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Veröffentlicht am 27.04.2026

Kriminalisten im Schafspelz

Widdersehen
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Mein neuester Krimi „Widdersehen“ von Leonie Swann ist ein absurd, witzig, spannender Schafskrimi. Ich liebe den Anblick von Schafen, sei es auf dem Deich oder in der Lüneburger Heide oder auf den saftigen ...

Mein neuester Krimi „Widdersehen“ von Leonie Swann ist ein absurd, witzig, spannender Schafskrimi. Ich liebe den Anblick von Schafen, sei es auf dem Deich oder in der Lüneburger Heide oder auf den saftigen Wiesen von Irland. Kicher, als Norddeutsche kommt man, wenn man hier lebt, auch gar nicht daran vorbei. Besonders glücklich bin ich daher, dass ich diesen „Krimääh“ nun lesen darf, da ich Fan der. Bücher bin. Das Cover ist ein wahrer Eyecatcher. Als Betrachter sieht man Schafe und eine Ziege vor einem Bildhorizont mit dunkelblauem Grund. Aufgestellt, wie zum Gruppenfoto. Der Buchtitel „Widdersehen“ ist gut sichtbar, in einem leuchtendem Gelb-Ton, angelegt und signalisiert mir irgendwie Energie und Optimismus. Schlägt man das Buch auf, kann man sich über weitere schemenhaft angedeutete Schafe freuen. Die Geschichte beginnt mit einem Zitat von Heraklit:
… Man kann nie zweimal in denselben Fluss steigen, denn andere Wasser strömen nach …
Ob dem wirklich so ist, wird sich noch zeigen. Ich finde es jedenfalls passend ausgewählt, denn für mich symbolisiert es den unaufhörlichen Wandel aller Dinge. Und er macht dem Leser damit auch klar, dass der Fluss, wie auch die Menschen, sich ständig verändern. Gespannt fange ich an zu lesen und freue mich, dass mir zu Beginn „die wichtigsten Schafe der Handlung“ vorgestellt werden. Da wären z.B. MISS MAPLE, MOPPLE THE WHALE, OTHELLO, RITCHFIELD, MELMOTH, ZORA sowie die Ex-Ziege (und Schaf auf Probe) MADOUC, um nur einige zu nennen. Dieses ist Band drei der Serie, um die schlauen Schafe „aus Glennkill“ und wenn ich mich richtig erinnere, kommt die Schafsbande nun sogar im Kino. Das werde ich mir natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn ich die Bücher meist besser, als die Verfilmung finde.
Im vorliegenden Schafskrimi folgt jetzt ein Prolog, der meine Spannung und Vorfreude weitersteigert. Da ich Fan von Wortspielen bin, komme ich voll auf meine Kosten und habe viel Freude beim Schmökern. Der Plot ist warmherzig, witzig, spannend und einfallsreich. Die tierisch, klugen Schafs-Figuren sind mit Schäferin Rebecca von ihrer Europareise zurück. Auf ihre Heimatweide ist leider nichts mehr, wie es war. Ja, ja die Erinnerung … Drei fremde Schafe haben alle Lieblingskräuter weggeknabbert, zum Unmut der Schafe steht nun auch noch ein Zaun da und ihre Hirtin Rebecca verschwindet spurlos. Was passiert da nur? „Fremdenfeindlichkeit“ inklusive und wie man dann als Schaf mit dieser Situation umgeht.
