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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Unterhaltsam, teilweise richtig gut, aber eben auch mit Luft nach oben.

REM
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Ich muss sagen: Optisch macht das Buch echt was her. Das Cover ist richtig cool gestaltet und passt perfekt zu dieser düsteren, leicht verstörenden Story, hat mich direkt angesprochen.
Inhaltlich geht’s ...

Ich muss sagen: Optisch macht das Buch echt was her. Das Cover ist richtig cool gestaltet und passt perfekt zu dieser düsteren, leicht verstörenden Story, hat mich direkt angesprochen.
Inhaltlich geht’s um Alysee, die als Kind den brutalen Tod ihres Vaters miterlebt hat und seitdem panische Angst vorm Einschlafen hat. Jahre später kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das mit Träumen, Erinnerungen und ziemlich heftigen Ereignissen zusammenhängt. Die Grundidee, dass Träume quasi „real“ werden bzw. gefährlich sind, fand ich mega spannend und auch irgendwie originell.
Was mir gut gefallen hat:
Der Einstieg ist richtig stark. Man ist sofort drin und denkt sich nur: okay, das wird düster. Die Atmosphäre ist definitiv eines der Highlights, stellenweise echt creepy und unangenehm (im positiven Sinne). Gerade diese Mischung aus Psychothriller und Horror funktioniert oft ziemlich gut.
Auch der Schreibstil ist angenehm flüssig. Man kommt schnell durch die Seiten, es gibt viele Szenen, die fast schon filmisch wirken. Teilweise hatte ich wirklich Bilder im Kopf wie bei einem Horrorfilm, das kann die Autorin auf jeden Fall.
Und: Die Grundidee mit Schlaf, Träumen und Erinnerungen hat echt Potenzial und sorgt für ein paar spannende Momente.
Aber… (und das ist leider der Knackpunkt):
So richtig gepackt hat es mich auf Dauer nicht. Gerade im Mittelteil zieht sich die Story teilweise und verliert etwas an Spannung. Manche Wendungen waren für mich vorhersehbar, wodurch der „Wow-Effekt“ ein bisschen ausgeblieben ist.
Auch bei den Figuren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Alysee ist zwar interessant angelegt, aber emotional hat mich das Ganze nicht immer erreicht. Einige Nebencharaktere bleiben eher blass.
Und stellenweise war es mir fast ein bisschen „zu viel gewollt“, viel Horror, viel Drama, viel krasse Ideen, aber nicht alles wirkt komplett rund oder sauber ausgearbeitet.
Fazit:
„REM“ ist ein solider Thriller mit cooler Idee und richtig starker Atmosphäre, der vor allem Horror-Fans gefallen dürfte. Aber er hat auch seine Schwächen, vor allem bei Spannungskurve und Charaktertiefe.
Für mich insgesamt: 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐
Unterhaltsam, teilweise richtig gut, aber eben auch mit Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Salz, Sturm und verlorenes Potenzial

Born of Salt and Storm
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Ich hatte wirklich große Erwartungen an dieses Buch, vor allem wegen der Kombination aus Meer, Magie und düsterer Romantasy, das klang einfach nach einer richtig guten Mischung. Und ganz ehrlich: In einigen ...

Ich hatte wirklich große Erwartungen an dieses Buch, vor allem wegen der Kombination aus Meer, Magie und düsterer Romantasy, das klang einfach nach einer richtig guten Mischung. Und ganz ehrlich: In einigen Punkten hat mich die Geschichte auch definitiv abgeholt. Besonders positiv ist mir sofort die Optik aufgefallen. Das Buch ist einfach wunderschön gestaltet, Cover und Farbschnitt machen richtig was her und sorgen dafür, dass man es super gern in die Hand nimmt oder im Regal anschaut.
Auch das Setting hat mir richtig gut gefallen. Diese raue, vom Meer geprägte Welt mit Stürmen, Legenden und einer ganz eigenen Magie hat eine besondere Atmosphäre geschaffen. Die Idee rund um das Seeglas und die damit verbundene Magie fand ich spannend und mal etwas anderes. Der Schreibstil von Sophia Reynard ist dabei sehr bildhaft und teilweise fast poetisch, man merkt, wie viel Wert auf Stimmung gelegt wurde, und oft hatte ich wirklich das Gefühl, mitten in dieser salzigen, windigen Welt zu sein.
Allerdings ist genau das auch einer der Punkte, der es mir manchmal etwas schwer gemacht hat. Die vielen Beschreibungen sind zwar schön, haben für mich aber stellenweise den Lesefluss gebremst. Gerade in der Mitte des Buches hat sich die Handlung für mein Empfinden etwas gezogen, und ich hätte mir gewünscht, dass es etwas schneller vorangeht.
Mit den Charakteren bin ich leider auch nicht ganz warm geworden. Tavi mochte ich grundsätzlich, aber ich konnte nicht immer komplett mit ihr mitfühlen. Auch Eero als Love Interest bleibt eher im bekannten Muster des geheimnisvollen, verschlossenen Charakters. Die Dynamik zwischen den beiden hat zwar ihre Momente, besonders dieses unterschwellige Knistern, aber emotional hat es mich nicht ganz erreicht. Da hätte ich mir mehr Tiefe und Intensität gewünscht.
Insgesamt bietet die Handlung einige interessante Ansätze mit Magie, Konflikten und Legenden, wirkt aber nicht immer ganz rund und verliert zwischendurch etwas an Spannung. Trotzdem steckt viel Potenzial in der Geschichte, und die Atmosphäre ist definitiv eine ihrer größten Stärken.
Am Ende bleibt für mich ein solides Romantasy-Buch mit einem richtig starken Setting und einer tollen Optik, das mich aber emotional nicht komplett überzeugen konnte. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen, gut, aber mit Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Gute Ansätze, aber Luft nach oben

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Ich habe A Fire in the Sky von Sophie Jordan mit gemischten Gefühlen gelesen: Es ist nicht schlecht, aber eben auch nicht so stark, wie der Klappentext und die hübsche Aufmachung zunächst versprechen. ...

Ich habe A Fire in the Sky von Sophie Jordan mit gemischten Gefühlen gelesen: Es ist nicht schlecht, aber eben auch nicht so stark, wie der Klappentext und die hübsche Aufmachung zunächst versprechen.
Was mir gut gefallen hat: Die Charaktere, vor allem Tamsyn als Außenseiterin, die sich ihren Weg zwischen Palastintrigen und auftauchender Magie sucht, sind sympathisch und tragen die Geschichte angenehm. Auch Fell, der „Beast of the Borderlands“, hat genug Ecken und Kanten, um Interesse zu wecken. Die Welt mit dem sterbenden Reich von Penterra, verschwundenen Drachen und wiedererwachender Magie ist ansprechend gedacht und lässt durchaus Potenzial für weitere Bände erkennen.
Optisch macht das Buch ebenfalls einiges her: Die Ausgabe hat einen farbigen Buchschnitt und generell ein ansprechendes Fantasy-Coverdesign, das zum Genre passt und neugierig macht.
Aber genau hier beginnt mein größter Kritikpunkt: Die Erzählung selbst bleibt stellenweise zu oberflächlich. Einige Passagen ziehen sich, ohne dass die Handlung spürbar vorankommt, und gerade der Aufbau der Magie- und Drachenwelt wirkt eher angekratzt als wirklich ausgearbeitet. Das hat bei mir dafür gesorgt, dass ich mich öfter gefragt habe, ob das Buch nicht mehr Show als Substanz ist, besonders, weil die Action und Spannung erst gegen Ende richtig Fahrt aufnehmen.
Auch das Enemies-to-Lovers-Motiv war mir zu unausgereift. Die Beziehung zwischen Tamsyn und Fell springt mir zeitweise zu schnell von „ich mag dich nicht“ zu „hey, heißer Kuss“, sodass sie eher wie eine romantische Rosinenpickerei wirkt statt eine echte Entwicklung. Diese Dynamik fand ich persönlich nicht ganz überzeugend.
Aber die Hörbuchversion mochte ich ganz gern. Durch die verschiedenen Sprecher*innen wirkt die Geschichte lebendiger und die Perspektivwechsel lassen sich gut auseinanderhalten. Gerade die emotionalen Szenen und Dialoge funktionieren akustisch besser als auf der Seite und tragen über die ruhigeren Passagen hinweg. Perfekt für unterwegs oder zum Nebenbei-Hören, das macht die Geschichte insgesamt runder.

Dennoch hat das Buch für mich definitiv unterhaltsame Momente, sympathische Figuren und eine hübsche Aufmachung, aber es versäumt, das volle Potenzial seiner Welt und Story auszuschöpfen. Deshalb: ⭐⭐⭐ (3 von 5 Sternen), solide für zwischendurch, aber nicht der große Wurf, den der Titel und die Cover-Ästhetik andeuten.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Interessantes Konzept, das mich nicht ganz überzeugt hat

The Second Death of Locke
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The Second Death of Locke startet mit einer vielversprechenden Idee und einem interessanten, düsteren Grundkonzept. Besonders das Magiesystem, das auf der Verbindung zwischen bestimmten Personen basiert, ...

The Second Death of Locke startet mit einer vielversprechenden Idee und einem interessanten, düsteren Grundkonzept. Besonders das Magiesystem, das auf der Verbindung zwischen bestimmten Personen basiert, hebt sich von klassischen Fantasy-Ansätzen ab und weckt hohe Erwartungen. Auch die Atmosphäre der Geschichte ist eher dunkel und melancholisch, was grundsätzlich gut zum Thema passt.
Leider konnte mich die Umsetzung dieser guten Ansätze nicht durchgehend überzeugen. Der Erzählstil wirkt über weite Strecken sehr langsam, vor allem im Mittelteil zieht sich die Handlung deutlich. Viele Szenen fühlen sich unnötig in die Länge gezogen an, ohne die Geschichte oder die Figuren wirklich voranzubringen. Dadurch geht immer wieder Spannung verloren, und ich musste mich stellenweise regelrecht zum Weiterlesen motivieren.
Ein weiterer großer Schwachpunkt für mich ist die Liebesgeschichte. Die Beziehung zwischen den Hauptfiguren entwickelt sich aus meiner Sicht nicht glaubwürdig. Gefühle entstehen oft abrupt oder bleiben oberflächlich, sodass die emotionale Tiefe fehlt, die eine zentrale Lovestory eigentlich tragen sollte. Statt Nähe und intensiver Verbundenheit wirkt die Beziehung distanziert und konstruiert, was es mir schwer gemacht hat, mit den Figuren mitzufühlen.
Auch die Charaktere insgesamt blieben für mich zu wenig nahbar. Obwohl ihre Hintergründe angesprochen werden, fehlte mir eine echte emotionale Bindung. Entscheidungen und Reaktionen wirkten teilweise unlogisch oder dienten eher der Handlung als einer konsequenten Figurenentwicklung.
Zusammenfassend ist The Second Death of Locke ein Buch mit einer starken Grundidee, einem interessanten Magiekonzept und einer passenden düsteren Stimmung, das jedoch an einer zähen Erzählweise, einer unglaubwürdigen Liebesgeschichte und blassen Figuren scheitert. Für mich bleibt es daher ein solides, aber leider nicht voll überzeugendes Fantasybuch mit viel ungenutztem Potenzial.
3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Solide Idee mit Luft nach oben

The Blackgate Invitation
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The Blackgate Invitation von Sarah Henning beginnt mit einer faszinierenden und geheimnisvollen Prämisse: Zwei Schwestern werden unerwartet in ein magisches Herrenhaus eingeladen, aus dem sie nur entkommen ...

The Blackgate Invitation von Sarah Henning beginnt mit einer faszinierenden und geheimnisvollen Prämisse: Zwei Schwestern werden unerwartet in ein magisches Herrenhaus eingeladen, aus dem sie nur entkommen können, wenn sie innerhalb von drei Tagen eine Reihe gefährlicher Rätsel lösen. Das Setting wirkt von Anfang an düster, mysteriös und fesselnd, und die Kombination aus Fantasy, Mystery und einer sich langsam entwickelnden Liebesgeschichte schafft eine besondere Spannung. Besonders gelungen ist das Gefühl, eingeschlossen zu sein, das „Locked-Room“-Setting, das die Bedrohung und die Dringlichkeit der Aufgabe greifbar macht. Die Idee eines Wettkampfs zwischen magischen Kräften, in den auch Geheimnisse und Intrigen verwoben sind, sorgt für eine originelle Grundstimmung, die Lust macht, weiterzulesen.
Trotz des starken Einstiegs zeigt das Buch im weiteren Verlauf einige Schwächen. Der Mittelteil zieht sich teilweise und verliert ein wenig an Tempo. Manche Wendungen sind früh vorhersehbar, wodurch die Spannung nicht immer konstant gehalten werden kann. Auch die Figuren bleiben stellenweise blass, sodass ihre Entscheidungen und Entwicklungen nicht immer nachvollziehbar erscheinen. Besonders die Liebesgeschichte, die als Kontrast zu der düsteren Atmosphäre hätte dienen können, wirkt manchmal etwas erzwungen und passt nicht immer organisch in die Handlung. Zudem hätten einige Hintergrundinformationen und Charakterentwicklungen den Figuren mehr Tiefe verliehen und das Leseerlebnis bereichert.
Nichtsdestotrotz bleibt The Blackgate Invitation ein unterhaltsamer Roman, der vor allem durch seine originelle Idee und die atmosphärische Inszenierung punktet. Die Mischung aus Rätseln, Magie und Gefahr sorgt dafür, dass man zumindest zu Beginn gefesselt wird. Für Fans von Fantasy mit Mystery-Elementen und einer Prise Romantik ist das Buch auf jeden Fall lesenswert, auch wenn es im Mittelteil Luft nach oben lässt. Insgesamt gebe ich daher 3 von 5 Sternen.

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