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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

ein Mitmachbuch mit Tierkinderthema

Hilf den Tierkindern
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Wir, mein Neffe und ich, haben dieses Buch nach dem „Hilf den Fahrzeugen“ gelesen und sind wie bei ersterem sehr zufrieden.

Ein Pappbuch im handlichen Format, dass sich an Kinder im Alter ab 18 Monaten ...

Wir, mein Neffe und ich, haben dieses Buch nach dem „Hilf den Fahrzeugen“ gelesen und sind wie bei ersterem sehr zufrieden.

Ein Pappbuch im handlichen Format, dass sich an Kinder im Alter ab 18 Monaten richtet. Hier stehen nun Tierkinder im Fokus. Auch ein Thema das im Alltag von Kleinkindern schon Raum einnimmt, auch durch andere Bücher. Es werden jedem Tierkind zwei Doppelseiten gewidmet – dabei einmal eine Seite, die das Problem und die Anweisung vermittelt und eine Ergebnisseite. Beim Vorlesen wird das Kind zum Mitmachen animiert. So hilft man z.B. einem kleinen Kätzchen durch kräftiges Miauen, seine Eltern zu rufen. Man schüttelt, zeigt, macht Laute nach.

Die Gestaltung des Buches ist einfach und fokussiert, also nicht überladen. Die Textlänge der Seite ist angemessen und in passender Sprache.

Die Serie ist eine wirklich schöne Ergänzung zu den klassischen Vorlesebücher, Wimmelbüchern und Greif/Fühlbüchern. Gibt es doch schon einige Bücher dieser Serie zu unterschiedlichen Themen.

Veröffentlicht am 17.03.2026

Ein etwas anders aufgebautes Ratgeberbuch

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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Ratgeberbücher über diverse Gartenprobleme gibt es so einige, auch über Pflanzenkrankheiten bzw. Schädlinge die Pflanzen befallen könne. Dieses Buch transportiert die doch vielleicht etwas trockene Thematik ...

Ratgeberbücher über diverse Gartenprobleme gibt es so einige, auch über Pflanzenkrankheiten bzw. Schädlinge die Pflanzen befallen könne. Dieses Buch transportiert die doch vielleicht etwas trockene Thematik mit sehr viel Witz und in generell neuem Stil. Wird doch aus jedem Problem ein kleiner Kriminalfall gestaltet. Systematisch – wie in einer Ermittlungsakte wird der Tatort beschreiben, Indizien präsentiert, Zeugen befragt, die den Täter beschreiben sollen. Schließlich werden die Fakten zusammengefasst und ein Täterprofil erstellt – mögliche Insekten, die in dieses Täterbild fallen, werden präsentiert. Schließlich wie bei einem echten Kriminalfall, der Täterkreis eingekesselt und der abschließende Verbrecher präsentiert - mit Beschreibung und Motiv.
Neben der generell auflockernden Variante wie Fakten präsentiert werden, ist auch die Gestaltung übersichtlich und gelungen.

Definitiv empfehlenswert für Personen die Hilfe im Garten suchen, allerdings auch amüsant zu lesen für allgemeine Krimiliebhaber. Wer löst nicht gerne 20 kleine Kriminalfälle, die sich im eigenen Garten ereignen können.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Schütteln, tuten - ein Mitmachbuch

Hilf den Fahrzeugen
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Ein schön gestaltetes Buch, dass sich um diverse Fahrzeuge dreht, denen man auch schon als Kind im Alltag begegnet. Schön und klar gestaltet, ist es einfach für das Kind einen Bezug zum Alltag herzustellen. ...

Ein schön gestaltetes Buch, dass sich um diverse Fahrzeuge dreht, denen man auch schon als Kind im Alltag begegnet. Schön und klar gestaltet, ist es einfach für das Kind einen Bezug zum Alltag herzustellen. Und umso gelungener ist es, dass es das Kind beim Vorlesen zum Mitmachen animiert. Einmal soll gepustet werden, dann geschüttelt und noch einiges mehr.
Alles sehr abwechslungsreich und auch lustig, wann darf man denn sonst schon tuten wie ein Polizeiauto. Jedem Fahrzeug wird sich mit zwei Doppelseiten gewidmet - einmal eine Aufforderungsseite und einmal eine Ergebnisseite.

Die Serie ist eine schöne Ergänzung zu den klassischen Vorlesebücher, Wimmelbüchern und Greif/Fühlbüchern.

Ich kann dieses handliche Buch, mit dem knappen, aber passenden Textausschnitten definitiv empfehlen. Auch weil sie eben nicht überladen sind und überfordern. Freuen darf man sich auf interaktive Schmökerzeit mit dem Kind.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Eine schöne Idee

Das White Octopus Hotel
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Eve ist Kunstgutachterin im Jahr 2015 und hat schon einen großen Schicksalsschlag hinter sich: hat sie doch ihre Schwester in Kindheitstagen verloren und gibt sich die Schuld dafür. Als sie eines Tages ...

Eve ist Kunstgutachterin im Jahr 2015 und hat schon einen großen Schicksalsschlag hinter sich: hat sie doch ihre Schwester in Kindheitstagen verloren und gibt sich die Schuld dafür. Als sie eines Tages von einem geheimnisvollen älteren Mann aufgesucht wird, bleibt dieses Treffen nicht ohne Folgen. Ihr kommt vor, als würde sie diesen Herrn schon einmal begegnet sein, und er trägt den Namen ihres Lieblingskomponisten Max Everly. Dieser jedoch wurde etwa hundertsechzehn Jahre früher geboren. Er erzählt ihr vom legendären White Octopus Hotel, das in den Schweizer Alpen liegt. Seine Hochzeit hatte das Bell Epoc Hotel in den 1930er Jahren, im Jahr 2015 ist es eher verlassen und fast vergessen. Warum schloss dieses legendäre Hotel die Pforten? Das White Octopus Hotel, bei dem fast alles einen Octopus als Logo trägt, wartet mit einer Welt voller Rätsel und Magie auf.

