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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein letztes Mal nach Hazelwood

Sparkles like Moonlight
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Nachdem ich die ersten beiden Bände der Tennessee-Dreams-Reihe total gerne gelesen habe, war der Abschluss "Sparkles Like Moonlight" von Ann-Kathrin Falkenberg natürlich ein absolutes Muss für mich. Ich ...

Nachdem ich die ersten beiden Bände der Tennessee-Dreams-Reihe total gerne gelesen habe, war der Abschluss "Sparkles Like Moonlight" von Ann-Kathrin Falkenberg natürlich ein absolutes Muss für mich. Ich war so gespannt auf die Geschichte von Rile und Amy, die wir ja schon in den vorherigen Bänden kennengelernt haben und zwischen denen im zweiten Band ganz schön die Fetzen geflogen sind. 😅

​Falkenbergs Schreibstil hat mich auch dieses Mal wieder sofort abgeholt. Er ist flüssig, einnehmend und so bildhaft, dass ich mich direkt wieder nach Hazelwood versetzt gefühlt habe. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen, auch weil man Charlie, Nate, Amber und Caleb aus den vorherigen Bänden wiedertrifft.

​Amy und Rile sind eigentlich beste Freunde, obwohl sie so unterschiedlich sind: Amy ist extrovertiert und verdrängt Probleme lieber, als sich ihnen zu stellen, während Rile eher ein introvertierter Bücherwurm und Naturliebhaber ist. Doch plötzlich ist alles zwischen den beiden anders und bei jedem Zusammentreffen sprühen direkt die Funken – und das nicht im positiven Sinne. 😬🙈 Ich war gespannt, mehr über die beiden und ihren Streit zu erfahren.

Und eigentlich waren mir Amy und Rile sehr sympathisch – jedoch nur so lange sie nicht im selben Raum waren. Denn dann wurden die beiden einfach so anstrengend. Die meiste Zeit haben sie sich so kindisch und unreif verhalten, dass ich sie am liebsten zwischendurch geschüttelt hätte, damit sie endlich mal vernünftig miteinander reden und ehrlich zueinander sind! Aber das ständige Hin und Her zwischen den beiden war mir persönlich einfach too much.

Für mich ist "Sparkles Like Moonlight" insgesamt ein schöner Abschluss der Reihe – auch dank des Epilogs, bei dem ich dann doch recht sentimental wurde. In meinen Augen hat die Autorin eine ganz besondere Wohlfühlreihe erschaffen, die ich nicht mehr missen möchte – und ich hoffe sehr, irgendwann mal wieder nach Hazelwood zurückzukehren. 🦋✨

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Spannend und voller Plot Twists

Don't Believe Her
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Nachdem mich "Don't Let Her Stay" von Nicola Sanders letztes Jahr mit seiner Gänsehaut-Atmosphäre so richtig gepackt hat, war ich wahnsinnig gespannt auf ihr neues Werk. Damals tat mir Joanne so leid, ...

Nachdem mich "Don't Let Her Stay" von Nicola Sanders letztes Jahr mit seiner Gänsehaut-Atmosphäre so richtig gepackt hat, war ich wahnsinnig gespannt auf ihr neues Werk. Damals tat mir Joanne so leid, weil ihr Mann sich gegen sie gestellt hat – und in "Don't Believe Her" treibt die Autorin dieses Gefühl, dass man an seinem eigenen Verstand zweifelt, wieder absolut auf die Spitze! 😱

​Nicola Sanders hat einen flüssigen und atmosphärischen Schreibstil, der dafür gesorgt hat, dass ich sofort mitten im Geschehen war. Eigentlich führt Ellie ein perfektes Leben, doch dann steht plötzlich Carla vor der Tür – ihre beste Freundin, die seit inzwischen 12 Jahren vermisst wird. Während alle anderen vor Freude außer sich sind, spürt Ellie aber sofort: Das ist nicht Carla. Diese Frau ist eine Fremde. Absolute Gänsehaut! 😱

​Besonders gut gefallen hat mir diese beklemmende Paranoia. Man fühlt richtig mit Ellie mit, wie sie zunehmend isoliert wird, weil sogar ihre Familie sie für verrückt erklärt. Und je mehr sie versucht, die Wahrheit herauszufinden, desto mehr steht sie allein da. Dadurch entsteht beim Lesen eine richtige Sogwirkung, die mich nur so durch die Seiten fliegen ließ.

Und nichts ist, wie es zu sein scheint. Gegen Ende wartet Sanders wieder mit einigen Plot Twists auf, und ich wusste nicht, was ich glauben soll und wem man trauen konnte. Wie aber auch schon bei ihrem vorherigen Werk fand ich das Verhalten einiger Charaktere nicht so wirklich glaubwürdig und nachvollziehbar.

​Insgesamt ist "Don't Believe Her" ein packender Psychothriller, der mich bestens unterhalten hat. Wer eine beklemmende Stimmung und Plot Twists mag, wird das Buch kaum aus der Hand legen können. Ich freue mich jedenfalls schon auf Sanders' nächstes Werk. 😍

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Tolle Charaktere, aber null Gruselfaktor

The Whispering Dead - Gravekeeper Band 1
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Nachdem ich von Darcy Coates schon "Die Folcroft-Geister" und "Where He Can't Find You" gelesen habe, war ich sehr gespannt auf den Auftakt ihrer "Gravekeeper"-Reihe. Sowohl der Klappentext als auch das ...

Nachdem ich von Darcy Coates schon "Die Folcroft-Geister" und "Where He Can't Find You" gelesen habe, war ich sehr gespannt auf den Auftakt ihrer "Gravekeeper"-Reihe. Sowohl der Klappentext als auch das Cover von "The Whispering Dead" waren sehr vielversprechend und ich hatte mir ein absolutes Gruselerlebnis erhofft.

​Der Einstieg in die Story ist mir leicht gefallen, da Coates' Schreibstil sehr angenehm ist, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Das Setting hatte es mir dabei besonders angetan: Die alte Kate direkt auf dem Friedhofsgelände, in der die Protagonistin Keira unterkommt, wird so bildhaft beschrieben, dass ich mir alles perfekt vorstellen konnte. Eigentlich genau die richtige Atmosphäre für eine Geistergeschichte! 👻

​Was mir ebenfalls richtig gut gefallen hat, waren die Charaktere. Keira war mir sofort sympathisch, und mit ihrem Gedächtnisverlust sowie ihrer Fähigkeit, mit Verstorbenen zu kommunizieren, war ich gespannt darauf, mehr über sie und ihre Vergangenheit zu erfahren. Mein Highlight war aber die Dynamik zwischen Keira und ihren neuen Freunden Mason und Zoe. Die drei haben so eine tolle Chemie und es gab so viele lustige und unterhaltsame Momente zwischen ihnen, dass ich beim Lesen immer wieder schmunzeln musste.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich komplett andere Erwartungen an die Geschichte hatte. Zwar habe ich mich gut unterhalten gefühlt, aber leider ist der Gruselfaktor komplett ausgeblieben. Zudem sind mir einfach zu viele Fragen in Bezug auf Keiras Vergangenheit offen geblieben – ich hoffe, dass Band zwei hier ein paar mehr Antworten und auch Gänsehautmomente liefert.

​Insgesamt ist "The Whispering Dead" ein solider Reihenauftakt, der mich vor allem mit seinen tollen Charakteren überzeugen konnte. Auch wenn mich die Umsetzung der Idee nicht so richtig packen konnte und mir die Gruselmomente gefehlt haben, möchte ich die Reihe dennoch weiterverfolgen, um mehr über Keira und ihre Gabe zu erfahren.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Emotional und herzzerreißend

Write Me for You
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Mit "Write Me For You" hat Tillie Cole ein Buch geschrieben, das mich emotional wirklich auseinandergenommen hat. Ich wusste zwar, dass es traurig wird, aber dass die Geschichte von June und Jesse so intensiv ...

