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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2026

Mystische Musik

Das Blühen der Finsternis
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Ausführlich wird der Leser an das Geschehen herangeführt. Die lange Beschreibung einer Band, die auch auf einem, nein, DEM legendären Monster- Festival auftreten soll, ist etwas für Musikfans.
Dämonologe ...

Ausführlich wird der Leser an das Geschehen herangeführt. Die lange Beschreibung einer Band, die auch auf einem, nein, DEM legendären Monster- Festival auftreten soll, ist etwas für Musikfans.
Dämonologe Price sucht ein geheimes und verbotenes Buch, aus dem Dämonen sprechen und Seelen hineinziehen. Astrale Wesen, menschenbesetzende Geister sind sein Thema. Ist in einem sehr speziellen Buch das Geheimnis des Erfolgs von Jimi Hendrix und anderen aus dem Club 27 zu finden? Kann davon auch Mickey Hutton, Genie und Tagträumer, profitieren?
Die Jugendlichen Bugneat, Brenda und Chad jedenfalls wollen Spaß auf dem Festival mit dem besonderen Flair. Das wird vorstellbar beschrieben, die Atmosphäre ist authentisch dargestellt.
Florian Lang bedient sich eines ausschweifenden und verschwurbelten Stils. Die Abschnitte über Price ziehen sich. Seelen- und Geisterforschung sind ausuferndes Thema. Dämonenbuchzitate bringen einen völlig anderen Stil in die Geschichte.
Eine Story für Retro-Musikfans.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

3. Frühling in Nussbachdorf

Altweiber-Hitze
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Klara, 65, verlassene und besserwisserische Ehefrau, krempelt ihr Leben um. Beste Freundin Liesl hilft dabei mit Rat und Tat, mitunter etwas übergriffig, aber immer zur Stelle. Ein italienischer Bauarbeiter ...

Klara, 65, verlassene und besserwisserische Ehefrau, krempelt ihr Leben um. Beste Freundin Liesl hilft dabei mit Rat und Tat, mitunter etwas übergriffig, aber immer zur Stelle. Ein italienischer Bauarbeiter mit Traumfigur bietet Stoff für Phantasien.
Rosa Root schreibt locker-bemüht eine klischeebehaftete Story um Frauen in den „besten“ Jahren im zweiten bis dritten Frühling. Die wollen einen Lebensmittelladen eröffnen, aber eigentlich geht es mehr um in Klara verliebte Männer. Die fühlt sich angebetet und stark umworben, die andere, Liesl, ist die Chaotische. Alltagstratsch, Klatsch und Trubel werden ausführlich dargeboten, die Comedy plätschert vor sich hin. Alles läuft bestens, Prosecco inklusive. Schön für die alten Mädels, nicht unterhaltsam für mich.
Wenigstens ist das Cover witzig!

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Klufti und die Heiligen

Schutzpatron
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Kommissar Kluftinger steht wieder einmal total neben sich. So einen schusseligen Chef, der seine Kollegen nicht ernst nimmt und selbst gravierende Fehler macht, möchte man nicht haben. Als er sein Auto ...

Kommissar Kluftinger steht wieder einmal total neben sich. So einen schusseligen Chef, der seine Kollegen nicht ernst nimmt und selbst gravierende Fehler macht, möchte man nicht haben. Als er sein Auto nicht findet, stellt er sich so haarsträubend dämlich an, dass einem die Lust aufs Weiterlesen vergeht. Wer durchhält, wird mit einigen slapstickartigen Aktionen belohnt, manche ziemlich amüsant. Aufkommende Lesefreude wird durch wiederholte unchronologische Zeitsprünge ausgebremst.
Genug gemeckert, sooo schlecht ist der 6. Kluftinger dann doch nicht. Es gibt einiges zu lachen, einige spannende Aktionen, einfallsreiche Szenen. Liest sich endlich ganz gut weg. Perfekt für Fans des etwas anderen Kommissars!

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Wo ist Emilie?

Ziemlich beste Verbrecher
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Unfreiwillig in einer Villa zusammenlebend sorgt sich ein gewieftes Pärchen um das weiteres Leben im luxuriösen Ambiente. Die Villa ist schön, aber nicht ihre, die Einkünfte sind gering. Und Cafébesucherinnen ...

Unfreiwillig in einer Villa zusammenlebend sorgt sich ein gewieftes Pärchen um das weiteres Leben im luxuriösen Ambiente. Die Villa ist schön, aber nicht ihre, die Einkünfte sind gering. Und Cafébesucherinnen zum Beklauen werden auch immer weniger.
Welch Glück, dass eine der beinahe Bestohlenen eine Freundin vermisst und Mistelzweig mit der Suche beauftragt. Klar, dass Köchin Bartók mitmischt. Nicht immer clever, aber eifrig wird gesucht.
Der Fall selbst ist nicht besonders spektakulär, aber bietet den zwei Züricher Hobby- Ermittlern die Gelegenheit, ihrem eintönigen Alltag zu entfliehen, sie sind gut beschäftigt und fühlen sich gebraucht. Das ist doch auch schon etwas! Allerdings kommt der Hund aufs Stöckchen, es tauchen immer mehr Verdächtige auf.
Wer unaufgeregte ausführliche Cosy-Crimes mit ungewöhnlichen Freizeitdetektiven mag, ist hier gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Finde deine Geschichte

Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Flammensturm
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Das Konzept, den Leser frei entscheiden zu lassen, was und wo im Buch gelesen werden soll, gefällt uns. Je nach Stimmung mit Action oder eher ruhiger geht es weiter.
Die Illustrationen von Nicolai Renger ...

Das Konzept, den Leser frei entscheiden zu lassen, was und wo im Buch gelesen werden soll, gefällt uns. Je nach Stimmung mit Action oder eher ruhiger geht es weiter.
Die Illustrationen von Nicolai Renger gefallen uns mit Abstrichen gut. Allerdings wirken die Kinder älter und das knallrote Hufeisen ist gelb! Darauf achten die jungen Leser aber!
Die einleitende Erklärung des Konzepts passt, ist hilfreich. Dann wird man ins Geschehen im Freizeitpark geworfen. Es muss hin- und hergeblättert werden. Mein sehr aktives Kind mag das, das kleinere Geschwister verliert die Lust. Das Rätsel auf S. 27 ist tricky, uns half das einzige sinnvolle Wort nicht weiter.
Kleiner Hinweis: auf Seite 66 und 68 oder auch auf anderen Seiten kann man nicht weiterlesen, dort steht kein Text. Und: warum lächelt Herr Nox, er hat gerade eine schlimme Nachricht bekommen? Es wird vieles zunächst nicht erklärt: Wer ist Marisol?
Aber mit einem gewissen Elan lässt sich alles klären. Spannend wird es, das große Kind ist begeistert. Die Rätsel sind teilweise schwer zu knacken, zum Glück gibt es Auflösungen im Anhang.
Unsere Bewertung ist durchwachsen: das Konzept ist interessant. Der lebhaften Großen (9) hat es ganz gut gefallen, die ruhige Kleine (7,5) fand es anstrengend und wirr, wollte nicht pausenlos blättern, gab schnell auf.
Die Story (Mascha Matysiak) hinter dem Geschehen war stellenweise etwas chaotisch, aber ok, die Geschwister agierten clever und sympathisch, mit ihnen konnte man sich identifizieren.
Das Buch sollte mehrfach gelesen werden, jeweils mit anderem Verlauf. Dann macht es mehr Spaß.
Empfehlen würden wir das Buch frühestens ab acht Jahren.

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