Kein guter Start
Mit beiden Händen den Himmel stützenEin buntes Cover, das mit den erhobenen Händen den Hilferuf erahnen lässt.
Die Autorin erzählt in ihrem Roman von der Kindheit einer jungen Frau, die einen schwierigen Start in ihr Leben hatte.
Lale, ...
Ein buntes Cover, das mit den erhobenen Händen den Hilferuf erahnen lässt.
Die Autorin erzählt in ihrem Roman von der Kindheit einer jungen Frau, die einen schwierigen Start in ihr Leben hatte.
Lale, 1980 geboren, wächst beim Vater in einer Männer-WG in Berlin auf. Die Mutter ist schwer drogen- und alkoholabhängig und verbringt die meiste Zeit in Gefängnissen, sie kann ihre Tochter nicht begleiten. Aber auch der Vater ist ähnlich, er bietet ihr eine triste Umgebung, in der Gewalt und Alkohol überhand nehmen, auch er wandelt abseits der Gesellschaft und führt einen nichtbürgerlichen Lebensstil. Dennoch gibt er sein Bestes und so sucht Lale in seiner Nähe überall nach Geborgenheit, Trost und Stabilität, doch ihr Schmerz ist allgegenwärtig. Sie mag die Schule, ist eine gute und aufmerksame Schülerin, weil sie die Normalität im Schulalltag und mit ihren Freunden dort sehr schätzt.
Trotz all der unzähligen negativen Erfahrungen, Übergriffigkeiten ihr gegenüber und schweren Enttäuschungen sucht sie immer wieder, Halt zu finden. Sie kämpft und fällt dabei doch auch wieder in das Muster ihrer persönlichen Geschichte zurück.
Ein Buch, mit einer ganz tollen Erzählstruktur, das gut aufzeigt, wie sehr die Kindheit prägt.
Lesenswert!