Profilbild von Lesemone

Lesemone

Lesejury Star
offline

Lesemone ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesemone über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Neuer Blickwinkel

Statt aus dem Fenster zu schauen
0

Sophie ist beruflich und privat überfordert und flüchtet sich in die ostdeutsche Provinz. Dort hat sie aus einer Laune heraus eine Bauruine gekauft und meint, mit ein bisschen Do-it-yourself wird das schon. ...

Sophie ist beruflich und privat überfordert und flüchtet sich in die ostdeutsche Provinz. Dort hat sie aus einer Laune heraus eine Bauruine gekauft und meint, mit ein bisschen Do-it-yourself wird das schon. Vor Ort muss sie sich den Folgen ihres Kaufs stellen und das Beste aus der Situation machen. Mich hat sehr begeistert, wie sich Sophie entwickelt hat. Es war amüsant mitzuerleben, wie sich eine Städterin auf dem einsamen Land anfängt durchzuschlagen. Man kann mitverfolgen, wie sie sich nach dem ersten Schock aufrappelt, die Dinge in die Hand nimmt und kräftig anpackt. Die Autorin hat einen sehr einfühlsamen und beschreibenden Schreibstil, so dass man sich die Handlung gut vorstellen konnte. Die Geschichte ist ein gutes Beispiel, wie man aus dem Hamsterrad ausbrechen kann. Obwohl es kaum Charaktere in dem Buch gibt, war es nie langweilig weiterzulesen. Man kann sich in der Geschichte mit Sophie treiben lassen, einen tollen Sommer auf dem Land erleben und einem jungen Menschen dabei beobachten, wie er die Weichen für sein zukünftiges Leben neu stellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2026

Schuldbekennung

Der Sommer, der uns blieb
0

Britta, Pia und Martin waren einst ein unzertrennliches Trio, bis Pia plötzlich verschwand. Die Freundschaften brechen auseinander und die drei treffen sich Jahrzehnte später in ihrer Heimat wieder. Was ...

Britta, Pia und Martin waren einst ein unzertrennliches Trio, bis Pia plötzlich verschwand. Die Freundschaften brechen auseinander und die drei treffen sich Jahrzehnte später in ihrer Heimat wieder. Was ist damals geschehen.

Erst einmal muss ich die Buchgestaltung sehr loben. Ich habe selten ein so liebevoll gestaltetes Buch in der Hand gehabt. Die harmonischen Farben und das friedvolle Wiesenmuster ist wie Balsam für die Seele. Die Kapitel sind aus der Sicht der drei Protagonisten geschrieben, die im Wechsel ihre Gedanken mitteilen. Zwischendrin geht es in die Vergangenheit von ihnen, damit man den Zusammenhang versteht, was damals passiert ist. In der Gegenwart haben alle mit alltäglichen Sorgen und Problemen zu kämpfen. Daher kann man einen guten Bezug zu der Handlung aufbauen. Über jedem Kapitel wurde noch ein kurzer Denkanstoß platziert, was sehr zu Herzen geht. Die ganze Geschichte hat mich sehr berührt, so dass ich am Ende sogar ein paar Tränchen vergossen habe. Mir hat besonders die Entwicklung von Martin gut gefallen, denn er erfährt unglaubliche Dinge und muss irgendwie damit umgehen. Es wird auch das Thema Pflege und Demenz angesprochen, da Britta sich um ihren Vater kümmern muss. Leider muss man sich in der Geschichte auch mit dem Thema Krankheit und Tod auseinandersetzen, was aber sehr einfühlsam beschrieben wird. Mich hat das Buch trotz der teilweise schwierigen, sensiblen Themen sehr begeistert, einfach weil es so aus dem alltäglichen Leben herausgegriffen wurde. Das ist eine Geschichte, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2026

Geheimnisse im Moor

Spiegelland
1

Die Geschichte wird auf drei Zeitebenen erzählt, wobei sich die zwei Ebenen in der Gegenwart eher ergänzen. Die Charaktere in der Gegenwart waren für mich sehr übersichtlich, aber in der Vergangenheit ...

