Sachbuch über Gaming im Comic-Stil, dass musste ich haben. Und ich bin sehr froh, dass Privileg zu haben, es lesen zu dürfen.

Der Autor Jean Zeid ist Gamer und die Illustratorin Émilie Rouge hat auch schon ihre Stunden in WoW gelassen. Zusammen haben Sie ein tolles Buch geschrieben. In seiner fast DIN A4 Größe und mit sehr stabilen und dicken Papier ist es super verarbeitet und wirkt sehr hochwertig.

Innerhalb der Geschichte reisen die beiden mit dem modernsten und leistungsstärksten Heim-Ki Roby durch die Geschichte des Gamings. In wunderschönen Bildern reisen wir in die Vergangenheit und sehen dies auch passend in den Dekorationen, der Kleidung und in Textblasen erfahren wir, wo wir sind und was hier gerade passiert. Von dem ersten Spiel im Jahr 1962, welches vom MIT erschaffen wurde, bis zur heutigen Zeit und was Gaming in der Gesellschaft bewirkt.

Gerade am Anfang sind die Textblasen sehr stark in der Erklärung der ersten Programmierungen und der Entwicklung der Konsolen angesiedelt. Erst im Laufe der Geschichte kommen bekanntere Spiele und Konsolen hinzu. Aber dies hat mich persönlich weniger gestört.

Sehr passend fand ich auch den bissigen Humor und dass die beiden sich in der Geschichte nichts geschenkt haben. Der Mini-Roboter bekam von Jean auch sein Fett weg.

Ein sehr schönes Zitat im Buch, steht sehr weit vorne:

„Es ist technologisch und künstlerisch, zugänglich und sozial. Es schafft Freundschaften und Beziehungen, es verleiht Ängsten Ausdruck und polemisiert.“

Gaming bedeutet halt nicht alleine vorm PC oder der Konsole zu sitzen. Es gibt genügend Spiele die gemeinsam stattfinden und gemeinsam zum Lachen und auch zum Kabbeln führen.

Ich empfehle daher jeden das Buch, der selbst gerne zockt oder sich für das Thema interessiert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere