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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ein interessantes Buch

Pick me Girls
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Das Phänomen der "Pick me Girls" war zu meiner Schulzeit soweit ich mich erinnern kann ein riesen Thema. Frauen die versuchten "anders als andere Frauen" zu sein um sich dadurch vermeintlich überlegen ...

Das Phänomen der "Pick me Girls" war zu meiner Schulzeit soweit ich mich erinnern kann ein riesen Thema. Frauen die versuchten "anders als andere Frauen" zu sein um sich dadurch vermeintlich überlegen zu fühlen gab und gibt es wohl immer wieder. Doch welche gesellschaftlichen Strukturen wirken hier um dieses Phänomen überhaupt zu ermöglichen?

Diese Frage versucht Sophie Passmann in diesem Buch zu beantworten. Aus ihrer sehr persönlichen Geschichte hat sie eine Art Selbstreflexive Studie geschrieben wieso und wie Frauen schon von klein auf lernen das "anders als andere Frauen" zu sein als erstrebenswert angesehen wird.

Ich muss sagen das mir dieses Buch wirklich oftmals ein Aha Erlebnis verschafft hat und mich dazu gebracht hat mich selbst an der Nase zu fassen. Ich denke das es wirklich nicht einfach ist in unserer Gesellschaft absolut nicht Pick me zu sein, es aber wichtig ist dieses Verhalten zu hinterfragen und es in Relation zu stellen mit dem was Mädchen und Jungen Frauen seit ewigen Zeiten vermittelt wird.
Ja nur nicht kompliziert sein, jede Frau als Konkurrenz sehen und dabei aber gleichzeitig ja nicht auffallen wollen sind wohl Dinge die die meisten von uns phasenweise kennengelernt haben und mit denen ich auch des öfteren zu kämpfen habe.

Ich fand dieses Buch wirklich sehr interessant, zur selbstreflexion anregend und mochte auch den Schreibstil.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein sehr gelungener Roman

Die Rätsel meines Großvaters
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Ich muss ehrlich gestehen das ich anfangs Sorge hatte das ich mir mit diesem Buch schwer tun könnte da ich "die Bibliothek meine Grossvaters" nicht gelesen hatte.

Diese Sorge war allerdings total unbegründet. ...

Ich muss ehrlich gestehen das ich anfangs Sorge hatte das ich mir mit diesem Buch schwer tun könnte da ich "die Bibliothek meine Grossvaters" nicht gelesen hatte.

Diese Sorge war allerdings total unbegründet. Sehr schnell hatte mich die Handlung um Kaede und ihren an Demenz erkrankten aber unwahrscheinlich scharfsinnigen Großvater in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen. Ein wirklich warmherziger, spannender Roman der mich durch seine zutiefst menschlichen, authentischen Charaktere sehr beeindruckt hat.

Die besondere Liebe zwischen Kaede und ihrem Grossvater war für ich auf jeder einzelnen Seite spürbar.

Für alle die ein spannendes Buch mit Tiefgang, Herz und Witz suchen ist dieser Roman wirklich ausgesprochen gut geeignet. Ich wurde immer wieder absolut positiv überrascht, es gab einige plottwists mit denen ich nicht gerechnet hätte und der Roman war spannend ohne zu überfordern, tiefgründig ohne aufgesetzt zu wirken und auf eine sehr einzigartige Art und Weise sowohl berührend als auch fesselnd. Daher kann ich nur eine absolute Empfehlung für diesen Roman aussprechen

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Ein sehr gelungener Roman

Feuer
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Die Stimme meiner Schwester" hat mich beim Lesen unglaublich fasziniert und beeindruckt. Daher war für mich klar das icha uch "Feuer" unbedingt lesen muss.

Die Geschichte nimmt uns mit in die Welt von ...

Die Stimme meiner Schwester" hat mich beim Lesen unglaublich fasziniert und beeindruckt. Daher war für mich klar das icha uch "Feuer" unbedingt lesen muss.

Die Geschichte nimmt uns mit in die Welt von Moises der in der Obhut seiner Schwester aufwächst. Die eigene Familiengeschichte kennt er anfangs nicht. Im Laufe des Romans erfahren wir immer mehr darüber wie viel Leid, unterdrückung und Kampf die einzelnen Mitglieder der Familie auf sih nehmen mussten um zu überleben.

In diesem Roman geht es um die Wunden und Schmerzen die der Kollonialismus denen zugefügt hat die Jahrhunderte lang unterdrückt wurden und wie diese Wunden und Narben von Generation zu Generation weitergegeben werden können aber auh von dem großen schweifen das herrschen kann angesichts der Unfähigkeit über all den erfahrenen Schmerz zu sprechen. Immer wieder spürt man diese schreiende Stille und die Spannungen die diese erzeugen kann. Man spürt die Zerrissenheit der Figuren die sich entscheiden müssen den Schmerz entweder zu leugnen und ihn hinunterzuschlucken oder aber den schmerzhaften Prozess durchleben zu müssen über diesen Schmerz zu sprechen und der nächsten Generation davon zu erzählen egal wie schwer es sein mag.

Für mich war dieser Roman eine ziemlich gut gelungene Abrechnung mit dem Kollonialismus das den Finger viele Wunden legt und Menschen eine Stimme gibt die seit langer Zeit nicht gehört werden.

