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Veröffentlicht am 12.04.2026

Wunderschöne Wohlfühllektüre zum Wegträumen

Sommernächte auf Sylt
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Zum Inhalt:
Suse organisiert mit dem „Summer of Love“ ihr Herzensprojekt auf Sylt – ein großes fröhliches Festival mit dem Auftritt der Band Summerbeat mit Leadsänger Ben Rothe als Höhepunkt. Der charismatische ...

Zum Inhalt:
Suse organisiert mit dem „Summer of Love“ ihr Herzensprojekt auf Sylt – ein großes fröhliches Festival mit dem Auftritt der Band Summerbeat mit Leadsänger Ben Rothe als Höhepunkt. Der charismatische Sänger, der auch von der Insel stammt, schafft es schnell in ihr Herz, auch wenn Suse Angst hat so tiefe Gefühle zuzulassen.
Ihre Freundin Lia kommt auch auf die Insel, um Suse bei der Organisation zu helfen. Da trifft es sich, dass Suses großer Bruder Bastian seine Frau verlassen hat und bei seinem Vater auf Sylt unterkommt. Zwischen Bastian und Lia hat es nämlich auch schon zu Teenagerzeiten gefunkt. Die beiden planen eine Sylt-Challenge um der alten Zeiten willen – werden sie dabei nicht nur die Insel besser kennenlernen, sondern auch sich (wieder) näherkommen?
 
 
Meine Meinung:
Ich habe die beiden anderen Sylt-Romane der Autorinnen sehr gerne gelesen und habe mich sehr auf das Erscheinen dieses neuen Teils gefreut. Meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht, sondern eher im Gegenteil noch übererfüllt.
Von Anfang an war ich aufgrund der flüssigen und nahbaren Erzählweise - mit wechselnden Kapiteln aus der Perspektive von Suse und Lia - in der Handlung gefangen und habe mich beim Lesen sehr wohlgefühlt.
 
Die Personen, allen voran Suse und Lia, sind authentisch und warmherzig angelegt und ich habe mich ihnen direkt sehr nahe gefühlt. Auch Nebenfiguren wie Suses Vater, der auf seine alten Tage eine Partnerin über ein Dating-Portal sucht und dabei verschiedene neue Hobbys, Sportarten, Kochen etc. ausprobiert, sind einfach wunderbar gezeichnet und es macht Spaß, ihre Entwicklung zu verfolgen.
 
Das Setting auf Sylt mit der tollen Idee des Festivals hat mir sehr gut gefallen und ich bin dank des gelungenen Spannungsbogens nur so durch die Seiten geflogen. Die Insel Sylt mag ich sehr und ich war schon zu vielen verschiedenen Jahreszeiten dort, besonders gerne in Wenningstedt. Insofern habe ich es sehr genossen, nun auch lesend Zeit dort zu verbringen und noch mehr von der Insel kennenzulernen. Die Aktivitäten der Challenge zwischen Lia und Bastian fand ich zum Beispiel sehr nett beschrieben, witzig und unterhaltsam – dabei kam das Sylt-Flair sehr gut rüber.
 
Schließlich kommen auch Gefühle nicht zu kurz – das Buch hat mich sehr berührt und bewegt und ich nehme ein wohliges Gefühl im Bauch mit.
Besonders toll fand ich, dass durch das „Summer of love“-Festival eine Botschaft und ein sehr starkes Gefühl übermittelt wird, dass wir mehr Positives und mehr Gemeinschaft in der Gesellschaft brauchen bei all dem, was um uns herum an Kriegen, Konflikten und Zerstörung passiert.  
 
 
Fazit:
Von mir wieder eine Empfehlung von ganzem Herzen. Lest dieses Buch, fahrt nach Sylt und sucht nach mehr verbindenden als spaltenden Elementen. Großes Dankeschön an die Autorinnen!!! Bitte mehr davon.
 

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Emotionaler, berührender Abschluss der hintergründigen Dilogie  

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Zum Inhalt:
Anna ist zurück bei Fenja im Listland, um weiter über den Verbleib von deren älterer Schwester Martje zu recherchieren, die Ende der 1950er Jahre von Sylt verschwand und die seitdem verschollen ...

Zum Inhalt:
Anna ist zurück bei Fenja im Listland, um weiter über den Verbleib von deren älterer Schwester Martje zu recherchieren, die Ende der 1950er Jahre von Sylt verschwand und die seitdem verschollen ist. Tief taucht sie in die Vergangenheit ein, die sie über Amrum und Föhr bis nach Husum führt. Parallel sehnt sie sich nach Eric, Fenjas Sohn, der sich jedoch dafür entschieden hat, seinem Sohn zuliebe bei dessen Mutter zu bleiben…
Und dann ist da auch noch Leevke, eine junge Autorin, die mit einem Schreibstipendium ins Listland reist, um das Romanfragment von Martjes Vater zu vervollständigen.
 
