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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2017

Erfrischender Wind für Thrillerfans

Die Bestimmung des Bösen
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Am Rhein werden die Leichen von zwei vermissten Frauen gefunden – grotesk drapiert und mit Wunden, die ihren schmerzhaften Tod erahnen lassen. Kommissarin Alexis Hall nimmt die Ermittlungen auf. Kriminalbiologin ...

Am Rhein werden die Leichen von zwei vermissten Frauen gefunden – grotesk drapiert und mit Wunden, die ihren schmerzhaften Tod erahnen lassen. Kommissarin Alexis Hall nimmt die Ermittlungen auf. Kriminalbiologin und Freundin Karen Hellstern untersucht mithilfe von Maden und Käfern, die sie an Leichen und Tatort findet, Todeszeitpunkt und Tathergang. Als ein ihr allzu bekanntes Detail an den Leichen hinzukommt, sieht Alexis sich mit ihrer Vergangenheit und dem Tod ihrer Eltern konfrontiert.

Das Cover ist leider wie bei vielen Thrillern eher nichtssagend, dafür passt aber der Titel umso besser, dessen Thematik sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Der gewählte Handlungsort passt auch super zur Geschichte, da es sich mal nicht um einen typischen Großstadt- oder Provinzthriller handelt.

Der Autorin gelingt es wirklich gut, Spannung aufzubauen und die Handlungsstränge zusammen zu führen, bis auf das Einbringen eines Protagonisten, das für mich viel zu plötzlich und holprig kam, auf das ich aber aus Spoiler-Gründen nicht näher eingehen werde. Die Mordfälle sind wirklich grauenhaft und das Motiv des Täters gut durchdacht. Einige der Szenen sind mehr als gelungen beschrieben, besonders die Rückblicke, in diesen gefällt mir der Schreibstil besonders gut. An einer Stelle wurde mir der biologisch-wissenschaftliche Input fast zu viel, diesen konnte ich dann aber problemlos überfliegen. Die Auflösung ist überraschend und dennoch schlüssig, daher absolut gelungen.

Ich fand es jedoch schade, dass einige der Protagonisten (z.B. Oliver) so sehr im Hintergrund geblieben sind. Man hat kaum etwas über ihre Geschichte und ihre Beziehungen erfahren, außer in einem oder zwei Nebensätzen. Ein bisschen mehr Information zu ihnen wäre schön gewesen und hätte die Geschichte lebendiger gemacht. Das Einbringen der Biologin als eine der Hauptcharaktere empfinde ich als angenehm erfrischend; es verleiht dem Thriller seinen eigenen Stil. Wer allerdings eine große Abneigung gegen Krabbeltiere hat, sollte das Buch möglicherweise mit Insektenspray bewaffnet lesen. Auch Kommissarin Alexis wirkt trotz ihrer üblen Vergangenheit noch menschlich und nicht wie einer der Überflieger-Ermittler. Ich hoffe trotzdem, dass der zweite Band bei allen Charakteren noch mehr in die Tiefe geht, denn hundertprozentig mitfühlen konnte ich nicht.

Insgesamt ein Thriller mit überraschendem Ende, der frischen Wind für Thriller-Fans und Potenzial für weitere Bände mit sich bringt.

Veröffentlicht am 31.03.2026

Interessanter Thriller aus Norddeutschland

Die Ärztin – Gefährlicher Besuch
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Mitten in der Nacht stehen ein Mann und eine schwangere Frau vor der Tür von Gynäkologin Dr. Eva Mares im Bremer Umland. Nach einer Untersuchung scheint soweit noch alles in Ordnung und Eva bittet die ...

Mitten in der Nacht stehen ein Mann und eine schwangere Frau vor der Tür von Gynäkologin Dr. Eva Mares im Bremer Umland. Nach einer Untersuchung scheint soweit noch alles in Ordnung und Eva bittet die Frau, die nicht krankenversichert ist, am nächten Tag in die Klinik. Nachdem Eva aber eine mysteriöse Nachricht am Spiegel findet und die Frau am nächsten Tag nicht auftaucht, stellt Eva Nachforschungen an.
Es handelt sich um den zweiten Band und obwohl man durchaus in das Geschehene gut eintauchen kann, würde ich empfehlen, den ersten Teil zu lesen. Es gibt viele Namen, deren Hintergründe nicht immer klar sind und man muss wirklich sehr aufmerksam lesen, um alles mitzubekommen. Das tut zwar der Spannung keinen Abbruch, die durch die vielen kurzen Kapitel erzeugt wird, hat mir aber das Lesevergnügen etwas erschwert.
In den Kapitel um Eva, die Ermittlerinnen und eine mysteriöse Sie werden viele gesellschaftlich aktuelle Kapitel beahndelt. Das ganze passiert so realistisch und lebensnah, dass darauf ein ganz eigener Thrill entsteht. Es ist deutlich geworden, dass die Autorin (die wirklich auch sehr sympathisch die Leserunde begleitet hat) viel Recherche und Herzblut in dieses Buch gesteckt hat.
Fazit: Gut recherchiert, lebensnah und wirklich spannend. Mir hätte aber eine Aufstellung der Charaktere mit einem kurzen Satz zur Geschichte sehr geholfen.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 22.03.2026

Liebevoll gestaltet

Happy, Healthy and Wealthy
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Greift man zu dem durchaus etwas wenig aussagekräftigem, aber dennoch bunten und fröhlich gestalteten Karton, findet man darin zunächst ein kleines Booklet. Darin findet man zunächst eine thematisch gegliederte ...

