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Veröffentlicht am 18.04.2024

Gelungener Auftakt in die Südstaaten

Das Leuchten der Sehnsucht - Töchter der Freiheit
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Das Leuchten der Sehnsucht ist ein gelungenes Buch einer mitreißenden Südstaaten Saga.

Der Leser kommt im Jahre 1859 mit Annie als neuer Lehrerin auf der Südstaaten Plantage Birch Island an. Große beeindruckende ...

Das Leuchten der Sehnsucht ist ein gelungenes Buch einer mitreißenden Südstaaten Saga.

Der Leser kommt im Jahre 1859 mit Annie als neuer Lehrerin auf der Südstaaten Plantage Birch Island an. Große beeindruckende Herrenhäuser der Plantagenbesitzer, hauseigene Sklaven und ein ganz anderer Lebensstl als ihn Annie bisher kannte, läßt sie zunächst nur staunen. Doch sie bringt sich schnell mit ihrer offenen ehrlichen Art ein, was so manchem Mitglied der Familie Williams nicht sonderlich gefällt.

Gerade für die Sklaven hat Annie ein großes Herz und eine abenteuerliche Zeit beginnt. Sie merkt schnell, dass David Williams, der Sohn des Hauses anders ist. Findet Annie einen Gleichgesinnten in ihm?

Im mittleren Westen hingegen kämpft Sophie, Annies Schwester um ihre Farm und Familie. Eine äußerst tapfere Frau, die sich den Schwierigkeiten des nahenden Bürgerkrieges stellt. Doch wie weit reichen ihre Kräfte?

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und sie nimmt den Leser direkt mit ihns Geschehen. Interessant fand ich, dass man Einblicke in die einzelnen Familien mit ihren ganzen Machenschaften und Intrigen bekommt. Erschreckend, wiee die Sklaven behandelt wurden.

Sehr hilfreich ist am Anfang des Buches ein Namensverzeichnis woran man sich gut orientieren kann, um die Personen besser zuzuordnen.

Die Protagonisten können unterschiedlicher und vielfältiger nicht sein. Alle authentisch. Manche grausam, manche sehr wertvoll. Mir hat die alte Sklavin Orlean mit ihren Lebensweisheiten sehr gut gefallen.

Wer also gerne in die Südstaatenzeit mit ihrem Glanz, rauschenden Festen, bauschigen Kleidern aber auch in die armseligen Hütten der Sklaven und deren Nöte abtauchen möchte, sollte das Buch lesen.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Schöner Ratgeber für Pausen

Einfach mal durchatmen
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Pause, einfach mal nichts tun und abschalten. Wer wünscht sich das nicht mitten im trubeligen Alltag? Aber machen wir auch wirklich Pause, oder sind wir am Handy?

Unter Pause machen versteht sich, in ...

Pause, einfach mal nichts tun und abschalten. Wer wünscht sich das nicht mitten im trubeligen Alltag? Aber machen wir auch wirklich Pause, oder sind wir am Handy?

Unter Pause machen versteht sich, in die Stille abzutauchen und durchzuatmen.

In dem Buch nimmt uns der Autor mit in die Pausen, empfiehlt Ruheinseln, gibt Zuspruch und Goldworte zum Mitnehmen. Wertvolle Nachspürfragen runden die Kapitel ab.

Mit hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Es ist interessant und kurzweilig. Man spürt, dass es direkt aus dem Leben geschrieben wurde und mitten ins Herz.

Viele praktische Beispiele, wo sich jeder wiederfindet sind zahlreich vorhanden.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Gendersprache, die mich sehr gestört hat und die ich von meinem Glauben her auch nicht vertrete.

Ansonsten ein schönes Buch, welches dem Leser gewinnbringende Ideen für Pausen bringt, man in Gottes Nähe ruhen darf und durch Lesen in der Bibel auftanken kann.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Ein unvergesslicher Ausflug

Immer locker bleiben, Berti!
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Bär Berti und Hase Hugo planen einen perfekten Campingsausflug. Berti hat alles genauestens geplant und notiert. Und nun gehts los. Doch oh Schreck, so einiges läuft schief. Die falsche Richtung, weil ...

Bär Berti und Hase Hugo planen einen perfekten Campingsausflug. Berti hat alles genauestens geplant und notiert. Und nun gehts los. Doch oh Schreck, so einiges läuft schief. Die falsche Richtung, weil Berti die Karte falsch herumgehalten hat.

Hase Hugo stört das nicht im Geringsten und er ist begeistert von dem Abenteuer. Freudig muntert er seinen Freund auf. Geht es jetzt wieder nach Plan weiter? Doch das müsst ihr selber lesen.

Es ist ein wunderschönes Bilderbuch über einen vermeintlich unperfekten Ausflug, der sich im Endeffekt als unvergesslich entpuppt.

Schön fand ich, dass Hase Hugo in jeder Situation das Gute gesehen hat und Berti immer aufmuntert. So können die Kinder lernen, dass auch, wenn es nicht nach Plan läuft, man unvergessliche Momente erleben darf, besonders wenn man fröhliche Freunde an der Seite hat.

