Wieder ein spannendere Fall mit Emma Klar
TodesflutDie Privatermittlerin Emma Klar aus Wismar erhält von Staatsanwältin Ulrike Steiner den Auftrag, die als Mörderin verurteilte Karina Pohl zu finden. Sie hat ihren Ex-Freund Stefan Mahler gestalkt, dann ...
Die Privatermittlerin Emma Klar aus Wismar erhält von Staatsanwältin Ulrike Steiner den Auftrag, die als Mörderin verurteilte Karina Pohl zu finden. Sie hat ihren Ex-Freund Stefan Mahler gestalkt, dann erstochen und ist jetzt aus dem Lübecker Gefängnis geflohen. Allerdings hatte sie nie Aussagen zur Tat gemacht. Das Bewegungsprofil paßte zum Mord, ebenso das Blut an ihrer Kleidung und die DNA, aber es gab keine Zeugen. Aktuell stellt sich die Frage, wer hat ihr bei der Flucht geholfen?
Wie bereits in den Vorgängerbänden erhält Emma tatkräftige IT-Unterstützung von Jörg Padorn. Um Karina zu finden, rollen sie den ganzen Fall nochmals auf. Sie erhoffen sich durch das Umfeld an Informationen zum Aufenthaltsort von Karina zu kommen. Nur plötzlich kommt ein Cold Case ins Visier der Ermittler. Vor 2 Jahren wurde die Leiche von Elisa Barth, genannt Elly im Lenorenwald entdeckt. Sie war eine Freundin von Karina und konnte die Sympathie zu Stefan nicht teilen, sie beäugte ihn eher kritisch. Vermutlich ist Elly einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Da Elly und Stefan eine gewisse Zeit in einem Unternehmen beschäftigt waren, wird dieses Umfeld zuerst unter die Lupe genommen.
Was das gesamte Ermittlerteam noch nicht ahnt, sie stechen in ein Wespennest ungeahnten Ausmaßes und am Ende sieht alles völlig anders aus.
Ich hatte schon einige Bände der Reihe gelesen und die Figuren waren mir bereits vertraut. Der Schreibstil läßt sich flüssig und spannend lesen. Auch in diesem Band konnte wieder die harmonische und effektive Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen/Zuständigkeiten/Städten überzeugen. Die sympathische Emma hat mit Jörg Padorn und ihrem Partner Christoph Klausen zwei Vertraute an ihrer Seite, die sie unterstützen – egal zu welcher Tageszeit. Es fließt auch immer wieder das Trauma aus einem vorausgehenden Fall von Emma ein, mit dem sie immer noch zu kämpfen hat. Die Ermittlungen sind komplex, aber mitten in den Nachforschungen ergibt der Prolog Sinn und man kann ihn richtig einordnen.
Was in diesem Fall ausgraben wird, ist packend und realistisch beschrieben.
Diesen 10. Band empfehle ich gerne weiter.