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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2026

Setting zu komplex

Born of Salt and Storm
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Zunächst einmal muss ich das wunderschöne Cover in den Meeresfarben hervorheben. Es passt perfekt zur Atmosphäre der Geschichte und hat auch einen Bezug zum Inhalt.
Ich bin ursprünglich mit dem Hörbuch ...

Zunächst einmal muss ich das wunderschöne Cover in den Meeresfarben hervorheben. Es passt perfekt zur Atmosphäre der Geschichte und hat auch einen Bezug zum Inhalt.
Ich bin ursprünglich mit dem Hörbuch gestartet, habe aber gleich zweimal neu angefangen, weil ich den teils sehr komplexen Beschreibungen nur schwer folgen konnte. Der Einstieg fiel mir insgesamt nicht leicht. Nach dem Wechsel zur Printausgabe wurde es etwas verständlicher, blieb aber stellenweise zäh, bis ich schließlich besser in die Geschichte hineingefunden habe. Den weiteren Verlauf habe ich dann wieder als Hörbuch gehört, vor allem wegen der beiden Sprecher, die wirklich eindrucksvoll und mitreißend gelesen haben.
Im Mittelpunkt stehen Tavi und Eero, die eigentlich als Feinde aufgewachsen sind. Beim Kennenlernen stellen sie jedoch fest, dass vieles von dem, was sie über ihre Völker gelernt haben, nicht der Wahrheit entspricht. Diese Entwicklung fand ich grundsätzlich spannend. Allerdings haben mich die Figuren nicht vollständig überzeugt: Eero verfolgt konsequent seine eigenen Ziele und bleibt dabei undurchsichtig, während Tavi oft sehr eigensinnig und teilweise unüberlegt handelt. Ihr Fokus liegt stark darauf, ihre Eltern aus der Sklaverei zu befreien, selbst wenn sie dabei anderen schadet.
Der Mittelteil der Geschichte ist durchaus spannend und fesselnd, doch im Finale wird es wieder sehr komplex und teilweise schwer nachvollziehbar, auch wenn eine schockierende Wahrheit ans Licht kommt.
Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht so packen, wie ich es mir nach dem zauberhaften Cover erhofft hatte. Die Fortsetzung werde ich daher vermutlich nicht lesen.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Zwischen Hochbegabung und Herzchaos

Tage auf dem Land
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Tage auf dem Land hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die Hauptfigur Marigold ist hochintelligent, spleenig, voller Minderwertigkeitskomplexe und zugleich erstaunlich weltfremd. Als Halbwaise ...

Tage auf dem Land hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die Hauptfigur Marigold ist hochintelligent, spleenig, voller Minderwertigkeitskomplexe und zugleich erstaunlich weltfremd. Als Halbwaise wächst sie im Internat ihres Vaters auf, was ihrer Figur eine besondere, leicht verschobene Perspektive gibt. Besonders gelungen fand ich ihre Bindung zur Hausmutter Paula, diese Beziehung wirkt warm, glaubwürdig und gibt der Geschichte Halt.
Marigold lernt intensiv auf ihre A Level Prüfung hin, verliebt sich und wird von ihrem Schwarm zu einem Wochenende eingeladen, das im Desaster endet. Allerdings habe ich den eigentlichen Sinn dieser Einladung nicht wirklich verstanden, vieles wirkt konstruiert und bleibt für mich unklar.
Was folgt, ist eine Reihe von Beziehungsdramen, die vermutlich leicht und humorvoll gemeint sind, auf mich aber eher unglaubwürdig wirkten. Marigold trifft teilweise unreife und merkwürdige Entscheidungen, die zwar zu ihrem Charakter passen mögen, mich beim Lesen jedoch eher irritiert haben.
Erst mit der bestandenen Prüfung scheint sie innerlich zu wachsen und ein Stück erwachsener zu werden. Insgesamt ein Roman mit interessanter Hauptfigur und guten Ansätzen, der mich aber in der Umsetzung nicht ganz überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Magie mit schönem Schein und wenig Tiefgang

A Heart of Shadow and Magic: Magieglimmen | Mit wunderschönem Farbschnitt
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Die Idee von A Heart of Shadow and Magic klingt vielversprechend und auch die äußere Gestaltung mit dem wirklich wunderschönen Farbschnitt ist ein echter Blickfang. Optisch macht das Buch richtig etwas ...

Die Idee von A Heart of Shadow and Magic klingt vielversprechend und auch die äußere Gestaltung mit dem wirklich wunderschönen Farbschnitt ist ein echter Blickfang. Optisch macht das Buch richtig etwas her und weckt hohe Erwartungen.
Der Einstieg gelingt gut und die magische Welt hat interessante Ansätze.
Feli ist eine junge Frau mit extrem starken Komplexen. Sie wird von ihren zwei prominenten Brüdern dermaßen überfürsorglich behandelt, dass es fast schon an Unterdrückung grenzt. Jedenfalls haben sie verhindert, dass sie auf einer Magieschule ihre eigenen Fähigkeiten erkennen und beherrschen lernt. Gegen den Willen der Brüder hat sie sich jedoch ein Familiar geholt, ein Wesen, dass ihre Magie verstärkt und kanalisiert, und zudem noch von extrem attraktiver männlicher Gestalt ist. Im Grunde dreht sich die Handlung hauptsächlich um die Gedanken von Feli, die sich in Selbstmitleid suhlt, sich nicht die physische Anziehungskraft ihres Familiars eingestehen will und dabei gleichzeitig ihren Brüdern die Stirn bietet. Auch die Gedanken des Familiars drehen sich um Feli, wie toll sie ist und warum er sie nicht haben darf. Alles wird sehr breit ausgewalzt. Natürlich sind die Probleme künstlich herbeigeredet. Ansonsten gibt es noch ein paar magische Kämpfe. Hier kommt mein zweiter Kritikpunkt, denn das Magiesystem erschließt sich mir leider nicht logisch.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass es mir an Action und Tiefgang fehlt.
Sprachlich ist das Buch solide geschrieben, was mich bis zum Ende durchhalten ließ.
Insgesamt ein Buch mit interessanten Ansätzen und toller Optik, das jedoch erzählerisch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Für Fans romantischer Fantasy durchaus lesbar aber kein Highlight.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Töten

Kälter
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In ihrem ersten Leben war Luzy Morgenroth eine Top-Personenschützerin. Bei einem Auftrag in Israel läuft alles aus dem Ruder. Luzy überlebt nur knapp. Sie kann sich zum Dank ihre nächste Dienststelle aussuchen. ...

In ihrem ersten Leben war Luzy Morgenroth eine Top-Personenschützerin. Bei einem Auftrag in Israel läuft alles aus dem Ruder. Luzy überlebt nur knapp. Sie kann sich zum Dank ihre nächste Dienststelle aussuchen. Sie wird Polizistin auf Amrum. Genießt das bürgerliche Leben. Schließt Freundschaften. Von einem Tag zum anderen ändert sich alles, denn eine Art Killerkommando will einen Auftrag auf der Insel ausführen. Freunde von Luzy sterben einen sinnlosen Tod und bei ihr erwachen die Killerinstinkte, denn es gibt einen Bezug zwischen den Fremden auf der Insel und dem Inferno in Israel. Luzy kehrt in die Welt der Geheimdienste zurück. Bedauerlicherweise wird es ab da für den Leser schwierig, denn er wird mit Namen und Abkürzungen bombardiert. Man kann nicht mehr zwischen den einzelnen Diensten unterscheiden. Welche Person wohin gehört. Welcher Name, welche Abkürzung, welcher Deckname doppelt vergeben ist. Das nimmt einem den Spaß am Lesen, weil man der Handlung und deren Sinn nur mit Mühen folgen kann. Ich habe irgendwann nur noch quer gelesen, weil mich leider auch der Schreibstil des Autors abgeschreckt hat. Er schreibt so kalt und abgehoben vom Töten, als wären nicht Menschen davon betroffen. Seine Ausdrucksweise kann man nur als zynisch beschreiben, aber auch Plattitüden sind ihm nicht fremd. Vielleicht ist auch der Klappentext viel zu harmlos formuliert. Ich jedenfalls hatte eine andere Erwartung an das Buch, aber das mag jeder für sich entscheiden.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Trauma

Station 22. Wo bist du sicher?
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Ida ist eine fähige und sehr beliebte Krankenschwester in der Psychiatrie. Kein Mensch weiß allerdings, dass ihr als Kind schlimme Dinge widerfahren sind und ihre Mutter mit ihr in eine neue Identität ...

Ida ist eine fähige und sehr beliebte Krankenschwester in der Psychiatrie. Kein Mensch weiß allerdings, dass ihr als Kind schlimme Dinge widerfahren sind und ihre Mutter mit ihr in eine neue Identität geflüchtet ist. Doch jetzt verschwinden Patientinnen von ihr. Die Anzeichen mehren sich, dass Idas Peiniger von damals sie wiedergefunden und neue Wege sie zu quälen erdacht hat.
Vorab muss ich sagen, dass Sarah Dorsel das Hörbuch sehr gut einliest. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass die Handlung immer verworrener wird, weil man als Leser Ida begleitet, als sie durch Hypnose versucht, mehr Details über den damaligen Täter aus ihrem Unterbewusstsein heraufzubeschwören. Zum Schluss lassen sich Wahn und Wirklichkeit nur noch schwer unterscheiden. Für mich ist das kein echter Thriller, denn weil sich die Handlung immer weiter auf Idas Seelenleben fokussiert, fehlt es an äußeren Aktionen. Ich fand das Buch sehr quälend und werde es auch nicht weiterempfehlen.

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