Platzhalter für Profilbild

Leseratte-bummi

Lesejury Star
offline

Leseratte-bummi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Leseratte-bummi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Empfehlenswert

Fäden des Glücks
0

Mit „Fäden des Glücks“ hat mich Marit Warncke mitten ins Herz getroffen, ein Wohlfühlroman, der für mich wie gemacht ist.
Im Mittelpunkt steht Karla, die sich nach einem Wendepunkt in ihrem Leben neu orientieren ...

Mit „Fäden des Glücks“ hat mich Marit Warncke mitten ins Herz getroffen, ein Wohlfühlroman, der für mich wie gemacht ist.
Im Mittelpunkt steht Karla, die sich nach einem Wendepunkt in ihrem Leben neu orientieren muss. Sie landet in Lüttenbü, einem kleinen Ort, der mich sofort an Bullerbü 😂 erinnert, idyllisch, ruhig und irgendwie aus der Zeit gefallen. Dort liegt das geerbte vertraute Gutshaus, was sie schnell renovieren und verkaufen möchte.
Währenddessen entdeckt sie ihre Leidenschaft fürs Nähen neu. Zwischen norddeutscher Nostalgie, Romantik und familiären Verstrickungen entfaltet sich eine warme, atmosphärische Geschichte über Selbstfindung und die erste Liebe, bis ein lange verborgenes Geheimnis alles ins Wanken bringt.
Was mich besonders abgeholt hat: das Thema Nähen. Jeder, der mich kennt, weiß, dass Nähen neben Lesen meine große Leidenschaft ist, und genau deshalb habe ich mich in dieser Geschichte so wiedergefunden.

Marit Warncke schreibt warm, flüssig und mit einem wunderbaren Gespür für Atmosphäre. Besonders hängen geblieben ist bei mir dieser Gedanke:
Das Leben ist wie ein Stoff dessen Muster man selbst mit gestaltet. Genau dieses Gefühl zieht sich durch das ganze Buch.
Fazit:
„Fäden des Glücks“ empfehle ich von Herzen gerne weiter. Lüttenbü ist für mich ein Ort, an den ich sofort ziehen würde um kreativ zu sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2026

Ein interessantes Ermittlerpaar

Mörderney: Das Grab im Sand
0

„Mörderney-Das Grab im Sand“ ist schon der 2. Fall für die Journalistin Tilla Flock und den Pfarrer Hark Herforth und er hat mich genauso gefesselt wie der erste Fall.

Der einzige Obdachlose der idyllischen ...

„Mörderney-Das Grab im Sand“ ist schon der 2. Fall für die Journalistin Tilla Flock und den Pfarrer Hark Herforth und er hat mich genauso gefesselt wie der erste Fall.

Der einzige Obdachlose der idyllischen Nordseeinsel Norderney wird tot aufgefunden, die Taschen voller Geldbündel.
Tilla und Hark können gar nicht anders als mitzumischen, zumal die Polizei kein Interesse an der Aufklärung hat.
Es ist unfassbar spannend ihre Ermittlungsarbeiten zu begleiten und das Ende hatte ich so nicht auf dem Schirm.
Joachim F. Kuck schreibt klar, direkt und mit einem feinen Gespür für Timing. Die Dialoge wirken lebendig und oft herrlich trocken, gerade wenn Tilla und Hark mit den Inselbewohnern zusammentreffen.

Der Roman überzeugt durch eine gelungene Mischung aus klassischem Kriminalfall und interessanten Figuren. Die Handlung ist durchdacht, die Spannung konstant hoch, und das Ermittlerduo bringt genau die richtige Portion Eigenwilligkeit mit, um aus der Masse herauszustechen. Besonders die Kombination aus düsterem Fall und humorvollen Zwischentönen hat für mich hervorragend funktioniert.

„Mörderney – Das Grab im Sand“ ist für alle, die Krimis mit Charakter und einem Hauch schrägem Humor schätzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2026

Toller 2. Fall

Grazer Stiche
0

Grazer Stiche“ ist ein typisch österreichischer Krimi mit viel Grazer Atmosphäre, starken Figuren und einem Ende, das mich wirklich sprachlos zurückgelassen hat.

In Graz wird der bekannte Tätowierer Harry ...

Grazer Stiche“ ist ein typisch österreichischer Krimi mit viel Grazer Atmosphäre, starken Figuren und einem Ende, das mich wirklich sprachlos zurückgelassen hat.

In Graz wird der bekannte Tätowierer Harry Skinpainter tot in seinem Studio aufgefunden, ohne Anzeichen von Fremdeinwirkung, aber mit einem frisch gestochenen Tattoo auf der Hand. Kommissarin Marlene Kranz übernimmt die Ermittlungen und entdeckt schnell, dass der Verstorbene viele Feinde hatte und in sozialen Medien kontrovers diskutiert wurde und ausgerechnet ihr eigener Sohn Jannik hatte am Tatabend einen Termin bei ihm.

Marlene arbeitet wieder präzise und mit einem klaren Blick für Details. Doch dieser Fall fordert sie nicht nur beruflich, sondern wir begleiten sie auch in ihren psychotherapeutischen Sitzungen. Diese Passagen bilden einen spannenden Kontrast zur Ermittlungsarbeit und geben Einblick in ihre Vergangenheit, ihre Zweifel und ihre inneren Konflikte. Dadurch bekommt der Krimi eine zusätzliche, persönliche Ebene, die mich besonders gefesselt hat.
Nicht zu vergessen: die eingestreuten Weisheiten der verstorbenen Nonna. Diese Momente sind einfach herrlich. Sie geben Marlene Halt und sorgen für diese ganz besondere Note, die mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert hat.
Das restliche Team: Johannes (ich bin sehr gespannt, ob sich zwischen ihm und Marlene etwas ergibt😊) und Branner, jeder ein Charakter für sich und unersetzbar.