Die Geschichte wird auf drei Zeitebenen erzählt, wobei sich die zwei Ebenen in der Gegenwart eher ergänzen. Die Charaktere in der Gegenwart waren für mich sehr übersichtlich, aber in der Vergangenheit hatte ich so ein paar kleinere Probleme, da es keine üblichen Namen waren. Wenn man sich jedoch mal eine Übersicht geschaffen hat, dann kann man in diese Geschichte sehr gut eintauchen. Im Grunde genommen zieht sich durch das ganze Buch das Thema Patriachat wie ein roter Faden. In der Vergangenheit geht es um Moorbauerfamilien in Teufelsmoor und Breddorf, die sich gegenseitig das Leben erschwert haben. In der Gegenwart geht es um Elias, der eine große Dummheit begangen hat und sich zu seiner Oma Cato flüchtet. Sie erzählt ihm, was sie 26 Jahre zuvor mit seiner Mutter Kira erlebt hat. Mir hat sehr gefallen, dass die Handlungen ineinander gegriffen haben. Es werden viele interessante und wichtige Themen aufgegriffen. Durch die Moorleichen kommt Spannung ins Geschehen, da man natürlich wissen will, um wen es sich da handelt. Der historische Bezug ist auch gelungen, es ist interessant zu lesen, wie der Moorabbau damals vonstatten ging. Insgesamt ist dies eine tolle Geschichte, in der mehrere Schicksale aufeinandertreffen, die auf den erste Blick nichts miteinander zu tun haben, bei denen es aber lohnt, einen weiteren Blick drauf zu werfen, um Gemeinsamkeiten zu finden. Sprachlich kann man dem Geschehen sehr gut folgen, die Geschichte ist logisch aufgebaut. Ich finde, Spiegelland ist ein rundum gelungener Roman, der Themen anspricht, die bis heute aktuell sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2026

Mann in den Wechseljahren

Wir Freitagsmänner
0

Henri fühlt sich in den besten Jahren, jung, attraktiv, unwiderstehlich. Bei einem Date wird er auf den Boden der Tatsachen runtergeholt, denn er bekommt gesagt, dass er viel zu alt aussieht. Als er dann ...

Henri fühlt sich in den besten Jahren, jung, attraktiv, unwiderstehlich. Bei einem Date wird er auf den Boden der Tatsachen runtergeholt, denn er bekommt gesagt, dass er viel zu alt aussieht. Als er dann wegen gesundheitlicher Probleme bei seinem Hausarzt vorbeischauen muss, bekommt er von diesem die Diagnose: Wechseljahre. Ja, auch Männer kommen in die Wechseljahre. Nach dem ersten Schock, will er jedoch dagegen ankämpfen und hat so einige Ideen.

Das Hörbuch wird von Christoph Maria Herbst gesprochen, was wie die Faust aufs Auge passt. Er erzählt die Geschichte so unfassbar lustig und mit verschiedenen Stimmen, dass ich mit dem hören kaum aufhören konnte. Man hat dadurch das, was er liest, direkt vor dem Auge. Die Geschichte beinhaltet viel Situationskomik und auch die Nebencharaktere tragen dazu bei, dass das Buch durchweg unterhaltsam ist. Bei allem Humor bleiben aber einige nachdenklich stimmende Gedanken nicht aus. Ein rundum gelungenes Hörbuch, das mir viel Freude beim Hören bereitet hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.02.2026

Entführt

Ungelöst – Die erste Zeugin
0

Luisa Menkhoff sieht vor der Uni ein Flugblatt, auf dem eine verschwundene Frau gesucht wird. Sie kennt die Frau, sie war die Partnerin ihres Entführers Lichner, als sie ein kleines Mädchen war. Hauptkommissar ...

Luisa Menkhoff sieht vor der Uni ein Flugblatt, auf dem eine verschwundene Frau gesucht wird. Sie kennt die Frau, sie war die Partnerin ihres Entführers Lichner, als sie ein kleines Mädchen war. Hauptkommissar Ramin Brunner wurde mit diesem jetzigen Fall betraut und Luisa wendet sich umgehend an ihn und hofft, der Polizei helfen zu können. Sie hat die besondere Begabung, die ihnen von Nutzen sein könnte. Die Entwicklungen lassen jedoch nicht darauf schließen, dass Lichner nun wieder zugeschlagen hat. Wer steckt hinter der Entführung?

Der Auftakt zu einer neuen Reihe ist dem Autor sehr gelungen. Die Spannung ist von vorne bis hinten spürbar. Die Entwicklungen kann man gut mitverfolgen. Ich hatte mir zwar gedacht, wer der Täter sein könnte, aber der Weg bis zur Auflösung ist voller Wendungen. Man muss nicht unbedingt das Buch gelesen haben, wo es um Luisas Vater und Lichner ging, Luisa teilt die wichtigsten Details im Verlauf der Geschichte der Polizei mit. Das Team Luisa und Ramin hat mir sehr gut gefallen. Die beiden harmonieren wunderbar. Ich bin gespannt, ob es nächstes Mal um richtige Cold Cases gehen wird. Das war ein sehr packendes Lesevergnügen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere