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Odina

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Schicksale

Unter dem Moor
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In der Bewegung nach Ruhe zieht sich die Berliner Ärztin Nina ans Stettiner Haff zurück, um dem hektischen Alltag zu entfliehen. Plötzlich wird ihre Suche nach Frieden jäh gestört, als sie auf eine verstörende ...

In der Bewegung nach Ruhe zieht sich die Berliner Ärztin Nina ans Stettiner Haff zurück, um dem hektischen Alltag zu entfliehen. Plötzlich wird ihre Suche nach Frieden jäh gestört, als sie auf eine verstörende Entdeckung stößt, die ihre eigene Vergangenheit und die anderer Frauen auf unerwartete Weise miteinander verknüpft.

Die Handlung des Romans führt einen zurück ins Jahr 1936, als die junge Gine zum Landjahr am Stettiner Haff geschickt wird und dort ein schicksalhaftes Ereignis erlebt, das ihr Leben für immer prägen wird. Ihr Schwur nach Rache setzt eine lange Kette von Ereignissen in Gang, die über Jahrzehnte hinweg wirken.

Ein bewegendes Zitat aus dem Jahr 1936 in dem Buch lautet: "Wenn Freiheit nichts kosten würde, dann wär sie auch nichts wert.‘" Dieser Satz verdeutlicht die Bedeutung und den Wert von Freiheit in dieser Zeit.

Parallel dazu lernt man die Geschichte der zwanzigjährigen Sigrun kennen, die im geteilten Deutschland der DDR nach Freiheit strebt und fliehen möchte. Ihre Lebensgeschichte verwebt sich auf rätselhafte Art mit denen von Nina und Gine, während die Landschaft des Haffs und der torfige Boden die Schicksale der Frauen miteinander verbinden.

Tanja Weber beeindruckt mit einem äußerst flüssigen Schreibstil, sodass man mühelos in die Geschichte eintauchen kann und sich von Anfang bis Ende gefesselt fühlt. Die Interaktionen zwischen den facettenreichen Charakteren sind spannend und geben interessante Einblicke in ihre Beziehungen zueinander.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen an alle, die auf der Suche nach einer fesselnden historischen Lektüre sind.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2024

Spannend

Die Tote am Kai (WaPo Cuxhaven 2)
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Die Tote am Kai" von Bente Storm empfand ich als einen fesselnden Krimi. Es geht um einen Mordversuch, eine mysteriöse Leiche und undurchsichtige Verstrickungen in einem portugiesischen Edelrestaurant. ...

Die Tote am Kai" von Bente Storm empfand ich als einen fesselnden Krimi. Es geht um einen Mordversuch, eine mysteriöse Leiche und undurchsichtige Verstrickungen in einem portugiesischen Edelrestaurant.

Ich wurde von Anfang an in den Bann gezogen, da die Handlung voller Spannung und Intrigen ist. Es herrscht eine Atmosphäre der Geheimnisse und Verdächtigungen, während die Ermittler versuchen, die Wahrheit hinter den Ereignissen aufzudecken. Mit der Verbindung zwischen dem Anschlag auf das Boot der WaPo Cuxhaven und dem Tod der jungen Frau in einem Krabbencontainer entstand ein komplexes und fesselndes Rätsel, das Stück für Stück gelöst werden konnte. Die Protagonistin waren authentisch und gut ausgearbeitet. Man konnte sich ein genaues Bild schaffen, da es in meinen Augen übersichtlich blieb.

Die lebhafte Schilderung der Schauplätze und die detaillierte Beschreibung der Kulissen schaffen eine lebendige Welt, die einen direkt in das Geschehen hineinzieht.

Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind kurz gehalten. Dies ist sehr angenehm, eben wenn man auch mal unterbrechen muss. Auch wenn ich das Buch sehr schnell durch hatte, habe ich jede Minute genossen und bei dem Fall mitgefiebert. Von mir eine klare Empfehlung für jeden Krimi-Fan!

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Schatten über Pfaffengrün

Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi
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Der Krimi "Moorgold" wurde von Anett Steiner verfasst und erschien am 31. März 2026 im Paparento Verlag. Das Buch umfasst 256 Seiten und das düstere, geheimnisvolle Cover macht bereits neugierig. In der ...

Der Krimi "Moorgold" wurde von Anett Steiner verfasst und erschien am 31. März 2026 im Paparento Verlag. Das Buch umfasst 256 Seiten und das düstere, geheimnisvolle Cover macht bereits neugierig. In der Geschichte geht es um einen mysteriösen Kriminalfall im Erzgebirge. Nahe der verlassenen Siedlung Pfaffengrün werden die Überreste eines vermissten Mannes gefunden, kurz darauf stirbt ein alter Spielmann. Kommissarin Annalena Krest und Hauptkommissar Lorenz stoßen bei ihren Ermittlungen auf alte Feindschaften, eine Legende um einen Schatz und geraten selbst in Gefahr, je näher sie der Wahrheit kommen. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, mit atmosphärischen Beschreibungen, die das Erzgebirge lebendig werden lassen. Die Spannung ist meistens hoch, jedoch gibt es zwischendurch einige langatmige Passagen, die das Lesetempo etwas drosseln. Die Figuren sind klar und übersichtlich dargestellt, besonders Kommissarin Annalena Krest wirkt sympathisch und authentisch. Man erhält interessante Einblicke in Mythen und Sagen der Region, was die Charaktere und das Setting bereichert. Insgesamt ist das Buch ein guter kurzweiliger Krimi für alle diejenigen, die Regionales und Geheimnisvolles mögen.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Neubeginn im fremden Land

Moosland
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Der Roman „Moosland" wurde von Katrin Zipse verfasst und erschien am 10. März 2026 im Dumont Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es ...

Der Roman „Moosland" wurde von Katrin Zipse verfasst und erschien am 10. März 2026 im Dumont Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Elsa, die 1949 mit vielen anderen jungen Frauen aus Deutschland nach Island kommt, um auf einem Bauernhof zu arbeiten. Sie spricht kein Isländisch und trauert um ihre Freundin Sola. Eigentlich sucht sie nur Abstand, doch das raue Landleben und die Menschen lassen sie nicht kalt. Besonders die verschwundene Tochter der Familie, über die niemand spricht, beschäftigt Elsa immer mehr und beeinflusst ihr neues Leben. Der Schreibstil ist flüssig und einfühlsam, mit atmosphärischen Beschreibungen, die Islands Landschaft greifbar machen. Die Spannung entsteht nicht durch große Dramen, sondern vor allem durch das Zusammenspiel der Charaktere. Die Hauptfigur bleibt im Buch leider namenlos und wird nur im Klappentext erwähnt. Dennoch ist die Protagonistin überzeugend gezeichnet; ihre Trauer, Unsicherheit und allmähliche Entwicklung sind nachvollziehbar und berührend. Insgesamt ein lesenswertes Buch, welches mir gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Berührend

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Der Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte" wurde von Jacqueline Harpman verfasst und erschien am 14. März 2026 im Klett-Cotta Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. ...

Der Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte" wurde von Jacqueline Harpman verfasst und erschien am 14. März 2026 im Klett-Cotta Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um neununddreißig Frauen, die ohne Erinnerungen in einem unterirdischen Gefängnis leben. Als ihre Wächter verschwinden, wagt eine von ihnen den Schritt nach draußen. Dort treffen die Frauen auf eine fremde Welt und müssen sich gemeinsam darin zurechtfinden. Der Schreibstil der Autorin ist lebendig, anschaulich und gefühlvoll. Klassische Kapitel sucht man vergeblich; der Roman ist als fortlaufender, dichter Text gestaltet. Diese Erzählweise verstärkt das Empfinden von Zeitlosigkeit und Orientierungslosigkeit auf eindrucksvolle Weise. Die Spannung ist eher zurückhaltend. Im Mittelpunkt stehen weniger dramatische Ereignisse, sondern vielmehr die dichte Atmosphäre. Die Charaktere sind präzise und nachvollziehbar gezeichnet. Vor allem die Hauptprotagonistin beeindruckt: Ihre Gedankenwelt ist authentisch, ihre Gefühle von Freiheit und Einsamkeit wirken tief und bewegend. Man kann sich mühelos in ihre emotionale Lage hineinversetzen. Insgesamt ist das Buch ein guter, zeitloser Roman, der zum Nachdenken anregt.

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