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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Eine fantastische Reise durch geheimnisvolle Welten

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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Bei „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ von Marcus Raffel hat mich vor allem das ausdrucksstarke Cover mit seinem wunderschönen Farbschnitt sofort in den Bann gezogen.
Die Geschichte spielt in einer ...

Bei „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ von Marcus Raffel hat mich vor allem das ausdrucksstarke Cover mit seinem wunderschönen Farbschnitt sofort in den Bann gezogen.
Die Geschichte spielt in einer Küstenstadt, in der Flora gemeinsam mit ihrem kranken Vater lebt. Ein dichter Nebel liegt über der Stadt, die Sonne kann ihn nicht durchdringen und der Frühling scheint einfach nicht kommen zu wollen. Die einzige Hoffnung ist die geheimnisvolle Maikönigin. Doch wo soll Flora sie finden?
Gemeinsam mit dem sprechenden Eichhörnchen Parzival und einem Kobold, dem man nicht unbedingt trauen sollte, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Suche voller Herausforderungen und überraschender Wendungen. Dabei trifft sie auf Harriet, eine Figur, die sie selbst einst in ihrer Geschichte erfunden hat. Doch Harriet lebt bei Ych, einer mächtigen und bösen Hexe, die danach strebt, die Welt in Finsternis zu stürzen.
Ob es den ungleichen Gefährten gelingt, die Maikönigin zu finden und den Frühling zurückzubringen?
Die Leser*innen erwartet ein fantasievolles Abenteuer, das in unterschiedliche magische Welten entführt und von Anfang bis Ende spannend und fesselnd erzählt ist. Besonders Parzival und der zwielichtige Kobold haben mir als Nebenfiguren sehr gut gefallen, vor allem das Eichhörnchen sorgt immer wieder für humorvolle Momente.
Auch Flora und Harriet sind vielschichtige Charaktere, die im Verlauf der Geschichte eine spürbare Entwicklung durchmachen.
Für alle, die gerne in magische und fantastische Welten eintauchen und spannende Abenteuer erleben möchten, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Mut beginnt mit einem Schritt – eine starkmachende Geschichte für Kinder

Ferri
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Das Buch Ferri – Mutig ist, wer Hilfe holt! ist eine ganz besondere Geschichte, die ein wichtiges Thema einfühlsam aufgreift. Es richtet sich gleichermaßen an Kinder und Eltern und sensibilisiert für die ...

Das Buch Ferri – Mutig ist, wer Hilfe holt! ist eine ganz besondere Geschichte, die ein wichtiges Thema einfühlsam aufgreift. Es richtet sich gleichermaßen an Kinder und Eltern und sensibilisiert für die Anfänge von Mobbing sowie für den richtigen Umgang damit.
Im Mittelpunkt steht Ferri, ein fröhlicher Fisch, der es liebt, durchs Meer zu schwimmen und zu singen, bis plötzlich Rocho, der Rochen, auftaucht und ihm diese Freude nimmt. Rocho beschimpft und bedroht ihn. Als Ferri versucht, sich zu wehren, verschlimmert sich die Situation: Immer mehr Meerestiere scheinen sich gegen ihn zu stellen. Nur Qualli hält zeitweise zu ihm, allerdings nur, solange keine anderen dabei sind.
Zu Hause verschweigt Ferri, was passiert ist. Er glaubt, selbst schuld zu sein, und leidet still vor sich hin. Nach einer schlaflosen Nacht fehlt ihm jede Freude am Spielen, er hat Bauchschmerzen und würde sich am liebsten zu Hause einigeln.
Zum Glück gibt es Wali, den klugen Wal, der alles beobachtet hat. Bei ihm findet Ferri schließlich ein offenes Ohr und gemeinsam entwickeln sie einen Weg aus der schwierigen Situation.
Ich finde das Buch sehr gelungen, da es ein hochaktuelles und leider weit verbreitetes Thema behandelt. Viele betroffene Kinder trauen sich nicht, über Mobbing zu sprechen, weil sie, wie Ferri, die Schuld bei sich selbst suchen. Umso wichtiger ist es, Kinder schon früh dafür zu sensibilisieren, damit Mobbing gar nicht erst entsteht oder frühzeitig erkannt und gestoppt werden kann.
Besonders hervorzuheben sind die liebevollen, kindgerechten Illustrationen, die sowohl auf dem Cover als auch im Buch zu finden sind und die Zielgruppe optimal ansprechen.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Anhang mit hilfreichen Tipps für Eltern. Diese machen auf Warnsignale aufmerksam und bieten Unterstützung im Umgang mit dem sensiblen Thema Mobbing.
Große Empfehlung für diese warmherzig erzählte Geschichte zum Thema Ausgrenzung, Mut und Zusammenhalt, die das Selbstbewusstsein stärkt!

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  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 29.03.2026

Eine Hofdame ermittelt: Spannend, witzig und überraschend

Lady Grace Mysteries
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Lady Grace Mysteries – Giftmord ist der Auftaktband der gleichnamigen Reihe und entführt in die faszinierende Welt des elisabethanischen Hofes.
Im Mittelpunkt steht Lady Grace Cavendish, die Lieblingshofdame ...

Lady Grace Mysteries – Giftmord ist der Auftaktband der gleichnamigen Reihe und entführt in die faszinierende Welt des elisabethanischen Hofes.
Im Mittelpunkt steht Lady Grace Cavendish, die Lieblingshofdame von Königin Elisabeth I. Seit dem Tod ihrer Mutter steht sie unter dem besonderen Schutz der Königin. Kurz vor ihrem 13. Geburtstag soll Grace standesgemäß verheiratet werden, eine Aussicht, die ihr alles andere als gefällt. Zur Auswahl stehen drei denkbar ungeeignete Kandidaten: der zwar freundliche, aber deutlich ältere Sir Charles, der überhebliche Sir Gerald und der schüchterne Sir Robert, der kaum ein Wort herausbringt. Keinen von ihnen möchte Grace heiraten, doch das höfische Protokoll zwingt sie zur Entscheidung.
Als schließlich Sir Robert ausgewählt wird, wird dies gebührend gefeiert, doch die Freude währt nur kurz: Am nächsten Morgen wird Sir Gerald ermordet in seinem Bett aufgefunden. Schnell fällt der Verdacht auf Sir Robert. Grace jedoch zweifelt an seiner Schuld.
Gemeinsam mit ihren Freunden, der Wäschereigehilfin Ellie und dem jungen Akrobaten Masou, beginnt sie, auf eigene Faust zu ermitteln. Ein Verhalten, das am Hof alles andere als schicklich ist und ihr nicht nur Zustimmung einbringt. Die Suche nach dem Täter erweist sich als äußerst knifflig und bringt die drei immer wieder in brenzlige Situationen, in denen sie auch auf Unterstützung angewiesen sind.
Der Roman ist in Tagebuchform geschrieben und wird aus Graces Perspektive erzählt. Mit viel Witz und Charme gewährt sie Einblicke in das Leben am Hof des 16. Jahrhunderts. Die Königin erscheint dabei als streng, aber zugleich warmherzig. Grace selbst überzeugt als starke, eigensinnige Protagonistin, die sich nicht immer an die starren Regeln hält und mit Mut und Neugier ihren eigenen Weg geht. Besonders schön ist auch die Freundschaft zu Ellie und Masou, die trotz unterschiedlicher sozialer Herkunft von Vertrauen und Zusammenhalt geprägt ist.
Ein unterhaltsamer, humorvoller Krimi mit überraschenden Wendungen und einer sympathischen Heldin – absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Einatmen, Ausatmen und endlich leben

Einatmen. Ausatmen.
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Der Roman Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo ist vielschichtig, humorvoll und zugleich überraschend tiefgründig. Auch das Cover mit seiner scheinbar idyllischen Blumenwiese und den im Hintergrund aufziehenden ...

Der Roman Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo ist vielschichtig, humorvoll und zugleich überraschend tiefgründig. Auch das Cover mit seiner scheinbar idyllischen Blumenwiese und den im Hintergrund aufziehenden Gewitterwolken spiegelt diese Mischung sehr treffend wider.
Im Zentrum der Geschichte steht Marlene, eine erfolgreiche Spitzenmanagerin, die in ihrem Beruf voll aufgeht. Für sie existiert kaum etwas außerhalb der Arbeit, und zwischenmenschlich zeigt sie wenig Empathie. Doch genau das wird zum Problem. Ihr Vorgesetzter möchte sie zu seiner Nachfolgerin als Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns machen, unter der Voraussetzung, dass sie ein Coaching bei Alex Grow absolviert, einer Koryphäe auf seinem Gebiet.
Allerdings steckt auch Alex selbst in einer Krise. Seine Academy steht kurz vor der Insolvenz, und zudem kämpft er mit eigenen inneren Konflikten. Während Marlene dem Coaching zunächst skeptisch gegenübersteht, entwickelt sie unerwartet eine Freundschaft zu dem zurückgezogen lebenden Hausmeister Mattissen. Als sie sich im Wald verirrt, ist er es, der sie findet und zwischen den beiden beginnt eine ungewöhnliche, für Marlene völlig neue Situation: Freundschaft.
Parallel dazu gerät auch Alex’ Leben aus den Fugen, als ein vierzehnjähriges Mädchen, das vor der Polizei flieht, in sein Leben tritt. Diese Begegnung zwingt ihn, seine bisherigen Entscheidungen und seine eigene Beziehungsunfähigkeit zu hinterfragen.
Maxim Leo zeichnet seine Figuren authentisch und nahbar. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig, sodass man sich gut in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen kann. Der Erzählstil ist dabei zugleich humorvoll und tiefgründig, stellenweise auch bewusst überzeichnet, was dem Roman zusätzliche Lebendigkeit verleiht.
Ein temporeicher Roman, der sich kaum aus der Hand legen lässt, absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Emotional und fesselnd

Where We Belong
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Das Cover des Buches Where We Belong von Wiktoria A. Wieczorek hat sofort meine Neugier geweckt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Zofia, die mit ihren Eltern von Polen nach Berlin auswandert. Die ersten ...

Das Cover des Buches Where We Belong von Wiktoria A. Wieczorek hat sofort meine Neugier geweckt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Zofia, die mit ihren Eltern von Polen nach Berlin auswandert. Die ersten Monate in der fremden Stadt sind für sie extrem schwierig: Obwohl sie die Sprache in der Schule gelernt hat, fühlt sie sich unsicher und fremd. Sie findet kaum Anschluss und erlebt viel Ablehnung – nur Jonas scheint mehr in ihr zu sehen als „die Polin“. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft, doch ausgerechnet Jonas und sein Freund Nils enttäuschen Zofia zutiefst und bringen ihr Leben komplett aus der Bahn.
Schließlich wagt sie einen Neuanfang: Als Nessy versucht sie, ihr Leben neu aufzubauen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Fünf Jahre später hat sie sich mit viel Fleiß ein Stipendium für ein Architekturstudium erarbeitet. Auf einer Party, zu der sie ihre Mitbewohnerin überredet, trifft sie jedoch ausgerechnet Nils wieder. Plötzlich brechen all die alten Gefühle, Ängste und Zweifel wieder auf und zu allem Überfluss ist Nils auch noch ihr Tutor in Statik, sodass sie ihm nicht aus dem Weg gehen kann.
Die Autorin, die selbst aus Polen stammt, schildert die Emotionen und die innere Zerrissenheit von Nessy und Nils sehr eindrucksvoll. Besonders gelungen finde ich, dass die Kapitel abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt werden und zudem auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen. So wird der Bruch zwischen den Figuren nach und nach sichtbar, und ihre Reaktionen werden umso nachvollziehbarer.
Mich hat diese emotionale Geschichte vollkommen gefesselt. Sie thematisiert eindrücklich das Gefühl, ein Außenseiter zu sein, aber auch die schwierige Frage, ob und wie man nach einem tiefen Vertrauensbruch verzeihen kann.
Von mir gibt es eine klare Empfehlung für dieses berührende Buch mit Tiefgang!

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