Die Bilder sind toll gezeichnet, es gibt viel zu entdecken und auch zu schmunzeln.

Leider hat mir der christiche Bezug gefehlt, denn dazu gibt es viel Potential in dem Buch.

Empfohlen wird es ab 3 Jahren.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Ein Roadtrip, der alles verändert

Wo Worte zu Wegen werden
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Für die beiden jungen Frauen, Luella und Lynn geht ein Traum in Erfüllung. Gemeinsam erobern sie als Countrymusikerinnen die Bühnen, landen in den Charts bis ein hässlicher Streit sie entzweit.

Nach Jahrzehnten ...

Für die beiden jungen Frauen, Luella und Lynn geht ein Traum in Erfüllung. Gemeinsam erobern sie als Countrymusikerinnen die Bühnen, landen in den Charts bis ein hässlicher Streit sie entzweit.

Nach Jahrzehnten fährt Luella gemeinsam mit ihren Töchtern in ihrem alten Tourbus eine ganz besondere Strecke ab. Micah ist ihr Busfahrer und scheint irgendetwas zu suchen. Kennt Luella ihn und verheimlicht sie etwas vor ihren Töchtern?

Die Stimmung im Bus ist oft alles andere als fröhlich, da das Verhältnis untereinander nicht gerade von Vertrauen geprägt ist. Jede Schwester hat ihr eigenes Sorgenpaket und versucht es vor der anderen zu verstecken. Luellas Wunsch und Gebet ist es, dass alle zueinander finden und keine Bitterkeit in den Herzen aufkommt. Gelingt ihr Plan?

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und oft bewegend. Die Kapitel werden abwechselnd aus Reagans Sicht (Tochter von Luella) und Micah dem Busfahrer erzählt, was die Sichtweise interessant macht.

Die Protagonisten sind alle unterschiedlich und sehr authentisch beschrieben, so dass man sich gut in den einzelnen hineinversetzen kann.

Besonders gut hat mir gefallen, dass das Hauptaugenmerk auf Gott fokussiert wird. Er hat jeden einzigartig geschaffen und mit einer bestimmten Begabung beschenkt, die man dankbar annehmen darf und sinnvoll einsetzen kann. Miteinander statt übereinander zu reden ist ein großes Thema. Inneren Frieden hat nur der, der mit Gott im Reinen und ehrlich zu sich selbst ist.

Die Botschaft dieses Buches ist: den anderen höher achten als sich selbst, sein Wohl im Blick zu haben und schlussendlich Gott die Ehre im Leben zu geben.

Was mich leider sehr gestört hat, war der Zauberer von Oz. Das war völlig fehl am Platz und passte so gar nicht zum Hauptthema.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Vorteile und Vergebung

Was wir für wahr gehalten haben
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Tennessee und das Schicksal zweier Frauen.

In zwei Erzählsträngen wird der Leser einmal ins Jahr 1942 mitgenommen und begleitet dort Ava Delaney, die nach dem Tod ihres Mannes alles verloren hat. Ihr ...

Tennessee und das Schicksal zweier Frauen.

In zwei Erzählsträngen wird der Leser einmal ins Jahr 1942 mitgenommen und begleitet dort Ava Delaney, die nach dem Tod ihres Mannes alles verloren hat. Ihr Weg führt in ein Internierungslager, wo sie Gunther einem Medizinstudent begegnet. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Vertrauensbasis. Doch kann sie Gunther trauen oder ist er ein Spion?

Viele Fragen zerreißen ihr Herz, denn beide hat die Einsamkeit fest im Griff. Wie soll es weitergehen, gerade dann als Gunther hört, dass er versetzt werden soll. Gibt es überhaupt ein gemeinsames "Wir?"

Im Jahr 1969 lernen wir Mattie Taylor kennen, die ihren Zwillingsbruder im Vietnamkrieg verloren hat. Nach der Beerdigung verläßt sich Hals über Kopf ihr Elternhaus und lebt nicht gerade vorbildlich. Die schwere Krankheit ihrer Mutter führt sie wieder nach Hause. Dort ist es alles andere als rosig. Ihre Mutter hat den Wunsch, dass sie Briefe von früher liest, um Antworten zu bekommen.

Widerwillig und anklagend fügt Mattie sich und entdeckt etwas, was sie sprachlos macht. Wird Mattie nach allem inneren Frieden finden?

Der Schreibstil der Autorin ist spannend, obwohl mir manches etwas zu lang war. Der Glaube spielt eher eine untergeordnete Rolle. Schön fand ich, wie Ava in ihrem Glauben ruhte und alles aus Gottes Hand nahm.

Kriegsgeschehen, dunkle Gedanken, Alkoholsuch und Missbrauch lassen die ganze Geschichte etwas düster wirken. Vorurteile, Verbitterung und Angst konnten abgebaut werden und Hoffnung, Liebe, Vergebung und Selbstreflexion haben sich zwar mühsam, aber immer erfolgreicher einen Weg in das Herz der einzelnen Protagonisten gesucht.

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