Greift man zu dem durchaus etwas wenig aussagekräftigem, aber dennoch bunten und fröhlich gestalteten Karton, findet man darin zunächst ein kleines Booklet. Darin findet man zunächst eine thematisch gegliederte Liste der Karten, eine Einleitung und eine Erklärung, wie es zur Erstellung der Karten kam. Dann folgt die Anleitung und zu jeder Karte die deutsche Übersetzung, Journaling-Impulse, Rituale und Heilsteine, die dazu passen. Letzteres ist nicht mein Fokus, aber die Karten sind so wundervoll gestaltet, dass sie für mich schon so wirken. Die Illustrationen passen sehr gut und sind liebevoll gestaltet.
Mir gefällt es sehr gut, dass die Karten auf Englisch gestaltet sind. Im Booklet findet man diese ja auch noch übersetzt. Zum einen finde ich, dass viele Manifestationen sprachlich auf Englisch ganz anders wirken, zum anderen kann man sich so ganz anders damit auseinander setzen und, wie ich persönlich finde, sich damit mehr auseinander setzen, da es alles Phrasen sind, die ich so bisher nicht in meinem Alltag habe.

Veröffentlicht am 17.03.2026

Sinnvoller Ratgeber

The Mind Manual
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Das Thema mentale Gesundheit gewinnt zum Glück immer mehr an Bedeutung. Entsprechend ist Dr. Alex George's Mind Manual ein gelungenes Sachbuch, das dieses Thema aufgreift.
Das Buch ist in verständlicher ...

Das Thema mentale Gesundheit gewinnt zum Glück immer mehr an Bedeutung. Entsprechend ist Dr. Alex George's Mind Manual ein gelungenes Sachbuch, das dieses Thema aufgreift.
Das Buch ist in verständlicher Sprache geschrieben und somit auch zugänglich für Neulinge. Es hat eine tolle Haptik und Optik; es ist gespickt mit Zitaten, Weisheiten und übersichtlichen Anleitungen bzw. Hinweisen. Dabei werden nicht nur fachliche Hintergründe und Praxisbeispiele gegeben, sondern auch Anleitungen zur Umsetzung bzw. Seiten, die an ein Workbook erinnern. Dabei wird sehr ganzheitlich betrachtet, wie es um unsere mentale Gesundheit steht und wie auch zum Beispiel vermeintlich kleine Aspekte wie Ernährung und Bewegung unsere mentale Gesundheit beinflussen können, aber auch unser Umgang mit Stress, Fehlern und unserem Umfeld.
Keine typische Abendlektüre, aber ein Manual, das man nach und nach durcharbeiten kann.

Veröffentlicht am 05.09.2025

Titel ist Programm

Unsere letzten wilden Tage
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Die Journalistin Loyal kehrt in ihrem Heimatort Jacknife, einen Ort mitten in den Sümpfen Louisianas, zurück, um sich mit ihrer Kindheitsfreundin Cutter zu versöhnen. Doch bevor dies möglich ist, wird ...

Die Journalistin Loyal kehrt in ihrem Heimatort Jacknife, einen Ort mitten in den Sümpfen Louisianas, zurück, um sich mit ihrer Kindheitsfreundin Cutter zu versöhnen. Doch bevor dies möglich ist, wird Cutter ermordet aufgefunden. Loyal macht sich auf die Suche nach Hinweisen und begibt sich wortwörtlich in den Sumpf.
Das gelungene, romantische, gelblich-rosa Cover steht in einem starken Kontrast zum Inneren des Buches. Der Roman ist derbe, schnell, verzwickt – eben so, wie der Ort, an dem das Geschehene verortet ist. Es geht um derbe Typen, die ein hartes Leben führen, Alligatoren, die in der Hitze im erbarmungslosen Sumpf gejagt werden, starke Frauen, die sich nicht abspeisen lassen, und das Leben der Ermordeten, deren letzten Tage nach und nach enthüllt werden. Dabei gelingt es der Autorin, malerisch und wortgewandt ein Setting zu kreieren, das einen in den Bann zieht. An manchen Stellen ist der Erzählstil recht schnell, sodass man schon mal eine halbe Seite braucht, um ins neue Kapitel zu finden. Dabei bleiben insbesondere Randcharaktere jedoch etwas oberflächlich und Vieles wird durch die wörtliche Rede offenbart.
Insgesamt ein schnelles Buch, das dennoch Tiefe und einen außergewöhnlichen Schreibstil hat.

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