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LaraJWinter

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2024

Bad Boy trifft grumpy IT-Girl

Thorne Princess
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Als begeisterte Leserin von New Adult war ich gespannt auf “Thorne Princess” von L.J. Shen, und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte von Hallie Thorne und Ransom Lockwood hat mich von der ersten ...

Als begeisterte Leserin von New Adult war ich gespannt auf “Thorne Princess” von L.J. Shen, und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte von Hallie Thorne und Ransom Lockwood hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Hallie Thorne ist eine faszinierende Protagonistin. Als Tochter eines ehemaligen US-Präsidenten lebt sie ein Leben im Rampenlicht, das sowohl glamourös als auch belastend ist. Ihre rebellische Natur und ihr Wunsch nach Freiheit machen sie zu einer vielschichtigen und sympathischen Figur. Ich konnte mich gut in ihre Lage versetzen und ihre Kämpfe nachvollziehen.
Ransom Lockwood, der grimmige Bodyguard, ist der perfekte Gegenpart zu Hallie. Seine harte Schale und seine disziplinierte Art stehen im starken Kontrast zu Hallies unbeschwertem Lebensstil. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr zeigt sich Ransoms weiche Seite, und es wird klar, dass auch er seine eigenen Dämonen hat.

Die Chemie zwischen Hallie und Ransom ist elektrisierend. Ihre anfängliche Feindseligkeit und die daraus resultierende Spannung machen die Entwicklung ihrer Beziehung umso spannender. Die “Enemies-to-Lovers”-Dynamik ist hier perfekt umgesetzt und sorgt für viele emotionale und leidenschaftliche Momente.
L.J. Shen hat es geschafft, eine Geschichte zu schreiben, die nicht nur romantisch und aufregend ist, sondern auch tiefgründige Themen wie Vertrauen, Selbstfindung und die Überwindung von Vorurteilen behandelt. Die Charakterentwicklung ist hervorragend, und ich habe es genossen, die Veränderungen in Hallie und Ransom mitzuerleben.

Ein Kritikpunkt ist jedoch der Tatsache geschuldet, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie ein Ende 20-jähriger Bodyguard die Serie Riverdale kennen kann. Damit meine ich, dass die Charaktere gut ausgearbeitet waren, aber an einigen wenigen Stellen (zumindest für mich) etwas unglaubhaft.
Außerdem war das Tempo der Geschichte für mich leider sehr ungleichmäßig – einige Abschnitte entwickelten sich viel zu schnell, während andere sich endlos in die Länge zogen.
Dafür fand ich die Dialoge richtig goldig und musste mehrmals laut auflachen! Dafür hat L.J. Shen ein gutes Händchen.
Insgesamt ist “Thorne Princess” trotzdem ein fesselnde Geschichte. Die Mischung aus Romantik, Drama und Spannung macht dieses Buch zu einem absoluten Muss für Fans des Genres. Ich kann es also trotz kleiner Kritik empfehlen!

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Starke Story aber der "Dark"-Part war mir zu heftig

Leave Me Behind
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Leave Me Behind war für mich ein Experiment. Da ich Military Romance sehr spannend finde, wollte ich der gehypten Reihe trotz meiner üblichen Skepsis gegenüber Dark Romance eine Chance geben.

Handwerklich ...

Leave Me Behind war für mich ein Experiment. Da ich Military Romance sehr spannend finde, wollte ich der gehypten Reihe trotz meiner üblichen Skepsis gegenüber Dark Romance eine Chance geben.

Handwerklich gibt es kaum etwas auszusetzen: Die Geschichte rund um Scharfschützin Nell und die Einheit Malum ist von der ersten Seite an fesselnd. Der Plot ist durchdacht, der Schreibstil flüssig und die Atmosphäre passend düster und rau. Dass es beim Militär nicht sanft zugeht, passt zum Setting und hat mich nicht gestört.

Was mir jedoch den Spaß an der Geschichte geraubt hat, waren die Spice-Szenen. Ich weiß, dass Dark Romance keine „Blümchen-Erotik“ ist, aber hier waren Momente dabei, die für mich weit über grenzwertig hinausgingen und mich eher abgestoßen als unterhalten haben. Ohne diesen extremen DR-Part hätte das Buch mehr Sterne verdient, so blieb jedoch ein sehr fader Beigeschmack.

Fazit: Ein handwerklich gut gemachter Roman für eingefleischte Dark-Romance-Fans. Wer jedoch eher wegen der Military-Action kommt und bei extremen Szenen empfindlich reagiert, sollte die Triggerwarnungen sehr ernst nehmen.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn der Thriller erst nach 60 % beginnt: solides YA-Buch, aber kein Hype-Material

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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Der Klappentext von Hotel Ambrosia hat mich sofort neugierig gemacht. Ein geheimnisvolles Hotel mit dunkler Vergangenheit, eine Entführung, True Crime vibes und eine Protagonistin, die alles aus dem Fenster ...

Der Klappentext von Hotel Ambrosia hat mich sofort neugierig gemacht. Ein geheimnisvolles Hotel mit dunkler Vergangenheit, eine Entführung, True Crime vibes und eine Protagonistin, die alles aus dem Fenster beobachtet. Dazu kommt ein enormer Hype rund um das Buch. Meine Erwartungen waren also entsprechend hoch.

Die Geschichte dreht sich um Robyn (17), die aufgrund einer Erkrankung ihre Wohnung nicht verlassen kann. Als True-Crime-Fan beobachtet sie das gegenüberliegende Hotel Ambrosia mit dem Fernglas und kennt nicht nur die Routinen der Angestellten, sondern auch viele der düsteren Geschichten, die das Hotel umgeben. Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wird sie von ihrer Großtante Nelly großgezogen, die als Krankenpflegerin arbeitet und eine wichtige Stütze für Robyn ist.

Spannend wird es, als Robyn Zeugin einer Entführung wird und das Opfer keine Unbekannte für sie ist. Da sie selbst nicht handeln kann, schickt sie A.J. ins Hotel: einen obdachlosen jungen Erwachsenen, (der eigentlich bei ihr eingebrochen ist), mit viel Humor, schlagfertigen Kommentaren und einem eigenen dunklen Geheimnis.

Das Setting ist definitiv die große Stärke des Buches. Das Ambrosia wirkt düster, bedrohlich und voller ungelöster Geheimnisse. Gerade zu Beginn erfährt man nur wenig über das Innere des Hotels, was eine schöne, unheimliche Atmosphäre schafft. Leider bleibt es sehr lange genau dabei: Atmosphäre statt Handlung. Über mehr als die Hälfte des Buches zieht sich die Geschichte extrem. Es passiert wenig, die Spannung kommt kaum in Gang, und vieles fühlt sich unnötig gestreckt an. Erst ab etwa 60 % nimmt der Plot endlich Fahrt auf, dann wird es auch wirklich spannend, wenn auch teilweise vorhersehbar.

Ein großes Problem für mich war die Hauptfigur. Robyn konnte mich emotional kaum abholen und hat mich ehrlich gesagt über weite Strecken eher genervt. Ganz anders A.J.: Er war für mich das Highlight des Buches. Ohne seine humorvollen Kommentare und seine Präsenz wäre Hotel Ambrosia für mich deutlich flacher ausgefallen. Zusätzlich sind mir einige Logikfehler aufgefallen und die thematische Tiefe blieb für mich überschaubar. Wenn man es zusammenfassen will, landet man irgendwo bei „Vertraue niemandem“.

Mein Fazit: Hotel Ambrosia ist kein schlechtes Buch, aber der Hype erschließt sich mir nicht. Als Young-Adult-True-Crime-Krimi funktioniert es solide und eignet sich gut für Thriller-Einsteiger:innen. Wer jedoch konstanten Nervenkitzel erwartet, sollte die Erwartungen deutlich herunterschrauben.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Einmal Wellnessretreat deluxe inklusive Mordopfer und Daiquiri

Die Auszeit
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„Die Auszeit“ von Emily Rudolf ist ein solider Thriller, der mich vor allem durch sein abgeschiedenes Alpen-Retreat sofort in den Bann gezogen hat. Die Vorstellung, eine Gruppe junger, erfolgreicher Freunde ...

„Die Auszeit“ von Emily Rudolf ist ein solider Thriller, der mich vor allem durch sein abgeschiedenes Alpen-Retreat sofort in den Bann gezogen hat. Die Vorstellung, eine Gruppe junger, erfolgreicher Freunde zieht für ein glamouröses Wochenende in die Berge, klingt zunächst nach Luxus und Spaß – doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Neid, Eifersucht, kleine Intrigen und Geheimnisse sorgen dafür, dass man nie genau weiß, wem man trauen kann.

Der Einstieg war für mich anfangs etwas schwierig: Es gibt viele Figuren und Perspektiven, die gleichzeitig eingeführt werden, und man muss sich erst einmal orientieren. Aber sobald man den Dreh raus hat, flutscht die Geschichte regelrecht und man will das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich würde nicht sagen, dass es ein Buch ist, das man länger liegen lassen sollte – sonst verliert man schnell den Faden.

Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre: Das Retreat in den verschneiten Alpen ist richtig schön greifbar beschrieben, man fühlt die Isolation, das Prasseln des Regens aufs Fenster und die Anspannung, die sich langsam über die Gruppe legt. Die Figuren sind ein guter Mix aus sympathisch, unsympathisch und menschlich. Ihre kleinen Schwächen machen sie authentisch und greifbar, auch wenn sie teils ziemlich überzogen und dramatisch reagieren – was zum Genre und Setting aber gut passt.

Die Spannung baut sich nach dem holprigen Anfang sehr schnell auf, und obwohl die zwei Erzählebenen („vor der Tat“ und „nach der Tat“) die Plot-Twists etwas vorhersagbar machen, bleibt die Geschichte durchgehend unterhaltsam. Das Ende war in Ordnung – hätte hier und da noch etwas mehr Motivation für die Täterfigur sein können –, aber insgesamt rundet es die Story zufriedenstellend ab.

Fazit: „Die Auszeit“ ist ein unterhaltsamer Thriller für Zwischendurch, der mit seinem Alpen-Setting, der vielschichtigen Gruppendynamik und einem Hauch Glamour überzeugt. Wer Lust auf Spannung, Intrigen und eine Prise Drama in der Bergwelt hat, ist hier genau richtig. Für mich persönlich: solide mit Luft nach oben – ich freue mich schon auf Emily Rudolfs nächstes Buch.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn die Vorstadt-Idylle zur Namenssuche wird

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Eigentlich ist die Vorstellung vom Eigenheim ja der absolute Traum. Doch bei Arno Strobel wird der Einzug in die Siedlung „Auf Mons“ schnell zum Albtraum – und das leider nicht nur für die Protagonisten ...

Eigentlich ist die Vorstellung vom Eigenheim ja der absolute Traum. Doch bei Arno Strobel wird der Einzug in die Siedlung „Auf Mons“ schnell zum Albtraum – und das leider nicht nur für die Protagonisten Ines und Marco Winkler, sondern stellenweise auch für mich als Leserin.

Die Grundidee eines Home-Invasion-Thrillers, bei dem man sich im eigenen Bett nicht mehr sicher fühlt, ist klassischer Strobel-Stoff und eigentlich ein Garant für Gänsehaut. Bisher mochte ich seine Bücher. Aber: Die Umsetzung bei dieser hier hat mich diesmal nicht ganz aus den Socken gehauen. Die Dialoge wirkten auf mich leider oft so hölzern wie die frisch verlegten Dielen im Neubau (zwinker)

Mein größtes Problem war jedoch die schiere Menge an Nachbarn. Ich dachte mir zwischendurch ob ich eine Namensliste erstellen soll, um den Überblick zu behalten. Als es dann zum großen Finale und dem Reveal des Täters kam, war mein erster Gedanke nicht „Oh mein Gott!“, sondern eher „Hä? Wer war das nochmal gleich?“. Wenn man beim Showdown erst einmal im Kopf das Namensregister wälzen muss, um die Verbindung herzustellen, bleibt der Nervenkitzel leider auf der Strecke. Die „Stakes“ waren mir hier einfach nicht hoch genug, und der Täter wurde mir dann doch etwas zu fix und unspektakulär abgefrühstückt.

Ein echtes Highlight und ein Lichtblick war für mich allerdings Nachbar Guido. Seine Synästhesie hat eine faszinierende, rätselhafte Note reingebracht, die mich wirklich neugierig gemacht hat. Ohne ihn wäre die Vorstadt-Idylle für mich wohl gänzlich blass geblieben.

Fazit: Ein solider Thriller für zwischendurch, aber wer bei Namen so vergesslich ist wie ich, sollte sich vielleicht eine Strichliste anfertigen und neben das Buch legen.

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