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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2026

Düster, fesselnd – und voller Charaktere, die mich wahnsinnig machen

Very Bad Revenge
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Ich habe „Very Bad Revenge“ in einem Zug durchgelesen – ich war komplett drin und konnte einfach nicht aufhören. Die Geschichte hat so eine düstere, gleichzeitig aber auch total unterhaltsame Stimmung, ...

Ich habe „Very Bad Revenge“ in einem Zug durchgelesen – ich war komplett drin und konnte einfach nicht aufhören. Die Geschichte hat so eine düstere, gleichzeitig aber auch total unterhaltsame Stimmung, die einen richtig festhält.
Besonders spannend fand ich, mehr über Sylvian zu erfahren – wie er überhaupt zu den Kings gekommen ist, gibt der ganzen Geschichte nochmal eine interessante zusätzliche Ebene.
Aber ganz ehrlich: Für mich trägt Romeo dieses Buch. Schon am Anfang war er der interessanteste Part für mich und das hat sich auch durchgezogen. Ich liebe seine Rolle einfach – dieses Strategische, dieses Gefühl, dass er immer ein paar Schritte voraus ist… für mich ist er eigentlich die wahre Stärke hinter den Kings.
Mable hingegen… schwierig. Am Anfang hatte ich echt Hoffnung, weil sie endlich diesen Ehrgeiz und diesen Biss zeigt, den man von einer zukünftigen Queen erwartet. Aber dann verfällt sie wieder in alte Muster und fängt an, andere einfach nur zu imitieren. Und das hat mich so genervt – so verhält sich für mich keine Königin. Diese Mischung aus Naivität und Selbstüberschätzung („ich leg mich einfach mit allen an“) war teilweise echt anstrengend.
Was ich dagegen richtig gefeiert habe: die Dynamik zwischen Clarisse und Mable. Die beiden zusammen bringen endlich richtig Spannung rein – da hatte ich zum ersten Mal dieses „Jetzt geht’s los“-Gefühl.
Und dann gibt es noch Vance… ich sag’s mal so: Es war auf eine seltsame Art befriedigend zu sehen, dass nicht alles so ist, wie es lange gewirkt hat. Dass endlich mehr von den wahren Motiven sichtbar wird, hat der Story für mich richtig gutgetan.
Generell lebt das Buch total von diesen Beziehungen, Machtspielen und Allianzen. Auch Mables Weg nach oben ist spannend zu verfolgen – vor allem, weil man merkt, dass so ein Aufstieg seinen Preis hat. Gleichzeitig macht genau das sie für mich nicht unbedingt sympathischer. Gerade ihr Umgang mit manchen Personen wirkt oft undankbar oder wenig reflektiert, was mich beim Lesen mehrfach gestört hat.
Und dann ist da noch Sylvian… seine Fixierung auf Mable hätte eigentlich intensiv sein können, wirkte auf mich aber eher unangenehm als anziehend.
Trotz allem: Ich hatte richtig Spaß beim Lesen. Es ist düster, dramatisch, teilweise ein bisschen drüber – aber genau das macht es auch so unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Wenn Dunkelheit zur Wahrheit wird

Very Bad Truth
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Mit „Very Bad Truth“ setzt die Reihe um die Kings neue Maßstäbe – düsterer, intensiver und emotionaler als je zuvor. Schon die erste Szene trifft einen mit roher, schockierender Gewalt. Ohne Vorwarnung ...

Mit „Very Bad Truth“ setzt die Reihe um die Kings neue Maßstäbe – düsterer, intensiver und emotionaler als je zuvor. Schon die erste Szene trifft einen mit roher, schockierender Gewalt. Ohne Vorwarnung wird klar: Dieses Buch schlägt eine andere Richtung ein. Härter. Dunkler. Schonungslos. Wer dachte, die vorherigen Bände hätten die Grenzen ausgereizt, wird hier eines Besseren belehrt.

