Profilbild von zwischenzeilenundgefuehlen

zwischenzeilenundgefuehlen

Lesejury Star
offline

zwischenzeilenundgefuehlen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit zwischenzeilenundgefuehlen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Eine Fußball Romance, die mich leider zwiegespalten zurücklässt

Strike Me Right
0

Selten lässt mich ein Buch zwiegespalten oder unsicher zurück, deswegen war ich umso überraschter, dass „Strike Me Right“ mir einerseits so gut gefallen hat und ich andererseits mit einem Detail einfach ...

Selten lässt mich ein Buch zwiegespalten oder unsicher zurück, deswegen war ich umso überraschter, dass „Strike Me Right“ mir einerseits so gut gefallen hat und ich andererseits mit einem Detail einfach nicht warm werden kann.
Mit den ersten Seiten hat man einen leichten Start ins Buch, ich bin durch die Seiten geflogen und habe die Dynamik der Figuren am Anfang geliebt. Der sture Fußballer und die noch sturere Physiotherapeutin sind ein Duo, das für viel Knistern und Spannung sorgt.
Wie sie langsam immer offener werden, dieser aufgeschlossene Umgang miteinander, war einfach schön zu lesen.
Sowohl in Silvano, als auch in Rowan konnte ich mich gut hineinversetzen und ihre Emotionen und Motive verstehen. Rowans Zurückhaltung und ihr Schmerz haben sie so greifbar gemacht - und ich habe es geliebt wie verständnisvoll und langsam Silvano auf sie eingeht und sie trotzdem herausfordert.
Im Verlauf des Buches gab es eine Szene, die mir etwas bitter aufgestoßen ist, über die ich aber hinweg sehen konnte, weil ich davon ausgegangen bin, dass der Protagonist sein Verhalten wirklich reflektiert hat. Später hingegen gab es einen ähnliche, noch 'intensivere' Szene, mit der ich mich bis heute nicht ganz anfreunden kann. Fehler sind verständlich und menschlich, nur war es irgendwie ernüchternd, dass sich diese Situation so abgespielt hat. Diese Art von Handlung, diese fehlende Kontrolle gehört für mich zu keinem Charakter, den ich wirklich weiterhin schätzen kann (für eine weitere Erklärung findet ihr nach dem Fazit einen Spoiler). Weil die Konsequenz einfach zu gering war. Die Wut in dieser Situation war verständlich, das macht jedoch die Reaktion dadurch nicht in Ordnung. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass ich mit der Geschichte abgeschlossen habe, der Charakter mich losgelassen hat. Gerade dann konnte mich das Buch von einer ganz anderen Seite überraschen, denn es wurde noch emotionaler, noch tiefgehender. Ich habe mich dagegen gewehrt, dass ich so viel Empathie empfunden habe, weil für mich die Tatsachen immer noch unentschuldbar sind. Dennoch muss ich zugeben, dass der emotionale Twist am Ende mich nicht kaltgelassen hat. Dennoch ist und bleibt ein ungutes Gefühl, etwas, gegen das alles in mir protestiert - es macht Sinn für die Geschichte, Sinn für den Charakter, aber irgendwo sträubt sich einfach alles in mir, wenn ich daran denke.

Fazit:
Der zweite Teil der Richmond Deers Reihe lässt mich leider eher zwiegespalten zurück. Ich hatte mir von dem Buch tolle Fußballvibes, ganz viel Knistern und große Gefühle erhofft, aber am Ende hat eine Szene die vielen schönen Kapitel in dem Buch einfach gedämpft. Deswegen kann ich euch nicht vom ganzen Herzen dieses Buch empfehlen.


Achtung, ab hier gibt es die Erklärung. Diese enthält jedoch SPOILER.
In dem Buch gibt es zwei Szenen, in denen der Protagonist zur Gewalt neigt. Die erste war für mich noch 'in Ordnung', weil die Person nicht (ernsthaft) verletzt wurde. Bei der zweiten sehr ähnlichen Situation handelt Silvano jedoch mehr als nur grob und aggressiv. Die Person, die er verletzt hat ihn zwar vorher wirklich mit Dingen provoziert, die unter der Gürtellinie liegen, dennoch rechtfertigt das in keinem Fall die Reaktion von ihm.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2025

Eine Geschichte in der Verlagswelt, die mich leider nicht so berühren konnte wie erhofft

Beneath Broken Skies
0

Ein Buch zu lesen, das in der Verlagswelt spielt, hat von Anfang an mein Interesse geweckt.
Vielleicht war es deswegen umso spannender als Leserin einen indirekten Blick hinter die Kulissen werfen zu ...

