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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2026

Mehr als ein normaler Roman!

Was damals geschah
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. Sehnst du dich nach einer Atmosphäre,
die dir leise den Atem nimmt?
Nach einer Geschichte,
die sich Schicht für Schicht entfaltet
bis sie dich unmerklich in ihren düsteren Bann zieht?
Dann bist du ...

. Sehnst du dich nach einer Atmosphäre,
die dir leise den Atem nimmt?
Nach einer Geschichte,
die sich Schicht für Schicht entfaltet
bis sie dich unmerklich in ihren düsteren Bann zieht?
Dann bist du hier genau richtig …
„Was damals geschah“ vereint die Abgründe eines Familiendramas mit der beklemmenden Spannung eines Psychothrillers und beweist dabei, dass wahres Grauen nicht im Blut, sondern in Tyrannei und Manipulationen liegt.
5/5 ⭐️

. Aber was erwartet dich genau in der Geschichte…
… Es ist dein Zuhause.
Pass auf, wen du hineinlässt ...
Ein Baby wird in einem noblen Haus in Chelsea wohlbehalten gefunden, während in der Küche drei Leichen liegen und eine rätselhafte Nachricht zurückbleibt. Wer sich um das Kind gekümmert hat, bleibt ungeklärt.
25 Jahre später erbt die junge Libby das Haus, doch kaum ist sie eingezogen, hat sie das unheimliche Gefühl, nicht allein zu sein.

. Ohne zu viel vorwegzunehmen …
In „Was damals geschah“ begleiten wir drei Ich-Erzähler, deren Stimmen sich zu einem vielschichtigen Geflecht verweben. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelnd, enthüllt sich die Handlung nach und nach bis sich die einzelnen Ebenen schließlich zu einem vollständigen, beklemmenden Bild fügen. Mit jeder Seite gewinnt die Spannung an Gewicht, während sich verborgene Wahrheiten wie lose Puzzleteile zu einem düsteren Ganzen zusammenfügen.
. Die Figuren sind mit großer Sorgfalt und Tiefe gezeichnet. Sie tragen mühelos durch das zu Beginn noch fragile Gefüge der Geschichte und verleihen ihr zunehmend Halt und Intensität. Zugleich erzeugen der dichte, atmosphärische Stil und die eindringlichen, bildhaften Beschreibungen eine stimmige Welt, die sich zwischen Psychothriller und Familiendrama bewegt und dabei eine ganz eigene, unwiderstehliche Sogkraft entfaltet.
. Schonungslos und bisweilen verstörend erzählt der Roman von den Abgründen menschlicher Natur…
von Machtgier, Scheinheiligkeit, Vertrauen und bitterer Enttäuschung. Und immer wieder drängt sich eine Frage in den Vordergrund:
Was wären wir bereit zu tun, um uns selbst oder andere zu retten?
. Es ist mein drittes Buch von Jewell und einmal mehr bin ich sehr beeindruckt von der Intensität und Raffinesse ihrer Erzählkunst.
. Also …
wenn du bereit bist,
in eine dunkle, fesselnde Welt hinabzutauchen,
solltest du dir „Was damals geschah“ keinesfalls entgehen lassen!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2026

Wohlfühlroman, der etwas anderen Sorte!

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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. Wage dich auf eine Reise an die Nordsee und entdecke dort weit mehr als nur eine kühle Brise, salzige Luft und weidende Schafe.
In „Der Duft des Strandhafers“ entfaltet sich eine berührende Familiengeschichte, ...

. Wage dich auf eine Reise an die Nordsee und entdecke dort weit mehr als nur eine kühle Brise, salzige Luft und weidende Schafe.
In „Der Duft des Strandhafers“ entfaltet sich eine berührende Familiengeschichte, so lebensnah, als hätte das Leben selbst sie geschrieben. Ein Wohlfühlroman mit einem durchgehend fein gespannten Bogen der Spannung, der nicht nur fesselt, sondern auch das Herz wärmt. Der zweite Teil dieser Dilogie fühlte sich an wie eine warme Umarmung, wie ein Heimkommen nach langer Zeit.
Also schnapp dir eine Tasse ostfriesischen Tee, gönn dir ein Stück ostfriesische Torte und begleite mich auf eine Reise nach Sylt.
5/5 ⭐️

. Aber was erwartet dich genau…
Es ist Spätsommer und Journalistin Anna März macht sich erneut auf den Weg nach Sylt um dort der 85- jährigen Fenja Lorenz bei der Suche nach ihrer verlorenen Schwester Martje zu helfen. Nach einer Sturmnacht im Jahre 1958 verschwindet Martje spurlos, doch bei ihrer Suche und ihren Recherchen wird Anna schnell klar, dass das Verhältnis der Schwestern komplizierter war als sie geglaubt hat.

. In „Der Duft des Strandhafer“ begleiten wir vor allem Anna, Fenja und Martje durch die Handlung, auch wenn im Verlauf der Geschichte noch weitere Stimmen zu Wort kommen, die hier ungenannt bleiben sollen. Der Roman gewährt erneut tiefe Einblicke in die Gedanken und die Gefühlswelt dieser Frauen und lässt uns an ihren Entscheidungen und Zweifeln teilhaben. Wie schon im ersten Band sind die Protagonistinnen, ebenso wie die übrigen Figuren mit großer Sorgfalt und Lebendigkeit gezeichnet. Sie wirken authentisch und nahbar; man begegnet ihnen beinahe wie alten Bekannten. Besonders die zentralen Charaktere sind alles andere als makellos: Sie haben Ecken und Kanten, Fehler und Widersprüche und gerade daraus bezieht der Roman seine besondere Lebendigkeit.
. Dieser Roman fühlt sich an wie eine gemütliche Teerunde auf Sylt, bei der man gebannt den Geschichten guter Freundinnen lauscht.
. Die Handlung bewegt sich nicht nur zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen verschiedenen Jahren und Erinnerungen, sondern führt uns auch von einer Nordseeinsel zur nächsten. Dabei entfalten Engelmanns Naturbeschreibungen eine ganz eigene Magie!
Mühelos träumt man sich an den Strand, spürt den kühlen Nordseewind im Haar und hört beinahe das Rauschen der Wellen.
Diese wechselnde Erzählstruktur hält den Spannungsbogen konstant lebendig und macht es leicht, mit den Figuren mitzufühlen und mitzufiebern. Annas journalistische Arbeit verleiht „Den Bücherfrauen von Listland“ zudem eine feine Detektivroman- Note, die der Geschichte eine zusätzliche, sehr reizvolle Facette gibt.
So entsteht ein Wohlfühlroman der etwas anderen Art, atmosphärisch erzählt, zugleich fesselnd, emotional und berührend, ohne jemals ins Kitschige abzurutschen. Auch das Ende ist rund und stimmig und bildet einen gelungenen Abschluss der Geschichte.
. Und doch hätte ich nichts dagegen,
Anna noch einmal nach Sylt zu begleiten, die Bücherfrauen von Listland wiederzutreffen und all die liebgewonnenen Figuren erneut zu besuchen.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Krimi mit Suchtfaktor!

What about the bodies
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. Suchst du nach einem Kriminalroman, der sich liest wie eine richtig gute Serie?
Eine, die du am liebsten in einem Rutsch durchsuchten würdest?
Dann habe ich hier den ultimativen Tipp für dich!
Hätte ...

. Suchst du nach einem Kriminalroman, der sich liest wie eine richtig gute Serie?
Eine, die du am liebsten in einem Rutsch durchsuchten würdest?
Dann habe ich hier den ultimativen Tipp für dich!
Hätte ich die Möglichkeit gehabt, ich hätte „What about the bodies“ wohl in einer einzigen Nacht verschlungen. Aber irgendwann muss man ja auch schlafen … 😂
Dieses Buch ist eine nahezu perfekte Mischung aus allem, was eine Geschichte packend macht:
Mutterliebe, Tod, Drogen, Geldsorgen, kaputte Autos und eine ebenso kaputte Gesellschaft und mittendrin Figuren, die man trotz allem sofort ins Herz schließt.
Meine „Female-Rage“-Mädels:
Ihr werdet Liz lieben. Versprochen. 🫶
5/5⭐️

. Aber was erwarten dich genau…
Ein Unglück kommt selten alleine, dies müssen auch Carla, Reed und Liz feststellen. Ihre Leben verlaufen mehr oder weniger in geregelten Bahnen, doch dann geschehen Dinge in all ihren Leben, die sie zum Umdenken und handeln zwingen!

. In „What about the Bodies“ begleiten wir Carla, Reed und Liz als wechselnde Erzähler durch die Geschichte. Wir folgen ihren Gedanken, ihren Zweifeln und Entscheidungen so nah, dass wir unweigerlich Teil ihrer Welt werden. Fast fühlt es sich an, als würden wir zu ihren Komplizen! Wir lernen sie so gut kennen, dass man sich dabei ertappt, für sie zu hoffen. Selbst dann noch, wenn ihre Taten längst die Grenzen der Legalität überschreiten und sich in dunkleren Abgründen bewegen.
Gerade darin liegt eine große Stärke des Autors! Aus einigen düsteren Handlungssträngen webt er eine vielschichtige Geschichte, die nicht von grellen Schockmomenten lebt, sondern von einer dichten, melancholischen Atmosphäre durchzogen von kleinen, flackernden Hoffnungsschimmern.
Nach und nach begreifen wir als Leser, wie die Figuren miteinander verbunden sind und auf welche Weise sich ihre Schicksale kreuzen. Diese besondere Erzählweise macht den Roman zu einem echten Pageturner! Man möchte immer weiter lesen, Kapitel für Kapitel, ohne Pause. Die Ereignisse überschlagen sich beinahe, ohne dabei an Intensität zu verlieren und doch wirkt nichts überladen. Der Schreibstil ist flüssig, zugänglich und lädt dazu ein, immer tiefer in die Geschichte einzutauchen.
Die Entwicklungen der Figuren fühlen sich dabei organisch an, nie abrupt oder erzwungen. Immer wieder denkt man beim Lesen: „Das darf doch jetzt nicht wahr sein!“
Gegen Ende warten noch ein paar kleine Twists. Einige davon habe ich persönlich erhofft und vielleicht sogar erwartet, aber ich bin sicher, viele Leserinnen und Leser werden sie nicht kommen sehen.
. Besonders ans Herz gewachsen ist mir jedoch Liz. Ihre Geschichte hat mich am meisten berührt und ihr Ende hat mich sehr zufrieden zurückgelassen.
. Wenn du also Lust auf einen Kriminalroman hast, der dich auf eine spannende, manchmal raue, aber nie langweilige Reise durch Locksburg mitnimmt, dann gib „What about the Bodies“ unbedingt eine Chance. Du könntest es genauso verschlingen wie ich.

. Ich weiß jedenfalls: Ich brauche definitiv mehr von Ken Jaworowski.

. Und ganz nebenbei…
ich bin ein großer Fan des Covers!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein schaurig schönes Märchen für Erwachsene!

House of Hollow - Ein Horror-Fantasy-Roman
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. Sehnst du dich nach einer düsteren und betörenden Geschichte, die dich vom ersten Satz an umschlingt und bis zur letzten Seite nicht mehr freigibt?
„House of Hollow“
entfaltet genau diese Sogwirkung!
Die ...

