Streitbar
Ein guter Blick fürs BöseBeverly, Margot und Elsie sind sehr unterschiedlich, aber eines haben sie gemeinsam: Die Männer, die sie einmal geheiratet haben, wurden des mehrfachen Mordes überführt. Alle drei fragen sich, ob sie früher ...
Beverly, Margot und Elsie sind sehr unterschiedlich, aber eines haben sie gemeinsam: Die Männer, die sie einmal geheiratet haben, wurden des mehrfachen Mordes überführt. Alle drei fragen sich, ob sie früher hätten etwas merken müssen. Und wieder werden im Kalifornien des Jahres 1966 junge Frauen ermordet aufgefunden. Die drei Frauen haben nicht den Eindruck, dass die Polizei fieberhaft ermittelt. Obwohl sie durch ihre Vergangenheit oder auch ihren Beruf Kontakte zur Polizei haben, werden ihre Gedanken nicht ernst genommen. Was also tun? Elsie, Beverly und Margot wollen unbedingt verhindern, dass es weitere Opfer gibt. Was liegt also nahe? Sie stellen selbst Nachforschungen an.
Die drei Frauen, die sich durch die ungewöhnlichen Gemeinsamkeiten ihrer Vergangenheit gefunden haben, bilden ein besonderes Team. Sie leiden unter den Erinnerungen und auch unter Schuldgefühlen. Aber sie hoffen auch, von ihren Erfahrungen zehren zu können. So müssen sie doch einfach eine Spur finden. Die Zeit ist noch nicht reif für weibliche Detektive. Das merken die drei Frauen recht schnell. Sie werden klein gemacht und keiner will ihren Hinweisen Bedeutung beimessen. Natürlich sind Elsie, Beverly und Margot auch unsicher, aber das hält sie nicht davon ab weiterzumachen. Wenn sie die Gefahr für die Frauen verringern können, dann ist das was.
In den 1960ern wurden weder auf Frauen gehört, noch wurden sie überhaupt gehört. Sie hatten hübsch zu sein, die Kinder groß zu ziehen oder eine Zierde für den Mann. Nur hin und wieder konnte es schon mal einige geben, die sich auch im Beruf durchsetzten. Da kann man froh sein, dass man in der Gegenwart lebt. Auch wenn man den Eindruck gewinnt, dass zu Beginn des Romans eine gewisse kalifornische Leichtigkeit herrscht, gewinnt man später die Gewissheit, dass die Spannung steigt. Die Frauen finden tatsächlich Hinweise, die sich nach und nach zu einem Bild zusammenfügen. Mitunter brauchen Margot, Beverly und Elsie ihren ganzen Mut und sie setzen ihn gut ein. Dabei gibt es überraschende Wendungen. Allerdings fragt man sich, wem man überhaupt vertrauen kann, was leider auch noch für die heutige Zeit gilt. Immerhin können die drei Frauen sich aufeinander verlassen und diese Solidarität macht den Roman in großen Teilen aus. Dieser Roman fesselt bis zum Schluss.