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Cariola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Einfache und gute Rezepte für die ganze Familie!

Cooking for Family
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Das Kochbuch "Cooking for Family" hat mir insgesamt gut gefallen. Toll fand ich, dass es Basisrezepte gibt, die man abwandeln und auch Teig einfrieren kann. Die Rezepte sind nicht zu kompliziert, vor allem ...

Das Kochbuch "Cooking for Family" hat mir insgesamt gut gefallen. Toll fand ich, dass es Basisrezepte gibt, die man abwandeln und auch Teig einfrieren kann. Die Rezepte sind nicht zu kompliziert, vor allem wenn es mal schnell gehen soll. Die Bilder fand ich sehr ansprechend und hochwertig dargestellt, den Rezeptanleitungen kann man sehr gut folgen. Ein paar Rezepte, wie z.B. überbackene Rigatoni am Spieß habe ich so noch nie gesehen in einem Rezeptbuch und haben gleich Lust gemacht das Rezept auszuprobieren!

Auch den sogenannten "Lachsdöner" finde ich genial und wurde sofort ausprobiert und für gut befunden!

Eine tolle Rubrik finde ich auch die "Snack-Lifehacks" blitzschnelle Rezepte die Kinder einfach lieben.

Auch das Cover hat mich mit dem tollen Farbkontrast echt angesprochen. Insgesamt ein gutes Kochbuch, allerdings waren ein paar Rezepte für meinen Geschmack zu simpel. Insgesamt empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Toller Coming-of-Age - Roman zwischen Bestattungsinstitut und Stunden am See

Restsommer
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Sommer 2003: Dominik ist gerade erst 16 geworden und trotzdem scheint sein Leben eigentlich schon vorgezeichnet. Zwischen Rum-Cola-Abenden mit seinen Freunden und Bandproben in einer alten Scheune steht ...

Sommer 2003: Dominik ist gerade erst 16 geworden und trotzdem scheint sein Leben eigentlich schon vorgezeichnet. Zwischen Rum-Cola-Abenden mit seinen Freunden und Bandproben in einer alten Scheune steht für seinen Vater längst fest, dass Dominik eines Tages das Beerdigungsinstitut übernehmen und nach den Sommerferien die Berufsschule besuchen wird.

Doch was will eigentlich Dominik?

Als dann noch ein neuer Schüler in die Klasse kommt, gerät seine kleine Welt aus den Fugen.

Insgesamt hat mir der Roman Restsommer von Kea von Garnier gut gefallen, auch wegen seiner spürbaren literarischen Qualität. Restsommer ist ihr Debütroman und erzählt feinfühlig von Selbstfindung und Identität im Übergang zum Erwachsensein.

Der Einstieg ist allerdings etwas zäh; es dauert, bis die Geschichte wirklich in Fahrt kommt.

Da ich zuvor Klapper von Kurt Prödel gelesen habe – ebenfalls ein Coming-of-Age-Roman mit ähnlicher zeitlicher Verortung – konnte ich Vergleiche kaum vermeiden.

Die Figuren sind gut angelegt, und man kann mit ihnen mitfühlen und ihre Gefühle nachvollziehen. Dennoch gibt es ein paar Logiklücken im Plot, die mich irritiert haben. Besonders Dominiks Innenleben wirkte auf mich nicht ganz stimmig im Verhältnis zu seinem Verhalten nach außen: Er ist sehr reflektiert, fast schon zu reflektiert für einen Sechzehnjährigen.

An manchen Stellen kommt (gefühlt ) dabei eher die Autorin durch als Dominik selbst. Außerdem wird dem Leser meiner Meinung nach etwas zu wenig zugetraut; einige erklärende Sätze hätte man durchaus weglassen können.

Im Vergleich zu Klapper empfand ich die Atmosphäre als weniger authentisch. Da ich 2003 selbst in Dominiks Alter war, fielen mir einige zeitliche Ungenauigkeiten auf. Permanentes Simsen mit dem Handy war damals wahnsinnig teuer und eher unüblich, da man als Jugendlicher nicht das Geld dafür hatte. Gerade auf dem Land gab es oft auch schlechten bis gar keinen Empfang.

Stattdessen hing man viel im ICQ-Chat ab, wo man kostenlos und unbegrenzt mit Freunden schreiben konnte. Auch manche Dialoge zwischen den Jugendlichen wirkten auf mich etwas gestellt und nicht ganz wie aus einem Guss.

Auch ein paar Plotholes gibt es. Insgesamt fühlt sich der „Restsommer“ ewig an, dabei handelt das Buch von der Zeit vor den Sommerferien. Ohne viel inhaltlich zu verraten: An einer Stelle des Buches hat Dominik Hausarrest und übernachtet fast trotzdem jeden Abend bei einem Freund. Das passte für mich nicht ganz zusammen.

Trotz der genannten Kritikpunkte hatte ich viel Spaß beim Lesen und kann das Buch Lesern empfehlen, die gerne Coming-of-Age Romane lesen!

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Zwiegespalten

Elf ist eine gerade Zahl
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Ich bin zwiegespalten. Das Buch wollte ich vor allem lesen, weil mich das wunderschön gestaltete Cover sofort angesprochen hat.
Das Buch ist im Wechsel zweigeteilt: Ein Teil erzählt die Geschichte von ...

Ich bin zwiegespalten. Das Buch wollte ich vor allem lesen, weil mich das wunderschön gestaltete Cover sofort angesprochen hat.
Das Buch ist im Wechsel zweigeteilt: Ein Teil erzählt die Geschichte von Katja und ihrer krebskranken Tochter Paula. Der andere Teil, „Der Fuchs und das Mädchen“, ist eine fiktive Erzählung, die Katja ihrer pubertierenden Tochter vorliest, um sie vor der bevorstehenden Operation abzulenken.

„11 ist eine gerade Zahl“ ist kein leichtes Buch. Wut, Angst vor dem Tod und Überforderung begleiten Katja ständig. Leider konnte ich mich mit ihr als Figur überhaupt nicht identifizieren oder mitfühlen, dabei bin ich selbst Mutter. Aber es gibt überhaupt nichts positives über sie zu sagen. Sie steckt in einer Depression, trinkt täglich Alkohol, stößt alle von sich und steckt in einem tiefen Loch. Ja, sie ist in einer Ausnahmesituation, aber es findet überhaupt keine Charakter Entwicklung während des ganzen Buches statt.

Die zweite Erzählebene hat mir dagegen sehr gut gefallen. Fantasievoll und atmosphärisch führt sie in eine Art Schattenreich. Mit diesen Figuren konnte ich viel stärker mitfühlen, und die Geschichte wirkt für mich lebendiger und echter, obwohl sie reine Fantasie ist. Der Autor schreibt wirklich gut – das zeigt er auf jeder Seite –, aber die Figuren der „realen“ Handlung bleiben für mich kühl, unnahbar und unverständlich.

Für mich auch schwierig: im Buch sind 2 verschiedene Schriftarten, um die Geschichte in der Geschichte von der anderen abzugrenzen. Leider unterscheiden sich beide nur minimal, sodass es schwierig ist, die beiden Erzählstränge auseinander zu halten. Besser wäre es gewesen zwei sehr unterschiedliche Schriften zu benutzen.

Leider nehme ich aus diesem Buch nicht viel mit – außer einem tollen Cover und einer schönen Geschichte innerhalb der Geschichte.

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