Starker Anfang - verwirrender Schluss
Das White Octopus HotelAlexandra Bell entführt in eine magische Welt voller Zeitreisen. Besonders der Einstieg hat mich gefesselt: Eve betritt das verfallene Hotel, findet sich plötzlich in der Vergangenheit wieder, die bildhaften ...
Alexandra Bell entführt in eine magische Welt voller Zeitreisen. Besonders der Einstieg hat mich gefesselt: Eve betritt das verfallene Hotel, findet sich plötzlich in der Vergangenheit wieder, die bildhaften Beschreibungen lassen einen alles direkt miterleben. Während sie versucht, das Suchspiel zu gewinnen verschwimmen die Zeiten immer stärker.
Was ich auch schade fand: Die angedeutete Liebesgeschichte kommt entweder zu kurz oder wirkt stellenweise sperrig, als würde sie nicht richtig in den Erzählfluss passen. Statt emotionaler Tiefe bleibt sie eher blass und verliert sich zwischen den vielen Zeitebenen. Doch je näher das Ende rückte, desto verwirrender wurde es für mich. Am Schluss hatte ich das Gefühl, den Überblick zu verlieren.
Insgesamt ein Roman mit viel Potenzial und beeindruckender Atmosphäre, der jedoch zum Schluss für mich deutlich an Wirkung verliert.
Das Cover wirkt leicht surreal auf mich Die Kombi aus dem eleganten Hotel, den kühlen Farbtönen und dem auffälligen Oktopus‑Motiv erzeugt eine Atmosphäre, die sowohl magisch als auch ein wenig unheimlich wirkt. Es deutet an, dass dieser Ort mehr ist als ein gewöhnliches Hotel.