Profilbild von Melanie22

Melanie22

Lesejury Star
offline

Melanie22 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Melanie22 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2025

Schönes Kochbuch mit interessanten Rezepten

Natürlich Maria
0

Im Kochbuch „Natürlich Maria“, das von der bekannten TV- und Sterneköchin Maria Groß geschrieben wurde, finden wir Rezepte, die genau wie Maria selbst unkompliziert und naturnah sind. Mit ihrem eigenen ...

Im Kochbuch „Natürlich Maria“, das von der bekannten TV- und Sterneköchin Maria Groß geschrieben wurde, finden wir Rezepte, die genau wie Maria selbst unkompliziert und naturnah sind. Mit ihrem eigenen Restaurant „Bachstelze“ hat sich Maria einen Ort geschaffen, in dem sie ihren ganz eigenen Lebens- und Kochstil verwirklicht. Bei ihrer Art zu kochen fokussiert sich Maria auf regionale, nachhaltige und naturbelassene Zutaten, die die Wertschätzung von Mutter Natur in den Vordergrund stellt.

Mir hat das sehr hochwertige Kochbuch sehr gut gefallen. Es ist nicht nur ein Kochbuch, sondern Maria bringt uns auch ihre Ideen und Ideale vom Kochen und dem Umgang mit der Natur sowie ihren Ressourcen in vielen Texten nahe. Besonders toll fand ich die Kapitel „Der Osten fetzt“ und „Bekenntnis zur Heimat“.

Das Buch beinhaltet insgesamt 18 Rezepte zu Vorspeisen, Salate, Suppen, 21 zu Hauptspeisen, 11 zu Kuchen, Keksen und Desserts und 14 Grundrezepte und Rezepte zur Vorratshaltung. Als Vegetarierin sind für mich viele passende Rezepte dabei, bei den Hauptspeisen sind über 12 Rezepte vegetarisch und bei den Nachspeisen über sechs. Die Rezepte sind einfach und leicht nachzukochen und dennoch ungewöhnlich raffiniert. Es werden öfter Gemüse und Obst kombiniert und Kräuter, auch Wildkräuter, hinzugefügt. Beispiele sind „Ofenkürbis mit Orange“ oder „Rote Beete Risotto“ mit Himbeeren und Ziegenkäse. Bei den Vorspeisen hat es mir „Erfrischender Linsensalat“, bei den Hauptspeisen „Kräutercrepes mit Schmand“ und bei den Kuchen „Eierkuchen mit Apfelmus“ angetan. Auch optisch sind die Gerichte wunderschön hergerichtet. Hervorzuheben sind nicht nur die wunderschönen Bilder für jedes Rezept sondern auch die vielen Bilder, vom Restaurant, Garten und Maria selbst.

Die Rezepte sind in einfacher und klarer Sprache beschrieben. Bei den Rezepten sind die Zutaten toll kombiniert, sie sind leicht zuzubereiten, herrlich unkompliziert und unglaublich lecker. Mich hat das Buch überzeugt und ich kann es allen Menschen, die naturnahe, einfach zuzubereitende Gerichte mit Pfiff schätzen, empfehlen. Das Buch ist für alle, die wie Maria, gerne essen, lachen und das Leben genießen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2025

Ein schöner Sommerroman - bildhaft und tiefgehend

Wenn die Tage länger werden
0

Der Roman "Wenn die Tage länger werden" handelt von zwei Frauen, deren Geschichten abwechselnd erzählt werden. Zum einen ist da Lisa, eine alleinerziehende Musiklehrerin, die erstmals seit sechs Jahren ...

Der Roman "Wenn die Tage länger werden" handelt von zwei Frauen, deren Geschichten abwechselnd erzählt werden. Zum einen ist da Lisa, eine alleinerziehende Musiklehrerin, die erstmals seit sechs Jahren einen Teil der Sommerferien ohne ihren Sohn Paul verbringen wird. Lisa ist hin- und hergerissen zwischen der befürchteten Einsamkeit und der Sehnsucht nach Freiheit und Zeit für sich. Zum anderen ist da Ute, eine Obstbäuerin, die ein nicht so leichtes Schicksal hat.

Ich konnte mich sehr gut in Lisa und Ute hineinfühlen. Beide Frauen haben in den letzten Jahren eher funktioniert und sich zu wenig um sich selbst und ihre Bedürfnisse gekümmert. Irgendwann mündet mangelnde Selbstfürsorge in Selbstaufgabe und man kann sich und seine Bedüfnisse kaum noch wahrnehmen und spüren. Die Gefühle der beiden Frauen sind sehr greifbar, nachvollziehbar und empathisch beschrieben.

Sehr interessant ist, wie der Roman sich entwickelt und der Sommer sich für beide Frauen und weitere Charaktere, die auch Geschehnisse der Vergangenheit bewältigen müssen, entwickelt. Es ist nicht nur ein Sommerroman über zwei Frauen sondern auch deren Familiengeschichten und viele unausgesprochene Erlebnisse.

Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Die Autorin hat eine sehr schöne, interessante Sprache. Die Charaktere werden eingehend und empathisch geschildert. Ihre Gefühle sind greifbar und sehr nachvollziehbar. Es ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, über sich selbst, Selbstfürsorge und eigene Ziele im Leben. Lebt man sein Leben wirklich so wie man es möchte oder plätschert der Alltag vor sich hin und man denkt, dass man für die schönen Dinge noch ewig Zeit hat?

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, das Buch lässt sich leicht lesen. Die Sprache ist bildhaft, fast poetisch, was mir persönlich gut gefallen hat. Es ist ein netter, ruhiger, unaufgeregter Roman für den Sommer, bei dem man Nachdenken aber auch Entspannen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2026

Leichte, absehbare Lovestory mit malerischem Setting

Summer Tides
0

Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut, weil ich einerseits Liebesgeschichten liebe und andererseits ein Setting in St. Ives in Cornwall bestimmt eine zauberhafte Kulisse bietet. Leider hat mich das ...

Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut, weil ich einerseits Liebesgeschichten liebe und andererseits ein Setting in St. Ives in Cornwall bestimmt eine zauberhafte Kulisse bietet. Leider hat mich das Buch eher enttäuscht zurückgelassen.

Das Cover und auch der Farbschnitt sind sehr schön gestaltet und gefallen mir sehr gut. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich flüssig und modern, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Das Setting in St. Ives ist zauberhaft und wird von der Autorin auch wirklich sehr atmosphärisch beschreiben, sodass man sich gut dorthin träumen kann. Die Nebencharaktere der Geschichte wie Scarletts Freundin Emily, Jonahs Geschwister Lucas sowie Penelope und ein Großteil der Einheimischen sind wirklich süß und sehr hilfsbereit. Diese Aspekte waren für mich allesamt sehr positiv.

Leider konnte ich mit Scarlett als Protagonistin wenig anfangen. Zu Beginn fand ich ihre Naivität und Unbeholfenheit noch ein wenig sympathisch, war allerdings spätestens in der Mitte des Buchs nur noch genervt von der Protagonistin. Scarlett ist nicht nur naiv und kriegt nichts auf die Reihe, es findet auch keinerlei charakterliche Entwicklung statt. Sie braucht mit 27 Jahren und nach 15 Jobs, die sie bereits hatte, immer Jemanden, der sie aus misslichen Situationen rettet und ihr hilft, wieder einigermaßen alles auf die Reihe zu bekommen, bis die nächste Katastrophe eintritt. Ich finde hier wird ein Frauenbild mit einer Protagonistin vermittelt, die selbst nichts kann und daher eine ganze Kompanie an Babysittern braucht, die alles für sie regeln, sie trösten, verarzten und immer helfen und da bin ich dann leider raus, zumal sich das das ganze Buch nicht ändert. Eric, ihren Freund in London, eine absolute Red Flag, redet sie sich viel zu lange schön und stürzt sich dann gleich auf Jonah, der ein Helferherz hat und immer zur Stelle ist. Von der einen Abhängigkeit in die nächste, anstatt sich erstmal zu entwickeln und auf eigenen Beinen zu stehen. Auch die Lovestory zwischen Jonah und Scarlett kommt zu plötzlich und entwickelt sich zu wenig. Mit 317 Seiten fand ich das Buch auch etwas zu mager und das Happy End zu überstürzt. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, da ich weder die Protagonisten noch die Geschichte besonders ansprechend fand, was eigentlich sehr schade ist, da das Setting so zauberhaft ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2026

Gute Grundidee mit ausbaufähiger Umsetzung

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
0

Im Buch „Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam“ wird die Geschichte von Rosie erzählt, die London hinter sich lässt und in Amsterdam mit einem Floristikgeschäft einen Neuanfang starten möchte. Dabei ...

Im Buch „Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam“ wird die Geschichte von Rosie erzählt, die London hinter sich lässt und in Amsterdam mit einem Floristikgeschäft einen Neuanfang starten möchte. Dabei stößt sie neben einem renovierungsbedürftigen Hausboot, auf dem sie wohnen wird und einem grummeligen Nachbarn noch auf viele weitere Probleme.

