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Veröffentlicht am 29.03.2026

"Die Dinner Party“ – ein Abend voller Lügen, Sehnsüchte und verborgener Emotionen, der alles verändert

Die Dinner Party
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Franca studiert in Utrecht Literaturwissenschaften. Sie ist eher ein unsicherer Mensch, der mit sich hadert und sich eher klein macht. Das Verhältnis zur Mutter ist kalt und distanziert, sie ist in zweiter ...

Franca studiert in Utrecht Literaturwissenschaften. Sie ist eher ein unsicherer Mensch, der mit sich hadert und sich eher klein macht. Das Verhältnis zur Mutter ist kalt und distanziert, sie ist in zweiter Ehe verheiratet. Der Vater ist bereits verstorben. Mit Harry, einem Mitstudenten, verbringt sie viel Zeit. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, lesen Bücher und diskutieren sie. Als Harry und auch Francas Mutter plötzlich das Land verlassen, ist Franca verletzt und traurig. Sie vernachlässigt ihr Studium, trinkt zu viel und weiß nicht so recht, was sie ohne Harry anfangen soll. Dann trifft sie Andrew, und gemeinsam gehen sie nach London. Doch in der fremden Stadt findet Franca keinen Halt und verliert zunehmend den Zugang zu sich selbst. Sie unterdrückt ihre Gefühle und verwechselt Liebe mit gesellschaftlichem Druck und Erwartungen. So beginnt für sie ein täglicher Kampf um Selbstachtung und Selbstbestimmung, der ihr nach und nach alle Kraft raubt.

Viola van de Sandt hat mit ihrem Debutroman eine Geschichte erschaffen, die unter die Haut geht. Mit viel Einfühlungsvermögen und einer Sprache, die den Kern der Gefühle trifft, ohne je aufdringlich zu wirken. Jedes Wort scheint mit Bedacht gewählt und genau richtig gesetzt. Das Buch überzeugt durch einen gelungen aufgebauten Spannungsbogen, der sich langsam entwickelt und den Leser bis zum Schluss fesselt. Die Geschichte entfaltet sich schrittweise und lebt besonders von den zwischenmenschlichen Konflikten, die sich im Verlauf des Abends immer weiter zuspitzen.
Die Figuren wirken authentisch und vielschichtig. Ihre Gedanken, Reaktionen und Beziehungen sind manchmal nachvollziehbar, manchmal nicht, aber genau diese Ambivalenz, macht das Buch interessant und trägt entscheidend zur Intensität der Handlung bei. Das zentrale Thema des Buches – menschliche Abgründe, soziale Masken und unausgesprochene Spannungen – wird überzeugend umgesetzt. Die Autorin zeigt, wie schnell scheinbare Harmonie in Konflikt umschlagen kann, und regt dabei zum Nachdenken über zwischenmenschliche Dynamiken an. Die Nutzung unterschiedlicher Zeitebenen sorgt dafür, dass die Geschichte facettenreich und vielschichtig wirkt.

Das Buch ist wunderschön und sehr hochwertig gestaltet. Das Cover selbst ist bedruckt, was ich aus Umwelttechnischen Gründen sehr gut finde. Obwohl es nicht viel aussagt, macht gerade das neugierig auf die Geschichte. Eine Frau macht sich für „Die Dinner Party“ zurecht. Sie steht mit dem Rücken zu uns, man kann nicht erkennen, ist sie freudig, traurig, ängstlich oder gar nichts von all dem. Es lässt viele Raum für Spekulationen.

Abschließend lässt sich sagen, dass „Die Dinner Party“ durch seine dichte Atmosphäre und die glaubwürdigen Figuren überzeugt. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie schnell scheinbar harmlose Situationen eskalieren können und wie viel hinter der Fassade menschlicher Beziehungen verborgen bleibt. Besonders die gelungene Verbindung aus Spannung, Einfühlungsvermögen und präzisem Schreibstil macht das Buch lesenswert. Insgesamt bietet das Werk nicht nur Unterhaltung, sondern regt auch zum Nachdenken über zwischenmenschliche Dynamiken und gesellschaftliche Rollen an.

Einzig das Ende des Buches bleibt offen, was für mich einerseits spannend ist und die Fantasie des Lesers anregt, andererseits aber auch ein Gefühl der Unvollständigkeit hinterlässt. Man wird zum Nachdenken und Spekulieren eingeladen, was das Lesen im Nachhinein interessant macht, doch gleichzeitig bleibt ein kleiner Wunsch nach mehr Klarheit. Es bleibt offen, wie Franca mit den Folgen umgeht – hier hätte ich mir einen tieferen Einblick in ihr weiteres Leben gewünscht. Nichtsdestotrotz ein tolles Buch, von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Spannend und mit unerwarteten Ausgang

SCHWEIG!
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Der Thriller „Schweig“ von Judith Merchant erzählt die Geschichte der ungleichen Schwestern Esther und Sue. Esther ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit ihrem Mann Martin in einem Mietshaus – nach ...

Der Thriller „Schweig“ von Judith Merchant erzählt die Geschichte der ungleichen Schwestern Esther und Sue. Esther ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit ihrem Mann Martin in einem Mietshaus – nach außen hin wirkt ihr Leben ruhig und völlig normal. Sue hingegen lebt zurückgezogen und abgeschieden in einem Haus tief im Wald und ist von ihrem Mann getrennt. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Sue und Esther erzählt, später auch aus Martins Perspektive sowie durch Einblicke in die kindliche Vergangenheit der Schwestern. Dadurch entsteht nach und nach ein immer dichteres Bild, in dem sich zeigt, dass hinter der scheinbar heilen Fassade mehr steckt. Schnell wird klar, dass eine der Schwestern ein Leben führt, das nicht der Wahrheit entspricht.

Besonders eindrücklich ist das Thema Kontrolle und Manipulation, das sich durch die gesamte Geschichte zieht und eine zunehmend verstörende Atmosphäre schafft. Die Spannung baut sich stetig auf, da lange unklar bleibt, was wirklich geschehen ist und wem man trauen kann.

Insgesamt ist „Schweig“ ein spannender, beklemmender Psychothriller mit überraschenden Wendungen und klarer Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Ein Roman, der lange nachhalt.

Ava liebt noch
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Der Roman "Ava liebt noch" von Vera Zischke ist eine einfühlsam erzählte, klug konstruierte Geschichte über Mutterschaft, Selbstliebe und die leisen, oft schmerzhaften Prozesse inneren Wachstums. Mit großer ...

Der Roman "Ava liebt noch" von Vera Zischke ist eine einfühlsam erzählte, klug konstruierte Geschichte über Mutterschaft, Selbstliebe und die leisen, oft schmerzhaften Prozesse inneren Wachstums. Mit großer sprachlicher Feinheit und psychologischem Gespür zeichnet Zischke das Porträt einer Frau, die zwischen Verantwortung, Sehnsucht und Selbstzweifeln ihren eigenen Weg sucht.

Im Zentrum steht Ava – keine makellose Heldin, sondern eine Figur mit Brüchen und Widersprüchen. Auch wenn sie sich nicht immer „richtig“ verhält, bleiben ihre Gefühle und Gedanken jederzeit nachvollziehbar. Gerade diese Ambivalenz macht sie so menschlich und nahbar. Man versteht ihre Überforderung, ihre Sehnsucht nach Selbstverwirklichung und ihre innere Zerrissenheit zwischen Mutterrolle und eigener Identität.

Besonders berührend ist die Darstellung der Mutterschaft: nicht verklärt oder idealisiert, sondern ehrlich, vielschichtig und emotional dicht. Zischke zeigt, wie eng Liebe, Schuld, Angst und Hoffnung miteinander verwoben sein können. Gleichzeitig erzählt sie von Selbstliebe als einem Prozess – als etwas, das nicht selbstverständlich vorhanden ist, sondern errungen werden muss.

Auch die Nebenfiguren sind liebevoll und rund gestaltet. Die familiären Beziehungen wirken authentisch und lebendig; sie spiegeln, wie stark Familienbande prägen – und wie sehr Menschen sich im Laufe des Lebens verändern können. Wachstum geschieht hier nicht spektakulär, sondern in leisen Momenten der Erkenntnis.

Insgesamt ist "Ava liebt noch" eine wunderschöne, klug und dicht konstruierte Geschichte, die lange nachhallt. Ein Roman, der zeigt, dass Fehlbarkeit und Liebe kein Widerspruch sind – und dass Entwicklung oft dort beginnt, wo wir uns selbst ehrlich begegnen. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Ein leises Buch mit großer Wirkung

Ein ganzes Leben
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Ein ganzes Leben ist eine ruhige, eindringliche Geschichte über den einfachen Bergbauern Andreas Egger. Ohne große Dramatik erzählt Seethaler von einem ganzen Leben – von harter Arbeit, Verlust, Einsamkeit ...

Ein ganzes Leben ist eine ruhige, eindringliche Geschichte über den einfachen Bergbauern Andreas Egger. Ohne große Dramatik erzählt Seethaler von einem ganzen Leben – von harter Arbeit, Verlust, Einsamkeit und einer leisen, tiefen Liebe.

Die Sprache ist schlicht und klar, fast zurückhaltend, und gerade dadurch besonders berührend. Nicht spektakuläre Ereignisse stehen im Mittelpunkt, sondern die stillen Momente und inneren Gefühle.

Es ist eine leise Erzählung mit großer Wirkung – eine zarte Liebesgeschichte und zugleich eine nachdenkliche Betrachtung darüber, was ein Leben ausmacht.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Packend und raffiniert

Der Freund – Ist er dein Traumpartner oder dein Killer?
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Mit „Der Freund“ liefert Freida McFadden erneut einen fesselnden Psychothriller, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt. Die Autorin versteht es meisterhaft, eine beklemmende Atmosphäre ...

Mit „Der Freund“ liefert Freida McFadden erneut einen fesselnden Psychothriller, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt. Die Autorin versteht es meisterhaft, eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die sich langsam, aber unaufhaltsam zuspitzt.
Die Geschichte wirkt abwechslungsreich und lebt von unerwarteten Wendungen. Immer wieder glaubt man zu wissen, wohin die Handlung führt – nur um im nächsten Moment eines Besseren belehrt zu werden. Genau diese unvorhersehbaren Twists machen den besonderen Reiz des Romans aus.

McFadden spielt gekonnt mit Misstrauen, Geheimnissen und psychologischer Spannung.
Besonders gelungen ist die unterschwellige, gruselige Stimmung. Es sind weniger blutige Szenen als vielmehr psychologische Abgründe, die für Gänsehaut sorgen. Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet, und man beginnt schnell, an ihren Motiven zu zweifeln. Dieses permanente Gefühl der Unsicherheit verstärkt den Sog der Geschichte enorm.

Der Schreibstil ist klar, direkt und sehr gut lesbar. Kurze Kapitel und präzise Sprache sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Auch Leserinnen und Leser, die sonst nicht regelmäßig Thriller lesen, finden hier einen leichten Einstieg in das Genre.

Insgesamt ist „Der Freund“ ein packender, psychologisch raffinierter Thriller, der mit Spannung, Atmosphäre und überraschenden Wendungen überzeugt. Für Fans von Psychothrillern definitiv eine klare Leseempfehlung.

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