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Veröffentlicht am 03.04.2025

Ein poetischer Ausflug in die Welt der Düfte. Harmonisch, bildhaft und einfach zum Wohlfühlen.

Delicate Dream
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Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters übernimmt Odell Evergreen das Parfüm-Imperium seiner Familie - sein Leben ist vollkommen auf den Kopf gestellt. Nicht nur muss er zurück in sein Elternhaus ziehen, ...

Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters übernimmt Odell Evergreen das Parfüm-Imperium seiner Familie - sein Leben ist vollkommen auf den Kopf gestellt. Nicht nur muss er zurück in sein Elternhaus ziehen, das er seit Jahren gemieden hat, um die Position als CEO einnehmen zu können, muss er innerhalb weniger Monate ein eigenes Parfüm entwerfen. Eine Aufgabe, die er alleine kaum bewältigen kann. Sein altes Leben kollidiert mit seinem neuen und Emmeline ist ein Teil davon. Die Tochter der Haushälterin und der angehende CEO teilen eine gemeinsame Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die ihnen in der Gegenwart im Weg steht und eine gemeinsame Zukunft scheinbar ausschließt. Aber Odell ist auf Emmelines Hilfe angewiesen und dabei wird ein Wir gar nicht mehr so unwahrscheinlich...

Der Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Bildhaft, gefühlvoll und atmosphärisch - beim Lesen hat man das Gefühl direkt vor Ort zu sein und alles hautnah mitzuerleben. Die Worte gehen unter die Haut und finden ihren Weg mitten ins Herz. Gefühle werden selten so lebendig, wunderschön, schmerzhaft und herzzerreißend zugleich beschrieben. Auch die Gerüche, die einem vermittelt wurden, haben das Lesen auf ein anderes Level gehoben.

Die Handlung entwickelte sich - zum Teil auch bedingt durch den Schreibstil - nur langsam. In der Zeit, in der sich die Spannung aufbaut, lernt man jedoch die Charaktere tiefgründiger kennen.

Ich fand es schön, wie die Vergangenheit der beiden Hauptcharaktere mit in die Geschichte eingeflossen ist. Als Leser erfährt man nie ganz, was genau vorgefallen ist, wo sie sich doch in ihrer Kindheit und Jugend so gut verstanden haben. Bis die Rückblicke einiges aufklären. Auf diese Kapitel habe ich mich immer besonders gefreut, weil sie Emmeline und Odell aus einem ganz anderen Blickwinkel gezeigt haben.

Da man die Informationen erst nach und nach zusammensetzen konnte, konnte man gut mitfiebern, auch wenn die richtige Spannung erst gegen Ende und da auch mit einem großen Knall aufkam.

Odell, Emmeline und ihre Gefühle näher kennenzulernen hat schon Spaß gemacht, doch auch die Nebencharaktere, allen voran Odells Geschwister Mari und Keaton waren unglaublich facettenreich und haben neugierig auf mehr gemacht. Die Dynamik der beiden, auch im Umgang mit ihrem großen Bruder, war humorvoll und tiefgründig zugleich. Ihre Fehler und Makel haben sie zu greifbaren Charakteren gemacht, mit denen man sich gut identifizieren konnte und die einen mitleiden und lachen ließen.

Ein poetischer, atmosphärischer, bildhafter und gefühlvoller Schreibstil, der sich dadurch stellenweise zieht. Odell und Emmeline haben einen besonderen Platz in meinem Herzen und zeigen einmal mehr, dass es nie zu spät ist, für das zu kämpfen, was man liebt.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Es geht zurück nach Panem und noch nie war ein Wiedersehen so schön und schmerzhaft zugleich.

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
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In Panem stehen die 50. Hungerspiele an und Haymitch weiß, dass seine Chancen nicht gut stehen. Denn beim zweiten Jubeljubiläum wird die doppelte Anzahl an Tributen ins Kapitol und in dir Arena geschickt. ...

In Panem stehen die 50. Hungerspiele an und Haymitch weiß, dass seine Chancen nicht gut stehen. Denn beim zweiten Jubeljubiläum wird die doppelte Anzahl an Tributen ins Kapitol und in dir Arena geschickt. Zwei Mädchen und zwei Jungen, darunter Haymitch, werden am Tag der Ernte gezogen und zunächst scheint es nicht so, als würden sie viel gemeinsam haben, außer denselben Heimatdistrikt. Für Haymitch geht es dabei nie um den Sieg, er möchte einfach nur nachhause zurück. Zurück zu seiner Familie und seiner großen Liebe. Zurück in ein Leben, das nie wieder so sein wird wie früher.

Obwohl man durch die Tribute von Panem Trilogie schon einiges über Haymitchs Spiele weiß (oder zu wissen glaubt) wird man hier einige Male übel überrascht. Es ist eben nicht alles so wie es scheint. Schon nach wenigen Seiten verliert man sich in der Welt von Panem und Distrikt 12.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und daher gut zu verfolgen, sticht aber sonst nicht wirklich hervor. Beim Lesen konnte ich mir alles gut vorstellen, hätte mir aber manchmal gewünscht, dass nicht alles Schlag auf Schlag geschieht. An diesen Stellen kam ich dadurch nicht richtig hinterher.

Die Charaktere sind teilweise schon aus der Die Tribute von Panem Trilogie bekannt und ich habe nicht damit gerechnet, so viele von ihnen hier wiederzufinden. Das machte das Wiedersehen wahnsinnig spannend. Die zusätzlichen Hintergrundinformationen, die wir da bekommen sind wirklich herzergreifend und lassen einen oft mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück.

Durch diesen Einblick in Haymitchs Leben, kann man auch seine spätere Vorgehensweise in der Trilogie viel besser nachvollziehen. Hier wird einem so einiges klar. Haymitchs Charakter war schon zu Zeiten der 74. Hungerspiele interessant und Panem L hat ihm endlich die Tiefe gegeben, die er verdient.

Die Handlung schreitet zügig voran, dennoch hat es eine Zeit lang gedauert, bis es richtig spannend wurde. Wer Die Tribute von Panem kennt, weiß, dass beim Lesen alle Gefühle verrückt spielen werden. Wut, Trauer, Freude, Liebe, Angst, Hoffnung. Es war eine wahre Achterbahnfahrt an Gefühlen, genau so wie man sie sich für ein gutes Buch wünscht.

Die Neugier auf dieses neue Abenteuer war von Anfang an groß und hat dazu beigetragen, dass ich das Buch nicht wegglegen wollte. Der Sog hat sich gegen Ende hin sogar noch verschärft und die Spannung wurde erneut scharf angehoben.

Das Ende bricht einem das Herz. Und lässt doch einen kleinen Funken Hoffnung zurück, da man eventuell auch schon weiß, wie die Geschichte 24 Jahre später weitergehen wird.

Ein spannender, herzzerreißender Einblick in das Leben eines jungen Haymitch, der einen am Ende mit gebrochenem Herzen zurück lässt. Für Panem-Fans ein garantiertes Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Was passiert eigentlich nach dem Happily Ever After? Unerwartet düster und dabei unglaublich mitreißend.

Ever & After, Band 1: Der schlafende Prinz (Knisternde Märchen-Fantasy der SPIEGEL-Bestsellerautorin Stella Tack)
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Was wäre, wenn die Figuren aus den Märchen, die man uns als Kindern vorgelesen hat, wirklich existiert hätten? Und was wäre, wenn ihre Nachkommen heute noch das Schicksal der Welt in ihren Händen halten? ...

Was wäre, wenn die Figuren aus den Märchen, die man uns als Kindern vorgelesen hat, wirklich existiert hätten? Und was wäre, wenn ihre Nachkommen heute noch das Schicksal der Welt in ihren Händen halten? Rain White, eine Nachfahrin von Schneewittchen, hat das Pech - äh - Glück an ihrem 18. Geburtstag eine uralte Tradition der Märchengesellschaft fortzuführen und einen schlafenden Prinzen zu küssen - in der Hoffnung, dass er erwacht und den Märchenfamilien das glorreiche Leben zurückbringt, das sie einst führten. Dumm nur, dass genau das passiert und dass das, was dann geschieht, so gar nichts mit einem Happily Ever After zu tun hat. Jetzt liegt es an Rain den Fluch des Prinzen zu brechen und doch noch alles zum Guten zu wenden.

Allein das Cover ist ein Highlight, das einen automatisch zum Buch greifen lässt. Es sieht einfach wahnsinnig schön aus und ist in jedem Regal ein wahrer Hingucker. Für Fantasy-Fans ein Muss.

Magische Nachfahren von Märchenfiguren, eine spannende Handlung und (natürlich) ein Cliffhanger, der fieser nicht geht - Ever & After hat einfach nur Spaß gemacht.

Das Buch liest sich sehr gut und ist gerade zu Beginn auch wahnsinnig humorvoll. Doch schon wenig später wird es unerwartet düster - damit hätte man bei der Märchen-Thematik zwar rechnen können, ich hatte jedoch etwas gänzlich anderes erwartet.

Gerade das machte die Geschichte um Rain und ihre Freunde für mich so mitreißend. Nie wusste man, was als nächstes passiert und flog nur so durch die Kapitel. Dadurch, dass ich komplett falsche Vorstellungen hatte, wusste ich nicht, wie sich alles weiterentwickeln wird und das war einfach nur spannend.

Rain ist ein toller, willensstarker Charakter: Sie lässt sich nicht so einfach unterkriegen und kämpft, besonders für diejenigen, die sie liebt. Und die Magie war ... na ja, magisch halt. Auch die Nebencharaktere sind realistisch dargestellt und man gewinnt sie schnell lieb. Mit ihnen kann man mitfiebern, sich freuen und fürchten.

Ever & After war zu jeder Zeit spannend und für mich gab es keine Längen, auch wenn das Buch mit 570 Seiten keine kurze Lektüre ist.

Stella Tack hat eine einzigartige Art Geschichten zu erzählen, die einen einfach mitreißt.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ich habe mich selten so verstanden gefühlt

All the things (s)he said
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Als Skye ihre langjährige Beziehung beendet, weiß sie nicht mehr, wer sie eigentlich ist und steht plötzlich wieder bei Null. Neue Wohnung, neue Umgebung, neue Freunde. Das alles unter einen Hut zu bekommen, ...

Als Skye ihre langjährige Beziehung beendet, weiß sie nicht mehr, wer sie eigentlich ist und steht plötzlich wieder bei Null. Neue Wohnung, neue Umgebung, neue Freunde. Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie nun die Chance herauszufinden, was sie will.

Meine Gedanken:

Es hat nicht lange gedauert, da habe ich mich in Skyes Gedanken, Gefühlen und ihrer Art wiedergefunden. So vieles konnte ich zu 100% nachvollziehen, ihre Art alles zu zergrübeln und sich viel zu viele Sorgen zu machen, es allen recht machen zu wollen zum Beispiel. Es war nahezu heilsam zu lesen, dass solche Gedanken nicht nur mich beschäftigen. Die Hauptcharaktere sind alle auf ihre Weise noch nicht im Reinen mit sich selbst, wobei sie das am Anfang noch nicht sehen. Umso schöner war es dann mitzuerleben, wie sie über sich hinaus gewachsen sind und sich selbst gefunden haben, die einen laut, die anderen leise, aber alle so echt und nahbar, dass man nur mitfühlen kann.

Der Schreibstil und die kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen und der Lesefluss war garantiert. Spannung hielt der Roman vor allem in den ruhigen und gefühlvollen Momenten bereit, wenn die Charaktere tiefgründige Gespräche führten und emotionale Bindungen zuließen (endlich!). Einige von diesen Stellen haben mich tief berührt.

Selbstfindung, Akzeptanz, Heilung: All the things (s)he said ist so viel mehr als die süße Liebesgeschichte, die man im Grunde schon 100 Mal genau so gelesen hat. Der Roman macht Mut, man selbst zu sein, darauf zu vertrauen, dass die richtigen Menschen einen so akzeptieren, wie man ist, und dass es nicht falsch ist, sich selbst an erste Stelle zu setzen.

Das Setting in Köln hat mich noch mehr mit der Geschichte verbunden und miterleben lassen, weil ich viele Orte selbst kenne.

Das Ende war passend, für mich hätte die Übergangsphase nur etwas länger sein können. Eine große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Eine Geschichte, die einfach Spaß macht

Percy Jackson - Teil 1
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Percy Jackson weiß, dass er nicht normal ist. Dafür ist um ihn herum einfach schon zu viel Merkwürdiges geschehen. Aber dass er der Nachkomme eines Gottes - genauer gesagt Poseidon - sein soll, geht dann ...

Percy Jackson weiß, dass er nicht normal ist. Dafür ist um ihn herum einfach schon zu viel Merkwürdiges geschehen. Aber dass er der Nachkomme eines Gottes - genauer gesagt Poseidon - sein soll, geht dann doch irgendwie zu weit. Jetzt soll er in einem Camp für Halbgötter kämpfen lernen und wird auf eine gefährliche Mission geschickt.

Meine Gedanken:

Wer die griechische Mythologie liebt oder sie zumindest interessant findet, sollte sich die Percy-Jackson-Reihe nicht entgehen lassen. Die Zielgruppe ist zwar ganz eindeutig im jugendlichen Alter, aber das Hörbuch hat auch mir einfach Spaß gemacht. Ich mochte den Sprecher, die Geschichte an sich und den Schreibstil sehr gerne und so hat sich schnell ein Sog entwickelt, bei dem ich nicht aufhören wollte zu hören, wie es weitergeht, obwohl ich die Handlung eigentlich schon kannte.

Die Charaktere sind liebenswürdig und gerade zu Beginn der Reihe noch sehr unschuldig. Vor allem Percy hat eine sarkastische Art, die dem Roman einen besonderen Humor verleiht und den ich nicht missen möchte. Aber auch Nebencharaktere machen durch ihre persönliche Note diesen Auftakt zu etwas Besonderem. Jeder ist so einzigartig beschrieben, dass man sie gut auseinander halten kann. Allein bei der Menge an unterschiedlichen Personen, die bei Camp Half Blood zusammenkommen, finde ich das bemerkenswert.

Auch die griechische Mythologie finde ich sehr spannend und dass das Wissen einem fast schon nebenher vermittelt wird, ist einfach toll.

Im Allgemeinen baut sich die Geschichte erst langsam auf, wobei schon früh viel Spannendes geschieht und dabei neugierig auf mehr macht. Es wurde nie langweilig, die Story entwickelte sich mit einem Schlag rasant weiter und das Ende hält noch einmal eine Wendung bereit, die sehr unvorhergesehen überrascht.

Für mich war es ein toller Ausflug zurück in die Welt von Percy Jackson, mit viel Nostalgie und einigen Momenten zum Lachen. Diebe im Olymp ist für alle geeignet, egal ob jung oder alt, die Abenteuer und die griechische Mythologie lieben.

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