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Veröffentlicht am 26.03.2026

Für mich ist dieses Buch ein historischer Slow-Burn-Wohlfühlroman

Die Papierschöpferin
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Zum Cover:

Das Cover von “Die Papierschöpferin” von Anna Thaler ist schlicht gehalten und wirkt gerade dadurch besonders elegant. Der Hintergrund erinnert an feines, handgeschöpftes Papier und vermittelt ...

Zum Cover:

Das Cover von “Die Papierschöpferin” von Anna Thaler ist schlicht gehalten und wirkt gerade dadurch besonders elegant. Der Hintergrund erinnert an feines, handgeschöpftes Papier und vermittelt sofort eine historische Atmosphäre.

Besonders schön finde ich die Schrift des Titels, die mit ihrer glänzenden Prägung edel hervorsticht und dem Buch etwas Hochwertiges verleiht. Im unteren Bereich sieht man zwei Figuren, die gemeinsam einen Weg entlanggehen, während sich im Hintergrund eine ruhige Landschaft mit einem Gebäude abzeichnet.

Für mich wirkt das Cover sehr stimmig: schlicht, ruhig und gleichzeitig neugierig machend auf die Geschichte.

Meine Meinung:

Anna Thaler schafft es jedes Mal aufs Neue, mich schon nach wenigen Seiten mitten in ihre Geschichten hineinzuziehen – und genau so war es auch hier. Mein Leserherz war von Anfang an voller Vorfreude auf wunderschöne, ruhige Lesestunden, und ich wurde nicht enttäuscht.

Besonders positiv aufgefallen ist mir direkt zu Beginn das umfangreiche Personenregister. Auch wenn ich zunächst etwas erschlagen war von der Vielzahl an Namen, hat es mir im Verlauf der Geschichte unglaublich geholfen, den Überblick zu behalten.

Die Reise von Sofia gemeinsam mit dem Mönch Sebastiano und dem Novizen Gianluca nach Augsburg war für mich ein zentrales Highlight. Der Weg ist beschwerlich, aber zugleich voller spannender Einblicke – vor allem durch Sebastianos Wissen über Kräuter und Natur. Kleine Details wie die Verwendung von Lindenblüten oder Kiefernnadeln haben die Geschichte für mich noch lebendiger gemacht.

Auch die Figuren haben mich sehr berührt. Sofia ist eine unglaublich starke, verantwortungsbewusste junge Frau, die nach dem Tod ihrer Eltern früh erwachsen werden musste. Ihre Wissbegierde und ihr Pflichtgefühl gegenüber ihrer Familie machen sie zu einer sehr greifbaren Protagonistin. Besonders schön fand ich die Entwicklung rund um Gianluca – von einem tollpatschigen Begleiter hin zu einer Figur mit Tiefe, deren Geschichte nach und nach ans Licht kommt.

Ein weiteres Highlight war für mich der Einblick in die Kunst des Papierschöpfens. Ich fand es faszinierend zu erfahren, wie aus Stofflumpen Papier entsteht und wie viel Wissen und Handwerk dahintersteckt.

Der Schreibstil von Anna Thaler ist dabei wunderbar detailreich und atmosphärisch. Ich konnte komplett in die Zeit eintauchen und habe mich in der Geschichte rundum wohlgefühlt. Die zarte, unaufdringliche Romanze, die sich durch die Handlung zieht, hat mein Herz zusätzlich berührt, ohne jemals zu dominant zu werden.

Fazit:

Für mich ist dieses Buch ein historischer Slow-Burn-Wohlfühlroman, der mit viel Liebe zum Detail, starken Charakteren und spannenden Einblicken in vergangene Handwerkskunst überzeugt. Das Ende hat mir sehr gefallen – auch wenn ich mir gewünscht hätte, noch länger in dieser Welt zu verweilen. Eine Fortsetzung würde ich mir auf jeden Fall sehr wünschen!

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Ein sehr emotionaler, kraftspendender und ermutigender Roman, der lange nachhallt.

Und immer wieder geht die Sonne auf
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Meine Meinung:

Manchmal begegnen einem Bücher genau im richtigen Moment. „Und immer wieder geht die Sonne auf“ von Elli Poletti ist für mich genau so ein Buch gewesen. Eine Geschichte über Verlust, Trauer ...