Itamar Viera Junior hat es auch mit diesem Roman geschafft mich zu berühren, mich zu schokieren und mir ein Stück weit die Augen zu öffnen. Ein wirklich großartiges Buch eines wirklich begabten Autors von dem wir hoffentlich noch viel werden lesen dürfen.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Ein wirklich interessanter Roman

Sie wollen uns erzählen
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Birgit Birnbacher gelang hier ein wirklich sehr interessanter Roman über Menschen die täglich darum kämpfen akzeptiert zu werden wie sie sind und versuchen ihren eigenen Weg zu finden in einer Welt die ...

Birgit Birnbacher gelang hier ein wirklich sehr interessanter Roman über Menschen die täglich darum kämpfen akzeptiert zu werden wie sie sind und versuchen ihren eigenen Weg zu finden in einer Welt die nicht für sie gemacht zu sein scheint.
In dieser Geschichte habe ich so viel
gesehen was mir bei der Arbeit mit Kindern immer wieder auffällt. Ann, eine Mutter die sich daran gewöhnt hat sich dauernd für ihr Kind entschuldigen und rechtfertigen zu müssen weil es nicht irgendeiner vermeintlichen Norm entspricht und ein Kind das oftmals das Gefühl vermittelt bekommt nicht gut genug zu sein. Hier scheint es allerdings so das sich zu den Schuldgefühlen dafür das das Kind so oft spürt "nicht richtig zu sein" auch die Erkenntnis Anns mischt das so vieles von ihr in ihm steckt. Sein "flirrendes Nervenkostüm" das für andere so schwer zu verstehen ist, sogar für seinen Vater, seine Impulsiviät und seine Eigenheiten. Immer wieder versucht Ann Oz zu schützen. Doch als plötzlich die Zilly - Oma verschwindet scheint mehr aus den Fugen zu geraten als befürchtet.

Dieser Roman ist intensiv auf eine berührende unaufgeregte Art und Weise. Die Erzählweise war anfangs für mich etwas ungewohnt da man das Gefühl hat die Gedanken der Protagonisten Rasen nur so dahin und springen von einem zum nächsten, was ja durchaus zu ihnen passt und sie authentisch macht. Jedoch hat es etwas gedauert mich daran zu gewöhnen. Die Geschichte war wirklich sehr interessant zu lesen. Sie hat mich berührt, mich unterhalten und mir einmal mehr gezeigt wie wichtig es ist die Vielfalt unserer Menschheit und die Menschlichkeit unserer vermeintlichen "abweichungen" anzuerkennen und nicht als Fehler zu sehen. Nicht nur die Tier und Pflanzenwelt sollte für ihre Vielfalt gefeiert werden sondern auch die Menschheit und das beginnt damit das Menschen wie Oz oder Ann nicht ihr Leben lang das Gefühl vermittelt bekommen falsch zu sein. Für mich ein wirklich sehr interessantes und empfehlenswertes Buch

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Ein tolles Buch

Versöhnungstheater
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Das Thema Erinnerungskultur ist eines bei dem sowohl Deutschland als auch Österreich wohl noch einiges aufzuholen haben. Immer wieder wird geleugnet, beschönigt oder aber auch ein "Versöhnungsteater" ...

Das Thema Erinnerungskultur ist eines bei dem sowohl Deutschland als auch Österreich wohl noch einiges aufzuholen haben. Immer wieder wird geleugnet, beschönigt oder aber auch ein "Versöhnungsteater" wie Max Czollek das so treffend bezeichnet aufgeführt. Von echter Verantwortung oder gar dem Lernen aus der Geschichte scheinen wir sehr weit entfernt zu sein. Immer wieder hört man Schlagworte wie "nie wieder ist jetzt" aber rechte Politiker gewinnen immer mehr Macht, autokratische Regierungen werden immer stärker und man hört das typische "früher war alles besser"... anstatt dem notwendigen wir müssen aus der Geschichte lernen, wir müssen lernen Muster zu erkennen bevor sie unaufhaltsam werden, wir müssen Toleranz und Demokratie stärken und uns immer wieder daran erinnern wozu Ideologien fähig sein können um zu verhindern das sich die Geschichte immer und immer wiederholt. An Beispielen der Glorifizierung von Anne Frank oder auch Stauffenberg enttarnt Czollek den Mythos des "feiernswürdigen Widerstandskämpfers", waren gerade die Personen die in der Geschichtsschreibung nach dem Krieg gefeiert wurden nicht unbedingt diejenigen die sich stark zur wehr setzten sondern diejenigen die gut ins framing passten. Das ist tatsächlich etwas was sehr stark auffällt. Selten hört man im Unterricht oder bei disussionen von Organisationen wir zum Beispiel der jüdischen Brigade, der Nakam oder auch bestimmten Nazijägern die es sich zur Aufgabe gemacht hatten die Täter zu bestrafen. (Was man von den Vorgehensweisen ebenjener Zusammenschlüsse halten mag sei jetzt mal dahingestellt.) Immer wieder wird opfergruppen ihre Trauer und Wut abgesprochen oder nur teilweise zugestanden. Das muss sich ganz eindeutig ändern.

Was mich an diesem Buch sehr fasziniert hat ist wie schonungslos der Autor hier blinde Flecken oder wohl eher bewusst verdrängte Mittäterschaft und Schuld aufdeckt. Immer wieder führt er dem Leser vor Augen wie und wieso in seinen Augen eine andere Erinnerungskultur entstehen muss. Absolut wichtig!

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