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Veröffentlicht am 25.03.2026

Wieder ein spannendere Fall mit Emma Klar

Todesflut
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Die Privatermittlerin Emma Klar aus Wismar erhält von Staatsanwältin Ulrike Steiner den Auftrag, die als Mörderin verurteilte Karina Pohl zu finden. Sie hat ihren Ex-Freund Stefan Mahler gestalkt, dann ...

Die Privatermittlerin Emma Klar aus Wismar erhält von Staatsanwältin Ulrike Steiner den Auftrag, die als Mörderin verurteilte Karina Pohl zu finden. Sie hat ihren Ex-Freund Stefan Mahler gestalkt, dann erstochen und ist jetzt aus dem Lübecker Gefängnis geflohen. Allerdings hatte sie nie Aussagen zur Tat gemacht. Das Bewegungsprofil paßte zum Mord, ebenso das Blut an ihrer Kleidung und die DNA, aber es gab keine Zeugen. Aktuell stellt sich die Frage, wer hat ihr bei der Flucht geholfen?

Wie bereits in den Vorgängerbänden erhält Emma tatkräftige IT-Unterstützung von Jörg Padorn. Um Karina zu finden, rollen sie den ganzen Fall nochmals auf. Sie erhoffen sich durch das Umfeld an Informationen zum Aufenthaltsort von Karina zu kommen. Nur plötzlich kommt ein Cold Case ins Visier der Ermittler. Vor 2 Jahren wurde die Leiche von Elisa Barth, genannt Elly im Lenorenwald entdeckt. Sie war eine Freundin von Karina und konnte die Sympathie zu Stefan nicht teilen, sie beäugte ihn eher kritisch. Vermutlich ist Elly einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Da Elly und Stefan eine gewisse Zeit in einem Unternehmen beschäftigt waren, wird dieses Umfeld zuerst unter die Lupe genommen.

Was das gesamte Ermittlerteam noch nicht ahnt, sie stechen in ein Wespennest ungeahnten Ausmaßes und am Ende sieht alles völlig anders aus.


Ich hatte schon einige Bände der Reihe gelesen und die Figuren waren mir bereits vertraut. Der Schreibstil läßt sich flüssig und spannend lesen. Auch in diesem Band konnte wieder die harmonische und effektive Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen/Zuständigkeiten/Städten überzeugen. Die sympathische Emma hat mit Jörg Padorn und ihrem Partner Christoph Klausen zwei Vertraute an ihrer Seite, die sie unterstützen – egal zu welcher Tageszeit. Es fließt auch immer wieder das Trauma aus einem vorausgehenden Fall von Emma ein, mit dem sie immer noch zu kämpfen hat. Die Ermittlungen sind komplex, aber mitten in den Nachforschungen ergibt der Prolog Sinn und man kann ihn richtig einordnen.

Was in diesem Fall ausgraben wird, ist packend und realistisch beschrieben.
Diesen 10. Band empfehle ich gerne weiter.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Spannende Wahrheiten

Die Totenklägerin
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Die Rechtsanwältin und Totenrednerin Matilda Rizzo kommt in ihren Heimatort in die Nähe von Passau zurück und bezieht das Häuschen ihrer verstorbenen Großmutter. Bei ihren Trauerreden steht sie stets auf ...

Die Rechtsanwältin und Totenrednerin Matilda Rizzo kommt in ihren Heimatort in die Nähe von Passau zurück und bezieht das Häuschen ihrer verstorbenen Großmutter. Bei ihren Trauerreden steht sie stets auf der Seite der Toten und läßt in ihren Reden auch oftmals unangenehme Wahrheiten für die Trauergemeinde einfließen. Die 12jährige Jackie bittet sie nun um ihre Hilfe, denn sie kann nicht an einen natürlichen Tod von Oma Resi glauben. Jackie hat durch ein offenes Fenster mitgehört, wie Oma Resi geweint hat und als nächstes mußte sie erfahren, daß sie verstorben ist. Im Folgenden verbeißen sich die beiden in die Nachforschungen und lassen nicht locker, bis sie die Wahrheit ans Tageslicht bringen.


Mit ihrem Debüt hat die Autorin für mich einen spannenden Krimi geschrieben, in welchem sie eine Trauerrednerin als Hauptfigur ausgewählt hat. Für mich eine Innovation, das gefiel mir. Der Plot ist gut konstruiert, das Buch läßt sich flüssig lesen und als Leser kann man sehr gut mit ermitteln und rätseln. Alle Figuren wurden facettenreich geschildert, ich habe auch gleich meine Sympathie- und Antipathiepunkte vergeben, die sich bis zum Ende nicht geändert haben. Sehr menschlich und realistisch wurde auch die Lebenssituation von Jackie geschildert und im dem Zusammenhang wurde auch die Vergangenheit von Matilda selbst mit eingewoben. Dieser Part war stark, sehr gut nachvollziehbar und berührend. Auch alle Nebenfiguren, wie z. B. die Töchter von Oma Resi, die Pflegerin Malika und die Freunde Uwe/Laszlo bekamen gebührenden Platz, sie wurden sehr gut und ausreichend charakterisiert. Für die Atmosphäre beschreibt die Autorin vortrefflich und bildhaft die Landschaft des Bayerischen Waldes sowie die Planzen- und Tierwelt. Es geht in diesem Krimi viel um Vergangenheiten, Wahrheiten, Schuld, das Lebensende und bietet viel Diskussionsstoff.