Meine Meinung:

Manchmal begegnen einem Bücher genau im richtigen Moment. „Und immer wieder geht die Sonne auf“ von Elli Poletti ist für mich genau so ein Buch gewesen. Eine Geschichte über Verlust, Trauer und den schwierigen Weg zurück ins Leben – tief emotional, bewegend und voller Hoffnung. Besonders in meiner eigenen Trauerzeit haben mich viele Gedanken und Zitate sehr berührt und zum Nachdenken gebracht.

„Es gibt Dinge, die du nicht beeinflussen kannst. Die musst du annehmen und das Beste daraus machen.“

Diese Worte haben mich während des Lesens besonders begleitet und mir selbst in einer schweren Zeit Kraft gegeben.

Der Einstieg in die Geschichte hat mich direkt mitten ins Herz getroffen. Schon die Beerdigung von Sophies Schwester Sophie ist unglaublich intensiv beschrieben. Ich hatte das Gefühl, selbst neben Kleo zu stehen, all die Bilder vor mir zu sehen und ihre Trauer hautnah mitzuerleben. Diese Szenen haben mich sehr bewegt und auch viele Tränen gekostet – vielleicht auch, weil ich selbst gerade erst zwei wichtige Menschen an Krebs verloren habe.

Kleo fühlt sich nach Sophies Tod vollkommen leer. Mit ihrer Trauer kann sie kaum umgehen und zieht sich immer mehr zurück. Sie trennt sich sogar von ihrem Freund Lenny, obwohl sie ihn sehr liebt, weil sie seine Nähe im Moment nicht ertragen kann. Jeder Mensch trauert anders – und genau das zeigt die Autorin hier sehr authentisch.

Besonders berührend fand ich die Momente, in denen Kleo von ihrer Schwester Sophie erzählt. Die Erinnerungen an gemeinsame Zeiten sind schmerzlich, doch gleichzeitig geben sie auch Kraft. Während des Lesens wurde mir wieder bewusst, wie wichtig es ist, über Verstorbene zu sprechen und Erinnerungen zu teilen.

„Zeit heilt vielleicht nicht alle Wunden, aber sie kann dabei helfen, mit den Narben zu leben.“

Genau dieses Gefühl transportiert die Geschichte sehr einfühlsam.

Sophies großer Traum war es immer, einmal den Seesternstrand in Panama zu besuchen. Um ihr diesen Wunsch symbolisch zu erfüllen – und vielleicht auch, um vor ihrem eigenen Schmerz davonzulaufen – reist Kleo schließlich dorthin.

Die Kulisse in Panama ist wunderschön beschrieben und verleiht der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Ich habe sogar selbst Bilder im Internet recherchiert und war begeistert von dieser beeindruckenden Landschaft, die Elli Poletti als Setting gewählt hat.

Dort lernt Kleo den Hostelbesitzer Thommy kennen, der sofort spürt, dass sie etwas belastet. Er bietet ihr an, im Hostel zu helfen – im Gegenzug darf sie dort kostenlos wohnen. Für Kleo ist das der perfekte Ort, um ein wenig Abstand zu gewinnen und langsam wieder zu sich selbst zu finden.

Im Hostel begegnet sie vielen neuen Menschen – und vor allem auch Carlos, einem Geschäftsmann, der ebenfalls mit großem Schmerz zu kämpfen hat. Zwischen ihnen entsteht schnell eine besondere Verbindung. Sie teilen ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen miteinander und geben sich gegenseitig Halt.

Auch Kleos Familie spielt eine wichtige Rolle. Besonders ihre Mutter habe ich sehr bewundert – eine unglaublich starke Frau, die trotz des schweren Verlustes versucht, positiv in die Zukunft zu blicken und ihre Tochter aus ihrem Schutzpanzer zu holen.

Schmerzhaft hingegen ist für Kleo die plötzliche Trennung ihrer Eltern, als Sophies Krebs zurückkehrt. Ihr Vater verlässt die Familie, weil er die Kraft nicht mehr aufbringen kann, diese schwere Zeit noch einmal durchzustehen. Kleo kann ihm das lange nicht verzeihen und bricht den Kontakt ab.

Am Ende hat mich die Autorin mit der Erklärung für sein Verhalten sehr überrascht. Dieser Moment war unglaublich ergreifend und hat vieles noch einmal in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Besonders schön fand ich es zu beobachten, wie Kleo sich im Laufe der Geschichte langsam verändert. Schritt für Schritt findet sie aus ihrer tiefen Trauer zurück ins Leben. Jeder kleine Fortschritt hat mich unglaublich berührt und mir selbst Hoffnung gegeben.