Ein Buch zu lesen, das in der Verlagswelt spielt, hat von Anfang an mein Interesse geweckt.
Vielleicht war es deswegen umso spannender als Leserin einen indirekten Blick hinter die Kulissen werfen zu können und Hintergründe zur Buchproduktion und auch zu den einzelnen Schritten zu erfahren.
In dieser Geschichte steckt so viel Liebe zum Lesen, in der man sich leicht wiederfindet.
Maddys Begeisterung für ihren Job war wirklich ansteckend. Ich hatte viel Spaß sie bei ihren Aufgaben und Erklärungen zu begleiten. Außerdem war es schön zu sehen, wie sie ihre Angst sich anderen zu öffnen, weil es leider viel zu viele gibt, die einen wieder verlassen, mit jedem Kapitel ein bisschen weiter loslässt. Die Art, wie sie langsam auftaut war geprägt voller Hoffnungsschimmer.
Wesley habe ich vor allem als Charakter wahrgenommen, der unter sehr viel Druck steht, den oft ganz viele ansehen, aber nicht sehen. Seine Schuldgefühle, seine ich-hätte-es-besser-machen-können-Gedanken waren oft greifbar, auch wenn manche Details unklar bleiben.
Leider hatte ich einige Male das Gefühl, dass gewisse Aspekte der Geschichte sich wiederholt, sich im Kreis gedreht haben, wodurch ich manchmal die Verbindung zu den Figuren verloren habe.
Zudem war für mich eine Szene irgendwie nicht ganz schlüssig, hier kann ich aber leider nicht viel sagen, ohne zu spoilern.

Fazit:
Gerade weil ich mich auf 'Beneath Broken Skies' so sehr gefreut habe, fällt es mir schwer diese Rezension zu schreiben. Ich wollte jedes Detail dieses Buch so sehr lieben, aber für mich ist der Funke leider nicht ganz übergesprungen und mir haben manchmal die tiefgehendere Emotionen, die ich sonst von der Autorin kenne, gefehlt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2023

Ich hatte mehr erwartet bei dem Hype

Shatter Me
0

Shatter me ist eins der Bücher, die man immer wieder sieht und die immer wieder gelobt werden.
Deswegen war ich unglaublich gespannt darauf es zu lesen und eine ganz neue Reihe anzufangen.
Der Schreibstil ...

Shatter me ist eins der Bücher, die man immer wieder sieht und die immer wieder gelobt werden.
Deswegen war ich unglaublich gespannt darauf es zu lesen und eine ganz neue Reihe anzufangen.
Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber ziemlich schön.
Vor allem die Wortwahl und die Metaphorik hat mich sehr gut gefallen, aber für mich wirkten die Sätze manchmal irgendwie ruppig, was vermutlich an der Übersetzung liegt.
Juliettes Situation keine anderen Lebewesen berühren zu können, hat etwas in mir aufgewühlt.
Vor allem der Fakt, dass sie von der Gesellschaft ausgestoßen wurde und niemandem weh tun will, egal wie sehr ihr weh getan wurde, ging mir nahe.
Das hat ihr die gewisse Tiefe verliehen, die ich bei den anderen Protagonisten gesucht habe.
Warner und Adam blieben für mich beispielsweise ziemlich flach und bis auf wenige Eigenschaften kann ich auch jetzt nichts über sie sagen.
Der Plot war zwar wirklich gut, aber ich hatte nicht zwingend das Gefühl, dass ich unbedingt weiterlesen muss, um das Schicksal der Protagonisten zu erfahren.
Die Geschichte passiert so unheimlich schnell, wodurch es zwar keine Längen gibt, man aber auch schnell den Bezug verliert.
Mir persönlich haben die Gefühle gefehlt, vor allem, was die zwischenmenschlichen Beziehungen anging.
Dort schien für mich auch alles einfach zu schnell zu gehen.

Fazit:
So ganz überzeugen konnte mich 'Shatter me' leider nicht.
Mir ging einfach vieles zu schnell und mir fehlte die emotionale Bindung zu den Protagonisten, auch wenn Juliette etwas mehr Tiefe hatte, als die anderen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2023

Ich bin etwas zwiegespalten

Vor uns die Dämmerung
0

So richtig weiß ich nicht, was ich über dieses Buch sagen soll.
Einerseits haben wir dieses unglaublich tiefe Thema über Tod, Verlust und chronische Krankheiten.
Wie es ist jeden Tag zu kämpfen, nicht ...