. Sehnst du dich nach einer düsteren und betörenden Geschichte, die dich vom ersten Satz an umschlingt und bis zur letzten Seite nicht mehr freigibt?
„House of Hollow“
entfaltet genau diese Sogwirkung!
Die Erzählung legt sich wie ein feiner Nebel um dich, zieht dich tiefer und tiefer in ein Geflecht aus Mythen, Schatten und flüsternden Geheimnissen.
Eine moderne Folklore, geheimnisvoll und schillernd, die unter die Haut geht und dich mit leiser Beharrlichkeit alles infrage stellen lässt, was du zu wissen glaubtest. 5/5 ⭐️

. Aber was erwartet dich genau…
Iris und ihre älteren Schwestern Vivi und Grey verschwinden in ihrer Kindheit spurlos für einen Monat. Sie kommen zurück und die Veränderungen beginnen…
Die Hollow- Mödchen… wunderschön, mysteriös und irgendwie gefährlich.
Als nun Grey Jahre später wieder verschwindet machen sich ihre Schwestern auf die Suche nach ihr und erfahren mehr als ihnen lieb ist…

. In „House of Hollow“ folgen wir Iris, die uns als Erzählerin unmittelbar an ihrem Innenleben teilhaben lässt.
Jede Regung, jede Angst, jedes flüchtige Aufglühen von Hoffnung wird spürbar. Ebenso wie das unsichtbare, beinahe schicksalhafte Band, das sie mit ihren Schwestern verbindet.
. Der Roman entfaltet sich als intensive Reise zwischen Horror, Fantasie und dunkler Folklore. Mit jeder Seite verdichtet sich die Atmosphäre, wird schwerer, unheilvoller, bis die Geschichte in eine steil ansteigende Spannungskurve mündet, die in einem mitreißenden Finale gipfelt.
Und doch ist dieser Horror von einer eigentümlichen und fast betörenden Skurrilität. Er erschreckt, aber er verfolgt einen nicht bis in die Nacht. Für erfahrene Horrorfans bleibt das Grauen eher ein prickelnder Schauer als ein auslösendes Albtraumbild.
Was diesen Roman so besonders macht, ist der feine Hauch von Realität, der sich durch jede Szene zieht. Trotz aller übernatürlichen Elemente gelingt es Sutherland, ihre Figuren fest in unserer Welt zu verankern. Themen wie Familie, Vertrauen, Vernunft und Moral verweben sich organisch mit dem Fantastischen. Die Charaktere sind dabei keine makellosen Heldinnen, sondern Menschen mit Ecken, Kanten und kleinen Fehlern. Gerade deshalb wirken sie so nahbar.
So ist „House of Hollow“ kein klassischer Horror-Fantasyroman, sondern vielmehr ein düsteres Märchen für Erwachsene, das virtuos mit unserer Vorstellungskraft spielt. Die mystische, schattengetränkte Atmosphäre entsteht durch Sutherlands präzise, sinnliche Sprache, die Bilder erschafft, die lange nachhallen.
Dieses Buch hat das Potenzial, deinen Blick auf die Welt nach der letzten Seite ein wenig zu verändern. Auch das Ende empfand ich als stimmig und rund. Ein Abschluss, der nachklingt. 💚

. „House of Hollow“ ist moderne Folklore, die mit ihren Schockmomenten unter die Haut geht und zugleich durch ihre magische Ästhetik verzaubert. Ein atmosphärisches, beinahe wohliges Horrormärchen, das ich dir von Herzen empfehlen kann. 💚

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Gesellschaftssatire mit viel schwarzem Humor!

Luzifers Burnout
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. Bist du auf der Suche nach einem Buch, das weit mehr zwischen seinen Seiten verbirgt, als sein Titel zunächst erahnen lässt?
Nach einer Geschichte, die dich unvorbereitet trifft mit überwältigenden Emotionen, ...