Während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, mit Kleo gemeinsam zu wachsen. Ihre Geschichte hat mir gezeigt, dass Erinnerungen irgendwann wieder glücklich machen können – dass unsere Liebsten in unseren Herzen weiterleben und uns manchmal in besonderen Momenten ganz nah sind.

Fazit:

Dieses Buch ist für mich ein absolutes Herzensbuch. Eine Geschichte voller Emotionen, Tiefgang und Hoffnung. Sie hat mir in einer persönlichen schweren Zeit viel Kraft gegeben und mir das Gefühl vermittelt, mit meiner Trauer nicht allein zu sein.

Ich werde diese Geschichte ganz sicher niemals vergessen – auch weil ich während des Lesens selbst einen wundervollen Menschen an genau dieser Krankheit verloren habe. Doch Kleos Weg hat mir Mut gemacht, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

Ein sehr emotionaler, kraftspendender und ermutigender Roman, der lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Für mich ein richtig starker Thriller mit Sogwirkung!

The Woman in Suite 11
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Zum Cover:

Für mich strahlt das Cover eine große Geheimnisvolligkeit aus. Es verrät kaum etwas und macht dadurch umso neugieriger. Wer ist diese Frau? Was ist in Suite 11 passiert? Und warum scheint alles ...

Zum Cover:

Für mich strahlt das Cover eine große Geheimnisvolligkeit aus. Es verrät kaum etwas und macht dadurch umso neugieriger. Wer ist diese Frau? Was ist in Suite 11 passiert? Und warum scheint alles so still und verlassen? Die klare, reduzierte Gestaltung unterstreicht die Spannung und lässt viel Raum für eigene Gedanken – ein Cover, das nicht laut sein muss, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Insgesamt ein sehr stimmiges, atmosphärisches Cover, das perfekt zum Genre passt und mich direkt dazu gebracht hat, das Buch in die Hand nehmen zu wollen. Genau diese leise, unheilvolle Neugier ist es, die mich sofort gepackt hat.

Meine Meinung:

Ohne große Erwartungen bin ich in diesen Thriller gestartet – vor allem, weil mir vorher gar nicht bewusst war, dass es sich um den zweiten Band handelt. Das hat dem Leseerlebnis aber überhaupt keinen Abbruch getan. Ruth Ware gelingt es sehr gut, wichtige Einblicke aus dem ersten Teil einzubauen, ohne dass man das Gefühl hat, etwas Entscheidendes verpasst zu haben. Im Gegenteil: Meine Neugier auf Band 1 ist dadurch sogar deutlich gewachsen.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Ich lernte schnell die Gegebenheiten sowie die Hauptprotagonistin Lo Blacklock kennen und bekam nach und nach ein gefestigtes Bild von ihr. Besonders ihre düstere Vergangenheit, die sie noch nicht vollständig verarbeitet hat, verleiht der Geschichte Tiefe. Gleichzeitig zeigt Ruth Ware eine sehr warme, fast schon beruhigende Seite von Lo: Ihr enges Verhältnis zu ihrem Mann und den Kindern ist liebevoll beschrieben und gibt ihr den Halt, den sie dringend braucht.

Im ersten Drittel passiert noch nicht allzu viel, doch das empfand ich nicht als störend. Vielmehr baut sich die Handlung gemächlich, aber interessant auf. Erste Fragen tauchen auf, die mich neugierig gemacht und an die Geschichte gebunden haben.

Ich habe das Buch parallel gelesen und gehört – und gerade das Hörbuch hat mich zeitweise richtig begeistert. Die Sprecherin hauchte den Figuren so viel Leben ein und kitzelte die Spannung wunderbar heraus. Der Schreibstil selbst ist flüssig und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Zwar gab es im ersten Drittel ein paar kleine holprige Stellen, doch das kenne ich bereits aus einem anderen Buch der Autorin und es hat mich nicht weiter gestört.

Ab etwa der Hälfte des Buches zog die Spannungskurve extrem an. Mein Kopf war voller Theorien, ich habe mitgefiebert und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen – Hochspannung pur.

Lo Blacklock empfand ich in manchen Situationen als etwas naiv, und sie setzt für ihr Handeln unglaublich viel aufs Spiel. Gleichzeitig habe ich sie genau dafür ein wenig bewundert. Ich selbst wäre vermutlich nicht so mutig gewesen, Cassie zu helfen und dies auch noch meinem Partner zu verschweigen.