Die Grundidee der Geschichte ist gut und der Prolog hat mir gefallen. Rosie startet optimistisch und voller Tatendrang nach Amsterdam. Was dann folgt ist eine Aneinanderreihung von Chaos. Rosie bekommt trotz Warteliste schwuppdiwupp einen winzig kleinen Stand, der einer Besenkammer gleicht. Obwohl sie zuvor einen Bürojob hatte und nur einen Floristikkurs besucht hat, will sie Samstag den Laden eröffnen. Sie hat zwar noch keine Lieferanten und kennt die Einkaufspreise für die Blumen nicht, geschweige denn hat sie Blumen bestellt, hat sich aber schon mal die Gewinnspanne ausgerechnet. Nachdem sie per Übersetzung mit Duolingo Blumen bestellt hat und die Falschen kamen, bestellt sie einfach noch welche dazu und am nächsten Tag reißen die Kunden ihr die Gestecke aus Hortensien und Salbei aus den Händen. In dem winzigen Laden hält Rosie auch Vorträge über Pflanzen. Wie das gehen soll, weiß die Autorin glaube ich selbst nicht, aber sie hält den ersten Vortrag gleich am Eröffnungstag. Und so geht das das ganze Buch lang. Eine abstruse Handlung und Entscheidung jagt die nächste, so dass ich einfach nur genervt war.

Rosie finde ich zu launisch, naiv und einfach nur anstrengend, ihr Nachbar wechselt die Stimmung ebenfalls jede Minute. Es ist ein ewiges Hin und Her, wobei so viele körperliche Beschreibungen genant werden, die einfach nur fehl am Platz sind, bspw. „Sie hatte immer schon eine Schwäche für Männer mit kräftigen Unterkiefern.“ oder „Er fuhr sich mit den Händen durch die Haare , und zwischen den erdbeerblonden Locken entdeckte sie sogar kupfer- und sandfarbene Strähnen, als das Sonnenlicht darauf fiel.“ Der Schreibstil ist dialoglastig und es wird soviel in einzelne Sätze verpackt, dass es keine Freude war, das Buch zu lesen. Ich fand die Übersetzung an vielen Stellen auch nicht wirklich gelungen.

Zum Ende hin wird es sehr klischeehaft, viele Probleme lösen sich in Wohlgefallen auf und alles ist plötzlich Friede, Freude, Eierkuchen. Wer ein ewiges Hin und Her mit jeder Menge Chaos und launischen Charakteren sowie sprunghafte Handlungen liebt, wird die Geschichte vielleicht schön finden. Ich fand sie sehr unglaubwürdig, abstrus und chaotisch geschrieben. Mir persönlich hat das Lesen leider keine Freude bereitet, was wirklich selten der Fall ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2025

Romantische New-Adult-Fantasy

Heart of Night and Fire
0

Nachdem ich die Buchbeschreibung gelesen habe, habe ich mich sehr auf das Buch „Heart of Night and Fire“ von Nisha j. Tuli gefreut, da es als New-Adult Romantasy mit den Tropes Slowburn, Grumpy x Sunshine ...

Nachdem ich die Buchbeschreibung gelesen habe, habe ich mich sehr auf das Buch „Heart of Night and Fire“ von Nisha j. Tuli gefreut, da es als New-Adult Romantasy mit den Tropes Slowburn, Grumpy x Sunshine und einem geheimnisvollen Traummann angekündigt wurde. Da ich schon viele Male in Indien war, hat mich das außergewöhnliche Setting im Klappentext sehr angesprochen und meine Erwartungshaltung war sehr hoch.

Leider war das Buch so gar nicht meins. Das Cover ist wirklich wunderschön und auch der Farbschnitt hat mir sehr gut gefallen. Auch innen ist das Buch mit einer tollen Karte von Rahajhan und den Kapitelüberschriften liebevoll gestaltet. In das indische Setting habe ich mühelos reingefunden, da mir viele Sitten und Gebräuche, das Essen und die Namen geläufig waren. Meine beiden Teenager Töchter (16 und 18) waren allerdings von der Vielzahl der Namen und Ausdrücke eher überfordert und haben schnell die Lust an dem Buch verloren. Mir persönlich hat der Schreibstil leider so gar nicht gefallen. Er wirkt distanziert und auch ein wenig holprig. Es ist zwar viel Text, aber vieles wiederholt sich und mir persönlich war das erste Buch zu langatmig und der Spannungsbogen hat zu wünschen übrig gelassen. Das indische Setting fand ich zwar grundlegend schön, da ich viele Sagen und Mythen von dort kenne, weiß ich aber auch, dass das Storytelling dort mystisch, poetisch und sehr bildgewaltig ist und das habe ich in diesem Buch nicht so spüren können. Auch die Protagonistin Zarya konnte mich mit ihrer unbefangenen Art nicht überzeugen. Hier hätte ich mir eine bessere Charakterentwicklung gewünscht. Es folgen noch drei weitere Bände. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Geschichte zu straffen und eine Dilogie daraus zu machen, denn so finde ich die Story zu langatmig und auch zu wenig spannend.

Fazit: Ein Buch was mich leider nicht überzeugen konnte. Mir hat das Cover sehr gut und das indische Setting grundsätzlich gefallen. Der Schreibstil, der Spannungsbogen und die Charaktere konnten mich leider nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere