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Veröffentlicht am 25.05.2025

Schwacher Start

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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In The Wind Weaver von Julie Johnson geht es um Rhya, die halb Mensch, halb Fae ist und als sogenannter Halbling gejagt wird. Sie gerät trotz ihrer langen Flucht in Gefangenschaft, als General Scythe auftaucht. ...

In The Wind Weaver von Julie Johnson geht es um Rhya, die halb Mensch, halb Fae ist und als sogenannter Halbling gejagt wird. Sie gerät trotz ihrer langen Flucht in Gefangenschaft, als General Scythe auftaucht. Befreit er sie wirklich oder befindet sie sich nur in der nächsten Gefangenschaft?

Das Cover ist wunderschön gestaltet, ebenso wie der Farbschnitt und das Page Overlay. Die Farben leuchten richtig und insgesamt ist die Gestaltung einfach toll gelungen.

Der Schreibstil ist ganz angenehm, man kommt gut in die Handlung rein.
Sympathie kann man für die beiden Hauptprotagonisten allerdings nicht wirklich empfinden. Rhya wirkt sehr naiv und Scythe ist unmöglich ihr gegenüber.
Ich habe mich die ganze Zeit gefragt ob die beiden das Love interest der Geschichte sein sollen, denn man fühlt absolut gar kein Knistern, er behandelt sie schlecht, redet kaum mit ihr und ihre Gesundheit ist ihm größtenteils auch egal. Man wird schlicht und einfach nicht warm mit den beiden Protagonisten.

Das Magiesystem an sich, die Weltaufteilung und das world building an sich ist super interessant und hat großes Potential.
Für mich hat sich die Geschichte dann aber leider sehr gezogen. Es passiert kapitellang nicht viel, die Reise zwischendurch wird sehr ausführlich beschrieben und man hat zwischendurch world building aber es passiert einfach nichts spannendes oder plötzliches.

Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen, die leider nicht erfüllt wurden. Man spürt keine Verbindung zwischen den Protagonisten, das Buch hat sich insgesamt sehr gezogen und trotz der Länge ist nicht viel passiert.
Die letzten Kapitel haben das Ruder zwar noch mal rum gerissen und die Spannung etwas angehoben aber der Anfang- und Mittelteil waren schon zäh.
Durch das Ende möchte ich allerdings noch wissen wie es weitergeht, den zweiten Teil werde ich also lesen.

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Veröffentlicht am 14.09.2024

Neustart durchs Eisbaden

9 Grad
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Bei 9 Grad von Elli Kolb geht es um die drei besten Freunde Josie, Rena und Anton. Rena ist schwer krank und Josie fällt es sehr schwer damit umzugehen. Bevor sie davon wussten bringt Rena ihre beiden ...

Bei 9 Grad von Elli Kolb geht es um die drei besten Freunde Josie, Rena und Anton. Rena ist schwer krank und Josie fällt es sehr schwer damit umzugehen. Bevor sie davon wussten bringt Rena ihre beiden Freunde dazu mit ihr in der Sauna Eisbaden zu gehen. Sie weiß wie sehr Josie mit ihrem Körper hadert und will ihr dabei helfen ihn sich zurück zu holen und Erfahrungen zu sammeln.

Nach diesem Tag zieht es Josie immer weiter zum Eisbaden, es hilft ihr dabei eine gewisse Kontrolle zu fühlen, so wie zu der Zeit als sie eine Essstörung hatte. Sie wird auch hier immer süchtiger danach und handelt auch unbedacht und bringt sich in Gefahr.
Parallel dazu lernen wir Lee kennen, den Josie auf einer Datingapp kennengelernt hat. Ihre Beziehung zueinander verläuft nicht einfach, da Lee Depressionen hat und Josie zwar versucht verständnisvoll zu sein, jedoch wenig Ahnung von Depressionen zu haben scheint und mehr von Lee erwartet als er zu dem Zeitpunkt geben kann.

Das Buch war wirklich angenehm zu lesen, das Cover ist wunderschön und man konnte es gut in einem Rutsch durchlesen und wollte wissen wie es weitergeht.

Ich fand es nur schwer Josie allzu sympathisch zu finden. Durchs Eisbaden hat sie eine neue Sucht für sich entwickelt, da sie dort das gleiche Gefühl hatte wie als sie früher wenig gegessen hat. Das Eisbaden jetzt wurde zu ihrer neuen Obsession. Auch ihren Umgang mit Lee und ihre unbedachten Aussagen fand ich teilweise unverständlich.
Die Dialoge zwischen ihr und Anton waren auch teilweise sehr "plump" und komisch artikuliert untereinander. Insgesamt fand ich auch, dass die Themen nicht allzu in die Tiefe gingen, das Ende kam total plötzlich.

Persönlich hätte ich auch eine Triggerwarnung am Anfang des Buches empfohlen, da hier das Thema Essstörung und Josie's Gedanken dazu doch sehr oft erwähnt werden.

Insgesamt fand ich das Buch sehr angenehm zu lesen und bisher hatte ich noch kein Buch in dieser Richtung gelesen. Allerdings fehlt für mich hier mehr Sympathie mit den Protagonisten und mehr Tiefe, um es zu einem 5-Sterne Buch zu machen.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Insgesamt überladen

Die Frauen von Maine
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Ein Buch, dass schwer zu greifen ist. Von der Leseprobe aus, hatte ich, so wie es beschrieben wird, ein Generationenroman erwartet, in dem ein altes Haus, der zentrale Punkt, der Geschichte sein wird sowie ...

Ein Buch, dass schwer zu greifen ist. Von der Leseprobe aus, hatte ich, so wie es beschrieben wird, ein Generationenroman erwartet, in dem ein altes Haus, der zentrale Punkt, der Geschichte sein wird sowie Jane, Genevieve und Allison. Dass man mehr über die Vergangenheit und Gegenwart aller Personen und des Hauses erfährt.

Tatsächlich passiert hier aber sehr viel mehr. Die Leben der Frauen, die das Haus kennen, oder darin gelebt haben, sind über Generationen hinweg miteinander verwoben. Das fand ich wirklich gut gelungen und hat es auch spannend gemacht.

Allerdings muss man bei dem Buch am Ball bleiben und sich bis etwa zur Mitte etwas durchkämpfen, weil es doch langatmig ist. Zudem sind hier viele Nebenschauplätze. Spiritualität und Geister werden auch zu einem, wenn auch kurzen, wichtigen Aspekt. Der Fokus liegt hier aber zum einen auf der Geschichte der native American, auf denen die Anfänge der amerikanischen Geschichte eigentlich wurzelt, hier insbesondere mit dem Fokus in Maine. Zum anderen auf Janes Familiengeschichte und dem alten Haus. Am Rande wurde auch die Geschichte der Shaker in Maine erwähnt. Insbesondere der zweite Punkt sind wichtige Geschichten, die es zu erzählen gilt, hier war der Roman aber schlichtweg zu überladen mit Namen, Geschichten, Religionen, Glaubensbewegungen und Spiritualität.

Wenn man gerne historische Romane liest oder sich für die Geschichte der Native American in Maine interessiert und gerne viele historische Daten, Namen, usw. liest und dabei den Überblick behalten kann, für den ist das Buch sicher spannend.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Fehlende Tiefe

An Education in Malice: Verlangen. Intrigen. Blut.
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Der Klappentext von An Education in Malice von S. T. Gibson hatte mich direkt angesprochen da mir die Tropes Dark Academia und Enemies to Lovers total gut gefallen.

Die Grundidee der Handlung hat mir ...

Der Klappentext von An Education in Malice von S. T. Gibson hatte mich direkt angesprochen da mir die Tropes Dark Academia und Enemies to Lovers total gut gefallen.

Die Grundidee der Handlung hat mir auch sehr gut gefallen, allerdings hat mir bei der Umsetzung total die Tiefe gefehlt. Das Buch ist ja insgesamt auch nicht so lang, da hätte man deutlich ausführlicher, genauer und tiefer beschreiben können, um den Leser wirklich zu abholen.

Durch die fehlende Tiefe, blieb es zwischen Laura und Carmilla eher oberflächlich und der Übergang von Enemies to Lovers war hier gefühlt nicht existent und somit auch gar nicht nachvollziehbar und auch die richtige Rivalität hat hier gar nicht stattgefunden. Dementsprechend konnte ich Gefühlsäußerungen der Protagonistinnen auch nicht nachvollziehen.

Gut gefallen, hat mir aber der Spice, der kam nicht allzu oft aber war durch die oft fehlenden Möglichkeiten und das Versteckt halten umso spannender zu lesen.

Was ich auch wirklich schade fand, waren die vielen Fehler in der deutschen Version, das hätte man öfter Korrekturlesen müssen.
Auch den Sichtwechsel in den Kapiteln zwischen den Protagonistinnen fand ich nicht ganz glücklich gelöst, oft fand ich die Beiden beim Lesen kaum zu unterscheiden, sodass ich erstmal zurück an den Anfang des Kapitels zurück musste. Dies ist wahrscheinlich auch dem geschuldet, dass die beiden Frauen keinerlei Tiefe haben und sich nicht weiter entwickeln.

Richtung Ende der Geschichte fand ich es dann auch einfach nur noch konstruiert, bestimmte Geschehnisse werden einfach von Charakteren ignoriert, obwohl hier mehr hätte erzählt werden können.

Am Ende bin ich leider eher enttäuscht von diesem Buch. Ich hatte viel mehr erwartet, da mich der Klappentext so überzeugt hatte, allerdings blieb es einfach insgesamt zu oberflächlich, eher langweilig und wenig nachvollziehbar. Gefallen hat mir aber der Spice und die Grundidee der Geschichte.

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