Dieser Roman vereint sehr viel: Romanzen, Zeitreisen, Mystery und historische Fakten. Aber auch Themen, die immer relevant sind, egal ob mit oder ohne Fantasybezug wie Schuldgefühle, Schicksal, zweite Chancen und die Suche nach Vergebung bzw. Erlösung.

Erzählt wird dies, indem man zwei Protagonisten Eve und Max in ihrer jeweiligen Geschichte folgt – Eve in ihrer Lebensrealität im Jahr 2015, mit Rückblicken in ihre Vergangenheit und Max im Jahr 1935 und Rückblicken in seine Vergangenheit im Jahr 1918. Dreh- und Angelpunkt für all diese Geschichte ist das Hotel Oktopus in dem Zeitreisen möglich sind. Ja all dies mag vielleicht kurzfristig verwirrend sein, allerdings eröffnet sich rasch ein Sog der Geschichte, wenn man sich darauf einlässt.

Sehr angenehm und passend fand ich den Schreibstil. Flüssig und mit einem guten Händchen, die Stränge zu verknüpfen, wird man gefesselt. Bekommt Emotionen und Spannung gut transponiert. Die verschiedenen Schauplätze und Epochen werden detailliert geschildert, so dass es einfach ist, sich vom Buch eingenommen zu fühlen. Man spürt die Anspannung der Charaktere, wie Realität und Fantasy verschwimmt und auch die einzelnen Zeitebenen.
Das Hotel bietet dafür eine auch faszinierende Kulisse, da es voller Geheimnisse, Skurrilitäten und eben schlichtweg magisch ist. Es erlaubt dadurch eine plausible Entwicklung der Charaktere.

Ich kann das Buch allen ans Herz legen, die eine kurze – magische- Auszeit vom Alltag suchen, die allerdings auch nach einer unterhaltsamen Geschichte noch länger nachhallt.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Familiengeheimnisse und Schicksale in Irland

Und das Glück duftet nach Wolken und Meer
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Kayla lebt in Berlin, weit weg von ihrer Heimat, einem kleinen Ort an der Küste Irlands. Der Weggang zum Studium war wie eine Flucht vor dem Leben dort, dass durch den Weggang ihrer Mutter im Kindesalter ...

Kayla lebt in Berlin, weit weg von ihrer Heimat, einem kleinen Ort an der Küste Irlands. Der Weggang zum Studium war wie eine Flucht vor dem Leben dort, dass durch den Weggang ihrer Mutter im Kindesalter geprägt war. Die Stimmung zu Hause war als Kind nicht einfach, doch ein Streit mit ihrem Bruder im Erwachsenenalter hielt sie in den letzten Jahren auf ihre Heimat inklusive Großmutter und Vater zu Besuchen. Doch die Rückkehr scheint durch einen Trauerfall unvermeidlich und Kayla nicht zuletzt dadurch verletzlich und unsicher. Läuft doch auch in Berlin nicht alles rund – geschäftlich und privat. Mit großer Unsicherheit reist Kayla in ihren Heimatort und wird mit der Vergangenheit konfrontiert. Manche Dorfbewohner reagieren verhalten. Auch bei Freundschaften müssen die letzten Jahre ohne physischen Kontakt aufgeholt werden Doch Kayla lernt auch interessante neue Leute kennen.

Eines vorneweg, der Roman bzw. die Themen sind leider nicht immer so leichtfüßig, wie das Cover suggeriert. Allerdings zahlt sich das Durchhalten dafür umso mehr aus, denn nicht jedes Leben ist immer Friede, Freude, Eierkuchen.

Susa Bartel nimmt uns vom quirligen Berlin, wo man als Trauerbegleiterin für Tiere anscheinend zumindest etwas Geld verdienen kann, ins doch eher bodenständigere Old Quay- einen kleinen Ort an der Küste Irlands. Man taucht ein in gut gelungene Landschaftsbeschreibungen und lernt auch so manches über irische Köstlichkeit. Garniert wird das ganze mit so manchem spannenden, vielleicht für ein kleines Dorf typischen Charakter wie der immer neugierigen älteren Nachbarin.

Das große Thema, bzw. der rote Faden des Romans sind die Überlegungen um das Familiengeheimnis – dem Verschwinden von Kaylas Mutter und wie dies alle Familienmitglieder geprägt hat. Eine Tatsache, die auch auf andere Probleme umgelegt werden kann und dadurch die Möglichkeit bietet auch für einen selbst etwas neue Hoffnung mitzunehmen. Man kann sein Glück finden, auch wenn die Situation traurig anmutet. Es bringt allerdings auch nichts eine traurige Situation komplett auszuklammern.

Etwas verwundert hat mich die Tatsache, dass Kayla die Familengeschichte nicht früher hinterfragt hat. Kayla erscheint zu Beginn des Romans auch etwas unreif zu sein, etwas das ihr von ihrem Freund auch vorgeworfen wurde. Das eine bedingt hier allerdings wahrscheinlich das andere und manchmal ist es einfacher mit dem Status quo zu leben und es zu verdrängen, als sich dem ganzen zu stellen.

Ein Roman der das Irland-Feeling wundervoll transportiert und auch sehr versöhnlich und rund endet.

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