Cassie war für mich eine besonders spannende Figur. Trotz allem, was sie durchgemacht hat, konnte ich ihr nicht vollständig glauben – aber ich konnte ihr Handeln auch nicht verurteilen. Ihre Figur ist facettenreich, ihre Entwicklung sehr gelungen. Auch wenn sie in der Geschichte eher den „bösen“ Part einnimmt, habe ich sie als extrem starken Charakter wahrgenommen, den ich überraschend gern mochte. Ich habe ohnehin oft ein kleines Herz für vermeintliche Bösewichte – wobei ich Cassie hier gar nicht eindeutig so nennen möchte.

Fazit:

Die Wendungen zum Ende hin hatten es in sich. Mein Kopf war ein einziger Gedankenknoten, und das Herzklopfen blieb bis zur letzten Seite. Ein intensives, spannendes Leseerlebnis, das mich vollkommen abgeholt hat.

Für mich ein richtig starker Thriller mit Sogwirkung!

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Ein emotionaler Roman voller Wärme, Hoffnung und innerem Wachstum

Mein Dezember mit dir
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Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover sofort in eine winterliche Wohlfühlstimmung versetzt. Besonders der perlmuttfarbene Überzug, der im Licht zart schimmert und die Farben lebendig wirken ...

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover sofort in eine winterliche Wohlfühlstimmung versetzt. Besonders der perlmuttfarbene Überzug, der im Licht zart schimmert und die Farben lebendig wirken lässt, macht das Buch zu einem echten Blickfang. Das sanfte Grün, durchzogen von funkelnden Lichtpunkten, Schneeflocken und einem Hauch von Magie, erinnert an einen leuchtenden Dezemberhimmel. Wunderschön harmoniert dazu der weiße, geschwungene Titelschriftzug, der sich elegant und weich in diese Farbwelt einfügt.

Im unteren Bereich öffnet sich eine romantische Winterkulisse: eine verschneite Brücke, ein alter Laternenmast und ein Paar, das sich liebevoll in den Armen hält. Dieser ruhige Moment voller Nähe verstärkt das warme, verträumte Gesamtgefühl des Covers.

Ein stimmiges, atmosphärisches Cover, das mich mit seinem perlmuttfarbenen Glanz und der winterlichen Gestaltung sofort angesprochen hat.

Meine Meinung:

“Mein Dezember mit dir” von Emily Stone hat mein Herz tief berührt – von der ersten Seite an wusste ich, dass mich hier eine ganz besondere Reise erwartet.

Lexie war mir von Beginn an sehr sympathisch. Ihre offene, mutige Art zieht einen sofort hinein – auch wenn ich ihre kleinen Notlügen gegenüber ihrer Mutter und ihrer Freundin nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Besonders ihr Schmerz über die Trennung ihrer Eltern war greifbar und sehr berührend. Ebenso ihre innere Zerissenheit gegenüber ihrer Halbschwester Rachel, die eine ganz andere Version ihres gemeinsamen Vaters erlebt hat. Dies zu akzeptieren, fiel Lexie sichtlich schwer – und genau das machte sie menschlich.

Wunderschön zu beobachten war, wie zwischen den Schwestern Stück für Stück ein zartes Band entsteht. Ein Band, das aus Unsicherheit wächst, durch Verständnis stärker wird und irgendwann zu echter Nähe führt.

Rachel selbst ist eine sehr emotionale Figur, deren Trauer tief unter die Haut geht. Auch sie trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum und hofft zugleich – vielleicht sogar unbewusst – auf Unterstützung von Lexie. Die Dynamik zwischen den beiden hat mich oft bewegt.

Theo hingegen steht als engagierter Mitarbeiter mitten im Druck der Firma. Er möchte Richards Erbe bewahren – koste es, was es wolle – und fühlt sich verpflichtet, seinen Platz gut auszufüllen. Lexies anfängliche Ablehnung gegenüber der Firma macht es ihm nicht leicht, und doch wächst zwischen ihnen langsam ein zarter Funken der Zuneigung. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ruhig, natürlich und mit wunderbaren prickelnden Momenten.

Ein echter Herzenscharakter war für mich Ange – die gute Seele von R+L Travels. Sie hält alles zusammen, unterstützt jeden, und ohne es zu erzwingen, bringt sie Lexie und Theo durch liebevolle Schubs-Momente immer wieder auf den richtigen Weg.

Besonders gefallen haben mir die gemeinsamen Reisen nach Frankreich, Madrid und Island. Die Beschreibungen waren so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte, gemeinsam mit Lexie durch kleine Gassen zu schlendern, neue Kulturen zu entdecken oder in einem Café innezuhalten. Diese Reiseelemente haben der Geschichte eine unglaublich lebendige Tiefe gegeben.

Auch das Treiben in der Firma selbst war spannend zu verfolgen. Zu sehen, wie Lexie sich immer mehr darauf einlässt, Verantwortung übernimmt und beginnt, sich um die Mitarbeiter zu sorgen, fand ich sehr authentisch. Ihre Entwicklung war nicht immer glatt, sondern geprägt von Ecken und Kanten – doch genau das macht sie so überzeugend.

Besonders berührt hat mich das Wunschglas, eine liebevolle Tradition zwischen Lexie und ihrem Vater Richard. So einfach, und doch so zauberhaft. Ein Glas voller kleiner Wünsche, Erinnerungen und Hoffnungen – ich kann mir gut vorstellen, selbst so ein Glas zu führen.

Das Buch ist kein klassischer Weihnachts- oder Winterroman, sondern begleitet seine Figuren über ein ganzes Jahr hinweg. Dadurch entsteht ein intensiver, natürlicher Verlauf, der Themen wie zweite Chancen, Trauer, Abschiednehmen und Neuanfänge sehr feinfühlig miteinander verbindet.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und vor allem emotional. Ich war beim Lesen komplett drin, habe mitgefiebert, mitgefühlt und an vielen Stellen innegehalten. Die Nebenfiguren fügen sich stimmig ein und geben der Geschichte zusätzlichen Tiefgang.

Diese Story hat mein Herz wirklich berührt – und ich denke, sie wird noch lange in mir nachklingen. Ich habe mich unglaublich wohl und angekommen in dieser Welt gefühlt und möchte definitiv mehr von der Autorin lesen.

Fazit:

Ein emotionaler Roman voller Wärme, Hoffnung und innerem Wachstum. Mit authentischen Charakteren, wunderschönen Reiseszenen und einer berührenden Familiengeschichte, die lange nachhallt. Das Wunschglas ist das besondere i-Tüpfelchen, das dieser Geschichte eine magische Note verleiht. Ein Buch, das mich tief berührt hat und das ich von Herzen weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

eine absolute Leseempfehlung mit Wholesome-Atmosphäre.

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Zum Cover:

Schon beim ersten Blick strahlt dieses Cover eine wunderbare Ruhe aus. Es wirkt leise, unaufgeregt und unglaublich gemütlich – genau so, wie man sich einen Wohlfühlroman für entspannte Lesestunden ...

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick strahlt dieses Cover eine wunderbare Ruhe aus. Es wirkt leise, unaufgeregt und unglaublich gemütlich – genau so, wie man sich einen Wohlfühlroman für entspannte Lesestunden wünscht.

Die sanfte Hintergrundfarbe harmoniert perfekt mit der liebevoll gestalteten Illustration und lässt alles wie aus einem Guss wirken. Nichts drängt sich in den Vordergrund, stattdessen lädt das Cover dazu ein, innezuhalten und einfach abzutauchen. Die Grafik hat etwas Verspieltes, ohne überladen zu sein, und unterstreicht diese warme, heimelige Atmosphäre, die sofort Lust aufs Lesen macht.

Für mich ist es ein wunderschönes Cover, das genau das transportiert, was ich mir von der Geschichte erhoffe: Ruhe, Herz und ein kleines Stück Cornwall-Gefühl zum Wegträumen.

Meine Meinung:

Schon die Grundidee dieser Geschichte hat mich sofort abgeholt: Eine Foodblogger-Journalistin im Mittelpunkt, kombiniert mit Küche, Restaurantalltag und dem idyllischen Setting Cornwalls. Genau mein Ding. Und ich kann direkt vorwegnehmen: Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und mir unglaublich viel Freude bereitet.

Der Plot rund um Sophie, ihre Arbeit als Foodjournalistin und alles, was mit Foodblogging und Kochen zu tun hat, war für mich absolut faszinierend. Ich habe es geliebt, den Tätigkeiten in der Küche zu folgen – so sehr, dass ich beim Lesen selbst sofort Lust bekam, Neues auszuprobieren. Mir lief mehr als einmal das Wasser im Mund zusammen, denn die Gerichte sind so bildhaft beschrieben, dass ich sie förmlich vor mir sehen und fast riechen konnte.

