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Veröffentlicht am 25.03.2021

Ein wunderbar illustriertes und erzähltes Buch über Vögel

Wunderwelt der Vögel
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Auf der Suche nach einem Sachbilderbuch zum Thema Vögel bin ich glücklicher Weise auf „Wunderwelt der Vögel“ aus dem Verlag ArsEdition gestoßen.

Für meine 4 Jährige Tochter sind Vögel alltägliche und ...

Auf der Suche nach einem Sachbilderbuch zum Thema Vögel bin ich glücklicher Weise auf „Wunderwelt der Vögel“ aus dem Verlag ArsEdition gestoßen.

Für meine 4 Jährige Tochter sind Vögel alltägliche und wunderschöne Begleiter. Egal ob Morgens beim aufstehen, wenn sie die ersten zarten Töne des Morgenkonzertes hört oder aber auch im Frühjahr wenn die ersten Zugvögel zurückkommen und wir freudig gen Himmel schauen und diese begrüßen. Schon immer haben wir uns an diesen Geschöpfen erfreut. Leider ist meiner Tochter mit Ihren knapp 5 Jahren nur allzu bewusst, dass durch den stetig schwinden Lebensraum auch Ihre Vielfalt und Anzahl immer geringer wird. Schon seit Längerem bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Buch gewesen, mit dem ich Ihr diese “Wunderwelt” auch Zuhause zeigen kann.

Mit diesem Bilderbuch können Kinder und Erwachsene gleichermaßen eintauchen in die einzigartige und spannende Welt dieser Geschöpfe. Auf 46 großformatigen Seiten versucht dieses Bilderbuch einen Teil der erstaunlichen Vielfalt darzustellen. Dabei hat die Autorin sich immer einer ganz Besonderen Eigenart pro Doppelseite gewidmet wie z.B. Vögel die nicht fliegen können, den Zugvögeln, den Singvögeln oder dem Balzverhalten der Vögel , um nur einige zu nennen. Passend zu diesen Eigenarten werden auf der Doppelseite die entsprechenden Vögel mit farbigen und sehr detailreichen Illustrationen dargestellt.

Aufgelockert werden die anschaulich gestalteten Seiten durch die Panoramabilder , welche immer auch mit einer kleinen Geschichte unterlegt sind. Der Wechsel von erzählerischen Elementen einerseits und den mit Wissen gepickten Darstellungen andererseits macht das Buch zu einem abwechslungsreichen Bilderbuch zum Thema Vögel.

nformative und kindgerechte kurze Texte gibt es auch zu den Themen „Nestbau, Brut und Aufzucht“ oder zu der Nahrungssuche der Vögel. Damit wird das Bilderbuch meiner Meinung nach stimmig abgerundet. Auch das Thema Artenschutz kommt nicht zu kurz und erinnert die kleinen Leser daran, wie wichtig es ist auf seine Umwelt und die Welt in der wir leben Acht zu geben.

So heißt es auf einer der letzten Doppelseiten:

„Im roten Abendlicht sind noch ein paar letzte Vögel unterwegs. Mit sanften Flügelschlägen fliegen sie über den Himmel und entfernen sich langsam. leider können wir bei uns, aber auch weltweit immer weniger dieser eleganten Tiere beobachten und bewundern. Denn viele Vögelarten sind vom Aussterben bedroht und werden schon bald verschwunden sein, wenn wir nichts dagegen tun.“

Carolin Hensler hat hier ein ganz wunderbares Sachbilderbuch geschaffen, welches den kleinen Lesern die faszinierende , bunte und vielfältige Welt der Vögel näher bringt und mit kurzen verständlichen Texten einen Einblick in Ihr Leben ermöglicht.

Für Kinder ab 4 Jahren empfohlen ist dieses Buch aber durchaus auch für ältere Kinder im Grundschulalter geeignet und ich bin davon überzeugt, dass es noch lange einen Platz in unserem Buchregal haben wird.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein authentischer Roman

Mohnschwestern
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Die Mohnschwestern ist ein authentischer und mitreißender Roman, der die Leser mitnimmt in die Geschehnisse des 2. Weltkrieges. Die junge Lotte lernt den geheimnisvollen und unnahbaren Wilhelm kennen und ...

Die Mohnschwestern ist ein authentischer und mitreißender Roman, der die Leser mitnimmt in die Geschehnisse des 2. Weltkrieges. Die junge Lotte lernt den geheimnisvollen und unnahbaren Wilhelm kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Wir begleiten vor allem Lotte auf Ihrem Weg zu der Erkenntnis, dass jeder eine Verantwortung hat und vor allem Eines: die Wahl. Zentraler Gegenstand des Buches ist nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Lotte und Wilhelm sondern auch der Widerstand des Einzelnen , den es durchaus gab. Der Leser findet sich wieder in dem durchaus realistisch dargestellten , jungen Mädchens im Jahr 1944. Während die jüdischen Nachbarn festgenommen und abtransportiert werden muss eine von Lottes Freundinnen sich verstecken, während die andere sich uneingeschränkt dem Nazi-Regime hingibt. Immer wieder fühlt man die Hin-und Hergerissenheit der Protagonistin. Das Buch zeigt so viele Facetten des Krieges , dass es schwer ist sich seinem Sog zu entziehen. Es ist absolut lesenswert. Mit der Konstruktion und den zwei anderen Frauen , die laut Klappentext eine Rolle spielen hadere ich jedoch. Die Verbindungen zwischen den Frauen sind mir zu lose und bleiben für meine Erwartungen zu schemenhaft. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang , mehr Verbundenheit gewünscht. Hazels Geschichte wird nur sehr kurz umrissen, was ich schade finde. Auch wenn sich am Ende der Kreis schließt, blieb das Buch hier hinter meinen Erwartungen zurück.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Eine schonungslose Reise zurück in die Vergangenheit

Wo der Wind die Namen trägt
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Anja Jonuleit hat einen neuen Roman. Schon mehrfach habe ich Bücher in der Vergangenheit von ihr gelesen, doch diesmal war ich aufgrund der Thematik besonders gespannt.
Ein Klassentreffen in der Lüneburger ...

Anja Jonuleit hat einen neuen Roman. Schon mehrfach habe ich Bücher in der Vergangenheit von ihr gelesen, doch diesmal war ich aufgrund der Thematik besonders gespannt.
Ein Klassentreffen in der Lüneburger Heide reisst alte Wunden auf, Wunden welche den Leser mitnehmen bis in die Zeit des Nationalsozialismus und in die unmittelbaren Nachkriegsjahre.
Der Roman wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Das Klassentreffen von Inge gibt den Anstoß. Wollte sie doch eigentlich Ihren Lebensabend genießen, wird sie durch die Einladung zum Klassentreffen unvorbereitet plötzlich wieder in die Vergangenheit katapultiert. Als Kind erlebt Inge in der Lüneburger Heide mit wie Menschen auf verschiedene Art und Weise mit dem Holocaust und der eigenen Rolle zu Zeiten der Nazi Herrschaft umgehen. Doch wer war Mitläufer und wer strammer Nazi? Wer glaubte an das was er tat? Und wer versuchte lediglich „nicht aufzufallen“?


Für Inge beginnt eine schmerzvolle und ganz persönliche Reise zurück in die Vergangenheit, wobei sie den Leser mitnimmt in eine dörfliche Umgebung, die durch die detailgetreuen Beschreibungen der Natur und der Tierwelt dem Leser fast zum greifen nahe kommt. Man kann die Lüneburger Heide beinahe hören und riechen. Für mich als Naturmensch eine ganz wunderbare Eigenschaft des Buches. Man merkt dem Schreibstil an, dass das Herz der Autorin an dieser Umgebung hängt, und sie eigene Erinnerungen mit dem Schauplatz verbindet.

Die klare, aber dennoch eindringliche Sprache machte mir den Einstieg in den Roman sehr leicht. Ich flog von Kapitel zu Kapitel und blieb am Ende doch relativ fassungslos zurück. Die Tragweite des Gelesenen wird einem spätestens auf den letzten Seiten des Buches bewusst, denn hier gibt Anja Jonuleit einen Einblick in den Historischen Hintergrund des Buches, den Vorlagen zu den Charakteren und schließt damit den Kreis in die heutige Zeit.

