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Veröffentlicht am 23.02.2025

Ein schöner Cosy Crime

Kater Sherlock & Dog Watson / The Pussycat Poisoner
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„The Pussycat Poisoner“ von Martina Hancke ist ein wunderbarer Cosy Crime, in dem anstatt Menschen Tiere ermitteln - und zwar der Kater Sherlock und das neueste Familienmitglied, die Bulldogge Dog Watson. ...

„The Pussycat Poisoner“ von Martina Hancke ist ein wunderbarer Cosy Crime, in dem anstatt Menschen Tiere ermitteln - und zwar der Kater Sherlock und das neueste Familienmitglied, die Bulldogge Dog Watson. Und obwohl die beiden anfangs so ihre Probleme miteinander haben, raufen sie sich zusammen um einen Katzenmörder aufzuspüren und weitere Giftanschläge zu verhindern. Dabei haben sie tatkräftige Unterstützung von weiteren Tieren aus der Nachbarschaft. Besonders gut gefällt mir, dass die Tiere keine Superkräfte haben, sondern Spaziergänge und Ausflüge mit ihren Menschen nutzen, um in dem Fall zu ermitteln. Und wie es sich für einen guten Cosy Crime gehört, kommt neben dem spannenden Fall auf der Humor nicht zu kurz. Ich denke, ich verrate nicht zuviel, dass Sherlock und Dog Watson von ihren Charakteren her stark an ihre literarischen Vorbilder erinnern und noch weitere wichtige „Personen“ der englischen Kriminalliteratur auftauchen.
Fazit: ein schöner Cosy Crime, für Freunde von humorvollen Krimis und Geschichten aus tierischer Perspektive.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Eine schöne Geschichte unter Sternen

Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby
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„Die Sternwarte von Kirkby“ ist der siebte Band von Charlotte McGregors „Highland Happiness“-Reihe, der sich aber unabhängig lesen läßt.
Wie schon in Band sechs sind die zwei Hauptfiguren von außerhalb ...

„Die Sternwarte von Kirkby“ ist der siebte Band von Charlotte McGregors „Highland Happiness“-Reihe, der sich aber unabhängig lesen läßt.
Wie schon in Band sechs sind die zwei Hauptfiguren von außerhalb Kirkbys - der Windkraft-Ingenieur Leo - und eine Einheimische - Flora, die einen Handarbeitsladen führt. Die beiden kennen sich von früher, haben aber durch ein Missgeschick Leos den Kontakt verloren.
Die Autorin schafft es hervorragend die chaotische Dorfgemeinschaft, nachhaltige Energie-Gewinnung sowie das sensible Thema unerfüllter Kinderwunsch so miteinander zu verweben, dass sich die Geschichte trotzdem flüssig lesen lässt.
Was mir hieran gut gefallen hat, dass wieder Tiere - diesmal Füchse - eine heimliche Hauptrolle haben. Auch die Geschichte der Sternwarte wurde gut mit eingearbeitet. Das Buch ist perfekt, wenn man ein Buch lesen möchte, wo man weiß, dass es ein Happy End geben wird. Interessant finde ich, dass es neben dieser Reihe noch eine Krimi-Reihe der Autorin gibt, die auch in Kirby spielt. Eine schöne Kombi, die Abwechslung verspricht.
Fazit: wer gerne einfach mal zwischendurch etwas fürs Herz möchte - ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Ein schönes Kinderbuch über Vertrauen und Kompromisse schließen

Katzenpfade
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„Katzenpfade“ von Sara Lundberg ist ein Kinderbuch ab 5 Jahren, erschienen im Insel Verlag. Die Geschichte handelt von einem Kind und seiner Katze, die beim täglichen Spaziergang unterschiedliche Wege ...

„Katzenpfade“ von Sara Lundberg ist ein Kinderbuch ab 5 Jahren, erschienen im Insel Verlag. Die Geschichte handelt von einem Kind und seiner Katze, die beim täglichen Spaziergang unterschiedliche Wege gehen wollen.
Von den Zeichnungen her nicht das typisch niedliche Bilderbuch, sieht man auf den zweiten Blick die liebevoll eingearbeitete Details. Es ist ein sehr schönes Vorlese- und Mitlesebuch über Vertrauen. Es lohnt sich für das Kind, seinen Freund der Katze zu folgen, auch wenn es selbst den Weg nicht kennt und dieser ihm beschwerlich vorkommt. Am Ende wird es mit etwas überrascht, womit es überhaupt nicht gerechnet hat und in Staunen versetzt. Das Buch endet damit, dass es sich lohnt Kompromisse zu schließen, auch wenn man lieber bei seinen bekannten Pfaden bleiben möchte. Aber wer dann doch bereit ist, sich auf den anderen zu verlassen und zu vertrauen, kann das Glück haben, an einen neuen, unbekannten, wunderbaren Ort geführt zu werden.
Fazit: wenn man sich auf die Zeichnungen einlässt, wird man von einer bezaubernden Geschichte überrascht, die Kinder etwas über Vertrauen lehrt und auch Erwachsenen zeigt, dass es sich lohnen kann, vom gewohnten Pfad einmal abzuweichen und Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Spannende Sport-Romance

Rules of the Game, Band 1 - Offside
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„Offside. Rules of the game“ von Avery Keelan ist ein emotional aufgeladener Sports-Romance-Roman, der weit mehr bietet als nur prickelnde Anziehung zwischen zwei Gegensätzen. Im Zentrum der Geschichte ...

„Offside. Rules of the game“ von Avery Keelan ist ein emotional aufgeladener Sports-Romance-Roman, der weit mehr bietet als nur prickelnde Anziehung zwischen zwei Gegensätzen. Im Zentrum der Geschichte stehen Bailey und Chase, Eishockey-Fan und Eishockey-Spieler zweier verfeindeter Teams - das klassische „Enemies-to-Lovers“-Motiv.
Die anfängliche Abneigung zwischen Bailey und Chase wirkt authentisch und entwickelt sich glaubwürdig zu etwas Tieferem. Die Dynamik ist von scharfen Dialogen, verletzlichen Momenten und einer spürbaren Spannung geprägt, die sich konsequent durch die Handlung zieht.
Der Sport Eishockey bildet nicht nur den Hintergrund, sondern wird aktiv in die Charakterentwicklung eingebunden. Trainingsdruck, Teamgeist und Konkurrenz verleihen der Geschichte zusätzliche Intensität und machen die Emotionen greifbarer.
Ein zentrales Thema ist der Umgang mit toxischen Beziehungen. Keelan zeigt eindrücklich, wie schwer es sein kann, sich aus solchen Strukturen zu lösen, und wie wichtig Unterstützung von außen ist. Hier kommen die „wahren Freunde“ ins Spiel: Nebenfiguren, die nicht nur für Leichtigkeit sorgen, sondern auch als moralischer Anker dienen und der Protagonistin helfen, ihre eigenen Grenzen zu erkennen.
Insgesamt überzeugt die Geschichte durch eine gute Balance aus Romantik, Drama und persönlichem Wachstum.
Fazit: Wer Geschichten liebt, in denen sich starke Emotionen mit wichtigen Themen wie Selbstwert und gesunden Beziehungen verbinden, wird hier fündig.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Über die Kunst des Briefschreibens

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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„Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ von Baek Seungyeon ist ein stilles Buch, das sich nach und nach entfaltet. Erzählt wird in diesem koreanischen Debüt die Geschichte der jungen Hyoyeong, die ...

„Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ von Baek Seungyeon ist ein stilles Buch, das sich nach und nach entfaltet. Erzählt wird in diesem koreanischen Debüt die Geschichte der jungen Hyoyeong, die in Seoul in einem Briefladen anfängt zu arbeiten, um ihre Familie zu unterstützen.
Schon das Cover zieht einen in seinen Bann: Gedämpfte Farben und die detailverliebte Gestaltung erinnert an klassische Animes – ein wenig nostalgisch, ein wenig träumerisch – und bereitet damit auf die Atmosphäre der Geschichte vor. Unterstützt wird dieser erste Eindruck durch den außergewöhnlichen Buchschnitt, der das Werk auch haptisch zu etwas Besonderem macht und die Liebe zum Detail unterstreicht. Was auf den ersten Blick nämlich wie eine schlechte Buchblock-Bindung aussieht, erweist sich auf den zweiten Blick als ein präzises Buchschnitt-Muster.
Der Anfang der Geschichte war dann doch so ganz anders als erwartet, ich hatte mehr mit einem persönlichen Schicksalsschlag der Protagonistin als mit einem Familiendrama gerechnet. Inhaltlich setzt der Roman dann auf eine langsame, beinahe entschleunigte Erzählweise und doch hat mich die Handlung sofort berührt.
Besonders schön ist die spürbare Liebe zum handgeschriebenen Brief. In einer schnelllebigen, digitalen Welt feiert dieser Roman die Langsamkeit des Schreibens per Hand und die Sorgfalt, mit der jedes einzelne Wort hierbei gewählt wird.
Fazit: „Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ ist ein Feelgood-Roman, der mich an an andere asiatische Romane erinnert, wo man auf den ersten Blick einzelne Erzählungen vor sich hat, die von einer Rahmenhandlung zusammengehalten werden, ist aber vom Stil her moderner.
Die Erzählung lebt nicht von spektakulären Ereignissen, sondern von leisen Momenten und der Entstehung zwischenmenschlicher Wärme. Wer sich auf die ruhige Erzählweise einlässt, wird eine stimmungsvolle Geschichte entdecken, die noch lange nachhallt – wie die Erinnerung an einen besonders schönen, handgeschriebenen Brief.

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