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Veröffentlicht am 13.04.2026

Tradwife auf Zeitreise: Tiefgründiger, sarkastischer Debütroman

Yesteryear
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Schon die Leseprobe zu „Yesteryear“ von Caro Claire Burke hatte mich begeistert und ich kann nur sagen: Der Roman hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Was für ein Buch!

Auch wenn zwischendrin Vibes ...

Schon die Leseprobe zu „Yesteryear“ von Caro Claire Burke hatte mich begeistert und ich kann nur sagen: Der Roman hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Was für ein Buch!

Auch wenn zwischendrin Vibes aus Elina Penner‘s „Die Unbußfertigen“ aufblitzten, schafft „Yesteryear“ es doch auf einzigartige Weise, aktuelle Trends wie Tradwife-Kultur und Influencer-Dasein mit existenziellen Fragen rund um das Leben, den Glauben und die Gesellschaft zu verweben.

Natalie Heller Mills wuchs in einer streng religiösen Umgebung auf:

„Denn das war die Welt, in die ich hineingeboren worden war: eine Welt, in der gute Christinnen nebenberuflich als Krisenmanagerinnen für ihre guten christlichen Ehemänner arbeiteten. Die Spielregeln wurden im Gottesdienst und in Bibelkurs und bei jedem Abendessen wiederholt: Eine Frau hatte drei Aufgaben. Eine gute Mutter zu sein, eine gute Ehefrau zu sein und das Haus sauber zu halten. Ach, und immer schön lächeln!“

Als erwachsene Frau hat sie scheinbar alles, wovon eine gute „Tradwife“ nur träumen kann: einen Ehemann aus reichem Elternhaus, fünf Kinder und schwanger mit dem sechsten, eine traumhafte Farm. Ihren scheinbar perfekten Alltag teilt sie mit ihren Millionen von Followern über Social Media; vom selbstgemachten Sauerteigbrot bis hin zur mühelosen Kindererziehung. Ihre heile Welt verkauft sich gut – doch ihre Fans wissen nicht, was hinter den Kulissen lost ist: das Geld wird knapp, die Farm wirft keine Erträge ab, die Erntehelfer und Nannys werden ebenso verheimlicht wie Skandale oder die Affäre ihres Ehemannes.

Doch eines Tages wacht Natalie auf und scheint direkt in der „guten alten Zeit“ gelandet zu sein. Sie kann es kaum glauben, doch um sie befindet sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf einer verfallenen Farm, ohne Strom, ohne fließendes Wasser. Ihr Ehemann ist dominanter, als sie ihn in Erinnerung hat. Und ihre älteste Tochter, die den Haushalt mit strenger Hand führt, weckt alles andere als mütterliche Gefühle in ihr.

„Mir ist klar, dass das keine angemessenen Gefühle der eigenen Tochter gegenüber sind. Aber Mutterschaft wird streng kuratiert. Will heißen: Jede Frau in meinem Leben hat mir Lügen darüber erzählt; ich musste erst selbst Mutter werden, um wirklich Bescheid zu wissen.“

Natalie hat keinen blassen Schimmer, was passiert ist – und wie sie dieser Hölle entkommen kann ...

Ich kann nicht sagen, dass Natalie eine sympathische Protagonistin ist, dennoch leidet man beim Lesen mit ihr und kann gerade in Bezug auf das Thema Mutterschaft einiges nachempfinden.
Insgesamt ist man gleichermaßen amüsiert wie fassungslos.

„Yesteryear“ ist wirklich ein Highlight von Roman, bitterböse und augenöffnend in Bezug auf Influencer:innen und Social Media, unterhaltsam - und spannend bis zum Schluss!

Vielen Dank an den Heyne Verlag und an Vorablesen.de für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Empowernder Coming-of-age-Roman gegen Fatshaming

Ruby's Big Summer
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Eigentlich freut Ruby sich darauf, nach Ende der Prüfungen den Sommer mit ihren Freundinnen April, Jessica und Salma beim Rollschuhfahren im Park zu genießen, doch sie stößt auf ein altbekanntes Problem:

„Ich ...

Eigentlich freut Ruby sich darauf, nach Ende der Prüfungen den Sommer mit ihren Freundinnen April, Jessica und Salma beim Rollschuhfahren im Park zu genießen, doch sie stößt auf ein altbekanntes Problem:

„Ich habe noch nie verstanden, weshalb manche Menschen so dreist ihre Meinung zu meinem Körper kundtun müssen: was damit nicht stimmt, wie der Makel zu beheben wäre. Danach habe ich nie gefragt. Genau genommen wünsche ich mir nichts weiter, als arglos mein Leben leben und tun und lassen zu dürfen, was ich will - und renne stattdessen in einem fort gegen diese Flutwelle aus Bullshit an. Warum machen es die Leute es einem bloß so schwer?“

Dieses Mal ist es ihr älterer Bruder Jake, der abfällige Kommentare über Rubys Körper abgibt und außerdem ihre kleine Schwester Sasha wegen ihres Aussehens hänselt. Das ist zuviel für Ruby: Ehe sie darüber nachdenken kann, behauptet sie, den traditionellen 5-Kilometer-Lauf ihrer Schule gewinnen zu können, wie zuvor schon ihr Vater und Bruder.
Ruby möchte damit zum einen Jake beweisen, dass sie genausogut Sport treiben kann wie er oder jeder andere – und vor allem öchte sie Sasha ein Vorbild sein.

Damit steht Ruby allerdings vor einer echten Herausforderung, denn bisher war sie noch nie laufen – und ihr erster Versuch endet damit, dass sie ihrem süßen Nachbarn Ollie direkt vor die Füße kotzt. Wie peinlich – doch Ollie bietet ihr überraschenderweise an, ihr beim Training zu helfen. Mit jeder Woche wächst damit nicht nur Rubys Laufleistung, sondern auch die Anziehung zu Ollie ... Nach und nach sieht es so aus, als würde auch Ollie Gefühle für Ruby entwickeln. Wie soll sie es schaffen, in nur 6 Wochen fit für den 5-Kilometer-Lauf zu werden und mit dem Gefühlschaos klarzukommen?

Zum Glück stehen ihr ihre Freundinnen zur Seite, auch wenn sie sich nicht immer in Rubys Körper und Gefühle hineinversetzen können. Erst, als Ruby sich mit der ebenfalls dicken Liv anfreudet, ändert sich etwas.

„'Ich glaube, für mich hat sich etwas Entscheidendes verändert, als ich aufgehört habe, 'dick' als diese ... keine Ahnung, diese eine prägende Eigenschaft zu betrachten, die mich ausmacht, vor allem anderen.'
'Wie meinst du das?', frage ich. Dabei beschleicht mich die Ahnung, dass mir klar sein sollte, wovon sie spricht. Aber das ist es nicht.
'Ich habe einfach meine Perspektive verändert. Mir einfach gesagt, das Dicksein eben ... eine Spielart menschlicher Vielfalt ist. Wir sind buchstäblich alle unterschiedlich. Wir reden über das Dicksein, als wäre es das Allerschlimmste auf der Welt - etwas, da es Einfluss nimmt auf Persönlichkeit, Verhalten, was weiß ich. Aber das ist doch Quatsch. Menschen können eben einfach so aussehen. Deshalb brauchst du mit deiner Schwester auch gar nicht darüber zu reden, als wäre es etwas ganz furchtbar Beängstigendes, irgendein ... schreckliches Stigma oder so. Du kannst es ihr einfach als ganz normale individuelle Eigenheit präsentieren, sowas wie Haarfarbe oder dergleichen. Denn genau das ist es.'“

„Ruby’s big summer“ von Bethany Rutter ist ein einfühlsamer Coming-of-Age-Roman, der ein wichtiges Thema leichtgängig, aber mit Tiefgang behandelt. Ruby ist eine sympathische und starke Protagonistin. Der Schreibstil ist gut lesbar und unterhaltsam. Besonders die Botschaft, dass Sport für JEDE
N ist und nicht von Leistungsfähigkeit oder Körper abhängig sein sollte, kommt gut herüber.

Mir hat dieses empowernde Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es für alle Leser*innen ab 12 Jahren.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Feinfühliges Kinderbuch gegen Mobbing

Ferri
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„Ferri“ von Gertraud Mesner und Beate Welsch ist ein wirklich empfehlenswertes Kinderbuch mit einer wichtigen Botschaft.

Erzählt wird hier, begleitet von wunderschönen und liebevollen Illustrationen, ...

„Ferri“ von Gertraud Mesner und Beate Welsch ist ein wirklich empfehlenswertes Kinderbuch mit einer wichtigen Botschaft.

Erzählt wird hier, begleitet von wunderschönen und liebevollen Illustrationen, die Geschichte des kleinen Fischs Ferri. Er ist ein kleiner, fröhlicher Fisch, der gerne singt. Doch auf einmal ändert sich alles, also der Rochen Rocho anfängt, Ferri zu ärgern und zu mobben. Nach und nach steckt der damit auch die anderen Meeresbewohner an, sie alle grenzen Ferri aus.
Ferri ist völlig verunsichert und sucht die Schuld bei sich und seinem Verhalten. Seinen Eltern erzählt er aus Scham nichts davon.

Erst als der kluge Wal Wali etwas davon mitbekommt, ändert sich etwas. Wali macht Ferri Mut und gibt ihm sein Selbstwertgefühl zurück.
Und Wali schafft es mit Feingefühl und spielerischer Taktik, die anderen Meeresbewohner zum Nachdenken über ihr Verhalten anzuregen. Am Ende zeigen alle, sogar Rochi, Einsicht und entschuldigen sich bei Ferri.

Das Buch hat uns begeistert, allein schon die tollen Illustrationen sind ein Hingucker!
So liebevoll und detailliert, die Bilder kann man sich gar nicht oft genug anschauen.

Genauso gut und wichtig ist die Botschaft des Buches, die auf kindgerechte Art und Weise aufzeigt, wie Mobbing entsteht – und das vor allem ermutigt, etwas dagegen zu tun!

Sehr hilfreich und empfehlenswert sind auch die Seiten im Anhang, auf denen es Information zum Thema für Eltern gibt, was Kinder bei Mobbing tun können.

„Ferri“ ist ein einfühlsames, mutmachendes und stärkendes Buch für Kinder ab 4 Jahren, das eine ganz klare Leseempfehlung von mir bekommt!

Vielen Dank an den Vermes Verlag und an Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Hochaktuelles, wichtiges Plädoyer für körperliche Selbstbestimmung

Das Patriarchat im Uterus
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Obwohl jede vierte Frau weltweit einmal im Leben von einem Schwangerschaftsabbruch betroffen ist,
halten sich Stigmatisierung und Falschinformationen zu diesem Thema auch heute noch hartnäckig.

„Die ...

Obwohl jede vierte Frau weltweit einmal im Leben von einem Schwangerschaftsabbruch betroffen ist,
halten sich Stigmatisierung und Falschinformationen zu diesem Thema auch heute noch hartnäckig.

„Die ständige negative Bewertung von Abtreibungen führt hingegen dazu, dass ungewollt Schwangere nicht einmal in ihrem engsten Umfeld darüber sprechen können. So bleibt das Thema unsichtbar – und das Tabu erhält sich selbst. Viele Patient:innen können es kaum glauben, wenn ich ihnen sage, dass jede vierte Frau eine Abtreibung vorgenommen hat und mir das sehr häufig begegnet. ‘Und ich dachte, nur mir ist das passiert«, ist eine häufige Reaktion. Viele fühlen sich damit allein. Dabei haben wir alle Mütter, Nachbar:innen, Töchter und Freund:innen, die schon einen Abbruch hatten – wir wissen es nur nicht.
Diese Unsichtbarkeit erschwert auch die Berichterstattung: Viele Journalist:innen, die über Abbrüche schreiben, berichten, wie schwer es ist, überhaupt mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen.“

Kürzlich ist das Vorhaben, Schwangerschaftsabbrüche zu legalisieren, in letzter Minute im Bundestag gescheitert. Dr. Alicia Baier erklärt hierzu die medizinischen und politischen Grundlagen
Sie zeigt auf, was sich in der Gesellschaft, Medizin und Politik ändern muss, damit gebärfähige Menschen selbst über ihre Körper bestimmen können. Denn das Thema rund um reproduktive Rechte geht uns ALLE an!
Das Buch zeigt deutlich auf, welchen Hürden und oft auch Schikanen Menschen, die ungewollt schwanger sind, ausgesetzt sind; sie werden entmündigt und können nicht selbst über ihren Körper und ihr Leben bestimmen. Dass das in der heutigen Zeit in einem vermeintlich modernen Land wie Deutschland Standard ist, sollte uns alle erschüttern.
Welchen Einfluss die katholische Kirche bzw. Religionen allgemein und auch rechte Ideologien dabei spielen, zeigt die Autorin anhand vieler Beispiele.

„Es ist eine humanitäre Katastrophe: Unsichere Abbrüche sind eine der führenden Ursachen von Müttersterblichkeit – und laut der Organisation Ärzte ohne Grenzen die einzige, die fast vollständig vermeidbar ist. Das zentrale Argument für den ‘Lebensschutz« kippt an seiner eigenen Logik: Eine tote Frau oder eine Frau, deren Uterus entfernt werden muss, bringt kein Kind mehr zur Welt.
Und auch hinsichtlich geborener Kinder versagt der vermeintliche ‘Lebensschutz‘: Sie bleiben in der Debatte meist außen vor, obwohl gerade sie besonders unter den Folgen von Abtreibungsverboten leiden. Der sichere Zugang zu Abbrüchen ermöglicht es Menschen, den richtigen Zeitpunkt für ihr Kind selbst zu wählen – mit dem oder der richtigen Partner:in oder mit den entsprechenden emotionalen und finanziellen Ressourcen. So haben Kinder, die nach einer selbstbestimmten Abtreibung in späteren Jahren geboren werden, im Durchschnitt eine stärkere Mutter-Kind-Bindung und bessere Entwicklungschancen als Kinder, die aus einer ungewollten Schwangerschaft hervorgehen. Letztere haben ein höheres Risiko, Gewalt zu erleben, Vernachlässigung zu erfahren oder in instabilen familiären Verhältnissen aufzuwachsen. Schwangere sagen mir oft, dass sie den Abbruch für ihre bereits geborenen Kinder vornehmen lassen, um ihnen weiterhin gerecht zu werden. Auch hier zeigt die Forschung: Geschwisterkinder wachsen häufiger in Armut auf und zeigen niedrigere Werte in der kindlichen Entwicklung, wenn ihre Mütter zu einer weiteren Geburt gezwungen wurden. Wer für Kinder einsteht, muss mehr tun, als ihre Geburt zu erzwingen. Kinder haben ein Recht darauf, gewollt und geliebt zu sein – nicht nur geboren.

Abtreibungsverbote sind gesundheitsschädlich, schaden Kindern und sind als ‘Schutzinstrument für den Embryo‘ unwirksam. Wer trotzdem daran festhält, entlarvt sich selbst: Die stigmatisierende und gesundheitsschädigende Wirkung wird nicht nur hingenommen, sondern ist anscheinend sogar intendiert, um mit staatlicher Missbilligung diejenigen zu bestrafen, die nicht (noch einmal) Mutter werden wollen. Dieses Denken entspricht einer zutiefst patriarchalen Logik und sollte in keinem Fall Eingang in die Regulierung eines medizinischen Eingriffes finden.“

Dr. med. Alicia Baier ist Gynäkologin und führt selbst Schwangerschaftsabbrüche durch; außerdem ist sie Mit-Gründungsvorsitzende von Doctors for Choice Germany. Ihr Fachwissen kommt dem Buch ebenso zugute wie ihre empathische Grundhaltung.

Selten hat mich ein Sachbuch so tief bewegt, erschüttert und aufgerüttelt.
Ich hätte mir auf fast jeder Seite eine wichtige Stelle markieren können.
Das hat mir nochmals verdeutlicht, dass dieses Thema gleichermaßen hochaktuell politisch und auch unfassbar emotional ist.

„Menschen, die ihre Schwangerschaft abbrechen, sind nicht anders als andere Menschen. Es sind die gleichen Personen, die gebären, eine Fehlgeburt erleben und später einen Abbruch brauchen. Vielleicht alles in einem Leben, vielleicht in unterschiedlicher Reihenfolge. Und doch werden sie im medizinischen Alltag behandelt, als gehörten sie nicht dazu.“

„Das Patriarchat im Uterus“ ist ein wirklich kluges, aufrüttelndes und wichtiges Buch, für das ich eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen - für Menschen jeden Geschlechts!

Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Endlich: Die Großstadtdetektive ermitteln wieder!

Die Großstadtdetektive - Wo ist Annabelle?
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Wir hatten letztes Jahr "Die Großstadtdetektive" von Eva Lezzi mit großer Begeisterung gelesen und waren daher sehr happy über die Fortsetzung „Die Großstadtdetektive - Wo ist Annabelle?“.

Zu Beginn dieses ...

Wir hatten letztes Jahr "Die Großstadtdetektive" von Eva Lezzi mit großer Begeisterung gelesen und waren daher sehr happy über die Fortsetzung „Die Großstadtdetektive - Wo ist Annabelle?“.

Zu Beginn dieses Buches ist Irina etwas gelangweilt, denn ihre Freunde Jona, Deniz und Laura sind alle im Urlaub. Nur Hündin Gloria, auf die Irina während der Ferien aufpasst, bietet etwas Abwechslung. Während eines Spaziergangs mit Gloria im Park lernt Irina die ältere Dame Annabelle beim Schachspielen kennen. Das Schachspielen erinnert Irina an ihren Vater, der nicht mehr bei ihr und ihrer Mutter lebt. Und auch Annabelle mag sie sehr gerne - doch die ist plötzlich wie vom Erdboden verschluckt! Was ist nur mit Annabelle passiert? Irina wittert einen neuen Fall - zum Glück kommen nach und nach auch Jona, Laura und Deniz wieder aus dem Urlaub zurück. Gemeinsam müssen sie einen kniffligen und gefährlichen Fall lösen.

Ich fand das Buch, genau wie Band 1, rundum gelungen. Nicht nur, dass der Fall mit dem Rätsel in den Schachfiguren und der versteckten Botschaft im Gedicht super knifflig und originell war – auch eine wichtige Botschaft ist enthalten: Wie schon im ersten Buch zeigt Eva Lezzi, wie ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen und von Menschen mit völlig unterschiedlichem Background möglich ist. Das hat mir sehr gut gefallen!

Ein weiteres Highlight sind neben der spannenden Geschichte auch hier wieder die witzigen und schönen Illustrationen von Daniela Kohl (bekannt auch durch die „Lotta Leben“-Bücher).

Wie schon beim ersten Buch der „Großstadtdetektive“ ist auch hier am Ende ein Glossar mit wichtigen Begriffen enthalten, super Idee!

Als weiteren Bonus ist eine Aufnahme des jiddischen Gedichts "In Majrew / Im Westen" enthalten, gelesen von Lia Martyn zum Download unter beltz.de

Wir hoffen natürlich sehr, dass es noch weitere Fälle der „Großstadtdetektive“ geben wird!

Vielen Dank an den Beltz Verlag und Lovelybooks.de für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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