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Veröffentlicht am 28.03.2026

Neubeginn im fremden Land

Moosland
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Der Roman „Moosland" wurde von Katrin Zipse verfasst und erschien am 10. März 2026 im Dumont Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es ...

Der Roman „Moosland" wurde von Katrin Zipse verfasst und erschien am 10. März 2026 im Dumont Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Elsa, die 1949 mit vielen anderen jungen Frauen aus Deutschland nach Island kommt, um auf einem Bauernhof zu arbeiten. Sie spricht kein Isländisch und trauert um ihre Freundin Sola. Eigentlich sucht sie nur Abstand, doch das raue Landleben und die Menschen lassen sie nicht kalt. Besonders die verschwundene Tochter der Familie, über die niemand spricht, beschäftigt Elsa immer mehr und beeinflusst ihr neues Leben. Der Schreibstil ist flüssig und einfühlsam, mit atmosphärischen Beschreibungen, die Islands Landschaft greifbar machen. Die Spannung entsteht nicht durch große Dramen, sondern vor allem durch das Zusammenspiel der Charaktere. Die Hauptfigur bleibt im Buch leider namenlos und wird nur im Klappentext erwähnt. Dennoch ist die Protagonistin überzeugend gezeichnet; ihre Trauer, Unsicherheit und allmähliche Entwicklung sind nachvollziehbar und berührend. Insgesamt ein lesenswertes Buch, welches mir gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Berührend

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Der Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte" wurde von Jacqueline Harpman verfasst und erschien am 14. März 2026 im Klett-Cotta Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. ...

Der Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte" wurde von Jacqueline Harpman verfasst und erschien am 14. März 2026 im Klett-Cotta Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um neununddreißig Frauen, die ohne Erinnerungen in einem unterirdischen Gefängnis leben. Als ihre Wächter verschwinden, wagt eine von ihnen den Schritt nach draußen. Dort treffen die Frauen auf eine fremde Welt und müssen sich gemeinsam darin zurechtfinden. Der Schreibstil der Autorin ist lebendig, anschaulich und gefühlvoll. Klassische Kapitel sucht man vergeblich; der Roman ist als fortlaufender, dichter Text gestaltet. Diese Erzählweise verstärkt das Empfinden von Zeitlosigkeit und Orientierungslosigkeit auf eindrucksvolle Weise. Die Spannung ist eher zurückhaltend. Im Mittelpunkt stehen weniger dramatische Ereignisse, sondern vielmehr die dichte Atmosphäre. Die Charaktere sind präzise und nachvollziehbar gezeichnet. Vor allem die Hauptprotagonistin beeindruckt: Ihre Gedankenwelt ist authentisch, ihre Gefühle von Freiheit und Einsamkeit wirken tief und bewegend. Man kann sich mühelos in ihre emotionale Lage hineinversetzen. Insgesamt ist das Buch ein guter, zeitloser Roman, der zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Jenseits von Zeit und Raum

Die Geister von La Spezia
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Der Fantasyroman „Die Geister von La Spezia" wurde von Oliver Plaschka verfasst und erschien am 14. März 2026 im Klett-Cotta Verlag. Das Buch umfasst 416 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. ...

Der Fantasyroman „Die Geister von La Spezia" wurde von Oliver Plaschka verfasst und erschien am 14. März 2026 im Klett-Cotta Verlag. Das Buch umfasst 416 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Mary Shelley, die nach dem rätselhaften Tod ihres Mannes im Exil lebt. Mithilfe der Spezialagentin Pat Colombari reist sie zum Golf von La Spezia, wo sie Lord Byron begegnet und in geheimnisvolle, übernatürliche Ereignisse verwickelt wird. Mit einer flüssigen, bildhaften und geheimnisvollen Sprache gelingt es dem Autor, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen und die Schauplätze sowie die Charaktere eindrucksvoll zum Leben zu erwecken. Die Geschichte ist im Großen und Ganzen spannend und voller Rätsel, wobei es stellenweise zu kleinen Längen kommt. Die Vielzahl an Perspektiven und Zeitsprüngen fordert einiges an Aufmerksamkeit. Besonders die Figuren Mary Shelley und Pat Colombari sind gut nachvollziehbar und vielschichtig gezeichnet. Insgesamt ist das Buch ein guter Fantasyroman für alle die, die Mystery und Geschichte mögen.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Einfühlsame Zeitreise

Der Wille der Gräfin
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Der historische Roman „Der Wille der Gräfin" wurde von Ada Caine verfasst und erschien am 10. März 2026 im Tinte & Feder Verlag. Das Buch umfasst 317 Seiten und das Cover ist schlicht und schön gestaltet. ...

Der historische Roman „Der Wille der Gräfin" wurde von Ada Caine verfasst und erschien am 10. März 2026 im Tinte & Feder Verlag. Das Buch umfasst 317 Seiten und das Cover ist schlicht und schön gestaltet. In der Geschichte geht es um Komtess Hanna, die 1896 nach dem Verlust ihres Erbes in Karlsbad Zuflucht findet und als Gouvernante bei der Gräfin Valeria arbeitet. Während sie versucht, ihre Herkunft geheim zu halten und sich in der feinen Gesellschaft zu behaupten, wird durch einen Anschlag auf sie eine verborgene Verbindung zur Gräfin aufgedeckt. Bis zum Schluss bleibt offen, ob Hanna sich durchsetzen kann. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und klar, wodurch sich das Buch leicht und mit Freude lesen lässt. Die Autorin versteht es zudem, die Atmosphäre der Zeit authentisch und mit vielen liebevollen Details einzufangen. Die Spannung entwickelt sich stetig, sodass die Handlung bis zum Ende interessant bleibt. Die Figuren sind nachvollziehbar und glaubwürdig gestaltet; besonders Hanna überzeugt als starke Hauptfigur, deren Weg man gespannt verfolgt. Insgesamt ist das Buch ein gefühlvoller und schön erzählter historischer Roman.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Eine bewegende Reise

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Der Roman "Der Duft des Strandhafers“ wurde von Gabriella Engelmann verfasst und erschien am 2. März 2026 im Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 320 Seiten und das Cover stimmt wunderbar auf das Nordsee-Flair ...

Der Roman "Der Duft des Strandhafers“ wurde von Gabriella Engelmann verfasst und erschien am 2. März 2026 im Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 320 Seiten und das Cover stimmt wunderbar auf das Nordsee-Flair ein. Es handelt sich hier um den 2. Band der Dilogie "Die Bücherfrauen von Listland". Den ersten Teil sollte man gelesen haben um die Zusammenhänge besser zu verstehen. In der Geschichte geht es um die Journalistin Anna März, die nach Sylt zurückkehrt, um der 85-jährigen Fenja Lorenzen bei der Suche nach deren verschwundener Schwester Martje zu helfen. Martje verschwand 1958 nach einer Sturmnacht, und Anna entdeckt nach und nach, dass Fenja mehr weiß, als sie zugibt. Dabei kommt ans Licht, dass Martje sich damals in den Strandpiraten Hark verliebte und nach einem Schiffsunglück auf Amrum strandete. Parallel zu den Nachforschungen werden auch Annas Gefühle für Eric wieder wach. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und mit seiner atmosphärischen Dichte wird das besondere Feeling lebendig. Durch den Wechsel der Kapitel zwischen Vergangenheit und Gegenwart bleibt die Handlung abwechslungsreich und spannend. Die Figuren sind klar und übersichtlich gestaltet, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Besonders spannend fand ich Martjes Entwicklung, deren Geschichte und Perspektive sehr fesselnd beschrieben werden. Auch Anna habe ich gerne begleitet, da ihre Nachforschungen und persönlichen Gefühle authentisch und nachvollziehbar dargestellt sind. Insgesamt ist das Buch ein schöner Wohlfühlroman, der mit seiner Mischung aus Familiengeheimnissen, Liebe und Vergangenheit überzeugt.

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