Das Restaurant Smuggler’s Inn wurde derart lebendig dargestellt, dass ich das Gefühl hatte, mich darin blind zurechtzufinden. Besonders schön fand ich die Botschaft, dass kleine Erneuerungen oft schon ausreichen, um etwas wieder zum Laufen zu bringen – ohne alte Gegebenheiten und liebgewonnene Gewohnheiten komplett über Bord zu werfen, sondern sie behutsam zu integrieren.

Cornwall selbst ist ein absolutes Highlight: idyllisch, atmosphärisch und mit so viel Liebe beschrieben, dass ich mich gedanklich sofort in dieses Dorf versetzt habe. Ehrlich gesagt wollte ich dort am liebsten selbst einziehen.

Die urige, teils eigenwillige, aber durchweg liebenswerte Dorfgemeinschaft hat mich vom Fleck weg um den Finger gewickelt. Die Nebenfiguren mochte ich besonders gern – ich konnte sie mir perfekt an ihrem Stammtisch vorstellen, wie sie genüsslich essen und Neuerungen erst einmal skeptisch beäugen.

Sophie trägt ein schweres Päckchen: eine verlorene Kindheit, das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater ohne echte Versöhnung vor seinem Tod, eine frische Scheidung und die Angst, sich jemals wieder auf die Liebe einzulassen. All das machte sie für mich sehr greifbar und authentisch.

Ihre Tochter Riley tat mir unglaublich leid. Erst der Shitstorm um ihre Mutter, dann die Trennung der Eltern und schließlich der unfreiwillige Umzug von London nach Cornwall – weg von allem, was sie kennt und liebt. Ihre Entwicklung zu verfolgen, war für mich besonders berührend. Zu sehen, wie sie Stück für Stück in Cornwall ankommt und wieder Lebensfreude findet, ging mir sehr ans Herz.

Tanya, Sophies Mutter, ist eine absolute Herzensfigur. Warmherzig, humorvoll und einfach liebenswert – allein die Geschichte mit den Haschkeksen in der Seniorenresidenz hat mich schmunzeln lassen. Sie weckte in mir den Wunsch nach genau so einer Oma, was mich gleichzeitig auch sehr emotional berührt hat.

Und dann ist da Lennox. Der Koch des Smuggler’s Inn. Anfangs etwas griesgrämig, aber mit einem unglaublich weichen Kern – und ja, auch optisch alles andere als uninteressant. Ich habe mich immer mehr in ihn verliebt. Die zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und Sophie entwickelt sich langsam, gefühlvoll und sorgt für Herzklopfen, Prickelmomente und diese ganz besondere Spannung zwischen den Zeilen.

Die Geschichte wird überwiegend aus Sophies Perspektive erzählt, zwischendurch aber auch aus der Sicht anderer Figuren. Das hat mir sehr gefallen, da ich so einen tieferen Einblick in verschiedene Gefühlswelten bekommen habe. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und so atmosphärisch, dass ich mich beim Lesen gefühlt habe, als wäre ich selbst Teil der Dorfgemeinschaft.

Besonders spannend fand ich den Aspekt rund um Medien, Shitstorms und deren Auswirkungen. Sophie verliert nach einer ehrlichen – vielleicht etwas zu harten – Restaurantkritik ihren Job und sogar ihre eigene Show. Ihr verletztes Herz sprach in diesem Moment aus ihr. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, was öffentliche Verurteilung mit einem Menschen machen kann und wie schwer, aber auch heilsam ein Neuanfang sein kann.

Fazit:

A Taste of Cornwall – Eine Prise Liebe ist für mich eine absolute Wohlfühlgeschichte mit Tiefe. Es geht um Verletzungen, Neuanfänge, Shitstorms im Medienbereich, Liebe und tiefe Freundschaften – eingebettet in eine warmherzige Dorfgemeinschaft, in der ich selbst nur zu gern leben würde.

Von Anfang bis Ende war ich vollkommen in der Geschichte versunken und nur ungern habe ich mich am Ende von all den liebgewonnenen Figuren verabschiedet. Auch wenn ich traurig war, Cornwall zunächst verlassen zu müssen, hat mir das Ende sehr gut gefallen. Umso größer ist nun meine Vorfreude auf Band 2 dieser Trilogie.

⭐ 5 von 5 Sternen – eine absolute Leseempfehlung mit Wholesome-Atmosphäre.

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