„Es riecht merkwürdig“, ein „einzelner Finger“ sowie ein geheimnisvoller Brief sind die einzigen Hinweise, die für die Schafe zurückbleiben, als Rebecca aus ihrem Schäferwagen verschwindet. Köstlich, die Schafe so agieren zu lassen! MISS MAPLE, die wollige Ermittlerin, ist zuerst etwas ratlos. Aber mit „Wollensstärke“, „Wollidarität“ und mit ihrem Erzfeind, dem „Metzger“ als neuen Schäfer (der drei fremden Schafe) nimmt der Kriminalfall seinen Lauf. Als Leser darf man sich da auf einen witzigen Krimi freuen, der Schreibstill von Leonie Swann ist dazu einfach genial. Die Wortwahl und die Beschreibungen vortrefflich. Die Charaktere sind fein erdacht und gut beschrieben. Die Schafe haben viele menschliche Eigenschaften und Eigenarten, die sie daher sehr liebenswert machen. Und eins können sie richtig super, „philosophieren“ während der Ermittlungsarbeit. Zu komisch, finde ich als Leserin auch den „Erpresserbrief“, der mit Rechtschreibfehler noch händisch zusammengestellt wird, obwohl es schon digital ginge, wie ein „böser Bube“ großspurig erklärt. Die Spannungskurve ist durchgängig und ich mag das Buch kaum aus der Hand legen, um zu erfahren, was da alles passiert. Als Leserin bin ich vom Einfallsreichtum der Autorin schwer beeindruckt. Alles wirkt logisch und schlüssig und wie aus einem Guss und sogar an ein Lesebändchen wurde gedacht, was ich als sehr praktisch erachte. Auch, dass bei den einzelnen Seiten, rechts unten, bei der Seitenzahl ein kleines, wolliges Schaf, dass einen Hut im Maul trägt, eine Verzierung hat, gefällt mir super. So begleitet man die Schafe, auf der Suche nach des Rätsels Lösung, fast hautnah mit. Ich fiebere der Auflösung selbstverständlich ebenfalls entgegen. Das macht natürlich sehr viel Freude, zumal es ein Krimi der etwas wolligeren Art ist. Zu viel möchte ich euch jedenfalls nicht verraten, denn es lohnt sich diesen Schafskrimi selbst zu lesen. Glennkill (Band 1) sowie Garou (Band 2) der Serie empfehle ich euch ebenfalls. Man kann Widdersehen (Band 3) selbstverständlich unabhängig von den vorherigen Büchern lesen, aber auf alte, vertraute Bekannte zu treffen, „ähm“ Schafe macht doch irgendwie noch ein wenig mehr Freude. Oder, auch zu wissen, wer „George“ war, was meint ihr?
Fazit: ***** Der Schafskrimi „Widdersehen“ von Leonie Swann ist im Dumont Verlag erschienen. Als Leserin konnte ich mich schnell mit den Schafen anfreunden und ihr Handeln nachvollziehen. Ein direktes Lieblingsschaf habe ich allerdings nicht, ich mag die ganze Herde, mit ihren Macken. Und hoffe inbrünstig, dass ich bald wieder etwas „Neues“ aus Glennkill zu lesen bekomme. Das gebundene Buch hat mit Danksagung 333 Seiten, die mich auch ohne Schafsfell, trotz norddeutscher Kälte bestens literarisch gewärmt haben!


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Veröffentlicht am 25.03.2026

Zeitreise

A Spark of Time - Ein Treffen in den Highlands
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Endlich, endlich geht es weiter. Auf den dritten Band meiner vorliegenden Romantasy-Reihe habe ich mich sehr gefreut! Dieses Mal geht es in die wunderschönen Highlands. Und schaut euch nur das traumhafte ...

Endlich, endlich geht es weiter. Auf den dritten Band meiner vorliegenden Romantasy-Reihe habe ich mich sehr gefreut! Dieses Mal geht es in die wunderschönen Highlands. Und schaut euch nur das traumhafte Cover und den passenden Farbschnitt an. Als Betrachter sieht man da das Zahnrad der Uhr, fluffige, lilafarbene Disteln, emsige Hummeln und einen passenden Dudelsack. Ich bin schwer begeistert, wie toll das alles zusammenpasst. In den Highlands war ich selbst schon vor Ort und liebe die geheimnisvolle und traumhafte Landschaft dort sehr. Im Roman „A Spark of Time – Ein Treffen in den Highlands“ von Kira Licht geht es wieder um eine spannende Zeitreise und diesmal zusätzlich um heftiges Gefühlschaos. Die wichtigsten Protagonisten sind Lilla, Damien und Collin. Das Buch startet mit einer Zusammenfassung „Was bisher geschah“ und das finde ich ganz raffiniert gemacht, so kommt man als Leser wieder flott in die Geschichte rein. Dann folgt ein packender Prolog und wir befinden uns im Jahr 1947 in Westminster Abbey in England. Die einzelnen Kapitel zieren Distel- oder Dudelsack- Symbole, je nachdem ob Lilly oder Damian ihre Sicht der Dinge wiedergeben. Der Plot ist genial und aufregend. Es gibt einige Trigger, wie Erpressung, Kämpfe oder Tod, dass sollte man vorab berücksichtigen. Aber meiner Lese-Liebe hat das keinen Abbruch getan. Die Seiten sind beim Lesen nur so vor meinen Augen dahingeflogen. Die Spannungskurve war gut angelegt. Und die Suche nach der Perle von Tortuga, hat mich „Raum und Zeit“ vergessen lassen. Als Leser hat man einiges über das Leben zur damaligen Zeit, die Highlands und die Herausforderungen auf „Burg Dunvegan“ ganz nebenbei gelernt. Ich liebe den bunten Mix aus „Time Travel“, fiktiv und historisch. Der Schreibstil und die Wortwahl von Kira Licht sind angenehm und machen Lust auf mehr. Und wie immer habe ich auch dieses Mal mit meinen Romanfiguren kräftig mitgelitten. Puuuuh, Liebeskummer, besonders Lilly tat mir leid.

… „Ich habe dich geliebt, Damien, ich habe um dich gekämpft. Doch jetzt muss ich frei sein, um nicht zu zerbrechen.“…

Da verdrückt man schon ein paar Tränen und möchte sich das Gefühlschaos so gar nicht vorstellen. Aber, zum Glück, es gibt ein „Liebes-Dreieck“ und Collin taucht auf. Am Anfang fand ich ihn mega unsympathisch. Allerdings hat sich das im Laufe der Geschichte geändert. Aber ich möchte euch selbstverständlich nicht zu viel verraten, denn es soll ja spannend bleiben.
Und ob die „Zeitreise“ glückt und die Perle gesichert werden kann, erfahrt ihr, wie ich, wenn ihr Teil drei der packenden Zeitreise lest.

Fazit: ***** „A Spark of Time- Ein Treffen in den Highlands” von Kira Licht ist im One-Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 406 starke Seiten und einen pfiffigen Anhang, der Lust auf Band vier macht, der hoffentlich bald erscheint.



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Veröffentlicht am 15.03.2026

Familiengeheimnis

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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"Der Duft des Strandhafers" von Gabriella Engelmann, erschienen im Knaur Verlag, ist der Abschluss der Dilogie "Die Bücherfrauen vom Listland". Schon der Einband zeigt in warmen Pastellfarben die Schönheit ...

