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Veröffentlicht am 28.03.2026

Magie, Spannung & Natur

Flora Magica (Band 3) - Die Macht der Weltenweide
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„Flora Magica - Die Macht der Weltenweide“ ist der dritte und letzte Band des Middle-Grade-Abenteuers der am Berliner Stadtrand lebenden österreichischen Buch- und Drehbuchautorin Vanessa Walder.

Vorkenntnisse ...

„Flora Magica - Die Macht der Weltenweide“ ist der dritte und letzte Band des Middle-Grade-Abenteuers der am Berliner Stadtrand lebenden österreichischen Buch- und Drehbuchautorin Vanessa Walder.

Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden sind nicht zwingend erforderlich, da ein Brief der Uroma Flora an ihre Urenkel Tierra, Sol, Avia und Zacharias kurz erklärt, was es mit dem Erbe der Familie Canubula auf sich hat. Trotzdem würde ich empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die Entwicklung der Charaktere besser nachvollziehen zu können.

Auch dieses Mal stehen wieder die Zwillingsgeschwister Tierra, Sol, Avia und Zacharias im Mittelpunkt, von denen jeder eine besondere Begabung hat. Seit dem Tod ihrer Urgroßmutter Flora sind sie die Hüter der magischen Pflanzen. Ihr Wissen beziehen sie aus einem alten Buch ihrer Vorfahren. Als die kranke, in Mexiko lebende Mutter von Sol und Tierra ihren Besuch ankündigt, wächst in den Kindern die Hoffnung, ihre Mutter durch eine Pflanze heilen zu können. Was so einfach klingt, gestaltet sich als deutlich schwieriger als gedacht.

Der Schreibstil von Vanessa Walder ist auch dieses Mal wieder sehr lebendig, mitreißend und fesselnd. Ihre Charaktere, sowie die magische Welt der Pflanzen hatte ich beim Lesen direkt vor Augen.

Im Verlauf der Handlung erfährt man durch Ausschnitte aus dem Buch der magischen Pflanzen viele wissenswerte und lehrreiche Fakten über Pflanzen. Diese sind immer geschickt mit der Handlung verwoben und interessant zu lesen. Es ist beeindruckend welche Kräfte in unserer Natur stecken.

Die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Zeichnungen der Illustratorin Marie Beschorner machen das Buch zu einem großartigem Leseerlebnis. Die zahlreichen Schwarz-Weiß-Illustrationen passen einfach perfekt zur Handlung.

Auch im dritten Band beginnt jedes Kapitel mit einem treffenden Zitat, über das es sich lohnt nachzudenken und das meine Sammlung mit Lieblingszitaten erweitert hat.

Das Buch ist ein ganz wundervolles Paket aus Magie, Spannung, wissenswerten Fakten aus der Pflanzenwelt, Familie, Freundschaft und Abenteuer, in dem auch der Humor nicht zu kurz kommt.
Inzwischen sind mir die Charaktere richtig ans Herz gewachsen und ich finde es sehr schade, dass wir uns nun von ihnen verabschieden müssen.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Loslassen und ankommen

Einatmen. Ausatmen.
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„Einatmen, Ausatmen.“ ist ein unterhaltsamer, warmherziger und humorvoller Roman des in Berlin lebenden Journalisten, Drehbuchautors und Schriftstellers Maxim Leo.
Marlene ist durch und durch Karrierefrau ...

