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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2025

Fortsetzung der Reihe lohnt sich so sehr !!!!!

Ever & After, Band 2: Die dunkle Hochzeit (Knisternde Märchen-Fantasy der SPIEGEL-Bestsellerautorin Stella Tack)
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Dieser zweite Band der "Ever und After"-Reihe überzeugt auf ganzer Linie und übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Belangen. Stella Tack beweist mit diesem Werk ihre Entwicklung als Autorin und liefert ...

Dieser zweite Band der "Ever und After"-Reihe überzeugt auf ganzer Linie und übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Belangen. Stella Tack beweist mit diesem Werk ihre Entwicklung als Autorin und liefert eine fesselnde Fortsetzung, die kaum aus der Hand zu legen ist.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt mühelos, und die Spannung wird vom ersten Moment an aufgebaut. Die magischen Elemente gewinnen deutlich an Tiefe und sind organischer in die Handlung eingewoben als im ersten Band.

Die Protagonistin Rain wirkt sympathischer und vielschichtiger, ihre Entwicklung überzeugt durch authentische Herausforderungen und Verluste. Die Charakterdarstellung balanciert geschickt Stärken und Schwächen und lässt die Figuren lebendig werden. Emotionale Szenen werden ergreifend und realistisch dargestellt, ohne jemals aufgesetzt zu wirken.

Die Dynamik zwischen den alten und neuen Charakteren ist fesselnd, und selbst die Antagonisten erhalten sympathische Züge, die sie jenseits eines simplen Gut-Böse-Schemas ansiedeln. Offene Fragen aus dem ersten Band werden nach und nach beantwortet, während gleichzeitig neue Spannungsbögen entstehen.

Besonders hervorzuheben sind die unvorhersehbaren Plottwists, die eine Achterbahn der Gefühle erzeugen und das Leseerlebnis bereichern. Die ruhigeren Momente werden sinnvoll für den Beziehungsaufbau genutzt und bilden eine gute Balance zu den actionreichen Szenen.

Die Briefszene hat zwar Anklänge an "Harry Potter", behält aber ihren eigenen charmanten Charakter. Der Schreibstil ist flüssiger, die Prosa eleganter und der Humor natürlicher als im Vorgänger.

Das große Finale mit seiner überraschenden Wendung krönt diesen gelungenen Band und macht Lust auf mehr. Wer dem ersten Teil skeptisch gegenüberstand, sollte dieser Reihe unbedingt eine zweite Chance geben – es lohnt sich!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Der Gesang der See ist ein Buch, das ich ohne Zögern weiterempfehle

Der Gesang der See
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Trude Teige hat mich mit Als Großmutter im Regen tanzte erwischt und seitdem lese ich alles von ihr was ich kriegen kann. Dass ihr Debütroman, Der Gesang der See, jetzt zum ersten Mal auf Deutsch erscheint, ...

Trude Teige hat mich mit Als Großmutter im Regen tanzte erwischt und seitdem lese ich alles von ihr was ich kriegen kann. Dass ihr Debütroman, Der Gesang der See, jetzt zum ersten Mal auf Deutsch erscheint, ist also für mich keine zufällige Lektüre, sondern fast ein Pflichttermin.

Die Geschichte folgt Kristiane, einer jungen Frau auf einer kleinen Fischerinsel an der norwegischen Westküste. Ihr Mann stirbt bei einem Sturm, sie ist schwanger, ihre Familie droht den Lotsenposten zu verlieren, den sie seit Generationen hält. Und als Frau darf sie ihn nicht einfach übernehmen. Was folgt, ist kein Drama im klassischen Sinne, sondern eine Geschichte die sich tief in die Haut gräbt.

Was mich als Leserin am stärksten mitgenommen hat: Die Emotionsführung. Teige treibt einen nicht durch rasante Szenen, sondern durch das innere Erleben ihrer Protagonistin. Das klingt banal, ist es aber nicht, weil das bedeutet, dass man Kritianes Gedanken und Gefühle vollständig nachvollziehen können muss. Und das tut man hier. Ich habe selten eine historische Romanfigur so klar gespürt.

Die Stärken liegen klar in der Atmosphäre und der Charakterzeichnung. Die Welt der norwegischen Küste ist dicht, fast körperlich beschreibbar, aber nie so überwältigend ausgeschmückt, dass die Figuren dahinter verschwinden. Der Konflikt zwischen Pflicht, Familie und dem eigenen Wunschleben ist keine Kulisse, er ist die Geschichte selbst.

Wenn ich etwas anmerken würde: An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass Teige die Nebenfiguren etwas stärker ausarbeitet. Besonders die Mutter und die Schwester bleiben etwas blass gegenüber Kristiane. Das ist kein gravierendes Problem, aber es fällt auf wenn man aufmerksam liest.

Insgesamt ein Buch, das ich besonders Leserinnen empfehle, die atmosphärische, historisch verankerte Geschichten über Frauen in Grenzsituationen mögen. Wer Teiges spätere Romane kennt, wird hier den Grundton wiederfinden, ruhig, ernst, emotional präzise. Und wer sie noch nicht kennt: Das ist ein sehr guter Einstieg.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn ein Debüt handwerklich mehr abliefert als manche etablierte Reihe

Born of Salt and Storm
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Romantasy-Debüts können wirklich alles sein: mitreißend oder handwerklich noch rau, atmosphärisch stark oder mit Worldbuilding das nur als Tapete existiert. Sophia Reynard hat mich überrascht, und zwar ...

Romantasy-Debüts können wirklich alles sein: mitreißend oder handwerklich noch rau, atmosphärisch stark oder mit Worldbuilding das nur als Tapete existiert. Sophia Reynard hat mich überrascht, und zwar wirklich positiv.

Was mich von Anfang an eingenommen hat, ist das maritime Setting. Das Meer ist hier keine Kulisse, die man beliebig gegen einen Wald oder ein Schloss tauschen könnte. Es ist prägend für die Gesellschaft, für die Figuren, für die Magie. Der Salzorden als religiös-fanatische Institution hat eine glaubwürdige innere Logik, die Sturmwesen sind keine generischen Romantasy-Monster, sondern passen organisch in das Weltbild. Das alles wirkt nicht hingebaut für den Plot, sondern wie etwas, das schon lange vor Seite eins existiert hat. Als Leserin hat mich das tief ins Buch gezogen.

Tavi als Protagonistin ist gut gezeichnet. Sie ist eigensinnig ohne nervig zu sein, ihre Entscheidungen kommen aus ihrer Geschichte und nicht aus Plotbedürfnissen. Mit ihr durch diese Welt zu gehen hat Spaß gemacht, auch weil die Spannung gut dosiert ist. Die Wendungen sind nicht aus dem Nichts, sondern es gibt Vorbereitungen, die beim ersten Lesen unauffällig wirken und im Nachhinein Sinn ergeben. Das schätze ich sehr.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt betrifft die Romance. Tavi und Eero haben echtes Potential, die Grundkonstellation ist stark und Eero ist als Figur interessant. Aber die emotionale Annäherung der beiden bleibt an einigen Stellen etwas dünn. Ich wollte mehr von diesem Misstrauen, das sich langsam in etwas Anderes verwandelt. Ein paar Entwicklungsschritte fühlen sich übersprungen an, sodass manche emotionalen Momente nicht ganz die Wirkung entfalten, die sie hätten haben können.

Für alle, die maritime Fantasy mögen, gutes Worldbuilding schätzen und mit einer starken weiblichen Hauptfigur gut leben können: unbedingt lesen. Wer ein Romantasy-Buch ausschließlich wegen der Romance in die Hand nimmt und dort den hauptsächlichen Fokus sucht, könnte sich ein kleines bisschen wünschen, dass es mehr davon gäbe. Für mich persönlich war das Gesamtpaket überzeugend genug für 4,5 Sterne und meine feste Überzeugung, dass Sophia Reynard eine Autorin ist, die man im Auge behalten sollte.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Ein poetischer Fantasy-Roman mit starker feministischer Botschaft.

Lügen, die wir dem Meer singen
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Ein atmosphärischer Young-Adult-Fantasy-Roman, der griechische Mythologie neu interpretiert. Die Geschichte folgt Marianne, einer jungen Frau, die in einer Welt lebt, in der Mädchen jährlich dem Meer geopfert ...

Ein atmosphärischer Young-Adult-Fantasy-Roman, der griechische Mythologie neu interpretiert. Die Geschichte folgt Marianne, einer jungen Frau, die in einer Welt lebt, in der Mädchen jährlich dem Meer geopfert werden.

Underwoods Weltenbau ist poetisch und düster. Die Verbindung zwischen Mythologie und moderner Erzählweise schafft eine faszinierende Kulisse. Marianne entwickelt sich von einer Überlebenden zu einer Heldin, die das bestehende System herausfordert.

Die Charaktere sind vielschichtig, besonders die komplexen Beziehungen zwischen Marianne und den anderen Protagonisten überzeugen. Themen wie Rebellion, Schicksal und weibliche Selbstbestimmung werden nuanciert behandelt.

Kritisch anzumerken sind gelegentlich vorhersehbare Plotwendungen und ein manchmal langsames Erzähltempo.

Fazit: Ein poetischer Fantasy-Roman mit starker feministischer Botschaft

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Veröffentlicht am 30.03.2025

faszinierende Charakterentwicklung

Die Chroniken der Seelenwächter - Verborgene Mächte 2 - Tödliche Vergangenheit (Bände 4-6)
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In diesem packenden zweiten Band der Seelenwächter-Reihe treibt Böhm die Fantasy-Handlung mit atemberaubender Intensität voran. Nach den dramatischen Ereignissen des ersten Bandes müssen sich die Protagonisten ...

In diesem packenden zweiten Band der Seelenwächter-Reihe treibt Böhm die Fantasy-Handlung mit atemberaubender Intensität voran. Nach den dramatischen Ereignissen des ersten Bandes müssen sich die Protagonisten nun noch größeren Herausforderungen stellen. Die komplexen Charaktere entwickeln sich weiter und enthüllen neue Facetten ihrer Persönlichkeit.

Die Worldbuilding-Elemente sind beeindruckend. Die magische Welt wird noch detaillierter und geheimnisvoller ausgestaltet, mit überraschenden Wendungen und tiefgründigen Konflikten. Die Spannung steigert sich kontinuierlich, sodass der Leser gezwungen ist, die Seiten förmlich zu verschlingen.

Besonders hervorhebenswert sind die moralischen Dilemmata, vor denen die Hauptfiguren stehen. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen zusehends, was der Geschichte eine beeindruckende Tiefe verleiht. Die Charakterentwicklung ist nuanciert und glaubwürdig.

Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch. Böhm gelingt es eindringliche Beschreibungen und intensive emotionale Momente zu erschaffen, die den Leser unmittelbar in die Handlung hineinziehen.

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