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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2024

Überleben in der Wildnis

Lauf wie der Wind, Sky!
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Das schön gestaltete Cover mit dem galoppierenden Pferd in der endlosen Prärie stimmt ein auf das Thema und passt gut zum Titel. Es wird klar, dass Freiheit eines der vorherrschenden Themen sein wird.

Ausgefallen ...

Das schön gestaltete Cover mit dem galoppierenden Pferd in der endlosen Prärie stimmt ein auf das Thema und passt gut zum Titel. Es wird klar, dass Freiheit eines der vorherrschenden Themen sein wird.

Ausgefallen ist, dass die Geschichte aus der Perspektive des Mustangs Sky erzählt wird. Durch den Perspektivwechsel bekommt man eine komplett andere Sicht auf das Geschehen. Gegen welche Probleme haben frei und wildlebende Pferde zu kämpfen? Wie schaffen sie es, dann doch über die Runden zu kommen, auch wenn das Leben hart ist? Schließlich liegt die Verantwortung auch darin, nicht nur für sich selbst, sondern für eine ganze Herde zu sorgen. Die Gefahren lauern überall und mitunter gibt es nicht genug Futter für alle, weswegen Sky die Herde dann auch verlässt und das Schicksal seinen Lauf nimmt.

Der Schreibstil ist kindgerecht mit kurzen gut verständlichen Sätzen, die die jungen Leser auch gut verstehen. Unterbrochen wird die Beschreibung immer wieder von passenden Illustrationen, die die Geschichte noch mehr auflockern.

Fazit: Ein schönes und ergreifendes spannendes Buch für kleine und auch große Pferdefreunde, in das man komplett eintauchen kann.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Da werden Reisesehnsüchte geweckt

Löwenherzen
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Spannend und informativ beschreibt Gesa Neitzel den Roadtrip mit ihrem Freund Frank durch Afrika. Kennengelernt haben die beiden sich bei einer Ausbildung zu Rangern, damit erfolgt auch der Start in ein ...

Spannend und informativ beschreibt Gesa Neitzel den Roadtrip mit ihrem Freund Frank durch Afrika. Kennengelernt haben die beiden sich bei einer Ausbildung zu Rangern, damit erfolgt auch der Start in ein neues Leben beginnend mit einer gemeinsamen Reise.

Sehr flüssig beschreibt Gesa die Erlebnisse und flechtet immer wieder auch Informationen über einzelne Regionen; Völkerstämme oder Tiere ein. Sie macht ebenso deutlich, dass es sich nicht um einen Spaziergang handelt, sondern durchaus überall reale Gefahren lauern, denen man sich bewusst sein muss. Durch den lebendigen Schreibstil ist man quasi mittendrin dabei und sieht die Elefanten vor seinem geistigen Auge. Am liebsten würde man sofort einen Flug buchen, aber das verhindern ja leider die derzeitigen Umstände.

Die Gestaltung des Buchs ist wirklich gelungen. Das fängt schon beim Cover an mit einer Mischung aus Haptik und schönen Fotomotiven. Im Buch setzt es sich fort durch illustrierte Kartenausschnitte der bereisten Regionen, so dass man eine ungefähre Vorstellung davon entwickeln kann, wo die beiden sich gerade befinden. Einige reale farbige Fotos hat man dann noch in der Mitte des Buchs.

Fazit:
Absolut eine Leseempfehlung für alle, die Fernweh haben, Afrika lieben und schon bereist haben oder noch bereisen wollen.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Eine mutige Frau findet ihren Weg

Die Heimkehr der Störche (Die Gutsherrin-Saga 2)
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Dora und ihre Familie wurde während des 2. Weltkrieges vom Gestüt vertrieben und auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide einquartiert. Die kurzfristige Notlösung währt dann mehr als 7 Jahre, in denen ...

Dora und ihre Familie wurde während des 2. Weltkrieges vom Gestüt vertrieben und auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide einquartiert. Die kurzfristige Notlösung währt dann mehr als 7 Jahre, in denen Dora bei der Enge der Unterkunft und den ewigen Streitereien mit der Bäuerin quasi verkümmert, bis sie dann beschließt, einen angebotenen Studienplatz in Ostberlin anzunehmen und voranzugehen. Sie erhofft sich auch, dort etwas über ihre verschollene große Liebe Curt herauszufinden, dessen letzte Spur in Berlin versickerte. Allerdings gestaltet sich das Leben mit ihrer Ziehtochter Clara in Berlin auch nicht so einfach. Die Versorgungslage mit den alltäglichsten Dingen wird immer schwieriger, gleichzeitig nehmen Bespitzelungen und Denunziation täglich zu. Auch Dora gerät in dieses Netz und es bleibt spannend, ob sie sich und auch Curt, der seit 7 Jahren in einem Stasi-Gefängnis sitzt, daraus befreien kann.

Die Autorin schafft es mit ihrem ruhigen, aber lebendigen und bildhaften Schreibstil, die Hauptpersonen, allen voran natürlich Dora, anschaulich und sympathisch zu gestalten. Manchmal erscheint sie einem etwas naiv, aber das ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass man selbst weiß, wie die Geschichte der DDR weiter geht, während Dora das im Lauf des Buches teils schmerzhaft erfahren muss. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen, trotz der Dicke legt man es nur ungern wieder aus der Hand. Aber in einem Durchlesen ist einfach nicht möglich.

Obwohl ich Band 1 nicht gelesen habe, bin ich gut mitgekommen, da die Vorgeschichte eingehend und nachvollziehbar erläutert wird. Es stellt sich die Frage, ob das spätere Lesen von Band 1 noch Sinn macht oder eher langweilig wird, weil man ja bereits weiß, wie es endet.