. Bist du auf der Suche nach einem Buch, das weit mehr zwischen seinen Seiten verbirgt, als sein Titel zunächst erahnen lässt?
Nach einer Geschichte, die dich unvorbereitet trifft mit überwältigenden Emotionen, rabenschwarzem Humor in seiner reinsten Form und einer schonungslosen, scharfzüngigen Gesellschaftskritik?
Dann wage den Blick in „Luzifers Burnout“!Ein Werk, das überrascht, erschüttert und zugleich auf verstörend schöne Weise unterhält. 5/5 ⭐️

. Aber was erwartet dich genau…
Luzifer;
Sinnbild des Bösen, Fürst der Finsternis und Meister der Versuchung, erkennt eines Tages mit beinahe nüchterner Ernüchterung, dass die Menschen des Teufels Beistand längst nicht mehr bedürfen, um Grausamkeit und Abgründe hervorzubringen. Und während die Welt sich auch ohne sein Zutun erstaunlich zuverlässig ins Verderben stürzt, spürt er selbst eine seltsame Müdigkeit in sich wachsen. Die Jahrhunderte der Verführung, die Ewigkeiten der Folter und des höllischen Pflichtprogramms haben ihre Spuren hinterlassen.
So reift in ihm ein unerhörter Gedanke:
Vielleicht ist es an der Zeit sich mal eine Auszeit zu gönnen…

. In Luzifers Burnout folgen wir Luzifer durch die Wirrnisse dieser Geschichte und doch ist er nicht der einzige Erzähler, der uns begegnet. Es gibt Stimmen in diesem Roman, die man nicht nur kennenlernt, sondern ins Herz schließt. Welche das sind, lasse ich mit einem vielsagenden Lächeln im Raum stehen. 😎
Flachs Figuren sind mit bemerkenswerter Sorgfalt ausgearbeitet, vielschichtig, widersprüchlich, lebendig. Besonders die Protagonisten bestechen durch Tiefe und Kontur. Frauen wie Männer erhalten Raum, Ecken und Kanten, Schwächen und Stärke…
sie wirken nicht erdacht, sondern gelebt!


. Die Handlung entfaltet sich erfrischend, mitreißend und von einer Leichtigkeit getragen, die trügerisch ist,
denn unter dem funkelnden, rabenschwarzen Humor brodelt eine kluge, fein gesponnene Gesellschaftskritik.
Es ist eine Satire, die nicht laut verkünden muss, dass sie eine ist!
Sie flüstert und trifft dabei umso präziser.
. Durch Flachs eindringliche Darstellung von Dämonen und Engeln erscheinen diese erstaunlich menschlich. Ihre Konflikte, ihre Zweifel, ihre Erschöpfung lassen sich mühelos in unsere Wirklichkeit übertragen. Die Geschichte von Identitätskrise, Burnout, Depression und unerbittlichen Erwartungshaltungen könnte ebenso gut in den Fluren eines internationalen Konzerns spielen, wie in den Sphären des Jenseits.
. Gleichzeitig wagt der Roman eine kritische Auseinandersetzung mit Religion! Scharf, aber nie respektlos, hinterfragend, doch nicht blasphemisch.
. Und über allem schwebt die eine, alles entscheidende Frage:
Was ist gut? Was ist böse?
Gibt es eine klare Grenze oder verläuft sie vielleicht mitten durch uns selbst?
Auch lange nach der letzten Seite hallt diese Frage nach. Man ertappt sich dabei, Antworten zu suchen und vielleicht die Perspektive zu wechseln.
. Würde ich nach dieser Lektüre die Seiten tauschen?
Vielleicht.
Und womöglich wäre ich gar keine so schlechte Dämonin… 😎
. Vor allem bei diesem fulminanten, von mir sehnsüchtig erwarteten Ende.
. Alles in allem ist dieser Roman eine leise, aber treffsichere Gesellschaftssatire, klug komponiert und voller Biss. Eine Geschichte, die ich dir wärmstens ans Herz lege, vorausgesetzt, du bist bereit, dich zumindest gedanklich auf die „böse“ Seite zu schlagen. 😘

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