Endlich bekommt man tiefere Einblicke in Sylvians Familie und seine Vergangenheit. Die Puzzleteile, die bisher nur angedeutet wurden, fügen sich langsam zusammen – und genau das macht den Reiz aus. Man versteht ihn besser, leidet mehr mit ihm und begreift, warum er so handelt, wie er handelt. Diese Enthüllungen geben der Geschichte eine neue emotionale Wucht.

Harper hingegen wirkt wie das perfekte Sinnbild all jener verlorenen reichen Kinder: materiell fehlt es ihr an nichts, und doch scheint sie innerlich leer. Sie hat zu viel von allem – außer echter Freude. Diese Zerrissenheit macht sie greifbar und tragisch zugleich.

Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Die Dynamik rund um die Kings macht süchtig; man kann sich dieser Welt kaum entziehen. Endlich werden Wahrheiten aufgedeckt, lange gehütete Geheimnisse kommen ans Licht – und alles fühlt sich größer, bedeutender und dramatischer an als zuvor. Nachdem ich nach dem Vorgängerband überzeugt war, meinen absoluten Lieblingsteil der Reihe gelesen zu haben, musste ich feststellen: Ich lag meilenweit daneben. „Very Bad Truth“ übertrifft alles und stellt die bisherigen Ereignisse komplett in den Schatten.

Und dann dieser fiese Cliffhanger! Kaum hat man die letzte Seite gelesen, bleibt einem nichts anderes übrig, als sofort zum nächsten Band zu greifen. Ein Buch, das schockiert, mitreißt und süchtig macht – definitiv das bisher stärkste der Reihe.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

So viel Verdorbenheit – und ich liebe es

Very Bad Choice
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Mit „Very Bad Choice“ legt J. S. Wonda für mich bisher den stärksten Band der Reihe vor – und ich habe jede einzelne Seite verschlungen.

Besonders gefreut hat mich, dass wir endlich auch mehr aus Harpers ...

Mit „Very Bad Choice“ legt J. S. Wonda für mich bisher den stärksten Band der Reihe vor – und ich habe jede einzelne Seite verschlungen.

Besonders gefreut hat mich, dass wir endlich auch mehr aus Harpers Sicht erleben dürfen. Ihre Perspektive bringt noch einmal eine ganz neue Tiefe in die Geschichte, macht viele Dynamiken greifbarer und sorgt dafür, dass man noch stärker in das toxische Geflecht aus Gefühlen, Macht und Manipulation hineingezogen wird.

Und dieses Buch? Es liefert einfach mehr von allem: mehr Intrigen, mehr Spiele, mehr Erotik, mehr Verdorbenheit, mehr toxische Verstrickungen – und vor allem so viel Drama, dass ich es regelrecht weggesuchtet habe. Genau dieses düstere, moralisch graue Chaos macht für mich den Reiz der Geschichte aus.

Vance bleibt mir allerdings weiterhin suspekt. Irgendetwas an ihm wirkt wie die Ruhe vor dem Sturm – und ich habe das Gefühl, dass da noch eine gewaltige Wendung auf uns wartet. Gleichzeitig hoffe ich sehr auf ein großes Comeback von Clarisse. Am liebsten natürlich mit Jaxon an ihrer Seite – das hätte definitiv Explosionspotenzial.

Und dann ist da noch Romeo… Ich hätte es nicht erwartet, aber ich kann einfach nicht anders, als Gefallen an ihm zu finden. Trotz – oder gerade wegen – seiner Art übt er eine gewisse Faszination aus, die man schwer ignorieren kann.

Für mich ist „Very Bad Choice“ bisher mein absoluter Lieblingsteil der Reihe. Wenn die weiteren Bände dieses Niveau halten oder sogar noch steigern, dann wird das eine emotionale Achterbahnfahrt, von der ich definitiv nicht freiwillig aussteigen werde. Ich bin mehr als gespannt, wie sich alles weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Elitäre Demütigung

Very Bad Kings
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Ich habe „Very Bad Kings“ als eBook gelesen und war von der ersten Seite an vollkommen gefesselt. Diese düstere schulische Atmosphäre, die intensive Hassliebe und die explosive Dynamik zwischen den Charakteren ...

Ich habe „Very Bad Kings“ als eBook gelesen und war von der ersten Seite an vollkommen gefesselt. Diese düstere schulische Atmosphäre, die intensive Hassliebe und die explosive Dynamik zwischen den Charakteren ziehen einen sofort in den Bann. Mit jeder Zeile fühlt man mehr mit – so sehr, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe.

Die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet: tiefgründig, facettenreich und lebendig. Gleichzeitig bleibt dieses nagende Gefühl, dass man noch mehr über sie erfahren will. Die Protagonistin ist Feuer pur. Auch wenn einige ihrer Entscheidungen für mich kaum verzeihlich sind und ihre Naivität stellenweise fast schmerzt, überzeugt sie durch ihre enorme Willensstärke und innere Kraft. Gerade diese Widersprüche machen sie so greifbar und real.

Die Antagonisten sind verdammte Arschlöcher. Und doch schafft es die Autorin, dass man trotz allem mit ihnen sympathisiert, was die Geschichte noch spannender und emotional komplexer macht.

Der Cliffhanger am Ende ist genau richtig gesetzt: Er hinterlässt keinen bitteren Beigeschmack, sondern steigert die Vorfreude ins Unermessliche. Man klappt das Buch zu und will nur eins – den nächsten Band lesen und den angekündigten Racheakt miterleben.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Aus der Dunkelheit geboren

Shallow River
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„Shallow River“ ist kein leichtes Buch – im Gegenteil. Die Geschichte ist unfassbar hart, rau und emotional fordernd, genau deshalb aber auch extrem packend. H.D. Carlton zeigt hier eine Seite, die man ...

„Shallow River“ ist kein leichtes Buch – im Gegenteil. Die Geschichte ist unfassbar hart, rau und emotional fordernd, genau deshalb aber auch extrem packend. H.D. Carlton zeigt hier eine Seite, die man so vielleicht nicht unbedingt von ihr erwartet: Der Fokus liegt dieses Mal klar auf der Story selbst und nicht auf einer ausgewogenen Mischung aus Handlung und Spice. Zwar ist dieser vorhanden, doch er steht nicht im Vordergrund – und genau das macht dieses Buch so besonders.

Die Handlung ist intensiv, düster und kompromisslos. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und romantisiert nichts. Gerade diese Schonungslosigkeit sorgt dafür, dass die Geschichte unter die Haut geht. Ich habe einen abgrundtiefen Hass auf den Antagonisten entwickelt – ein klares Zeichen dafür, wie gut er geschrieben ist. Gleichzeitig hatte ich enormes Mitgefühl für die Protagonistin. Auch wenn sie dieses Mitgefühl gegen Ende eigentlich gar nicht mehr braucht, da sie sich zu einem unglaublich taffen, starken Charakter entwickelt, bleibt ihre Geschichte lange im Kopf.

„Shallow River“ bietet durchgehend Spannung und ist gespickt mit ernsten, teilweise sehr harten Triggern. Dieses Buch fordert emotional heraus und ist definitiv nichts für zwischendurch. Es ist roh, brutal ehrlich und absolut nicht romantisierend – und genau darin liegt seine Stärke. Es ist eine Geschichte, in der sich manche Leserinnen vielleicht selbst wiedererkennen können, gerade weil sie zeigt, wie hässlich, schmerzhaft und gleichzeitig kraftvoll Überleben sein kann.

Der einzige Punkt, der mich nicht vollständig überzeugen konnte, war das Ende. Das Happy End wirkte auf mich etwas aufgezwungen und stand im Kontrast zur sonst so konsequent düsteren und realistischen Erzählweise. Dennoch schmälert das den Gesamteindruck nur geringfügig.

Abgesehen davon ist „Shallow River“ eine unfassbar starke Dark Romance: brutal, intensiv, emotional und mutig anders. Ein Buch, das wehtut – aber genau deshalb im Gedächtnis bleibt.

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