Das Cover finde ich sehr schön, es drückt Sehnsucht und Melancholie aus und unterstützt die Stimmung des Buches.

Insgesamt ein sehr schön zu lesender Roman, gepaart mit Geschichtsunterricht über die Entwicklung der DDR und die teils sehr beklemmenden Lebensbedingungen dort, mit dem man es sich ganze Herbst- oder Schlechtwettertage lang auf dem Sofa bequem machen kann. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Spannend, lustig, skurril, einfach ein Traumbuch für Kinder und jung gebliebene E

Flora Salmanteri und die Mini-Piraten Band 1
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Lilli und Mikko müssen während der Dienstreise ihrer Eltern zu ihrem Onkel fahren, leider trägt hier eine gegenseitige Abneigung nicht gerade zu sehr viel Vorfreude bei. Zum Glück gibt es da aber noch ...

Lilli und Mikko müssen während der Dienstreise ihrer Eltern zu ihrem Onkel fahren, leider trägt hier eine gegenseitige Abneigung nicht gerade zu sehr viel Vorfreude bei. Zum Glück gibt es da aber noch die nette Nachbarin Flora Salmantieri, eine außergewöhnliche alte Dame. Dies ist eine Oma, wie sie sich jedes Kind in dieser Form wünschen würde. Bei ihr gibt es einen sprechenden Hahn und einen 3D-Drucker, mit dem sie Mini-Piraten herstellt und nachdem eine Flüssigkeit über diesen ausläuft, werden sie zum Leben erweckt. Dann kommt noch ein Raubüberfall auf einen Juwelierladen dazu, den es aufzulösen gilt und ein Tango-Tanzlehrer mit einem schiefen Bart spielt ebenfalls eine Rolle. Man sieht schon, langweilig werden diese Ferien auf keinen Fall werden!

Die Autorin schafft es mit ihrem lockeren und lebendigen Schreibstil, die durchweg skurrilen Hauptpersonen anschaulich und sympathisch zu gestalten. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen, man sieht die Charaktere quasi förmlich vor sich. Über die gesamte Handlung hinweg entwickelt sich ein schlüssiger Spannungsbogen und schon allein durch die skurrilen Figuren ist das Buch wirklich witzig und phantasievoll, außerdem natürlich turbulent.

Unterstützt wird die Geschichte durch zahlreiche Illustrationen, die meinen persönlichen Geschmack nicht so ganz treffen, sie sind mir etwas zu schräg und zu wenig kindgerecht.

Ein toller Roman für Kinder und jung gebliebene Erwachsene, bei dem einem garantiert nicht langweilig wird und den man auch nur sehr schwer wieder aus der Hand legen kann. Mit seiner Schriftgröße gut geeignet für Erstleser, die schon gut lesen können und gerne mal Bücher verschlingen. Daher von mir (bzw. meiner Tochter) eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Kraftvoll und spannend

Born of Salt and Storm
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Born of Salt and Storm ist für mich ein fesselnder Auftakt in eine neue Romantasy-Reihe, der sofort mit einer starken, atmosphärischen Welt beeindruckt. Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass das ...

Born of Salt and Storm ist für mich ein fesselnder Auftakt in eine neue Romantasy-Reihe, der sofort mit einer starken, atmosphärischen Welt beeindruckt. Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass das Meer in diesem Buch mehr als nur Hintergrundkulisse ist: Es ist lebendig, geheimnisvoll und unberechenbar, und es prägt das Leben der Menschen ebenso wie der mythischen Kreaturen, die langsam ins Geschehen eingeführt werden. Die raue, salzige Stimmung der Küstenstadt, die stürmischen Nächte und die Gefahr, die überall lauert, haben mich sofort in die Geschichte hineingezogen.

Die Protagonistin Tavi ist eine faszinierende Figur. Sie ist mutig, eigenständig und gleichzeitig verletzlich – eine junge Speerfischerin, die plötzlich mit einer mystischen Kraft konfrontiert wird, die sie nicht versteht und die sie in Gefahr bringt. Ihre innere Entwicklung, die Unsicherheiten und das Wachstum, sind für mich ein zentraler Teil des Buches. Als sie auf Eero, einen Nachfahren des geheimnisvollen Mervolks, trifft, entsteht eine spannende „Enemies-to-Lovers“-Dynamik: Misstrauen, Vorsicht und die allmählich wachsende Anziehungskraft zwischen den beiden werden sehr feinfühlig und glaubwürdig erzählt. Die Liebesgeschichte entfaltet sich langsam, ohne überstürzt zu wirken, und verleiht der Handlung emotionale Tiefe.

Besonders stark fand ich Sophia Reynards bildhafte Sprache. Die Naturbeschreibungen, das Spiel von Licht, Wasser und Sturm, machen die maritime Welt nahezu greifbar. Auch die Mythen und Legenden des Mervolks werden nach und nach enthüllt, wodurch eine geheimnisvolle, magische Spannung entsteht, die das Lesen immer wieder aufregend macht. Die Mischung aus Abenteuer, Magie und Romantik wirkt dabei organisch und lässt sich leicht in die lebendige Handlung eintauchen.

Insgesamt ist Born of Salt and Storm für mich ein beeindruckendes Romantasy-Debüt: spannend, atmosphärisch dicht und emotional packend. Die Kombination aus magischer Welt, starken Charakteren, geheimnisvollem Plot und langsam aufkeimender Liebesgeschichte macht das Buch sowohl für Fans von Fantasy als auch von romantischen Abenteuern lesenswert. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und kann es allen empfehlen, die magische Welten mit emotionaler Tiefe und viel Spannung lieben.

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