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Veröffentlicht am 20.03.2026

Der letzte Teil

Bookish Belles – Mehr als nur drei Worte
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Der letzte Teil der Bookish Belles Reihe und dieses Mal geht es um Dorothy Wilson, das eher ruhige, bodenständige Mitglied der Bookish Belles. Ihre Kindheit war nicht leicht und sie litt darunter, das ...

Der letzte Teil der Bookish Belles Reihe und dieses Mal geht es um Dorothy Wilson, das eher ruhige, bodenständige Mitglied der Bookish Belles. Ihre Kindheit war nicht leicht und sie litt darunter, das „pummelige Mädchen“ zu sein. Schon damals schwärmte sie für unseren Protagonisten Forest, den damaligen Football-Star. Er hat sich nie an der Häme beteiligt, schien aber trotzdem kein Interesse an ihr zu haben.

Nach seiner Scheidung hat er Frauen eigentlich abgeschworen, doch Dorothy verzaubert ihn schließlich. Umso unsicherer ist sie, als er sie plötzlich in einem anderen Licht zu sehen scheint – und sie fragt sich, ob es klug ist, ihr Herz für einen Mann zu riskieren, der vielleicht nur nach seiner gescheiterten Ehe Trost sucht oder sie erst jetzt wirklich wahrnimmt.

Die Handlung ist nichts bahnbrechend Neues. Allerdings hätte ich mir mehr Rückblicke oder kleine Szenen aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit gewünscht, um besser zu verstehen, wie Dorothy und Forest früher miteinander umgegangen sind und warum jetzt plötzlich die Funken sprühen. Auf 256 Seiten ist es natürlich schwierig, eine sehr tiefgründige Geschichte aufzubauen.

Ich mochte die Figuren insgesamt sehr und kann die Reihe für zwischendurch definitiv empfehlen. Dieser letzte Band ist für mich allerdings der Schwächste der Reihe. ⭐️3,5/5⭐️

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Endlose Fragen

Shield of Sparrows
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Manchmal sind die wahren Monster nicht die mit Klauen, Zähnen oder Schuppen – sondern die Hauptfiguren, die pausenlos rhetorische Fragen stellen.

Shield of Sparrows ist so ein Fall. Eigentlich wollte ...

Manchmal sind die wahren Monster nicht die mit Klauen, Zähnen oder Schuppen – sondern die Hauptfiguren, die pausenlos rhetorische Fragen stellen.

Shield of Sparrows ist so ein Fall. Eigentlich wollte ich dem Buch fünf Sterne geben. Denn unter all dem Gedankenrauschen von Protagonistin Odessa steckt eine wirklich gute Geschichte – mit Sehnsucht, Action und cleveren Wendungen. Aber am Ende blieb ich gleichzeitig gefesselt und genervt zurück.

Odessas unaufhörliches Fragen dient hier eindeutig als erzählerische Krücke. Anfangs war das noch interessant, doch irgendwann hat es mich nur noch ausgebremst. Statt die Handlung voranzutreiben, drehte sich die Geschichte gefühlt im Kreis und blieb in ihrem Kopf stecken. Das ist schade, denn sobald der Fokus stärker auf die Handlung und weniger auf Odessas innere Monologe gelegt wurde, funktionierte das Buch richtig gut.

Positiv hervorheben möchte ich, dass die Mischung aus Fantasy und Romance für mich perfekt ausbalanciert war. Die Nebenfiguren (sogar die Antagonisten) haben Tiefe bekommen, es gibt sympathische tierische Begleiter und das Ende hat mich mehrfach überrascht – deutlich stärker, als ich es nach dem eher vorhersehbaren Start erwartet hätte.

Unterm Strich vergebe ich 3,5 Sterne. Denn trotz der Schwächen hat mir die Geschichte gefallen. Hätte Odessa nur halb so viele Fragen gestellt, wäre das locker eine Vier- oder sogar Fünf-Sterne-Lektüre geworden.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Durchwachsen

Rose in Chains
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Rose in Chains war eins meiner heiß ersehnten Bücher in 2025. Umso mehr schmerzt es mich, dass ich über eine Woche gebraucht habe um das Buch überhaupt zu beenden. Ich habe die Rezension lange hinausgeschoben, ...

Rose in Chains war eins meiner heiß ersehnten Bücher in 2025. Umso mehr schmerzt es mich, dass ich über eine Woche gebraucht habe um das Buch überhaupt zu beenden. Ich habe die Rezension lange hinausgeschoben, weil ich ehrlich gesagt keine Ahnung habe was ich über das Buch denken soll. Anfangs hat es mich in seinen Bann gezogen. Ich fand die Welt interessant sowie die Charaktere. Die Tropes sind köstlich, ich liebe morally grey characters und habe mich auf eine düstere Geschichte gefreut, die mir den Atem rauben sollte.

Aber dann … kam der Stillstand. Das Tempo brach stark ein, und ich wartete nur darauf, dass irgendetwas das Ganze wieder in Schwung bringen würde. Die Slow-Burn-Romanze? Eher ein schmerzvolles dahin kriechen. Und nicht die gute Art, die langsam brodelt und sich aufbaut, es wirkte mehr verwirrend als spannungsgeladen. Ich war mir irgendwann nicht mal mehr sicher, wohin die Romanze überhaupt steuerte oder ob sie überhaupt irgendwohin führte. Die Verbindung, von der ich gehofft hatte, dass sie sich vertieft, schwebte einfach im Raum ohne Ziel.

Als ich am Ende ankam, hatte ich mehr Fragen als Antworten – und nicht auf die spannende Art, die einen das nächste Buch herbei sehnen lässt - sondern so, dass es sich ein bisschen halbfertig anfühlte. Als hätte die Geschichte nicht ganz das geliefert, was sie am Anfang versprochen hat. Ich hatte keine Ahnung, dass es sich um eine mehrteilige Reihe handeln würde, sondern dachte es ist ein Standalone Roman. Die ursprüngliche Fanfiction habe ich nie gelesen, dachte jedoch es soll dementsprechend nur ein Buch werden. Mich stört es auch nicht mehrere Bände in dieser Welt zu erhalten, denn das Fundament ist gut.

Die Welt ist düster und atmosphärisch, das Setup strotzt vor dunklem, faszinierendem Potenzial, und ich will schon wissen, wie es weitergeht. Aber die zweite Hälfte hätte wirklich mehr Spannung, mehr Tiefe und eine Romanze gebraucht, die irgendwohin führt, statt im Kreis zu drehen.

Würde ich es empfehlen? Ja – wenn man auf Dark Romance mit Slow Burn, emotionalen Schatten und einem morally-grey Touch steht. Man sollte nur wissen, dass die Spannung bis zum Ende nicht durchhält, es stellenweise einfach nur chaotisch ist und die Romanze viel Luft nach oben lässt. ⭐️3,5/5⭐️

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Leider ein Fillerbuch

A Monsoon Rising
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A Monsoon Rising fällt dem typischen Band 2 Syndrom zum Opfer – besonders im Vergleich zum Auftakt The Hurricane Wars, der mich mit seinem Worldbuilding und den Charakteren begeistern konnte.

Der zweite ...

A Monsoon Rising fällt dem typischen Band 2 Syndrom zum Opfer – besonders im Vergleich zum Auftakt The Hurricane Wars, der mich mit seinem Worldbuilding und den Charakteren begeistern konnte.

Der zweite Teil wirkt über Strecken zäh und spannungsarm. Die Handlung kommt kaum in Gang, und die Dringlichkeit, die man sich bei einem Mittelband einer Trilogie wünschen würde, fehlt komplett. Erst auf den letzten Seiten überschlagen sich plötzlich die Ereignisse, was allerdings eher gehetzt als spannend wirkt. Der Plot twist am Ende war zwar überraschend und hat dann einiges wieder wett gemacht, dennoch frage ich mich wie das alles im letzten Band sinnvoll aufgelöst werden soll.