Mit "Write Me For You" hat Tillie Cole ein Buch geschrieben, das mich emotional wirklich auseinandergenommen hat. Ich wusste zwar, dass es traurig wird, aber dass die Geschichte von June und Jesse so intensiv wird, hätte ich nicht gedacht. 🥹😭💔

Schon der Einstieg war extrem bewegend, denn wir lernen June kennen, deren Leben mit siebzehn bereits vorbei zu sein scheint. Sie ist schwer krank und ihre letzte Hoffnung ist die Harmony Ranch – ein Behandlungszentrum für Jugendliche, in dem ein neuer Therapieansatz zur Heilung von akuter myeloischer Leukämie getestet wird. Dort lernt sie Jesse kennen, der ebenfalls gegen seine Krebserkrankung kämpft.

Die Ausgangssituation ist einfach herzzerreißend. Einerseits ist die Story so unfassbar traurig, da June, Jesse und die anderen Jugendlichen ihr ganzes Leben eigentlich noch vor sich haben. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch so lebensbejahend, denn June fasst auf der Harmony Ranch neuen Lebensmut und lernt neue Freunde und ihre große Liebe kennen. Und gemeinsam beschließen sie, die Zeit, die ihnen bleibt, so intensiv wie möglich zu nutzen und gegen ihre Krankheit anzukämpfen. 💪🏼

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von June und Jesse, was mir gut gefallen hat, da man so tiefere Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle bekommt. Die beiden haben eine unfassbare Chemie und ich habe bei ihrem Kampf gegen den Krebs so sehr mitgefiebert. Der einnehmende und atmosphärische Schreibstil hat dazu beigetragen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Was mich jedoch immer mal wieder aus dem Lesefluss gerissen hat, war die Story in der Story, die June über sich und Jesse schreibt. Diese hätte ich nicht unbedingt gebraucht, da für mich dadurch die Spannung der Haupthandlung etwas ausgebremst wurde und ich zum Teil auch Realität und Fiktion nicht richtig unterscheiden konnte. 📖

​Insgesamt ist "Write Me For You" eine unglaublich berührende Geschichte, die mich emotional an meine Grenzen gebracht und auch Tage später noch beschäftigt hat.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Spannend

Firewatch
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Nachdem mir Colin Hadlers letztes Werk "Seven Ways to Tell a Lie" total gut gefallen hat, war ich natürlich wahnsinnig gespannt auf "Firewatch" – nicht zuletzt, weil es meine beiden liebsten Genres Thriller ...

Nachdem mir Colin Hadlers letztes Werk "Seven Ways to Tell a Lie" total gut gefallen hat, war ich natürlich wahnsinnig gespannt auf "Firewatch" – nicht zuletzt, weil es meine beiden liebsten Genres Thriller und Romance vereint.

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen. Hadler schreibt so flüssig und atmosphärisch, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Besonders toll fand ich auch das Setting im Nationalpark, das mir so zuvor in noch keinem anderen Buch begegnet ist. Die düstere Stimmung im Wald, die drohende Waldbrandgefahr und die Einsamkeit im Firetower haben beim Lesen ein beklemmendes Gefühl bei mir hervorgerufen. 😰😱

Erzählt wird die Story auf zwei Zeitebenen, was mir gut gefallen hat. In der Vergangenheit begleiten wir Aaron während seiner Zeit im Firetower, kurz bevor er spurlos verschwindet. In der Gegenwart werden wir hingegen Zeuge davon, wie sich Aarons bester Freund Robin an Kian, den er für Aarons Mörder hält, heranmacht, um ihn zu überführen. Ich war so gespannt zu erfahren, was wirklich mit Aaron passiert ist und welche Rolle Kian dabei gespielt hat. 👀

Was mich allerdings nicht so wirklich abholen konnte, waren die Charaktere an sich. Leider waren mir alle drei Protagonisten nicht wirklich sympathisch. Ihre Handlungen und Entscheidungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar und wirkten etwas konstruiert, was es mir extrem schwer gemacht hat, mit ihnen mitzufühlen oder eine Bindung aufzubauen.

Insgesamt ist "Firewatch" aber ein spannender Read, der vor allem mit seinem grandiosen Setting und atmosphärischen Schreibstil überzeugt. Ich bin schon gespannt auf Hadlers nächstes Werk und hoffe, dass dieses mich wieder komplett begeistern kann. 😊

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