So richtig weiß ich nicht, was ich über dieses Buch sagen soll.
Einerseits haben wir dieses unglaublich tiefe Thema über Tod, Verlust und chronische Krankheiten.
Wie es ist jeden Tag zu kämpfen, nicht ernst genommen zu werden und Momente zu haben, in denen einem die Kraft für alles fehlt.
Das Buch ist gleichzeitig durch dieses Thema emotional und wichtig, da ich so noch nie über chronische Krankheiten gelesen habe.
Andererseits konnte ich mit Kaiden vor allem am Anfang einfach nicht warm werden.
Seine Kommentare waren teilweise wirklich unter der Gürtellinie und sein Verhalten einfach nur respektlos.
Zwar muss man sehen, dass er sich in diesem Buch weiterentwickelt, aber ich hätte mir ein klärendes Gespräch gewünscht und mehr Reflektion von ihm bezüglich seiner Handlung.
Ich habe Verständnis dafür, dass seine Vergangenheit ihn in gewisser Weise geformt hat, aber wie bestimmend und gemein er zu Emery ist, fand ich trotz allem nicht in Ordnung.
Auch bei Emery habe ich meine Zeit gebraucht, bis ich mit ihr warm wurde.
Zwar konnte ich mich in sie hineinversetzen und sie verstehen, aber ihre Emotionen waren für mich persönlich leider nicht von Anfang an spürbar und trotz ihrer Krankheit wirkte sie auf mich manchmal blass.
Ich hatte oft das Gefühl, dass das einzige, was sie so richtig ausmachen zu scheint ihre Krankheit und ihre Liebe zum Lesen ist, wenn man von ihrer familiären Situation absieht.
Zwischen Emery und Kaiden konnte ich sehr lange die Chemie nicht ganz spüren, wodurch ich bei der Entwicklung ihrer Beziehung weniger gefesselt war.
Ich denke, dass diesem Buch eine Triggerwarnung nicht geschadet hätte.



Fazit:
Zusammenfassend konnten mich das Buch emotional nicht ganz so erreichen, wie ich es mir vorgestellt habe, was wahrscheinlich an einer fehlenden Verbindung zu den Protagonisten lag.
Trotzdem finde ich, dass die Autorin das Leben mit einer chronische Krankheiten wirklich interessant beschrieben hat und Aufmerksamkeit auf das Thema lenkt.

2,5-3 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2023

Ich bin noch etwas zwiegespalten

Sand Castle Ruins - The Boys of Sunset High
0

Ich bin noch ein bisschen zwiegespalten, was ich genau denken oder sagen soll.
Einerseits haben wir diese beiden Protagonisten - Kit und Connor - die beide so unglaublich viel durchgemacht haben und so ...

Ich bin noch ein bisschen zwiegespalten, was ich genau denken oder sagen soll.
Einerseits haben wir diese beiden Protagonisten - Kit und Connor - die beide so unglaublich viel durchgemacht haben und so gebrochen sind, dass man versteht, wieso dieses Buch etwas rauer von der Sprache und auch der Handlung ist.
Die Protagonisten waren irgendwie anders, als die Protagonisten von denen ich bisher gelesen habe, weil sie selbst etwas scharfkantiger waren. Und irgendwie auf eine andere Art und Weise gebrochen.
Und dementsprechend gehen sie anders mit dem Bruch um.
Vielleicht war es deshalb für mich so ungewohnt, dass die Protagonisten in dieser Art und Weise agieren, wie beispielsweise durch den Alkoholkonsum oder dass sie rauchen.
Andererseits gab es in dem Buch wirklich sehr viel Spice und vielleicht hat mir dadurch ein bisschen die emotionale Verbindung zu den Protagonisten gefehlt.
Ich hatte das Gefühl, dass zwischen den Protagonisten alles sehr schnell passiert ist und es sich an manchen Stellen trotzdem ein bisschen gezogen hat.
Trotzdem gab es wirklich schöne Zitate, die echt und tiefgründig waren und ich mochte die Abwechslung zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
Außerdem hatte ich mir beim Fake-Dating-Trope ein bisschen etwas anderes vorgestellt.


Fazit:
Ich glaube, dass man sich auf dieses Buch wirklich einlassen muss und sowohl offen für den raueren Ton, als auch den Spice und die Protagonisten sein sollte.
Deswegen schwanke ich sehr hin und her, ob ich es empfehlen kann oder nicht.
In dem Fall wäre es vielleicht gut die Leseprobe zu lesen und dann zu entscheiden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere