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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2026

Faszinierende Dunkelheit

Nachts am Teich
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Wunderschön, dieses Buch. Was muss das für ein Erlebnis für die kleine Mara gewesen sein, mit ihrem Opa die Dämmerung und die Nacht am Teich zu erleben. Man wäre am liebsten selbst dabei; oder noch besser, ...

Wunderschön, dieses Buch. Was muss das für ein Erlebnis für die kleine Mara gewesen sein, mit ihrem Opa die Dämmerung und die Nacht am Teich zu erleben. Man wäre am liebsten selbst dabei; oder noch besser, hätte Kind und Kegel gepackt und ein ähnliches Abenteuer erlebt.
Die Geschichte in diesem Buch ist so ruhig wie eindrucksvoll. Maras Opa zeigt ihr die Spuren und Tiere am Teich und die Besonderheiten der Nacht. Und Mara fragt sich ob sie die Tiere des Tages und die der Nacht wohl kennen?
Ich fand es ganz wunderbar mitzuerleben wie Mara diese besondere Nacht mit ihrem Opa erlebt. Meine Kinder lieben selbst die Natur und man hat deutlicher gemerkt, wie der Funke während des Lesens auf sie übersprang. Die Bilder im Buch sind recht dunkel gehalten und vom Stil her etwas verschwommen- man erkennt es bereits am Cover- und nicht immer zeigt sich sofort was sich in ihnen verbirgt. Und auch das beeindruckte mich hier ungemein. Denn je länger man die Bilder betrachtet, desto mehr entdeckt man. Eben so, als würde man selbst in die Nacht hinein lauschen. Man holt sich mit diesem Buch tatsächlich etwas die Nacht ins Haus!
Angst bereitet es nicht, nein es weckt die Neugier. Und wer vom Vorlesen allein noch nicht genug hat, findet im Anhang sogar noch Suchaufträge.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Erneut hervorragend

Noch mehr Almbackbuch-Rezepte
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Nachdem ich vom ‚großen‘ Almbackbuch schon so begeistert war, musste ich dessen Nachfolger oder besser, die Ergänzung unbedingt auch haben. Und ich wurde auch davon nicht enttäuscht. Das Format des Buchs ...

Nachdem ich vom ‚großen‘ Almbackbuch schon so begeistert war, musste ich dessen Nachfolger oder besser, die Ergänzung unbedingt auch haben. Und ich wurde auch davon nicht enttäuscht. Das Format des Buchs ist das selbe. Optisch reihen sich die beiden also gut nebeneinander ein. Aber auch der Inhalt setzt sich im Grunde nahtlos fort und vervollständigt das große Werk ganz wunderbar. Auf Grundlagen zur Brotherstellung und weiter Geschichten von der Kalchkendlalm wurde nun aber zu Gunsten von 44 neuen Rezepten verzichtet. Ich hab eigentlich recht gern über die Alm und die Mitwirkenden gelesen, kann aber die Entscheidung dagegen natürlich verstehen. Dieses Buch ist deutlich handlicher, aber im Preis auch erschwinglicher, doch genauso hochwertig in der Optik. Die altbewährten wunderbaren Fotografien sind auch hier wieder zu finden, genauso wie die ausgeklügelte Darstellung der Rezepte samt Infoleiste und Planungsbeispiel. Und wieder darf man sich auch auf eine Mischung aus Broten, Kleingebäck und Feingebäck freuen. Es wird mit Lauge gearbeitet und Blätterteig hergestellt, aber auch rustikale Brote kommen nicht zu kurz. Die Teige werden lang geführt, enthalten nun aber immer wieder etwas speziellere Zutaten (Kartoffel, Banane, Bier/Biertreber oder auch Saaten und Kräuter). Und der Norden hält auch mehr und mehr Einzug (Hamburger Franzbrötchen, Kaneelbrötchen), was einen schönen Querschnitt durch die Brotbackkunst ergibt. Selbst ein sehr leckeres Fladenbrotrezept findet sich darunter, ein veganes Brezenrezept und Bienenstich. Das Bierbrot hätte ich auch sehr gern gebacken, aber hier fehlte mir leider der Zugang zum besagten Treber. Generell aber bin ich wieder sehr begeistert von den Rezepten. Seit ich diese beiden Almbücher besitze, konnte ich meine Fähigkeiten und mein Repertoire deutlich ausbauen.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Gelb für Kinder, weiß für die Eltern

Ups, ich bin wütend
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Kinder durch die Wut zu begleiten kann manchmal ganz schön nervenaufreibend sein- und das gilt für beide Seiten. Denn Kinder machen das nicht absichtlich und sind in diesen Momenten einfach genauso überfordert, ...

Kinder durch die Wut zu begleiten kann manchmal ganz schön nervenaufreibend sein- und das gilt für beide Seiten. Denn Kinder machen das nicht absichtlich und sind in diesen Momenten einfach genauso überfordert, wie wir. Und dann braucht es nicht viel und eine Situation eskaliert.
Dies verdeutlicht auch die Geschichte, die Mattis in seinem normalen Alltag mit samt den typischen Wut-Auslösern zeigt, recht schön. Anders als wir können Kinder sich noch nicht selbst regulieren. Die kindliche Wut ist normal und okay. Und es liegt an uns damit adäquat umzugehen. Nur wie?

Während Kinder dank Mattis‘ Geschichte (gelb hinterlegt) beginnen die eigene Wut zu verstehen, steht der auf weißem Papier gedruckte Ratgeberteil uns Erwachsenen mit zahlreichen Informationen und hilfreichen Tipps zu Seite. Beide Teile des Buchs wurden aber auch sehr durchdacht miteinander verbunden. Die Geschichte verweist immer wieder durch grüne Punkt-Markierungen auf die entsprechenden Elternseiten. Beim Vorlesen stören diese Markierungen nicht, aber ich empfehle dringend, zumindest diese Punkte bereits vorab einmal alleine zu lesen. Erst dadurch entfaltet sich das Potential des Buches richtig. Denn dann beginnt man während des Vorlesens die Handlung zu reflektieren und kann auch noch dank der enthaltenen Gesprächsimpulse richtig toll aufs Kind eingehen, Fragen stellen und sich austauschen. Es ist die beste Gelegenheit auch mal die kindliche Sicht auf die Dinge zu erfahren. Das kann ungemein hilfreich sein und die Bindung zum eigenen Kind sogar noch stärken. Man kämpft dann nicht mehr gegeneinander, sondern beginnt Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern. Diese Haltung allein kann schon vieles ändern. Wobei das Buch NICHT darauf abzielt das Kind in die Pflicht zu nehmen, sondern viel mehr auf elterliches Verständnis baut.
Ich, für meinen Teil, finde dieses Konzept einfach großartig!

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Veröffentlicht am 17.03.2026

113 Heilpflanzen und wofür sie eingesetzt werden

Die Kräuter-Apotheke für unsere Organe
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‚Apothekerwissen trifft auf alpine Volksmedizin‘ steht hinten auf dem Buch. Und irgendwie trifft es das ziemlich gut. Dieses Werk stellt nämlich die verschiedensten Heilpflanzen vor- welche, die in unseren ...

‚Apothekerwissen trifft auf alpine Volksmedizin‘ steht hinten auf dem Buch. Und irgendwie trifft es das ziemlich gut. Dieses Werk stellt nämlich die verschiedensten Heilpflanzen vor- welche, die in unseren Kreisen heimisch sind, aber auch exotischere Exemplare, die hier eher als apothekenpflichtige Wirkstoffe bekannt sind.
Kategorisiert sind die, in Bild und Text vorgestellten Pflanzen nach dem jeweiligen Organ, für das sie eingesetzt werden. Ein kurzer Text stellt jede Pflanze und ihre Darreichungsform vor und geht auch auf die Symptome des Körpers ein, bei welchen das jeweilige Gewächs typischerweise eingesetzt wird. Ich empfand das als recht praxisnah. Die Informationen sind rasch abrufbar und gut einzuordnen.
Was mir beim Lesen dabei aber sofort und sehr positiv auffiel war, dass bei Heilkräften, die man selbst sammeln und aufbereiten kann die Mengenangaben zwar genannt werden, bei geschützten Pflanzen oder typischen pflanzlichen Medikamenten, die man üblicherweise aus der Apotheke bezieht, fehlen sie. Hier wurde eine klare Trennung von Hausmedizin und Apotheke eingehalten, was ich sehr verantwortungsvoll finde. Apotheken wird ihre Zuständigkeit dadurch nicht abgesprochen und bei gefährdeten Arten, kann dadurch ein unerwünschtes Ernten vielleicht sogar unterbunden werden.
Außerdem befinden sich in jedem Kapitel sowieso auch speziell ausgewählte Rezepte, die auch für Laien gut umsetzbar sind. Halten wir uns doch einfach an diese, und an Pflanzen die sicher in der Aufbereitung und Anwendung sind.

Gut finde ich es dennoch, dass das Repertoire hier so bunt gestreut ist und pflanzliche, pharmazeutische Hilfe nicht außen vor gelassen wurde. Ziel ist doch nur, dem Köper auf natürliche Weise zu helfen. Und Hilfestellung hierzu findet sich im Buch reichlich.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Erdnuss, Pfeffer, Riesentang

Der Stoff, aus dem die Dinge sind
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Erst einmal Kompliment an den Verlag für dieses hochwertige und wunderschöne Cover. Da wurde wirklich an nichts gespart! Die Gestaltung ist der hammer, und es besitzt sogar einen erhabenen Titel und ne ...

Erst einmal Kompliment an den Verlag für dieses hochwertige und wunderschöne Cover. Da wurde wirklich an nichts gespart! Die Gestaltung ist der hammer, und es besitzt sogar einen erhabenen Titel und ne tolle Haptik- gefällt mir alles sehr gut!
Und genauso beeindruckend setzt sich das Buch dann auch in seinem Inneren fort. Die Illustrationen sind ansprechend bunt, aber nicht kitschig und jeder Pflanze wurde eine gesamte Doppelseite gewidmet. Eine Seite ist immer mit einer große Abbildung versehen, die das Aussehen samt der pflanzentypischen Merkmale zeigt, was besonders bei den exotischen Vertretern in diesem Buch äußerst faszinierend ist. Denn, wer weiß denn schon wie eine Muskatnuss aussieht oder welcher Baum Latex produziert? Ist schon toll so etwas mal zu sehen!
ABER das Pflanzenportrait ist nicht alles, was man über die Gewächse hier erfährt. Die andere Hälfte der Doppelseite hält nämlich noch viel, viel mehr Infos parat! Hier findet man geschichtliche Hintergründe, Wissenswertes über Ernte und Anbau und natürlich auch für was die einzelnen Rohstoffe verwendet werden.
Ich fand das alles wahnsinnig interessant, weil es eben nicht das typische Wissen ist, das Kindern sonst vermittelt wird. Vieles wusste ich selber ja nicht einmal, was auch dazu geführt hat, dass ich nun manche Dinge und manche Lebensmittel mit ganz anderen Augen sehe.

Also, absolut zu empfehlen, dieses Buch! Man stößt auf so viel Neues darin, auf Dinge, die beeindrucken und begeistern und die uns im Alltag öfters begegnen als man meinen mag.

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