Das Cover findet ich sehr schön und passend gestaltet.

Ich empfehle diesen Krimi gerne weiter und würde mich über einen weiteren Band mit Matilda Rizzo freuen!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Ein Lesehighlight

Der Fährmann
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Schauplatz ist die deutsch-österreichische Grenze in den Jahren von 1894 bis 1915. Die Orte sind durch die Salzach getrennt und ein Fährmann bildet die Verbindung, um Geschäfte und Besuche zu ermöglichen.

Die ...

Schauplatz ist die deutsch-österreichische Grenze in den Jahren von 1894 bis 1915. Die Orte sind durch die Salzach getrennt und ein Fährmann bildet die Verbindung, um Geschäfte und Besuche zu ermöglichen.

Die 5jährigen Mädchen Annemarie, die Wirtstochter und Elisabeth, ein Bauernmädchen sind beste Freundinnen und wie Schwestern. Aus den beiden werden junge Frauen und sie verlieben sich. Annemarie in Josef Steiner, den Sohn eines Großbauern und Elisabeth in Hannes Winkler, den zukünftigen Fährmann. Das Leben, läßt diese Lieben aber nicht zu. Annemarie ist als Wirtstochter nicht die richtige Partie für die reiche Familie Steiner und für Hannes, den Fährmann, ist eine Heirat wegen seines Berufs ausgeschlossen. Elisabeths Eltern vereinbaren mit Familie Steiner die Heirat der beiden. Annemarie muß in der Wirtschaft weiter arbeiten und freundlich zu den Gästen sein, um sie zum Verzehr zu animieren. So gehen die beiden Freundinnen notgedrungen sehr verschiedene Lebenswege. Elisabeth erfährt in der neuen Familie viel Gewalt und darf auch Annemarie nicht mehr sehen. Annemarie muß als Geliebte eines verheirateten Mannes ebenfalls viel Gewalt ertragen. Beiden wird immer wieder klar gemacht, wie wenig Frauen wert sind und auch, daß sie keinerlei Rechte besitzen. Männer dürfen sich alles in jeglicher Form herausnehmen. Hannes ist das Verbindungsglied zwischen den beiden Freundinnen.


Ich hatte noch kein Buch der Autorin gelesen. Das vorliegende hat mich absolut begeistert, so daß ich mir gleich „Die Schwarzgeherin“ geholt habe. In kurzen Kapiteln, die zwischen Annemarie, Elisabeth, Hannes und Josef wechseln, wird die Geschichte erzählt. Der Schreibstil und die Thematik sind gewaltig, eindringlich, düster und bewegend. Die Atmosphäre der damaligen Zeit und die Lebensumstände werden authentisch beschrieben. Für Umarmungen oder zärtliche Gesten war hier kein Platz. Naturschilderungen runden die Geschichte ab. Die Autorin hat ihre Leser mitgenommen in diese schwere Zeit und vieles hat mich beklommen gemacht, ja ich hatte des Öfteren einen Kloß im Hals und war fassungslos. Bei den Figuren hatte ich von Beginn an meine Sympathie bzw. Antipathie verteilt, das hat sich bis zum Ende nicht geändert. Der Roman beinhaltet alles von Freundschaft, Vertrauen und Liebe bis hin zu Neid, Schuld und brutaler Gewalt.

Für mich ein Lesehighlight in diesem Jahr und ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Spannende Tätersuche

Rügenmord
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Am Rande von Poseritz steht eine Scheune in Flammen und nach dem Löschen wird eine männliche Leiche entdeckt. Bei den Nachforschungen stellt sich heraus, daß es sich um Brandstiftung handelte, die Leiche ...