Trotz des ernsten Themas komme ich nicht umhin, das Buch als schön zu beschreiben, denn „Wo der Wind die Namen trägt“ ist zweifellos ein schönes und gelungenes Buch, welches beim Leser noch lange nachhallt, zum Denken und Grübeln anregt. Ein Buch, dass man erst einmal „sacken lassen“ muss. Atmosphärisch dicht verpackt ,lässt das Buch eine längst vergangene Zeit wieder lebendig werden und mahnt eindringlich davor diese Zeiten zu vergessen.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Ein Lesenswerter Roman über Familie,Mütter und Töchter und die Frage nach der eigenen Identität.

Herbstvergessene
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Mit Herbstvergessene ist Anna Jonuleit ein Generationsübergreifender Roman gelungen, der die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern als Dreh- und Angelpunkt aufgreift. So geht es hier nicht nur um die ...

Mit Herbstvergessene ist Anna Jonuleit ein Generationsübergreifender Roman gelungen, der die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern als Dreh- und Angelpunkt aufgreift. So geht es hier nicht nur um die schwierige Beziehung zwischen Maja und Ihrer Mutter Lili, sondern auch um Mütter während des Zweiten Weltkrieges. Denn Majas Großmutter Charlotte bekam ihr Kind einst in einem Lebensbornheim ohne jemals darüber gesprochen zu haben. Es gibt 2 Erzählstränge: Die Vergangenheit erfährt der Leser durch Charlotte, die Entwicklungen der Gegenwart werden durch Maja erzählt. Und nach und nach verbinden sich beide Leben miteinander und werfen ein völlig neues Bild auf Majas Familie.

Der Schreibstil ist angenehm und schnörkellos. Die Dialoge sind glaubwürdig . Majas Unsicherheit in vielen Belangen des Lebens lassen die Handlung jedoch an der ein oder anderen Stelle stocken. Man kann sie nicht unbedingt als unsympathisch beschreiben, aber ihre unbeholfene Art und Weise bremst das Buch an einigen Stellen aus.

Mir hat die Komplexität des Themas gefallen, und auch der Erzählstil der Autorin. Ein Teil der Handlung spielte in Wien. Auch das gefiel mir ausgesprochen gut. Ein Lesenswerter Roman über Familie,Mütter und Töchter und die Frage nach der eigenen Identität.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Spannend bis zum Schluß

Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
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Ein ganz schön dicker Krimi, den Nele Neuhaus mit „Muttertag“ geschrieben hat. Das war tatsächlich mein erster Gedanke, als ich das Buch in den Händen hielt. Aber nicht nur mit vielen Seiten kann dieses ...

Ein ganz schön dicker Krimi, den Nele Neuhaus mit „Muttertag“ geschrieben hat. Das war tatsächlich mein erster Gedanke, als ich das Buch in den Händen hielt. Aber nicht nur mit vielen Seiten kann dieses Buch aufwarten, sondern auch mit einer Vielzahl an Figuren und Figurenkonstellationen. Steht doch im Mittelpunkt die Pflegefamilie Reifenrath, die in der Vergangenheit mitunter 10 Pflegekinder gleichzeitig in Ihrer Obhut wusste. Nachdem der Pflegevater Theo, nun jedoch tot in seinem Haus aufgefunden wird beginnt sich nach und nach ein schauriges Verwirrspiel zu entwickeln.
Nichts für schwache Nerven, denn mitunter hält die Autorin auch mit detaillierten Beschreibungen nicht hinter dem Berg. „Bones“ hätte vermutlich Ihre wahre Freude an diesem Fall gehabt. Aber auch die beiden Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein geben ein sympathisches Ermittler- Duo ab. Auch wenn man bisher kein Buch aus der Reihe gelesen hat, kann man „Muttertag“ wunderbar lesen.Der Schreibstil ist flüßig und klar, so dass man der Handlung, trotz der vielen Figuren, sehr gut folgen kann. Einige Verdächtige und Handlungsnebenstränge später gibt es dann noch eine überraschende Wendung. Ich mochte den Kriminalroman sehr, da er trotz des Umfanges spannend und atmosphärisch dicht geschrieben ist. Und das bis zur letzten Seite, wo noch mal ein kleiner Showdown auf den Leser wartet. Sicher nicht der letzte Krimi von Nele Neuhaus , den ich gelesen habe.

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