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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Zwischen Kleinstadtflair und großen Gefühlen

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Ich bin mit The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh mit genau der richtigen Erwartung gestartet: eine leichte, gefühlvolle Romance mit Wohlfühlatmosphäre – und genau das habe ich auch bekommen.
Der ...

Ich bin mit The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh mit genau der richtigen Erwartung gestartet: eine leichte, gefühlvolle Romance mit Wohlfühlatmosphäre – und genau das habe ich auch bekommen.
Der Schreibstil ist angenehm locker und sehr zugänglich. Die Seiten lassen sich schnell lesen, und ich mochte besonders, wie die Autorin die kleine Stadt Lower Whilby beschreibt. Dieses gemütliche, fast schon idyllische Setting mit Festivalstimmung und kleinen Alltagsmomenten hat bei mir direkt ein richtiges Wohlfühlgefühl ausgelöst.
Eleanore ist eine Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Ihre Entwicklung – weg von der „braven“ und angepassten Version ihrer selbst hin zu jemandem, der mehr wagt – fand ich glaubwürdig und schön umgesetzt. Dex hingegen bringt eine ganz andere Energie in die Geschichte: ein eher verschlossener, vom Leben und Ruhm gezeichneter Charakter, der erst langsam wieder auftaut. Die Dynamik zwischen den beiden lebt vor allem von ihren Gegensätzen, was ich sehr mochte.
Inhaltlich steht klar die emotionale Entwicklung im Vordergrund. Der „Deal“ zwischen den beiden sorgt für eine schöne Grundlage (klassisches Fake-/Deal-Trope, kombiniert mit Opposites Attract und ein bisschen Small Town Romance), auch wenn einige Entwicklungen recht vorhersehbar sind. Das hat mich aber nicht wirklich gestört, weil die Geschichte insgesamt einfach stimmig und herzerwärmend ist.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass manche Konflikte etwas zu schnell gelöst werden und ich mir an manchen Stellen noch mehr Tiefe gewünscht hätte – gerade bei Dex’ Vergangenheit. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und mit einem schönen Gefühl zurückgelassen.
Insgesamt eine süße, atmosphärische Romance für zwischendurch – perfekt, wenn man Lust auf Kleinstadt, Sommer-Vibes und eine sanfte Liebesgeschichte hat.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2026

Glanz, Gefahr und Gefühle – ein fesselnder Auftakt

Casino Durable - All in with the Devil
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Ich habe Casino Durable - All in with the Devil mit ziemlich hohen Erwartungen begonnen – vor allem wegen des Settings rund um ein luxuriöses Casino und der Mischung aus Spannung und Romance. Insgesamt ...

Ich habe Casino Durable - All in with the Devil mit ziemlich hohen Erwartungen begonnen – vor allem wegen des Settings rund um ein luxuriöses Casino und der Mischung aus Spannung und Romance. Insgesamt hat mir das Buch auch wirklich gut gefallen, auch wenn es für mich kein absolutes Highlight geworden ist.
Der Schreibstil von Carina Benning liest sich sehr flüssig und angenehm. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen und konnte gut in die Geschichte eintauchen. Besonders die Atmosphäre im Casino fand ich gelungen – dieses elegante, aber gleichzeitig gefährliche Flair kam bei mir definitiv an.
Inhaltlich startet die Geschichte super spannend: Eine Protagonistin, die bewusst ein Casino betrügt, um sich selbst zu schützen, fand ich richtig originell. Allerdings verschiebt sich der Fokus im Verlauf stärker auf die Liebesgeschichte, wodurch der „Thrill“-Aspekt für mich etwas in den Hintergrund gerückt ist. Ich hätte mir hier mehr von dem Katz-und-Maus-Spiel und den Casino-Intrigen gewünscht.
Dawn mochte ich als Protagonistin sehr – sie ist mutig, clever und bringt eine interessante Dynamik in die Handlung. Gabriel hingegen ist der typische morally grey Love Interest, kühl, kontrolliert und schwer zu durchschauen. Genau diese Mischung macht die beiden zusammen spannend, auch wenn mir ihre Entwicklung stellenweise etwas zu schnell ging.
Was die Tropes angeht, bekommt man hier einiges geboten: Enemies-to-Lovers, Forced Proximity und eine gute Portion Dark Romance – also genau das, was man erwartet, wenn man zu diesem Buch greift. Die Chemie zwischen den Figuren ist definitiv da, auch wenn sie mich emotional nicht komplett mitreißen konnte.
Insgesamt ist es für mich ein unterhaltsamer Auftakt einer Reihe mit einem tollen Setting und viel Potenzial. Kleine Schwächen bei Tempo und Schwerpunkt haben verhindert, dass es ein 5-Sterne-Buch wird – aber ich bin trotzdem neugierig, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Spannender Thriller

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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„Die Housesitterin“ hat mich von Beginn an mit seiner düsteren Atmosphäre und dem spannenden Setting überzeugt. Eine abgelegene Insel, eine luxuriöse Villa und eine Protagonistin mit sichtbaren Rissen ...