Ich hatte ständig das Gefühl, mitten in Graz zu stehen, das Lokalkolorit ist Mega, diese typisch österreichische Grundstimmung, dieser spezielle Mix aus Ernst, Schmäh und leiser Melancholie, zieht sich durch den gesamten Roman und hat mir tolle Lesestunden geschenkt.
Fazit:
Wer Krimis mit Charakter, Dialekt, Lokalkolorit und überraschendem Finale liebt, sollte hier unbedingt zugreifen. Ich bin jedenfalls mehr als gespannt, wie es mit Marlene weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2026

Wunderschön und voller Musik

Verliebt in Rosa
0

Mit „Verliebt in Rosa“ haben mich Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki sofort abgeholt, eine warmherzige Geschichte voller Musik und Küstenflair.
Im Mittelpunkt steht Rosa, die in ihrer Werkstatt alte Instrumente ...

Mit „Verliebt in Rosa“ haben mich Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki sofort abgeholt, eine warmherzige Geschichte voller Musik und Küstenflair.
Im Mittelpunkt steht Rosa, die in ihrer Werkstatt alte Instrumente restauriert und aus scheinbar verlorenen Schätzen wieder lebendige Musik macht. Gemeinsam mit ihrem ehemaligen Studienkollegen Rouven führt sie eine kleine Werkstatt, in der eine absolute Wohlfühlatmosphäre herrscht.
Auf der Suche nach Anschluss landet sie beim Shantychor „Deichperlen“.
Die Sängerinnen Leevke, Svea, Finja, Heidi und Romy bilden eine wunderbar lebendige Truppe, jede mit eigenem Temperament, aber gemeinsam mit einer großen Leidenschaft für Musik.
Sie proben regelmäßig in der Hafenkneipe
„Möwenposten“ . Und ehrlich gesagt: So eine Kneipe hätte ich auch gern um die Ecke, am besten gleich mit Kapitän Albert hinter dem Tresen. 😂
Während Rosa langsam ihren Platz in dieser ungewöhnlichen Gemeinschaft findet, begegnet sie auch einem sympathischen Bundespolizisten. Was zwischen den Beiden entsteht, solltet ihr selber lesen🫶

Der Stil von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki ist wieder wunderbar leicht zu lesen, die Dialoge und Charaktere wirken lebendig und die Atmosphäre an der Küste wird mit vielen kleinen Details greifbar. Besonders schön fand ich, wie Musik in die Geschichte eingebunden wird, sie ist nicht nur ein Hintergrundthema, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman.
Fazit:
„Verliebt in Rosa“ ist für mich ein Roman, der zeigt, wie viel Kraft in Musik, Freundschaft und neuen Begegnungen steckt.
Und ganz ehrlich: Wenn ein Roman es schafft, dass ich beim Lesen plötzlich Lust bekomme, sofort wieder im Chor zu singen, dann hat er definitiv etwas richtig gemacht.
Ich hatte sehr schöne Lesestunden und habe den Roman mit einem Lächeln zugeklappt und mit einem kleinen Ohrwurm im Kopf. 😂

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2026

Wunderschön

Erinner mich an Liebe
0

Julia Beylouny erzählt in „Erinner mich an Liebe“ die Geschichte von Katie, die versucht, ihr Leben nach schwierigen Zeiten neu zu ordnen. Auf witzige Art und Weise, nämlich übers Radio😂, bekommt sie ...

Julia Beylouny erzählt in „Erinner mich an Liebe“ die Geschichte von Katie, die versucht, ihr Leben nach schwierigen Zeiten neu zu ordnen. Auf witzige Art und Weise, nämlich übers Radio😂, bekommt sie ein Jobangebot und als sie darauf eingeht, verändert sich ihr Leben komplett.
Während sie ihrem neuen Chef, Bayless, der hinter einem Paravent verborgen ist, einen Roman vorliest, schlägt ihr, eigentlich von ihren Eltern vorherbestimmtes, Leben langsam aber sicher eine neue Richtung ein.

Julia Beylouny schreibt einfühlsam, ohne kitschig zu werden. Die Emotionen und die Figuren (vor allen Dingen die Charaktere der WG und auch Bayless Vater 🥰) sind authentisch, sympathisch und nahbar. Besonders gelungen ist, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben werden und wie deutlich wird, dass Liebe nicht nur aus großen Momenten besteht, sondern aus Vertrauen, Geduld und Zusammenhalt.
Nach und nach tastet sich die Geschichte voran: Begegnungen, kleine Gesten und scheinbar nebensächliche Details lassen Bruchstücke der Vergangenheit wieder auftauchen und bilden ein echt tolles Gesamtbild.
Der Roman nimmt sich Zeit für seine Figuren und ihre Entwicklung und setzt auf Empathie. Ich habe mitgelitten, mitgehofft und habe mir für die Protagonisten gewünscht, dass sie ihren persönlichen Weg, egal wie, finden.
Fazit:
„Erinner mich an Liebe“ ist ein gefühlvoller Roman über Verlust, Erinnerung und die Kraft der Liebe. Warmherzig, emotional und berührend, Perfekt für alle, die Romane lieben, die ans Herz gehen.🥰

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere