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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2026

Dystopischer Jugendroman

Happy Head
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Josh Silver gelingt mit Happy Head ein Jugendthriller, der mich relativ schnell gepackt hat. Die Idee eines Programms, das angeblich das Wohlbefinden junger Menschen steigern soll, kippt schnell ins Bedrohliche ...

Josh Silver gelingt mit Happy Head ein Jugendthriller, der mich relativ schnell gepackt hat. Die Idee eines Programms, das angeblich das Wohlbefinden junger Menschen steigern soll, kippt schnell ins Bedrohliche und entwickelt eine Spannung, die sich durch das ganze Buch zieht.Im Mittelpunkt steht der 17‑jährige Sebastian, man spürt seine Unsicherheit, seinen Wunsch dazuzugehören und eine Angst, die sich immer weiter in ihm festsetzt. Das Camp wirkt auf den ersten Blick modern und gut organisiert, doch es zeigt sich, dass etwas nicht stimmt.Die gestellten Aufgaben werden immer absurder und gefährlicher, und spätestens in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf.Auch stellt der Roman wichtige Fragen wie z.B. Was bedeutet Glück eigentlich? Wer entscheidet darüber? Und was passiert, wenn junge Menschen in ein System geraten, das vorgibt, Antworten zu haben, aber nur Kontrolle ausüben will?Auch optisch überzeugt das Buch – das Design passt für mich perfekt zur Stimmung.

Der Schluss endet mit einem fiesen Cliffhanger, der klar macht, dass Sebs Geschichte noch lange nicht vorbei ist. Und nach diesem Finale möchte ich gern wissen, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Solide- durchschnittlich

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
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Mit Vega Varg – Das Schweigen der Insel legt Åsa Hellberg einen eher ruhigen Kriminalroman vor, der mich an die schwedische Westküste zwischen Norwegen und Schweden entführt. Besonders positiv aufgefallen ...

Mit Vega Varg – Das Schweigen der Insel legt Åsa Hellberg einen eher ruhigen Kriminalroman vor, der mich an die schwedische Westküste zwischen Norwegen und Schweden entführt. Besonders positiv aufgefallen ist mir sofort das stimmungsvolle Cover – ein echter Blickfang, der neugierig auf die Geschichte macht.

Auch der Plot rund um den Mord auf Südkoster und die Verknüpfung mit Vegas Vergangenheit klang zunächst vielversprechend. In der Umsetzung blieb der Roman für mich jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Viele Figuren wirken vergleichsweise blass, einige treten nur kurz in Erscheinung, ohne wirklich Profil oder Tiefe zu entwickeln.

Das häufige Wechseln zwischen Norwegen und Schweden sorgte zudem eher für Unruhe, zumindest bei mir- als für zusätzliche Spannung. Die besondere Atmosphäre, die skandinavische Krimis oft auszeichnet, wollte sich dadurch bei mir nicht vollständig entfalten.
Für mich positiv hervorheben möchte ich allerdings den angenehmen Schreibstil. Der Roman liest sich flüssig und leicht, sodass ich ihn innerhalb weniger Tage beendet hatte. Inhaltlich konnte mich das Buch jedoch nicht so sehr fesseln wie andere
skandinavische Krimis – etwa die Jo Nesbo oder Arne Dahl-die deutlich mehr Spannung und Tiefe für mich entwickelt haben, schade eigentlich.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Eine Idee, die nicht ganz trägt

Eine Liebe ohne Sommer
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„Eine Liebe ohne Sommer“ erzählt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die mich sofort neugierig gemacht hat, gerade weil sie auf so außergewöhnliche Weise beginnt.
Nikolas stirbt, bevor Rosa ihn wirklich ...

„Eine Liebe ohne Sommer“ erzählt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die mich sofort neugierig gemacht hat, gerade weil sie auf so außergewöhnliche Weise beginnt.
Nikolas stirbt, bevor Rosa ihn wirklich kennenlernt – und gerade dadurch beginnt ihre eigentliche Annäherung , nämlich erst nach seinem Tod. Diese Idee fand ich spannend und ich war neugierig wie der Roman sie umsetzt.

Der Einstieg fiel mir leicht. Ich konnte schnell in die Handlung eintauchen und fand mich gut in der Atmosphäre zurecht. Besonders gefallen hat mir, wie authentisch die verschiedenen Figuren gezeichnet sind. Sie wirken glaubwürdig, haben Ecken und Kanten, und der lebendige, bildhafte Schreibstil macht es einfach, ihnen zu folgen. Ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen, auch wenn ich emotional nicht ganz so warm mit ihnen wurde, wie ich es mir gewünscht hätte. An manchen Stellen fehlte mir das gewisse Gefühl, das eine Liebesgeschichte wirklich unter die Haut gehen lässt.

Die Suche nach der Frage, wer Nikolas eigentlich war, bildet das emotionale Zentrum des Romans – und hier punktet die Geschichte eindeutig. Rosas Annäherung an einen Menschen, den sie erst im Nachhinein wirklich zu verstehen beginnt, ist ein spannender Ansatz. Gleichzeitig empfand ich einige Szenen als zu langatmig. Manche Passagen hätten für meinen Geschmack etwas straffer erzählt sein dürfen; ein paar Seiten weniger hätten der Geschichte gutgetan.

Insgesamt hatte ich nterhaltsame Lesestunden mit diesem etwas anderen Liebesroman. Die Idee bleibt originell, und der Stil ist angenehm zu lesen. Dennoch wird das Buch für mich nicht dauerhaft im Gedächtnis bleiben – dafür fehlte mir am Ende der emotionale Nachhall.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Starker Anfang - verwirrender Schluss

Das White Octopus Hotel
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Alexandra Bell entführt in eine magische Welt voller Zeitreisen. Besonders der Einstieg hat mich gefesselt: Eve betritt das verfallene Hotel, findet sich plötzlich in der Vergangenheit wieder, die bildhaften ...

Alexandra Bell entführt in eine magische Welt voller Zeitreisen. Besonders der Einstieg hat mich gefesselt: Eve betritt das verfallene Hotel, findet sich plötzlich in der Vergangenheit wieder, die bildhaften Beschreibungen lassen einen alles direkt miterleben. Während sie versucht, das Suchspiel zu gewinnen verschwimmen die Zeiten immer stärker.
Was ich auch schade fand: Die angedeutete Liebesgeschichte kommt entweder zu kurz oder wirkt stellenweise sperrig, als würde sie nicht richtig in den Erzählfluss passen. Statt emotionaler Tiefe bleibt sie eher blass und verliert sich zwischen den vielen Zeitebenen. Doch je näher das Ende rückte, desto verwirrender wurde es für mich. Am Schluss hatte ich das Gefühl, den Überblick zu verlieren.
Insgesamt ein Roman mit viel Potenzial und beeindruckender Atmosphäre, der jedoch zum Schluss für mich deutlich an Wirkung verliert.
Das Cover wirkt leicht surreal auf mich Die Kombi aus dem eleganten Hotel, den kühlen Farbtönen und dem auffälligen Oktopus‑Motiv erzeugt eine Atmosphäre, die sowohl magisch als auch ein wenig unheimlich wirkt. Es deutet an, dass dieser Ort mehr ist als ein gewöhnliches Hotel.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Dorfgeschichte die mich nicht abholen konnte

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
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Willkommen in Deerhusen“ von Bente van der Meer liegt nicht in meinem bevorzugten Genre, aber ich habe mich trotzdem darauf eingelassen, vor allem weil mir das Cover so gut gefällt. Die Geschichte lebt ...

Willkommen in Deerhusen“ von Bente van der Meer liegt nicht in meinem bevorzugten Genre, aber ich habe mich trotzdem darauf eingelassen, vor allem weil mir das Cover so gut gefällt. Die Geschichte lebt vor allem von der Dorfatmosphäre und den Beziehungen zwischen den Figuren, was sicher viele Leserinnen und Leser anspricht, die solche ruhigen Settings mögen. Für mich persönlich war der Einstieg okay, aber richtig hineingezogen hat mich die Handlung nicht. Das Tempo ist eher langsam, und über längere Strecken passiert nicht besonders viel. Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar, aber ohne besondere Highlights. Insgesamt ist es ein solider Roman für Fans gemütlicher Dorfgeschichten – für mich selbst war es eher eine durchschnittliche Lektüre, was vor allem daran liegt, dass das Genre einfach nicht meins ist.

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