„Die Housesitterin“ hat mich von Beginn an mit seiner düsteren Atmosphäre und dem spannenden Setting überzeugt. Eine abgelegene Insel, eine luxuriöse Villa und eine Protagonistin mit sichtbaren Rissen – das allein schafft schon eine starke Grundlage für einen psychologischen Thriller.
Der Schreibstil von Emily Rudolf ist sehr zugänglich und flüssig. Die Kapitel sind angenehm kurz, was das Lesetempo hochhält und dafür sorgt, dass man immer noch „nur ein Kapitel“ dranhängen möchte. Besonders gut gefallen hat mir die stetig wachsende unterschwellige Spannung. Es geht weniger um reißerische Schockmomente, sondern vielmehr um psychologische Dynamik, Misstrauen und Manipulation.
Die wechselnden Erzählperspektiven haben mir ebenfalls gut gefallen. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel bekommt man Einblicke in die Gedankenwelt mehrerer Figuren, was das Netz aus Geheimnissen immer dichter werden lässt. Gleichzeitig sorgt genau das dafür, dass man niemandem wirklich trauen kann – ein Aspekt, den ich bei Thrillern sehr schätze.
Cecilia als Protagonistin fand ich besonders interessant. Sie ist keine klassische Sympathieträgerin, sondern eine vielschichtige Figur mit Brüchen und dunkleren Facetten. Gerade das macht sie spannend. Auch die anderen Charaktere sind bewusst ambivalent gezeichnet – niemand ist eindeutig gut oder böse, sondern bewegt sich in moralischen Grauzonen. Diese komplexen Beziehungen und die emotional aufgeladenen Konflikte standen für mich klar im Mittelpunkt der Geschichte.
Das Ende empfand ich als konsequent und gut durchdacht. Nicht jede Wendung hat mich vollkommen überrascht, aber die Auflösung fügt sich stimmig ins Gesamtbild ein und rundet die Geschichte passend ab.
„Die Housesitterin“ ist für mich ein spannender Psychothriller mit starken Figuren, toxischen Dynamiken und einer dichten Atmosphäre – definitiv lesenswert für alle, die Geschichten über Manipulation, Rache und menschliche Abgründe mögen.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Magisch, witzig und voller Eis-Ideen

Zehn Eis an einem Tag
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„Zehn Eis an einem Tag“ ist eine herrlich fantasievolle Geschichte, die Kinder sofort in ihren Bann zieht. Die Idee, dass Linn sich in den Kopf setzt, an einem Tag zehn Eis zu essen, ist so verrückt wie ...

„Zehn Eis an einem Tag“ ist eine herrlich fantasievolle Geschichte, die Kinder sofort in ihren Bann zieht. Die Idee, dass Linn sich in den Kopf setzt, an einem Tag zehn Eis zu essen, ist so verrückt wie charmant – und genau das macht den Reiz dieses Buches aus. Dabei entstehen viele turbulente Momente, die von der mürrischen Fee Huberta und der liebenswerten Zahnfee Tusnelda noch spannender und lustiger werden.
Die Sprache ist lebendig, die Dialoge machen Spaß, und die Illustrationen passen wunderbar dazu – sie unterstreichen den Humor und die Magie der Geschichte. Besonders gelungen ist, dass sich Kinder leicht mit Linn und ihrem besten Freund Henri identifizieren können, während Erwachsene beim Vorlesen ebenfalls ihren Spaß haben.
Ein kleiner Punkt Abzug: Manche Stellen wirken etwas in die Länge gezogen, sodass die Spannung kurzzeitig nachlässt. Trotzdem bleibt das Buch ein schönes, fantasievolles Leseabenteuer, das sich sowohl zum Vorlesen als auch zum ersten Selberlesen eignet.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Sehr wichtiges Thema leicht und verständlich vermittelt

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Ich habe Der Regenbogenfisch in Gefahr mit meinem Kind gelesen und finde, dass Marcus Pfister hier ein sehr wichtiges Thema kindgerecht vermittelt. Die Geschichte zeigt auf eine verständliche und einfühlsame ...

Ich habe Der Regenbogenfisch in Gefahr mit meinem Kind gelesen und finde, dass Marcus Pfister hier ein sehr wichtiges Thema kindgerecht vermittelt. Die Geschichte zeigt auf eine verständliche und einfühlsame Weise, welche Folgen der Eingriff des Menschen in die Natur haben kann. Gerade für Kinder ist das eine tolle Möglichkeit, schon früh für Umwelt- und Tierschutz sensibilisiert zu werden.
Besonders schön finde ich, dass die Figuren rund um den Regenbogenfisch ihre Stärke im Zusammenhalt zeigen und so eine Botschaft von Mut und Gemeinschaft mitschwingt. Mein Kind konnte der Handlung gut folgen und war gespannt, wie der Regenbogenfisch seine Freunde retten würde.
Einen kleinen Punktabzug gibt es allerdings von mir: Manche Seiten sind komplett weiß gehalten und enthalten nur Text. Für ein Kinderbuch hätte ich mir dort durchgehend Bilder gewünscht, da sie beim Vorlesen viel zur Aufmerksamkeit und Atmosphäre beitragen.
Insgesamt aber ein sehr gelungenes Kinderbuch.

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