Profilbild von cybergirl

cybergirl

Lesejury Star
offline

cybergirl ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit cybergirl über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Pageturner

Die Stockholm-Protokolle
0

Klappentext:
Die Stockholmer Investigativjournalistin Julia verfolgt eine heiße Spur: Alles deutet darauf hin, dass der charismatische, beliebte Ministerpräsident Schwedens auch dunkle Seiten hat. Der ...

Klappentext:
Die Stockholmer Investigativjournalistin Julia verfolgt eine heiße Spur: Alles deutet darauf hin, dass der charismatische, beliebte Ministerpräsident Schwedens auch dunkle Seiten hat. Der nach außen liebende Familienvater scheint einen Hang zu exzessiven Partys zu haben, die auf Missbrauch schließen lassen. Und er pflegt politische Netzwerke, die einen Rechtsruck bedeuten könnten. Als Julia von ihrem Chefredakteur kaltgestellt wird, ahnt sie, wie hochbrisant die Sache ist. Erst recht als ihr politisch unerfahrener Ehemann, Windkraft-Experte Alfred, plötzlich zum Pressesprecher des Ministerpräsidenten ernannt wird. Julia kann Alfred nicht sagen, was sie sofort vermutet: Dieser Job wurde ihm nur angeboten, um sie endgültig zum Schweigen zu bringen. Trotzdem beschließt sie, weiter zu ermitteln.
Währenddessen schlägt sich Alfred erstaunlich gut im Polit-Dschungel. Doch in den Korridoren der Macht stößt er auf Betrug und Geheimnisse. Er beginnt nachzuforschen und stellt fest, dass die schmutzigen Geschäfte weit über die Mauern des schwedischen Regierungssitzes Rosenbad hinausreichen.

„Die Stockholm Protokolle“ ist ein spannender Polit-Thriller von Moa Berglöf und Joakim Zander.

Die Investigativjournalistin Julia ist einem Skandal auf der Spur, der den Ministerpräsiden in sehr schlechtes Licht stellen würde. Kurzerhand wird sie von ihrem Chefredakteur ins Abseits gestellt. Dafür bekommt Julias Ehemann Alfred den Job des Pressesprechers des Ministerpräsidenten. Jetzt ist Julia erst recht zum Schweigen verurteilt. Aber auch Alfred bleiben die Geheimnisse und der Betrug nicht verborgen.

Moa Berglöf und Joakim Zander ist hier ein wahrer Pageturner gelungen.
Es wird ein Szenario dargestellt, dass voller Betrug und Missbrauch ist. Der Ministerpräsident ist ein Wolf im Schafspelz. Nach außen hin beliebt und fürsorglicher Familienvater.
Was hinter der Fassade steckt, erfahre die Leserinnen nach und nach.

Der Plot ist intelligent konzipiert. Mit Spannung habe ich die Machtspiele verfolgt.
Die Geschichte wird in einem ruhigen Ton erzählt, aber die Spannung lässt aber nicht lange auf sich warten.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig. Nicht alle sind sympathisch.

Der Schreibstil des Autoren Duos ist flüssig und gut verständlich, vor allem ist es aus einem Guss, die Leser
innen spüren nicht, dass zwei Autor*innen an der Geschichte gearbeitet haben.

„Die Stockholm Protokolle“ ist ein echter Pageturner, den ich gerne gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

Eine bezaubernde Hexengeschichte

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
0

Klappentext:
Mächtige Hexen schützen England vor den fantastischen Wesen aus dem Land Faerie. Doch hüte dich davor, den Wald zwischen den Reichen zu betreten.
Cassandra möchte sich eigentlich auf ihre ...

Klappentext:
Mächtige Hexen schützen England vor den fantastischen Wesen aus dem Land Faerie. Doch hüte dich davor, den Wald zwischen den Reichen zu betreten.
Cassandra möchte sich eigentlich auf ihre Hexenausbildung konzentrieren, doch im Dorf Hagley geschehen seltsame Dinge. Immer mehr Bewohner stehen unter einem Fluch, der sie nach einem gefährlichen Artefakt suchen lässt: Sir Egads Lanze. Wer diese Lanze berührt, ist dem Tod geweiht. Der Erlkönig, Herrscher über Faerie, will die Waffe unbedingt in seinen Besitz bringen. Entschlossen, die Dorfbewohner von dem Fluch zu befreien, stürzen sich Cassandra und ihre Freundinnen in ein neues Abenteuer

„Cassandra Morgan-Die magische Flöte“ ist der 2. Band der Jugendbuchreihe „Cassandra Morgan“ von Skye McKenna.
Das Buch ist mit seinem Farbschnitt wunderschön gestaltet. Auch innen hat es schöne Illustrationen.

Im Mittelpunkt steht Cassandra Morgan. Im ersten Band hat Cassie erst erfahren, dass sie einer Familie von Hexen angehört.
Nach dem sie im ersten Band schon ein Abenteuer bestehen musste, geht es für Cassie mit der Ausbildung zur Hexe weiter. Sie lebt jetzt bei ihrer Tante Miranda.
Doch das nächste Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten. In dem Dorf, wo Cassie jetzt lebt, geschehen seltsame Dinge. Ein Fluch liegt über dem Dorf und immer mehr Einwohner geraten in seinen Bann. Cassie und ihre Freunde wollen herausfinden, was es damit auf sich hat.

Skye McKenna erzählt die Geschichte spannend und in einer Sprache, die für die Zielgruppe auch gut verständlich ist.
Die Autorin erfindet eine Welt mit vielen Fabelwesen. Als Leser*in taucht man ein in eine Welt voller magischer Wesen. Gut und Böse sind nicht so schnell zu unterscheiden. So gibt es auch die eine oder andere Überraschung in der Geschichte.

Beim Lesen hatte ich viele Fragen, nicht alle wurden beantwortet. Die Geschichte hat viel Potenzial für mehrere Bände, die es wohl auch geben wird.
Nach ein paar Seiten war ich wieder ganz im Bann der Geschichte und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Der 3. Band „Cassandra Morgan - Der Kelch der Wünsche -“ erscheint am 1.11.2026 und ich kann es kaum erwarten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2026

Grenzübergreifende Ermittlungen

Nordlicht - Das fremde Gesicht
0

Klappentext:
Eine schreckliche Mordserie zieht sich vom deutsch-dänischen Grenzland bis nach Kopenhagen: Ein Pferdezüchter im nordfriesischen Süderlügum wird aufgehängt im Stall entdeckt, ein Gastronom ...

Klappentext:
Eine schreckliche Mordserie zieht sich vom deutsch-dänischen Grenzland bis nach Kopenhagen: Ein Pferdezüchter im nordfriesischen Süderlügum wird aufgehängt im Stall entdeckt, ein Gastronom im dänischen Tøndern sitzt tot an einem gedeckten Tisch, in Kopenhagen treibt die Leiche eines Geschäftsmanns nackt im Hafenbecken. Alle Opfer sind qualvoll erstickt. In ihren zugeklebten Mündern findet sich ein Foto mit einem fremden Gesicht.
Was verbindet die Opfer und welches Motiv verfolgt der Mörder? Die Ermittler der Sondereinheit GZ Padborg stehen vor einem Rätsel. Der Druck wächst, als eine weitere Leiche auftaucht. Und ausgerechnet Rasmus Nyborg scheint nicht bei der Sache zu sein und bringt sich mit Nachforschungen zu einem ganz anderen Fall in Gefahr.

„Nordlicht – Das fremde Gesicht“ ist der 7. Band der spannenden Nordlicht-Reihe von Anette Hinrichs.
Das Ermittlerteam setzt sich aus deutschen und dänischen Ermittlern zusammen.
Die zwei leitenden Ermittler*innen gefallen mir sehr gut, ich mag Ermittler, die ihre Ecken und Kanten haben.
So haben auch die Beiden eine bewegte Vergangenheit, die sie mit sich herumtragen.
Vibeke Boisen, Teamleiterin bei der Mordkommission Flensburg auf der deutschen Seite. Sie ist äußerst sympathisch, kann aber auch knallhart sein und hält sich immer strikt an die Regeln. Sie leidet unter ihrer Vergangenheit. Ihre leibliche Mutter war psychisch krank und ist vor kurzem verstorben. Vibeke lebt immer mit der Angst die Krankheit geerbt zu haben.
Ihre Adoptiveltern liebt sie über alles. Ihr Adoptivvater war auch bei der Kripo in Flensburg und Vibeke ist in seine Fußstapfen getreten.