„Einatmen, Ausatmen.“ ist ein unterhaltsamer, warmherziger und humorvoller Roman des in Berlin lebenden Journalisten, Drehbuchautors und Schriftstellers Maxim Leo.
Marlene ist durch und durch Karrierefrau und in ihrer Firma für ihre unempathische Art bekannt. Nun bietet sich ihr der Posten als Vorstandsvorsitzende, allerdings nur unter einer Bedingung. Sie muss ein Achtsamkeitsseminar besuchen, was sie als Zumutung empfindet.
Geleitet wird das Seminar von Alex Grow in einem Brandenburger Schloss. Alex ist zwar ein guter Coach, aber seine eigenen Probleme lassen sich nicht so einfach wegatmen. Finanziell steht seine Academy steht er kurz vor dem Ruin.
Bereits nach den ersten Seiten wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil von Maxim Leo ist angenehm leicht zu lesen und zunächst leicht ironisch und humorvoll. Er arbeitet dabei auch mit diversen Klischees, eigentlich nichts, was ich gerne mag, aber hier hat es gepasst.
Das Buch besteht aus 29 kurzen Kapiteln, deren Perspektive zwischen Marlene und Alex abwechselt. Die beiden haben ihre Ecken und Kanten, werden ein wenig überspitzt dargestellt und machen im Verlauf der Handlung eine tolle Entwicklung durch. Marlene lernt auf ihre innere Stimme zu hören.
Bei nur 256 Seiten geht das alles ein wenig schnell, wirkt aber dennoch authentisch.
Neben dem aktuellen Leben der Protagonisten ist auch noch Marlenes Familiengeschichte ein Thema. In diesem geht es darum, wie sich Erlebnisse aus dem Zweiten Weltkrieg über Generationen hinweg weiterhin auf das Leben und die Gefühle der nachkommenden Generationen auswirken können.
Mit seinem Epilog rundet der Autor seinen Roman gelungen ab.
Ich habe den Roman gerne gelesen. Er unterhält, amüsiert und regt zum Nachdenken an. Insgesamt hätte er noch ein wenig mehr Tiefgang vertragen, aber die Botschaft, dass im Leben alles möglich ist, wenn man sich traut neue Wege einzuschlagen und auf seine innere Stimme zu hören, kommt trotzdem an.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Atmosphärisch & spannend

1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd
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„1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd“ ist eine historische True Crime Story des Autors und promovierten Historikers David Petry.
Die Handlung beginnt im Februar 1736. Die Zeit ist hart und Agnes und Andreas ...

„1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd“ ist eine historische True Crime Story des Autors und promovierten Historikers David Petry.
Die Handlung beginnt im Februar 1736. Die Zeit ist hart und Agnes und Andreas Roß halten sich mit Einbrüchen und Diebstählen über Wasser. Der letzte endetet leider damit, dass sie nun mit ihren beiden Kindern Christian und Maria im Gefängnis sitzen. Um an ihnen ein Exempel zu statuieren beginnt der Geheimrat Dr. Pistorius Zeugen zu holen. Die Angst der beiden Meisterdiebe ist groß.
Schon auf den ersten Seiten ist es David Petry gelungen das 18. Jahrhundert lebendig werden zu lassen. Die Atmosphäre hat mich zeitlich direkt um 300 Jahre zurückversetzt und ich konnte spüren in was für einer verzweifelten und bedrückenden Situation sich Agnes und Andreas Roß befanden.
Die Kapitel - 45 auf nur 250 Seiten - sind sehr kurz und die Handlung ist spannend und kurzweilig, so dass ich das Buch in kurzer Zeit gelesen hatte. Bei dem Gedanken, dass es sich hier um Ereignisse nach wahren Begebenheiten handelt, hatte ich Gänsehaut. Die Menschen sind damals keineswegs zimperlich miteinander umgegangen und es ist erschreckend welche Strafen verhängt wurden. Der Autor finde dafür klare Worte und beschönigt nichts.
Wer geschichtlich interessiert ist und gute Nerven hat, für den dürfte dieser spannende historische Roman ausgesprochen interessant sein.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Spannend & magisch

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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„Cassandra Morgan - Die magische Flöte“ ist nach „Cassandra Morgan - Der goldene Schlüssel“ der zweite Band der australischen Autorin Skye McKenna mit ihrer Protagonistin Cassandra Morgan.
Ich denke, dass ...

„Cassandra Morgan - Die magische Flöte“ ist nach „Cassandra Morgan - Der goldene Schlüssel“ der zweite Band der australischen Autorin Skye McKenna mit ihrer Protagonistin Cassandra Morgan.
Ich denke, dass es sinnvoll ist zunächst den ersten Band zu lesen, da Band zwei direkt an diesen anschließt und mit ein wenig Hintergrundwissen die Handlung besser verständlich ist.

Die Protagonistin Cassandra Morgan gehört einer Familie von Hexen an. Neben ihr sind auch wieder ihre Freunde Rue und Tabitha mit dabei. Gemeinsam stürzen sie sich in ein fantastisches, spannendes und magisches Abenteuer.
Im Dorf Hagley sorgt ein Fluch für Aufregung, der die Bewohner nach einem gefährlichen Artefakt suchen lässt. Von diesem müssen die Dorfbewohner befreit werden.

Der Schreibstil von Skye McKenna ist sehr lebendig und voller Fantasy. Sie beschreibt die Umgebung, die Fabelwesen und Sagengestalten so detailliert, dass die Atmosphäre richtig greifbar wird. Diese war dieses Mal deutlich düsterer als im vorherigen Band.
Cassandra hat sich im Verlauf der Handlung auf eine großartige Weise weiterentwickelt. Es ist so schön zu erleben, wie sie und ihre Freunde sich ergänzen, gemeinsam agieren und zusammenhalten.

Ein Highlight ist hier auch wieder die Buchgestaltung. Neben einem wundervollem Buchschnitt hat die Illustration Viktoria Gavrilenko die einzelnen Seiten liebevoll mit ihren Zeichnungen umrahmt.

Wir sind jetzt schon ganz gespannt auf den dritten Band, der allerdings leider erst im November diesen Jahres erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Ein Blick in die Abgründe der menschlichen Psyche

Am helllichten Tag
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Nachdem der Vater der Journalistin Toni gestorben ist, findet sie in seinem Nachlass einen Brief mit einem rätselhaften Geständnis. Toni beginnt zu recherchieren und findet heraus, dass in ihrer Heimatstadt ...

Nachdem der Vater der Journalistin Toni gestorben ist, findet sie in seinem Nachlass einen Brief mit einem rätselhaften Geständnis. Toni beginnt zu recherchieren und findet heraus, dass in ihrer Heimatstadt Pirmasens in Rheinland-Pfalz in den Sechzigerjahren drei Kinder spurlos verschwunden sind und die Fälle wurden nie aufgeklärt wurden.
Nun beschäftigt sich die Journalistin Toni mit diesen, da aus den Briefen ihres Vaters hervorgeht, dass er etwas mit dem Verbrechen zu tun hat. Toni kann die Vergangenheit nicht einfach auf sich beruhen lassen.
Gleichzeitig kommt es zu einem weiteren Verbrechen, das bei mir für Gänsehautmomente sorgte. Interessant ist dabei die Vorgehensweise der Polizei im Vergleich zu den Verbrechen in der Vergangenheit.

Nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören.
Der Schreibstil von Peter Probst liest sich leicht und hat mich von Beginn an gefesselt.
Er erzeugt eine bedrückende und beklemmende Atmosphäre, die dadurch, dass man weiß, dass es sich nicht um reine Fiktion handelt verstärkt wird.

Toni ist eine sympathische Protagonistin. Sie, sowie die übrigen Charaktere, werden authentisch und facettenreich dargestellt und die Dialoge machen die Handlung lebendig.

Die Ereignisse stecken voller Wendungen und Überraschungen, so dass keine Längen aufkommen und ein wahrer Lesesog entsteht.

Mir hat die Kombination aus Fakten und Fiktion sehr gut gefallen. Der Autor hat beides gelungen miteinander verbunden und nebenbei noch ein wenig der Pirmasenser Stadtgeschichte mit eingebaut. Wer Spannung mag und gerne in die Abgründe der menschlichen Psyche blickt, für den ist dieser Kriminalroman genau das Richtige.

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