"Der Duft des Strandhafers" von Gabriella Engelmann, erschienen im Knaur Verlag, ist der Abschluss der Dilogie "Die Bücherfrauen vom Listland". Schon der Einband zeigt in warmen Pastellfarben die Schönheit der Norddeutschen Küsten- und Dünenlandschaft, bei der natürlich eine verwitterte Bank sowie ein strahlender Sonnenuntergang und im Hintergrund die Meeresvögel nicht fehlen dürfen. Der Roman zeichnet sich durch einen bildgewaltigen Schreibstil aus und entführt die Leser auf eine zauberhafte und authentische Reise in den mystisch-rauen Norden von Sylt, Husum, Amrum und Föhr. Die einzelnen Kapitel sind dann mit liebevoll gestalteten Silhouetten des Meeres in Form von Wellen und Küstenvögeln verziert. So macht der Einstieg in die einzelnen Kapitel gleich doppelt Spaß, die sorgfältige Recherche der Autorin verleiht der Handlung eine beeindruckende Tiefe und Glaubwürdigkeit, die mir hervorragend gefällt. Aber auch die stimmige Zeichnung des typisch Norddeutschen, seiner Sagenwelt, aber auch der dunkleren Kapitel der Vergangenheit wird eindrucksvoll gezeichnet und atmosphärisch dicht, zum Leser transportiert. Die Geschichte entfaltet sich auf mehreren Ebenen – Vergangenheit und Gegenwart – und bietet eine „feel-good“ Unterhaltung mit einer berührenden und dramatischen Familiensaga voller Geheimnisse und starker Frauen, die mich beim Lesen die eine oder andere Träne gekostet hat. Besonders das Schicksal des Vogelwarts Nanning Jessen, hat mich mehrfach zu Taschentüchern greifen lassen. Der Roman beginnt mit einem hilfreichen Personenregister und einem einstimmenden Prolog, der mich als begeisterte Leserin der Fortsetzung schnell wieder in die Geschichte eintauchen lässt. Die Verknüpfung der Zeitebenen hat Gabriella Engelmann geschickt umgesetzt und der Roman hält so die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig dargestellt. Die wichtigsten Protagonisten sind dieses Mal Martje, Hark, Keike, Vogelwart Nanning, Fee sowie Anna, Fenja, Eric und Leevke und dem Klabautermann Bo. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren sind fein gesponnen und tragen maßgeblich zur emotionalen Tiefe des Romans bei. Die Liebe zu Büchern, der Natur, der Heimat sowie dem Meer zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verbindet die Protagonisten auf besondere Weise. Die Atmosphäre des rauen Nordens und auch die historischen „Likedeeler“ werden lebendig und detailreich geschildert, was den Lesern das Gefühl gibt, selbst Teil dieser faszinierenden Welt zu sein. Die spannende Spurensuche nach der vermissten Martje wird sensibel und reflektiert behandelt und fügt der Erzählung eine wichtige historische Dimension hinzu. Die Seiten sind beim Lesen nur so vor meinen Augen dahingeflogen. Ich wollte unbedingt erfahren, was damals alles passiert ist und ob die beiden Schwestern noch zueinander finden. Der fesselnde Roman macht jedenfalls starke Lust auf einen Aufenthalt am Meer und weitere Bücher dieser fantastischen Autorin.

Fazit: ***** "Der Duft des Strandhafers" ist ein großartiger Abschluss der "Die Bücherfrauen vom Listland"-Dilogie. Der Roman überzeugt mit einem bildgewaltigen Schreibstil, einer gut recherchierten und authentischen Handlung sowie einer zauberhaften Erzählweise. Die Kombination aus dramatischen Familiengeheimnissen, der Liebe zu Büchern und dem mystischen Norden macht dieses Buch und auch den Auftakt davor zu einem wahren Lesegenuss. Das broschierte Taschenbuch hat mit Danksagung und Nachwort 317 Seiten die mich stark beeindruckt haben und die das Inselflair zu mir als Leserin haben „rüber schwappen“ lassen.



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Veröffentlicht am 14.03.2026

In der Fremde ...

Frankie – Unter Menschen
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Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ...

Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ist schon Teil zwei der Serie, die ich begeistert erwartet habe. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Als Betrachter sieht man den struppigen, kleinen Kater mit Hawaiihemd und großen mintgrünen Kulleraugen. Der Hintergrund ist in lila, das für mich Luxus und Eleganz ausstrahlt. Der Titelschriftzug ist weiß mit mint. Endlich kehrt Frankie zurück und ich erfahre, wie es ihm, mit und in „seinem Umfeld“ weiter ergeht. Da ich vor kurzem eine Augen OP hatte, passt das Hörbuch für mich gerade sehr gut, der Plot ist einfach genial und mitreißend. Die Protagonisten sind toll erdacht und gut beschrieben. Als Zuhörer wird man innerhalb kürzester Zeit in den Bann gezogen und muss sich mit den unterschiedlichsten Charakteren auseinandersetzen. Mir ging es zumindest so. Das Gedicht „Moon River“ gibt dem Zuhörer gleich am Anfang einen Vorgeschmack auf Fernweh oder die Sehnsüchte nach Zuhause. Die Laufzeit der CD beträgt fünf Stunden und 56 Minuten und wird perfekt und dermaßen unterhaltsam von Matthias Matschke gelesen. Er gibt dem Hörspiel, nicht zu Letzt durch seine atmosphärische Vertonung, eine „Seele“. Und so kann man beim „Vorspann“, dem „Kater des Verrückten“, „Denkfehler“ und „Du bist der Herrscher“ ruckzuck wieder in die zutiefst bewegende Geschichte eintauchen. Es gibt einige Trigger, wie Depressionen bei Gold, verursacht durch den Tod seiner Frau. Ein zunehmendes Problem in aktuell vielen Gesellschaften. Dem Gegenüber stehen aber auch einige witzige und kluge Sprüche oder Einwände von Frankie, die nachhaltig auf die Zuhörerschaft wirken dürften.

… Im Grunde hat Frankie alles, was ein Kater braucht: Riesen-Fernseher, Riesen-Bett, Futter mit Soße …

Leider ist der kleine Kater traurig, denn sein Menschenfreund Gold sitzt in der Irrenanstalt/Klapse und Frankie gerät bei einem Streifzug erst in eine Mülltonne, weil er einem Leberwurstrest nicht wieder stehen konnte und dann in ein Müllauto, dass ihn in die Fremde bringt. Dabei trifft er auf das Mädchen „Shattab“, das abgehauen ist. Gemeinsam begeben sie sich auf ein großes Abenteuer, quer durchs Land. Der Autor Jochen Gutsch schafft es, mir als Lauscher, das beklemmende Gefühl, dass man bestimmt hat, wenn man „sein Zuhause verliert“, perfekt zu vermitteln. Auf der Suche nach dem Rückweg begegnen „Frankie und Shattab“ den unterschiedlichsten Menschen und Tieren, wie z.B. dem Skywalker, Hieronymus, zwei Aaskrähen oder den brutalen Jugendlichen ohne Empathie und Mitgefühl. Als Zuhörer habe ich ordentlich mitgelitten oder habe mich auch über den einen oder anderen Zeitgenossen gewundert. Zum Glück gab es aber auch einige Stellen, wo ich herzhaft lachen musste. Und irgendwie musste ich beim Zuhören der Geschichte auch an die zahlreichen Kriegsflüchtlinge auf der ganzen Welt denken, denn die haben es „ohne Mitgefühl“ und mit den enormen Verständigungsproblemen, den sozialen, religiösen und kulturellen Unterschieden, dem zunehmenden Fremdenhass, in der Fremde bestimmt genauso schwer, wie „Frankie und Shattab“! Zum Glück gibt es im Hörbuch einen „richtig guten Plan“ und später treiben die beiden Abenteurer auf einem Fluss Richtung „Arsch der Welt“. Ob, dass gut geht? Ich verrate es euch nicht, denn es lohnt sich auf alle Fälle die Lesung selber anzuhören.

Fazit: ***** Frankie -Unter Menschen von Jochen Gutsch ist im „der Hörverlag“ erschienen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich wünsche mir noch eine weitere Fortsetzung, denn ich habe Frankie unterdessen ins Herz geschlossen.


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Veröffentlicht am 14.03.2026

In der Fremde

Frankie – Unter Menschen
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Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ...

Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ist schon Teil zwei der Serie, die ich begeistert erwartet habe. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Als Betrachter sieht man den struppigen, kleinen Kater mit Hawaiihemd und großen mintgrünen Kulleraugen. Der Hintergrund ist in lila, das für mich Luxus und Eleganz ausstrahlt. Der Titelschriftzug ist weiß mit mint. Endlich kehrt Frankie zurück und ich erfahre, wie es ihm, mit und in „seinem Umfeld“ weiter ergeht. Da ich vor kurzem eine Augen OP hatte, passt das Hörbuch für mich gerade sehr gut, der Plot ist einfach genial und mitreißend. Die Protagonisten sind toll erdacht und gut beschrieben. Als Zuhörer wird man innerhalb kürzester Zeit in den Bann gezogen und muss sich mit den unterschiedlichsten Charakteren auseinandersetzen. Mir ging es zumindest so. Das Gedicht „Moon River“ gibt dem Zuhörer gleich am Anfang einen Vorgeschmack auf Fernweh oder die Sehnsüchte nach Zuhause. Die Laufzeit der CD beträgt fünf Stunden und 56 Minuten und wird perfekt und dermaßen unterhaltsam von Matthias Matschke gelesen. Er gibt dem Hörspiel, nicht zu Letzt durch seine atmosphärische Vertonung, eine „Seele“. Und so kann man beim „Vorspann“, dem „Kater des Verrückten“, „Denkfehler“ und „Du bist der Herrscher“ ruckzuck wieder in die zutiefst bewegende Geschichte eintauchen. Es gibt einige Trigger, wie Depressionen bei Gold, verursacht durch den Tod seiner Frau. Ein zunehmendes Problem in aktuell vielen Gesellschaften. Dem Gegenüber stehen aber auch einige witzige und kluge Sprüche oder Einwände von Frankie, die nachhaltig auf die Zuhörerschaft wirken dürften.

… Im Grunde hat Frankie alles, was ein Kater braucht: Riesen-Fernseher, Riesen-Bett, Futter mit Soße …

Leider ist der kleine Kater traurig, denn sein Menschenfreund Gold sitzt in der Irrenanstalt/Klapse und Frankie gerät bei einem Streifzug erst in eine Mülltonne, weil er einem Leberwurstrest nicht wieder stehen konnte und dann in ein Müllauto, dass ihn in die Fremde bringt. Dabei trifft er auf das Mädchen „Shattab“, das abgehauen ist. Gemeinsam begeben sie sich auf ein großes Abenteuer, quer durchs Land. Der Autor Jochen Gutsch schafft es, mir als Lauscher, das beklemmende Gefühl, dass man bestimmt hat, wenn man „sein Zuhause verliert“, perfekt zu vermitteln. Auf der Suche nach dem Rückweg begegnen „Frankie und Shattab“ den unterschiedlichsten Menschen und Tieren, wie z.B. dem Skywalker, Hieronymus, zwei Aaskrähen oder den brutalen Jugendlichen ohne Empathie und Mitgefühl. Als Zuhörer habe ich ordentlich mitgelitten oder habe mich auch über den einen oder anderen Zeitgenossen gewundert. Zum Glück gab es aber auch einige Stellen, wo ich herzhaft lachen musste. Und irgendwie musste ich beim Zuhören der Geschichte auch an die zahlreichen Kriegsflüchtlinge auf der ganzen Welt denken, denn die haben es „ohne Mitgefühl“ und mit den enormen Verständigungsproblemen, den sozialen, religiösen und kulturellen Unterschieden, dem zunehmenden Fremdenhass, in der Fremde bestimmt genauso schwer, wie „Frankie und Shattab“! Zum Glück gibt es im Hörbuch einen „richtig guten Plan“ und später treiben die beiden Abenteurer auf einem Fluss Richtung „Arsch der Welt“. Ob, dass gut geht? Ich verrate es euch nicht, denn es lohnt sich auf alle Fälle die Lesung selber anzuhören.

Fazit: ***** Frankie -Unter Menschen von Jochen Gutsch ist im „der Hörverlag“ erschienen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich wünsche mir noch eine weitere Fortsetzung, denn ich habe Frankie unterdessen ins Herz geschlossen.


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