 
Meine Meinung:
Ich hatte den ersten Teil schon mit Begeisterung verschlungen, weil ich hier die Autorin von einer ganz neuen Seite kennen- und schätzen gelernt habe, und der zweite Band steht dem ersten in nichts nach. Im Gegenteil. Er hat mir sogar fast noch besser gefallen und mich noch mehr berührt als der erste Teil.
 
Ich würde auf jeden Fall empfehlen, den ersten Teil vorab zu lesen, denn ich war dank der Kenntnis des Vorangegangen sofort wieder mitten im Geschehen und habe mich sehr gefreut,“ zurück im Listland“ zu sein. Mit den handelnden Personen, allen voran Martje, habe ich mitgefiebert und mitgelitten und sie gerne auf ihrer Reise – auch der emotionalen – begleitet. Sehr schnell habe ich mich mit ihr identifiziert, wobei es mir zugute kam, dass ich den ersten Band in guter Erinnerung hatte.
Das Buch lebt auch dieses Mal wieder von den wechselnden Perspektiven. Es wird mal aus Martjes, mal aus Annas, mal aus Leevkes Perspektive erzählt und springt zeitlich von den 1950er Jahren bis heute. Dadurch ergibt sich, gemeinsam mit der spanenden Entwicklung der Personen, ein sehr gelungener Spannungsbogen.
 
Besonders gelungen finde ich auch die Darstellung des Lokalkolorits auf den Inseln. Die historischen Hintergründe, z.B. rund um einen Vogelwart auf Amrum, sind genauso schön zu lesen wie die Darstellung zu den heutigen und früheren zauberhaften und liebevoll geführten Inselbuchhandlungen.
Man möchte wirklich lieber heute als morgen wieder aufbrechen und Zeit an der Nordsee verbringen.
 
Am schönsten fand ich bei der Lektüre, dass das Buch aufgrund der gefühlvollen und mitreißenden Erzählweise ein echter Wohlfühlroman ist, der den Alltag vergessen lässt. Ich konnte mich beim Lesen sehr gut wegträumen und alles um mich herum vergessen.
 
 
Fazit:
Rundum ein großartiger Lesegenuss – tolle Charaktere, eine spannende und bewegende Handlung, interessante historische und lokale Hintergründe und viel, viel Nordseeflair.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Packender und fundiert recherchierter historischer Roman über eine spannende Zeit

Tage des Wandels
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Zum Inhalt:
Münsterland, im 17. Jahrhundert: Als Kriege über das Land ziehen und Höfe von Soldaten geplündert und verwüstet werden, werden Adam und Eva als Zwillinge auf dem Kalmulehof geboren. 
In dem ...

Zum Inhalt:
Münsterland, im 17. Jahrhundert: Als Kriege über das Land ziehen und Höfe von Soldaten geplündert und verwüstet werden, werden Adam und Eva als Zwillinge auf dem Kalmulehof geboren. 
In dem damaligen Rechtsgefüge gilt der zweite Zwilling als Geschenk Gottes und ist leibfrei. So überlegt Eva, was sie machen soll, nachdem sie sich auf dem elterlichen Kalmulehof nach dem Einzug ihrer Schwägerinnen nicht mehr willkommen fühlt. Es ergibt sich über ihre Patin, dass sie bei einem Pfarrer den Haushalt führen kann und dort nach und nach zu einem geschätzten Mitglied der Gemeinde wird. 


Meine Meinung:
Ich hatte den ersten Teil der Trilogie historischer Romane schon sehr gerne gelesen und mich auf das Erscheinen des zweiten Bandes sehr gefreut. Meine hohen Erwartungen an diesen zweiten Teil wurden nicht enttäuscht, sondern eher noch übertroffen. 

Mit den handelnden Personen, allen voran Protagonistin Eva, konnte ich mich sofort sehr gut identifizieren und ich habe mit ihr mitgefiebert. Besonders gut gefallen hat mir, dass Eva als sehr reflektiert und empathisch beschrieben wird. Auch Gefühle kommen nicht zu kurz. 
Die Geschichte an sich hat einen gelungenen Spannungsbogen, der (beruhend auf wahren Gegebenheiten) natürlich auch von den historischen Zusammenhängen getrieben- wird. 
Hierbei merkt man deutlich die fundierte Recherche und sehr realistätsnahe Darstellung - zum Beispiel zu den kriegerischen Auseinandersetzungen, rund um die Religionszugehörigkeiten oder generell in Bezug auf den Alltag der Menschen, was sie gegessen haben, wie sie Häuser und Kleidung hergestellt haben etc. Ich bin sehr froh, dass ich heute lebe, denn man kann sich beim Lesen schon sehr gut vorstellen, wie hart und entbehrungsreich der Alltag zu der Zeit war. Hunger, Seuchen wie die Pest, Gewalt durch Kriege - was man aus den Seiten entnimmt, ist schon harter Tobak. 

Auch das Lokalkolorit im Münsterland war sehr gut nachvollziehbar und ausgeprägt, so dass ich mich gefreut habe, über Burg Vischering, Haus Senden etc. zu lesen. 


Fazit:
Insgesamt ist der Roman für mich ein Musterbeispiel für einen historischen Roman - gründlich recherchiert, spannend und emotional erzählt mit warmherzig gezeichneten handelnden Personen. 

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Humorvoller und pragmatischer Ratgeber

Achtsam jammern
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Zum Inhalt:
Die beiden Co-Autorinnen berichten abwechselnd über verschiedene Aspekte des Jammerns, wie man damit umgeht und wie man selbst weniger jammern kann. Die verschiedenen Episoden und Beispiele ...

Zum Inhalt:
Die beiden Co-Autorinnen berichten abwechselnd über verschiedene Aspekte des Jammerns, wie man damit umgeht und wie man selbst weniger jammern kann. Die verschiedenen Episoden und Beispiele gruppieren sich in fünf große thematische Abschnitte und werden zwischendurch durch verschiedene Tabellen, Checklisten oder Kästen aufgelockert.  
Die Themen reichen hierbei von genetischer Prägung und Prägung in der Familie über Jammern im Job, bei Freunden oder Fremden bis hin zu ganz konkreten Tipps, wie man weniger jammert oder mit jammernden Menschen umgeht.  
 
 
Meine Meinung:
Ich mag die Ratgeberbücher von Heike Abidi mit verschiedenen Co-Autorinnen sehr und war auch von diesem Buch wieder ganz begeistert. Der Schreibstil ist gewohnt locker-leicht und superflüssig zu lesen, und ich mag besonders den feinen Humor. 
Es ist keine tiefenpsychologische Abhandlung, sondern ein praxisbezogenes Buch mit ganz konkreten Anregungen und Impulsen zum Nachdenken und Umsetzen. 
Schon als ich das erste Kapitel gelesen hatte, konnte ich einen der Praxistipps gleich am nächsten Tag bei einem Kollegen umsetzen. 
Und dies hat sich bei der Lektüre weiter durchgezogen. Ich habe ganz konkrete Denkanstöße und Ratschläge mitgenommen, die mir helfen, auch wenn ich von Hause aus kein Mensch bin, der gerne und viel jammert. In meinem beruflichen Umfeld sind allerdings viele Kolleginnen und Kollegen sehr negativ, insofern finde ich das Buch und die Tipps auch sehr hilfreich im Umgang mit diesem Umfeld. 
Aufgrund des angenehmen Humors sind alle Episoden sehr gut und kurzweilig zu lesen, so dass ich mich durchgängig sehr gut unterhalten gefühlt habe. 


Fazit:
Uneingeschränkte Empfehlung von meiner Seite für diesen kurzweilig zu lesenden Ratgeber mir ganz konkret umsetzbaren Tipps und Denkanstößen. 

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Spannender und berührender Raodmovie-Roman

Sonne im Gepäck
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Zum Inhalt:
Valerie und Tom entschließen sich, mit ihren 1,5jährigen Zwillingen Leni und Luis auf Europareise zu gehen. So können beide Elternteile die von ihnen mit einer Agentur geplante Tour rund um ...

Zum Inhalt:
Valerie und Tom entschließen sich, mit ihren 1,5jährigen Zwillingen Leni und Luis auf Europareise zu gehen. So können beide Elternteile die von ihnen mit einer Agentur geplante Tour rund um Events in Schlössern begleiten und gleichzeitig Zeit mit der Familie verbringen.
Doch ist das so eine gute Idee? Wie kann der Spagat zwischen Events und Kinderbetreuung gelingen? Schweißt die Reise die Familie am Ende wirklich zusammen oder ist sie eher nur stressig?


Meine Meinung:
Schnell bin ich in die Handlung gekommen - was zum einen an der flüssigen Erzählweise liegt, zum anderen am Thema, denn ich habe selbst Kinder in dem Alter und konnte ich in Valeries Situation gut hineinversetzen. 
Gerade der Spagat zwischen Karriere und Familie, Job und Kinderbetreuung wird so authentisch dargestellt, dass mir das Buch von Anfang an sehr nah ging. 

Mit der Reise von Nordrhein-Westfalen über Frankreich und Spanien bis nach Portugal - und das alles im Camper mit vier Personen - hat die Geschichte schon von sich aus einen sehr gelungenen Spannungsbogen.
Hinzu kommen authentisch gezeichnete Figuren, allen voran Valerie, und damit viel Konflikt- und Entwicklungspotenzial in den Beziehungen, als Familie etc. 
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass man von den Orten einiges an Lokalkolorit und Besonderheiten beim Lesen "erlebt" und die Stimmungen bei den beleuchteten Schlössern, den wunderschönen Orten oder auch mal am Strand "erspürt". 

Die eine oder andere überraschende Wendung ist auch mit dabei, so dass ich beim Lesen durchgängig am Ball geblieben bin. 


Fazit:
Die Geschichte hat mir gut gefallen und mich würde es wirklich interessieren, wie es mit Valerie und Tom, Leni und Luis weitergeht. 


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