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Veröffentlicht am 10.04.2026

Schwer zu lesen

Der letzte Leuchtturm
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Muckle Flugga, eine Insel im.Norden Schottlands. Ein Leuchtturmwärter und sein Sohn Ouse sind die letzten Bewohner der Insel. Eines Tages wird die einzige Hütte auf der Insel von Firth, einem chaotischen ...

Muckle Flugga, eine Insel im.Norden Schottlands. Ein Leuchtturmwärter und sein Sohn Ouse sind die letzten Bewohner der Insel. Eines Tages wird die einzige Hütte auf der Insel von Firth, einem chaotischen Schriftsteller aus Edinburgh, bezogen. Ouse findet in ihm zum ersten Mal einen Freund. Eine alles verändernde Entscheidung steht bevor...

Michael Pedersen hat mit "Der letzte Leuchtturm" ein sehr poetisches Buch geschrieben. Für mich schon zu poetisch, ich hatte massive Schwierigkeiten, mit dieser Art klar zu kommen. Dazu verwendet Michael Pedersen endlos lange Sätze, so daß ich mich oft gefragt habe, was ich jetzt eigentlich gelesen habe und oft noch einmal nachlesen mußte. Dies zieht sich durch das ganze Buch, so daß kein wirklicher Lesespaß aufkam. Sprachlich passend sind dabei jedoch die Landschaftsbeschreibungen. Durch die poetische Darstellung erscheint die Insel trotz ihrer Rauhheit einfach bezaubernd. Dieses Buch war leider nicht so mein Fall - auch wenn ich das Cover richtig toll finde!

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Etwas anstrengend zu lesen

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Ein neues KI-Programm schlägt Alarm: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Und die ersten Anzeichen sind bereits da. Vor den Augen der Meeresbiologin Sarah Keller und des Influencers Linus Strand ...

Ein neues KI-Programm schlägt Alarm: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Und die ersten Anzeichen sind bereits da. Vor den Augen der Meeresbiologin Sarah Keller und des Influencers Linus Strand attackiert während eines Tauchausfluges ein Riesenkalmar einen Walhai, um dann selbst von einem Pottwal in Stücke gerissen zu werden. In Triest treiben Schwärme toter Fische, im Amazonas verdorrt der Boden. Sarah und Linus machen die Warnungen publik - und werden damit zur Zielscheibe mächtiger Gegenspieler.

Mit "Eden - Wenn das Sterben beginnt" hat Marc Elsberg einen sehr umfangreichen Umweltthriller geschaffen. Umfangreich nicht nur von der Seitenzahl her, sondern auch vom Inhalt. Der Autor jongliert mit politischen, wirtschaftlichen und umweltschutzrelevanten Zusammenhängen, Interessen und daraus resultierenden Spannungen. Hier merkt man deutlich, welch immense Recherchearbeit hinter diesem Buch steckt. Dieses Hintergrundwissen vermittelt er gut verständlich und packt dies in eine Handlung, die spannend ist und schockiert. Dabei läßt er Charaktere agieren, die sehr sympathisch sind und vor allem Linus hat mich oft zum Lachen gebracht. Seine zunächst naive Art und das Geplänkel mit Sarah sind einfach herrlich. Die Kapitel sind durchweg recht kurz gehalten, was Vor- und Nachteile hat. Einerseits kann man immer mal wieder noch kurz etwas lesen und das Buch wird abwechslungsreich, andererseits muß man jedoch auch sehr aufpassen, wo und mit welcher Charaktere man nun unterwegs ist. Ein weiteres Manko ist die sich ab Buchmitte sehr zum Actionthriller ändernde Handlung. Umweltgeschehen rückt gegen Verfolgungen und Schießereien in den Hintergrund. Das war sehr schade und hat mich letztlich etwas enttäuscht.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Es hätte richtig toll sein können

39 Grad Mord
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Hannah Krause-Bendixen soll endlich ihren zweiten Krimi abliefern, wird dafür von ihrem Lektor nach Sizilien geschickt und in einer Villa einquartiert. Hannah verläuft sich direkt am ersten Abend auf dem ...

Hannah Krause-Bendixen soll endlich ihren zweiten Krimi abliefern, wird dafür von ihrem Lektor nach Sizilien geschickt und in einer Villa einquartiert. Hannah verläuft sich direkt am ersten Abend auf dem Rückweg von einem Restaurant und ruft die einzigen Leute zu Hilfe, die sie bisher kennt: Das schwedische Ehepaar Hans und Greta. Sie nehmen Hannah mit zu sich nach Hause. Nach einem Abend mit viel Alkohol bleibt Hannah über Nacht bei ihnen. Am anderen Morgen liegt Greta erschlagen in der Küche. Hannah gerät mitten in die Mordermittlungen...