Am Rande von Poseritz steht eine Scheune in Flammen und nach dem Löschen wird eine männliche Leiche entdeckt. Bei den Nachforschungen stellt sich heraus, daß es sich um Brandstiftung handelte, die Leiche in einem Zimmer eingesperrt gewesen sein muß und es für ihn kein Entkommen gab. In der Nähe wird ein verlassener Pkw entdeckt, zugelassen auf Petra Kappler. Sie hatte ihren Sohn vor 2 Tagen als vermißt gemeldet. Tom Kappler war mit ihrem Auto unterwegs und wollte seinen Wohnsitz gerade von Berlin nach Greifswald verlegen, um seiner hilfsbedürftigen Mutter zur Seite zu stehen. In Berlin war der 30-Jährige Musiker, fantasievoller Buchhalter im Home-Office und irgendwie Lebenskünstler. Hier war er auf Jobsuche und er war bisexuell. Ein weites Feld für die Ermittler, den Täter zu finden. Es gibt erste Hinweise in Richtung Drogen, Geldwäsche, Antiquitäten, seine Buchhaltungsmandanten, eine locker andauernde Affäre und gezielt gelöschte Daten auf seinem Laptop. Ebenso müssen der Scheunenbesitzer und die Scheunenmieter unter die Lupe genommen werden. Und dann taucht eine zweite Leiche auf!


Ich kenne sehr viele Krimis von Katharina Peters und sie ist für mich ein Garant für solide Regio-Krimis aus dem Norden. Ihr Schreibstil ist flüssig, der Plot gut konstruiert und man kann mit rätseln. Romy und ihr Team sind ja schon bekannt und sympathisch, vor allem Reymann scheint sich mittlerweile gut integriert zu haben und wird von den Kollegen akzeptiert. Das Team ist vielfältig und facettenreich in ihren jeweiligen Stärken. Ich fand es sehr schön, auf Personen aus der Emma-Klar-Reihe zu treffen. Tom Kappler war sowohl privat als auch beruflich anscheinend kontaktfreudig, so daß sich in seinem großen Umfeld etliche Fragezeichen ergeben. Die Autorin hat die Puzzlearbeit der Beamten sehr realistisch aufgezeigt. Gut gefiel mir auch, daß das Privatleben der Ermittler nur am Rande einfließt, um ein Gefühl oder das jeweilige Verhalten zu veranschaulichen. Sehr positiv fand ich das Zusammenspiel der einzelnen Dienststellen, ohne Zickereien oder Befindlichkeiten, sondern geprägt durch das Ziel vor Augen, den Täter zu finden. Ob das realistisch ist, sei dahingestellt.

Ich hatte wieder unterhaltsame, spannende Lesestunden und empfehle auch diesen Krimi der Romy-Beccare-Reihe sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Packender Pageturner

Moorland. Die Zwillinge
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Die Eltern Mertens melden ihre eineiigen Zwillinge Jana und Nike vermißt. Sie waren trotz der Warnungen des Vaters ins Moor aufgebrochen, um für ihren Tiktok-Kanal Moormaid zu filmen und sind nicht mehr ...

Die Eltern Mertens melden ihre eineiigen Zwillinge Jana und Nike vermißt. Sie waren trotz der Warnungen des Vaters ins Moor aufgebrochen, um für ihren Tiktok-Kanal Moormaid zu filmen und sind nicht mehr zurückgekehrt. Auf ihrem Kanal kann man ihre bisherigen schon sehr eindrucksvollen Bilder sehen. Die Kommentare dazu sind unterschiedlich, mal werden sie negativ angegangen und es gibt auch einen User, der sie stark verteidigt. Kommissarin Malia Gold ist gerade in ihren Heimatort zurückgekehrt und es wird zu ihrem ersten Fall. Dabei kommt sie auch nicht umhin, auf ihre eigene Familie, die sie vor 15 Jahren verlassen hat, zu treffen. Wird es der Polizei und den Suchtrupps gelingen, die beiden lebend zu finden?


Ich habe fast alle Bücher von Andreas Winkelmann gelesen und weiß daher, daß er packend schreibt. Hier waren es gleich viel versprechende Zutaten – Moor, Nebel, verschwundene eineiige Zwillinge und Social Media. Der Autor hat das auch perfekt umgesetzt und seine Leser mitgenommen in die Geschichte, falsche Fährten gelegt, Twists eingebaut und am Ende wurde man doch noch überrascht. Die Geheimnisse/Verflechtungen der Agierenden waren komplex und konnten erst mit der Zeit aufgedröselt werden. Die einzelnen Figuren wurden sehr genau charakterisiert. Die Atmosphäre des Moors und der darüber liegende Nebel und die schwierige, fast aussichtslose Suche nach den Zwilligen konnte man spüren und mit fiebern. Da es sich um Band 1 einer neuen Reihe handelt, wurde auch speziell Kommissarin Malia Gold und ihrer Familie ein größerer Raum gegeben. Hier liegt für den Autor noch viel Potenzial, daher freue ich mich schon auf den nächsten Band und bin gespannt, was der Autor plant.

Das Cover und vor allem auch der Buchschnitt passen perfekt.

Ich hatte spannende Lesestunden und empfehle diesen Thriller sehr gerne weiter!

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