Besonders enttäuschend fand ich die Entwicklung der Figuren. Während Talasyn im ersten Buch noch eine starke Protagonistin war, wirkt sie hier oft nur noch wütend und unreif – was schnell anstrengend wird. Ihre Dynamik mit Alaric bleibt blass und spannungslos. Alaric selbst bekommt zwar mehr Tiefe, doch das reicht nicht aus, um die emotionale Leere wettzumachen, die ich beim Lesen empfunden habe. Ich hatte bei diesem Buch wirklich erneut auf “Enemies-to-Lovers”-Vibes gehofft, aber stattdessen fühlte es sich eher an wie “Lovers mit riesigen Kommunikationsproblemen”. Und ich hasse diese Art der Fehlkommunikation.

Der Schreibstil ist nach wie vor schön und atmosphärisch, aber das allein konnte nicht über die inhaltliche Leere und die mangelnde Charakterentwicklung hinwegtäuschen. Viele Szenen wirkten wie Füllmaterial, das die Geschichte nicht wirklich vorangebracht hat.

Insgesamt hinterlässt A Monsoon Rising bei mir den Eindruck eines reinen Übergangsbuchs ohne klaren Fokus, mit zu wenig Handlung und zu viel Filler. Schade – ich hatte mir deutlich mehr erhofft. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt wie die Autorin alle Handlungsstränge im letzten Teil auflösen wird. ⭐️3/5⭐️

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Gutes Ende

Scythe & Sparrow - Die große Liebe erscheint manchmal im finstersten Moment
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Nachdem ich eher enttäuscht war vom zweiten Teil der Reihe, habe ich mich dennoch auf den letzten Teil gefreut. Er war auf jeden Fall besser als Band 2, aber wieder weit entfernt von Band 1.

Wie auch ...

Nachdem ich eher enttäuscht war vom zweiten Teil der Reihe, habe ich mich dennoch auf den letzten Teil gefreut. Er war auf jeden Fall besser als Band 2, aber wieder weit entfernt von Band 1.

Wie auch bei den Vorgänger ist die Reihe für schwarzen Humor bekannt und auch dieser Band liefert wieder genau das. Im Mittelpunkt steht ein einsamer Arzt aus einer Kleinstadt und eine Zirkusartistin, die nebenbei Serienmörderin ist und die beiden verlieben sich ineinander.

Die Geschichte bedient einige beliebter Tropes: Friends with Benefits, Kleinstadt-Setting (mit einem Zirkus, der in der Stadt gastiert), forced proximity,und natürlich das klassische „Wer sie anrührt, stirbt“ (diesmal wortwörtlich).

Rose ist dem Zirkus mit 15 beigetreten. Nach einem Unfall wird sie gezwungen, eine Pause einzulegen und landet zur Erholung bei Fionn, dem örtlichen Arzt in Nebraska. Sie zieht sogar bei ihm ein. Was Fionn nicht weiß, Rose hat ein ungewöhnliches Hobby, sie bringt grausame Männer zur Strecke. Als sie seine Hilfe braucht, bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihm ihr Geheimnis zu offenbaren.

Die Chemie zwischen den beiden ist fantastisch und Fans der Reihe können sich auch auf „Gastauftritte“ mit bekannten Figuren freuen, nämlich Fionns Brüder Rowan und Lachlan.

Was ich aber einfach nicht ausblenden konnte, war, dass – ähnlich wie bei L&L – die Geschichte kaum Handlung hatte. Ich hätte mir deutlich mehr von Fionns und Roses Charakterentwicklung gewünscht. Vielleicht bin ich mit höheren Erwartungen herangegangen, als mir bewusst war. Versteht mich nicht falsch, insgesamt war es eine unterhaltsame Lektüre. Aber Handlung und Auflösung wirkten zum Ende hin ziemlich überstürzt, fast so, als hätte man den eigentlichen Konflikt zwischendurch völlig vergessen, bis dann plötzlich die Parallelen zu L&L auftauchten. Ohne diesen Aspekt hätte es mir wahrscheinlich sogar besser gefallen. Ich verstehe, warum die Zeitsprünge nötig waren, aber das Erzähltempo wirkte dadurch sehr abrupt. ⭐️3.5/5⭐️

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