"39 Grad Mord" ist der zweite Krimi von Jenny Lund Madsen rund um die Autorin Hannah. Dies war mir nicht bekannt und diesmal wäre es besser gewesen, Band 1 zu kennen. So wurde mir nie klar, wie Hannah und ihre isländische Geliebte zusammen kamen und was so besonders an Hannah ist, daß für sie ein Mann und zwei Kinder verlassen werden sollen. Für mich war Hannah ehrlich gesagt eine sehr unsympathische Charaktere. Alle sind doof, nur sie ist schlau und ohne Alkohol geht schonmal gar nichts. Dabei ist Hannah auch noch egoistisch, arrogant und rücksichtslos. Mir gingen ihre Ermittlungen auch zu glatt. Alles gelingt ihr, sie erhält auf alles Antworten und nebenbei wird eine Polizistin auch noch zu ihrer Geliebten. Durch diese ganzen Liebesgeschichten wird es hier schon auch ein wenig kitschig. Was natürlich wieder zu Hannah, die ihren erfolgreichen Krimi haßt und viel lieber mit ihrem Kitschroman in Verbindung gebracht werden will. Was ein Reporter während einer Talkshow auf sehr arrogante Art zu spüren bekommt. Die Autorin verpackt ihre Geschichte in kurze Kapitel und eine sehr lockere Sprache und schafft es leider nicht, daß hier trotz der guten Idee richtig Spannung aufkommt. Das ist sehr schade, denn aus dieser Story hätte unendlich viel gemacht werden können!

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Nicht mein Humor

Betreutes Morden
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Die Serienmörderin Carol Quinn wird nach 35 Jahren Gefängnisaufenthalt entlassen. Sie will nun ihre Freiheit in der Seniorenresidenz Sheldon Oaks genießen. Als nach kurzer Zeit dort ein Mord geschieht, ...

Die Serienmörderin Carol Quinn wird nach 35 Jahren Gefängnisaufenthalt entlassen. Sie will nun ihre Freiheit in der Seniorenresidenz Sheldon Oaks genießen. Als nach kurzer Zeit dort ein Mord geschieht, ist natürlich Carol die Hauptverdächtige. Also beschließt sie, eigene Ermittlungen anzustellen, um ihre Unschuld zu beweisen. Schließlich weiß keiner besser als sie, wie ein Mörder tickt. Sie staunt nicht schlecht, als sich einige ihrer Mitbewohner als ehemalige Ermittler-Profis zu erkennen geben. Sie bilden ein unschlagbares Team, vor dem sich der Mörder in Acht nehmen sollte.

Ich mag wirklich den britischen Humor, der die Krimis aus England so besonders macht, aber mit dem Buch "Betreutes Morden" hat der Autor Fergus Craig etwas übers Ziel hinaus geschossen. Allein die Tatsache, daß sich eine Serienmörderin nach 35 Jahren im Gefängnis in eine Luxus-Seniorenresidenz einmieten kann, läßt die Geschichte etwas unglaubwürdig erscheinen. Mit dem Stil der Erzählung konnte ich mich nur schwer anfreunden. Alles wirkte krampfhaft bemüht, humorvoll zu sein. Auch zu der Hauptperson Carol bekam ich keinen Bezug. Alles zusammen war sehr unbefriedigend.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Zum Schluß wird es skurril

Die Besucher
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Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie haben ein altes, einsam gelegenes und renovierungsbedürftiges Haus gekauft. Eines Abends, als Eve allein im Haus ist, klingelt es und ein Mann mit seiner Frau und den ...

Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie haben ein altes, einsam gelegenes und renovierungsbedürftiges Haus gekauft. Eines Abends, als Eve allein im Haus ist, klingelt es und ein Mann mit seiner Frau und den drei Kindern steht vor der Tür und bittet darum, daß sie sich im Haus umsehen dürfen. Er hätte in seiner Kindheit dort gewohnt. Nach einigem zögern gibt Eve der Bitte nach. Sie ahnt nicht, was sie damit herauf beschwört!

"Die Besucher" von Marcus Kliewer hat mich zunächst begeistert. Die Handlung rund um die aufdringliche Familie ist durchaus spannend. Man fragt sich genau wie Eve, wann sie endlich wieder gehen. Die Spannung wird jedoch leider immer wieder durch Einschübe von Dokumenten unterbrochen, die bei mir Langeweile erzeugten. Auch die Charaktere blieben mir fremd. Eve war mir zu naiv, die Familie zu aufdringlich und dreist und Charlie war kaum anwesend. Spannende Details flackern immer wieder auf, wenn sich im Haus etwas unnatürlich verändert. Dies ist gruselig, ebenso wie die ständigen Geräusche und der Mann im alten Haus. Bei ihm hat mich gestört, daß seine Erscheinung nie aufgeklärt wurde. Dies ist auch nicht die einzige Frage, die offen blieb, was mich am Ende gestört hat. Überhaupt fand ich das Ende sehr skurril und nicht zufriedenstellend. Es blieben zu viele Fragen offen. Mich hätte da noch so einiges interessiert. Insgesamt kann man das Buch gut lesen, wenn man sich nicht daran stört, daß zum Schluß noch viele Fragezeichen übrig bleiben.

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