Rasmus Nyborg von der Kripo Esbjerg ist der dänische Ermittler.
Er liebt die legere, unkonventionelle Art und hält sich nicht immer an die Regeln. Es darf bei ihm schon einmal der „kleine Dienstweg“ sein.
Auch er schleppt so einigen Ballast aus seiner Vergangenheit mit sich herum. Vor allem den Tod seines Sohnes kann er nicht überwinden. Und das bringt ihn in diesem Band auch wieder in Gefahr.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten verstehen sich Vibeke und Rasmus mittlerweile gut, wie auch das restliche Team der Soko Padborg.

Der Fall ist äußerst kompliziere. Zuerst taucht in Deutschland, genauer gesagt im nordfriesischen Süderlügum eine Leiche auf. Ein Pferdewirt wird im Stall erhängt aufgefunden. Alles spricht gegen einen Suizid. In seinem Mund wird ein Bild, von einem fremden Jungen gefunden.
Es dauert eine Weile, bis der Zusammenhang an einem Mord auf der dänischen Seite gezogen wird. Auch hier gab es einen Toten, bei dem ein Bild im Mundraum gefunden wurde.
Schnell wird die Sondereinheit GZ Padborg zusammengerufen. Trotz eifriger Ermittlungen bleibt es nicht bei den zwei Opfern.

Anette Hinrichs hat auch mit ihrem 7. Band wieder geliefert.
Die Autorin versteht es gut, ihre Protagonisten in Szene zu setzten und zu führen. Die Charaktere sind richtig lebendig und das Ermittlerteam sympathisch.

Ohne viel Vorgeplänkel baut die Autorin schnell Spannung auf, die sie dann auch bis zum Ende aufrecht hält.
Dabei gibt es immer wieder neue Ansatzpunkte und Wendungen so, dass ich bis zum Ende keine Ahnung hatte, wer der wahre Täter sein könnte. Dazu kommen immer wieder Rückblenden, in denen von Jugendlichen erzählt wird.

Anette Hinrichs hat einen klaren, flüssigen und gut verständlichen Schreibstil.
Die Beschreibung der Handlungsorte ist sehr anschaulich, man hat schnell ein Bild vor Augen.

„Nordlicht - Das fremde Gesicht“ war wieder ein Lesegenuss mit viel Spannung.
Ich freue mich jetzt schon auf den 8. Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2026

Packender und brisanter Umwelt-Thriller

Pipeline
0

Klappentext:
Weil die Rhône von Jahr zu Jahr weniger Wasser führt, droht bei einer Reihe von südfranzösischen Atomkraftwerken die Kühlung zu versagen. Notgedrungen wird der deutsche Mittelständler Vogt ...

Klappentext:
Weil die Rhône von Jahr zu Jahr weniger Wasser führt, droht bei einer Reihe von südfranzösischen Atomkraftwerken die Kühlung zu versagen. Notgedrungen wird der deutsche Mittelständler Vogt beauftragt, eine Pipeline zu bauen, die das benötigte Kühlwasser vom Mittelmeer ins Landesinnere pumpen soll.
Die Widerstände sind enorm: Bauernverbände, Umweltorganisationen und die lokale Politik haben jeweils ihre eigenen Gründe, das Projekt verhindern zu wollen. Als eine Pumpstation in Flammen aufgeht, wird die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma von Hamburg nach Avignon beordert. Vorgeblich soll sie die brodelnde Öffentlichkeit beruhigen. Doch als Unbekannte sie mit dem Tode bedrohen, beginnt sie selbst zu recherchieren und findet heraus: Unter den zahlreichen Kräften, die die Pipeline verhindern wollen, haben die gefährlichsten ihre Wurzeln in der eigenen Firma.

„Pipeline“ von Lucas Fassnacht ist ein fiktiver Thriller, der leider gar nicht so realitätsfremd ist.

Die Klimakrise steht im Mittelpunkt des Thrillers. Durch die Erwärmung wird das Wasser knapp.
So auch hier in Südfrankreich, wo die Rhône zu wenig Wasser hat. Doch das Wasser wird dringend zur Kühlung der Atomkraftwerke gebraucht. Eine Pipeline soll gebaut werden, die das Wasser aus dem Meer ins Land pumpt. Doch hier gibt es viele Widerstände, eine Pumpstation wird Opfer der Flammen. Die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma, die, die Öffentlichkeit aufklären und beruhigen soll wird sogar mit dem Tod gedroht.

Lucas Fassnacht hat für seinen Thriller ein aktuelles Thema gewählt. Leider ist das ausgedachte Szenario gar nicht so unrealistisch.

Fakt ist die Klimakrise und auch die dadurch entstehende Wasserknappheit.
Gut vorstellbar ist auch, dass ein solches Projekt wie in dem Thriller beschrieben auf Widerspruch stoßen kann. Unter dem Deckmantel der Bauernverbände und Umweltorganisationen wird gegen das Vorhaben protestiert. Aber wer das Geld hat, dar hat auch die Macht.

„Pipeline“ ist kein Buch, dass man an einem Stück einfach so weg lesen kann. Es fordert schon die Aufmerksamkeit der Leser*innen, schließlich ist es ja auch ein komplexes Thema.

Lucas Fassnacht hat seine Charaktere gut gezeichnet und lässt sie lebendig wirken.

Das Thema wird vom Autor gut und auch für Laien verständlich vermittelt.
Der Schreibstil von Lucas Fassnacht ist flüssig und gut verständlich.

Mit seinem neuen Thriller „Pipeline“, konnte mich Lucas Fassnacht wieder einmal überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2026

Tiefgründig und humorvoll

Andere nennen es Urlaub
0

Klappentext:
Annette, genannt Netti, (50) steckt privat und beruflich in einer Sackgasse: Die letzte Beziehung ist gescheitert, ihr Theatervertrag nicht verlängert, der Sohn auf dem Absprung. Und dann ...

Klappentext:
Annette, genannt Netti, (50) steckt privat und beruflich in einer Sackgasse: Die letzte Beziehung ist gescheitert, ihr Theatervertrag nicht verlängert, der Sohn auf dem Absprung. Und dann ist da noch ihr Vater Bruno, der seit dem Tod der Mutter nicht alleine klarkommt. Fast täglich schaut Netti bei ihm vorbei, obwohl sie und ihre erfolgreiche Schwester sich eigentlich gemeinsam kümmern wollten. Aber jetzt braucht Netti dringend eine Auszeit, um endlich mal durchzuatmen und ihr Leben neu zu ordnen. Und das am liebsten am Meer, irgendwo im Süden. Als sich ihr eine Mitfahrgelegenheit mit einem Italiener bietet, sagt sie sofort zu. Soll eben ihre Schwester nach dem Vater schauen. Doch als es losgeht, sitzt Bruno auf der Rückbank. Und Netti ahnt, dass es alles andere als ein entspannter Urlaub wird, denn ihr Vater hat eigene Pläne, und die Reisegruppe wird immer größer.

„Andere nennen es Urlaub“ ist ein humorvoller Familienroman von Franka Bloom.

Netti steht vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Ihr großer Durchbruch als Schauspielerin lässt schon lange auf sich warten. Jetzt wird sogar ihr Vertrag am Theater nicht verlängert. Der Sohn verlässt langsam das Nest. Nur ihr Vater Bruno, um den sie sich kümmert bleibt ihr erhalten. Ihre Schwester, mit der Netti sich abwechselnd um den Vater kümmern wollte, lässt sie kläglich im Stich.
Netti beschließt, sie braucht dringend Abstand von ihrem Alltag. Sie liebäugelt mit den Italienbildern in einem Reisebüro. Die Inhaberin macht ihr spontan das Angebot, mit ihrem Neffe Giorgio, der mit einem Kleinbus nach Triest fährt mitzufahren. Eine Woche Italien, ein Traum. Wohnen kann sie auch kostenlos im Apartment der Reisebürofrau, sie muss dafür nur das Apartment aufräumen. Kurzentschlossern sagt Netti zu. Um den Vater soll sich die Schwester kümmern. Doch am Tag der Abfahrt, sitzt Bruno schon auf dem Rücksitz und Netti wird in ihrem Urlaub zur 24-Stundernbetreuung.

Franka Bloom hat ihre Charaktere gut gezeichnet. Sie kommen richtig lebendig rüber. Mir gefallen Netti und auch ihr Vater Bruno sehr gut. Bruno kommt seit dem Tod seiner Frau nicht mehr allein klar, er braucht Hilfe. Im gemeinsamen Urlaub registriert Netti erst einmal, wie unselbstständig ihr Vater wirklich ist.

Franka Bloom erzählt die Geschichte tiefgründig und versieht sie immer wieder mit Humor.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich.
Das Thema Alleinsein und nicht loslassen können vermittelt die Autorin ihren Leser*innen gut.

„Andere nennen es Urlaub“ ist eine tiefgründige und humorvolle Familiengeschichte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere