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nina_maria

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

When Shadows darken the Sun

When Shadows Darken the Sun
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Das Buch When Shadows Darken the Sun von Nina Schilling hat mich vor allem durch seine dichte, leicht düstere Atmosphäre überrascht. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass hier weniger auf schnelle ...

Das Buch When Shadows Darken the Sun von Nina Schilling hat mich vor allem durch seine dichte, leicht düstere Atmosphäre überrascht. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass hier weniger auf schnelle Action als auf Stimmung, Emotionen und unterschwellige Spannung gesetzt wird – und genau das macht den Reiz aus.

Die Geschichte entfaltet sich ruhig, fast schon behutsam, wodurch man viel Zeit bekommt, in die Welt und die Gedanken der Figuren einzutauchen. Besonders gelungen fand ich, wie authentisch die inneren Konflikte dargestellt sind. Nichts wirkt übertrieben oder künstlich dramatisiert, sondern eher wie ein schleichender Prozess, der sich immer weiter zuspitzt.

Sprachlich ist das Buch sehr angenehm zu lesen – klar, aber mit genug Tiefe, um Bilder im Kopf entstehen zu lassen. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass die Autorin bewusst mit Andeutungen arbeitet, statt alles direkt auszusprechen. Das kann man mögen oder manchmal auch ein wenig frustrierend finden, aber insgesamt trägt es stark zur geheimnisvollen Stimmung bei.

Was mir besonders gefallen hat, ist, dass das Buch sich nicht strikt in ein Genre pressen lässt. Es verbindet verschiedene Elemente und bleibt dadurch unvorhersehbar, ohne dabei chaotisch zu wirken. Man merkt, dass hier eine klare Vision dahintersteht.

Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt nennen müsste, dann wäre es das Tempo: Wer eine sehr schnelle, plotgetriebene Handlung erwartet, könnte stellenweise ungeduldig werden. Für Leserinnen und Leser, die sich gerne auf Atmosphäre und Charakterentwicklung einlassen, ist das jedoch eher ein Pluspunkt.

Insgesamt ist „When Shadows Darken the Sun“ ein ruhiger, intensiver Roman, der vor allem durch seine Stimmung und seine Figuren wirkt. Kein lautes Buch – aber eines, das nachhallt.

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  • Erzählstil
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  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 02.03.2025

Broken Skies and broken hearts

Beneath Broken Skies
2

Dieses Buch hat mein Herz geheilt und dann wieder gebrochen.
Maddie und Wes haben mich ab der ersten Seite für sich gewinnen können und ich habe Die Handlung in der Buchbranche total geliebt.
Maddie ...

Dieses Buch hat mein Herz geheilt und dann wieder gebrochen.
Maddie und Wes haben mich ab der ersten Seite für sich gewinnen können und ich habe Die Handlung in der Buchbranche total geliebt.
Maddie als Protagonistin habe ich so sehr gefühlt und sie ist mir so unfassbar sympathisch. Sie ist ein Workaholic, der am liebsten allein ist und der für Bücher lebt. Keine Protagonistin war mir je so nahe und sie ist auf jeden Fall eine meiner Lieblinge.
Dass die Buchbranche DAS Hauptthema des Buches ist, hat mir unglaublich gut gefallen und auch die ganze Atmosphäre bei Prince Publishing hat mich in ihren Bann gezogen. Absolut gemütlich und so familiär, dass man am liebsten selbst dort arbeiten möchte. Auch Maddies Abteilung habe ich sofort in mein Herz geschlossen und man kann sich echt nur wünschen, dass jeder so liebe Kollegen hat. Der Handlungsstrang mit Blair und der langsam entstehenden Freundschaft zwischen Maddie und ihr, hat mit sehr gut gefallen. Die beiden passen echt gut zueinander und ich freue mich schon zu erfahren, wie es mit den beiden weitergeht.
Zu Prince Publishing gehört natürlich auch Frederic Prince, Maddies Großvater, der letztlich ihre einzige Familie ist. Ich liebe die Beziehung der beiden zueinander und hab mich richtig gefreut so etwas wunderbares lesen zu dürfen.
Das Verhältnis zwischen den beiden ist ganz anders als das zwischen Wes und seinen Eltern. Die Knights sind eher kühl und distanziert, was aber vor allem daran zu liegen scheint, dass mit Wesley Bruder Adam gebrochen wurde. Da bin ich unglaublich gespannt, warum es zu dem Bruch kam, denn das wurde nicht aufgeklärt.
Die Beziehung zwischen Wes und Maddie entwickelt sich schleichend und man bekommt es fast nicht mit, obwohl von Anfang an eine gewisse Spannung zwischen den beiden herrscht. Ich liebe aber, dass es eher Slow Burn ist und die beiden sich langsam wieder annähern.
Wie beide langsam ihre Mauer fallen lassen ist wirklich wunderschön und besonders gefallen hat mir, wie Wes nach dem Besuch von Heather für Maddie da ist und wie sie ihn metaphorisch und wortwörtlich reinlässt. Btw, ich möchte Maddies Wohnung haben! Es klingt so unglaublich schön und gemütlich bei ihr!
Wie tief die Gefühle zwischen den beiden sein müssen bzw. sind, zeigt meiner Meinung nach Wes´ Überraschungsbesuch in Edinburgh.
Aber auch Maddies Engagement zu Wes´ Weiterbildung sowie den Ausflug ins Tiny Tales ist ein Beweis für ihre Gefühl füreinander (ich möchte auch so eine Buchhandlung haben wie das Tales!!!)

Das Ende hat mir das Herz gebrochen. Erst die Begegnung mit Adam und die Sache mit Frederic Prince... und dann die letzten drei Kapitel... Wow! Einfach wow!
Ich brauche ganz, ganz dringend den zweiten Teil und kann den Mai kaum abwarten...

Anna Savas hat da echt eine wunderbare Welt geschaffen und mit ihrem wundervollen Schreibstil konnte sie mich absolut überzeugen. Danke, für deine fantastische Arbeit!

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  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 29.12.2024

Eishockey zum Verlieben

Collide
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Schon das Cover des Buches hat mich begeistert. Ich liebe die Farbgebung, das Arrangement des Titels und, don’t blame me, ich mag auch die Darstellung der Protagonisten. Können wir an der Stelle bitte ...

Schon das Cover des Buches hat mich begeistert. Ich liebe die Farbgebung, das Arrangement des Titels und, don’t blame me, ich mag auch die Darstellung der Protagonisten. Können wir an der Stelle bitte über Summers süßes Outfit sprechen? I love it!

Doch nicht nur das Cover hat mich überzeugt, sondern das ganze Buch.
Summer als Protagonistin konnte mich zu 100% überzeugen. Sie ist unglaublich sympathisch, sassy und nicht auf den Mund gefallen. Ich konnte mich wirklich gut mit ihr identifizieren. Sie hat was im Kopf und ein großes Ziel vor Augen, dass sie hartnäckig verfolgt.
Die Zusammenarbeit mit Aiden hält sie nicht von ihrem Fünfjahresplan ab, sondern sorgt dafür, dass sie ihn erst recht durchsetzen möchte.

Aiden als Protagonisten bin ich absolut verfallen! Was für ein süßer, heißer Typ. Ich liebs, dass er sich zuerst in Summer verliebt und alles für sie tun würde. Er ist eine gute Seele, der schon früh mit Verlust umgehen musste aber dennoch das Gute behalten hat und nicht verbittert ist. Obwohl er Summer immer Sonnenschein nennt, ist eigentlich er der Sonnenschein.

Die Dynamik der beiden hat für mich sofort gepasst. Die Streitereien und das Geplänkel gehört zu den beiden, wie das Eishockey zu Aiden und die Psychologie zu Summer.

Ich mochte außerdem, dass es kein künstlich aufgebauschtes NA-Drama gab, dass die beiden „auseinandergebracht“ hat. Davor hatte ich etwas bammel.
Schön finde ich auch, dass der Konflikt zwischen Summer und ihrem Dad entschärft werden konnte.

Der Epilog war für mich zwar voraussehbar, aber dadurch nicht weniger schön zu lesen.

Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung!

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.04.2024

Schmerzhaft, Bildgewaltig, Babel

Babel
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Dieses Buch ist für mich ein absolutes Jahreshighlight!
Für mich hatte es alles, was ein gutes Buch braucht und ich weiß jetzt schon, dass meine Rezension diesem wunderbaren Buch nicht gerecht werden wird. ...

Dieses Buch ist für mich ein absolutes Jahreshighlight!
Für mich hatte es alles, was ein gutes Buch braucht und ich weiß jetzt schon, dass meine Rezension diesem wunderbaren Buch nicht gerecht werden wird.

Robin, der Protagonist dieses Buches, wird in jungen Jahren von Professor Lovell aus Kanton nach London gebracht. Dort soll er fleißig Sprachen lernen, um irgendwann am Sprachinstitut „Babel“ in Oxford studieren zu können.
Schon zu Beginn fragt man sich, warum ausgerechnet Robin diese Ehre zuteil wird und was ihn so besonders macht. Im Laufe des Buches wird klar, warum er und seine Freunde ausgesucht wurden. Sie alle sind mit, in den Augen westlicher Personen“, „besonderen“ Muttersprachen aufgewachsen. Dies ist sehr wichtig für die Kernaufgabe Oxfords, nämlich das Silberwerken. Nur wer in den Sprachen wirklich lebt, in ihnen träumt und sie wie eine Muttersprache beherrscht und fühlt, kann in ihr silberwerken. Neben diese Tatsache besteht für Professor Lovell auch ein ganz persönliches Interesse daran, Robin mit nach London zu nehmen und ihn ausbilden zu lassen. In welchem Verhältnis der Junge und sein Ziehvater stehen, wird erst im Laufe der Handlung klar, aber schon von Anfang an besteht ein gewisser Verdacht.

Das Verhältnis zwischen den beiden ist und bleibt immer recht kühl und professionell.
Professor Lovell sieht in Robin vor allem ein Mittel zu Zweck und Robin ist in erster Linie dankbar die Cholera überlebt zu haben und seinen Wissensdurst stillen zu können. Er ist ein fleißiger Schüler, der nur einmal mit seinem Ziehvater aneinander gerät.
In einem großen Anwesen auf dem Land, außerhalb Oxfords lernt Robin fleißig sowohl alte Sprachen als auch chinesisch. Und obgleich das Verhältnis zum Professor wenig Herzlichkeit übrig hat, findet er diese in Mrs. Piper, der Haushälterin.
Diese behandelt ihn wie ihr eigenes Kind und versorgt ihn unvergleichlich.

Noch bevor er nach Oxford kommt, bemerkt Robin, dass er „anders“ ist, als der Professor oder der Besuch seine Freunde. Diese „Andersartigkeit“ hat allerdings weniger mit seiner Persönlichkeit oder seinen Fähigkeiten zu tun, als viel mehr mit der Tatsache, dass er schon rein äußerlich kein „Engländer“ ist.
Die betrifft auch Ramy und Victoire, die zusammen mit Letty, in seinem Jahrgang sind.

Die Autorin versteht sich meisterhaft darin unglaublich wichtige Themen wie Rassismus, seine Geschichte und Gleichberechtigung der Geschlechter in einem unglaublichen Roman zur Sprache zu bringen. So viele Situationen haben mir das Herz gebrochen, weil sie 1:1 heute auch noch so vorkommen. Und dann muss man sich mal begreifbar machen, dass wir uns im gebildeten Teil Englands im 19. Jahrhundert bewegen. Rassismus als immer präsente und durch den Kolonialismus alltägliche gesellschaftliche „Norm“.
Das Thema Kolonialismus wird auch unglaublich gut aufgegriffen und gibt dem Roman eine so unglaubliche Tiefe. Die Nutzbarmachung fremder Ressourcen, einfach weil man sich die Länder, aus denen diese stammen, unter den Nagel gerissen hat.

Unter diesen Bedingungen lebt, lernt und arbeitet Robins Jahrgang. Jeden Tag werden die vier Jugendlichen damit konfrontiert, ob sie wollen oder nicht.
Letztlich ist Babel der personifizierte Kolonialismus. Was zu Beginn für alle vier wie die größte Chance ihres Lebens wirkt, wird, zumindest für drei von ihnen, immer mehr zur Abwärtsspirale, zum Gefängnis. Denn die Individuen sind Babel letztlich egal. Sie sind nur an den fremden Sprachen und ihrer Nutzbarkeit interessiert. Denn ohne diese Sprachen könnte das Silberwerken über kurz oder lang den Bach runtergehen. Die Menschen sind letztlich nur Ressourcen, die es zu nutzen gilt.

Und wie sollte es anders sein, wird dieses Prinzip von den Studenten, die letztlich immer mit der Diskrimminierung leben müssen, obwohl sie doch wichtige und wertvolle Arbeit für Babel leisten, durchblickt. Natürlich regt sich dann Widerstand. Und der ist absolut fantastisch eingearbeitet, bekommt seine Rolle und wird im Laufe des Buches tragend für die Handlung.

Ich hab es bereits am Anfang gesagt und ich werde mich wiederholen, denn keine Worte, keine Rezension werden diesem Buch gerecht!
Es ist ein absolutes Erlebnis, das man erlebt haben muss, um es zu verstehen.
Das Buch ist in erster Linie kein Fantasy-Roman (und ist meiner Meinung nach falsch damit beworben worden). In erster Linie ist es ein historischer Roman, in den Fantasy eingearbeitet wurde. Auf eine unaufdringliche und nachvollziehbare Art und Weise.
Das Buch hat alles, was ein gutes Buch braucht. Es hat Figuren, in die man sich hineinversetzten kann, es hat ruhige, aufbauende Passagen. Es hat Plottwits, mit denen man so gar nicht rechnet. Es hat pure Freude, Freundschaft und unglaublich viele Momente, in denen einem das Herz blutet.
Verbunden mit einem ganz ausgezeichnetem Schreibstil, ist diese Geschichte ein absolutes Highlight für mich. Es ist spannend erzählt und hat sich, vor allem im Hinblick auf die vielen Seiten, für mich kein einziges Mal gezogen.
Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen und nominiere hiermit mein erstes Jahreshighlight für 2024.

Danke für ein so wundervolles, starkes, wichtiges, tragendes, trauriges und auf allen Ebenen gutes Buch!

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Veröffentlicht am 10.01.2024

Ein letztes Mal ins All

Obsidio. Die Illuminae Akten_03
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Von der Aufmachung her, orientiert sich die Covergestaltung von Obsidio an den beiden Vorgängern. Was ich leider sehr schade finde, ist, dass der dtv-Verlag an dem Buchumschlag gespart hat. Das hat überhaupt ...

Von der Aufmachung her, orientiert sich die Covergestaltung von Obsidio an den beiden Vorgängern. Was ich leider sehr schade finde, ist, dass der dtv-Verlag an dem Buchumschlag gespart hat. Das hat überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun, aber es fällt leider schon ins Auge.

Inhaltlich ist das Buch mal wieder eine Wucht. Wir haben wieder ein „Hauptcouple“ mit Asha und Rhys, doch anders als in den beiden Vorgängern, switchen wir auch immer wieder zu Kady, Ezra, Hanna und Nik.
Meisterhaft werden die Handlungsstränge ineinander verwoben.
Wieder werden wir mit AIDEN und dessen ethisch fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert, wieder müssen wir geliebte Charaktere gehen lassen und wieder durchleben wir einen Wettkampf gegen die Zeit.

Besonders interessant war meiner Meinung nach die Tatsache, dass wir, nachdem wir es in Buch Eins verlassen hatten, wieder nach Kerenza IV zurückkehren und den Alltag, der dort seit sieben Monaten herrscht, miterleben.
Es ist Wahnsinn, was die übriggebliebene Bevölkerung unter den Bei-Tech Soldaten zu erleiden haben. Gleichzeitig bringt Rhys als Techniker, der eigentlich so gar nichts mit dem Überfall auf den Planten zu tun hat, eine völlig neue Perspektive durch seine Ansichten rein. Zuvor haben wir alle Bei-Techler als die Bösen, die sie zu sein scheinen (un ja, einige sind das tatsächlich) kennen gelernt. Jetzt bekommen wir aber auch ihre Perspektive, in der klar wird, dass sie nicht unbedingt d´accord sind, mit dem was sie tun, allerdings nur ihre ihnen auferlegte Pflicht erfüllen. Diese moralische Ambivalenz verleiht dem Buch noch mal eine ganz neue Art von Tiefe.

Mit einigen Plottwists habe ich tatsächlich schon gerechnet. Das liegt aber einfach daran, dass es nicht das erste Buch aus dem Genre ist, das ich lese.

Das Ende hat mir richtig gut gefallen, weil ich ehrlich nicht damit gerechnet hätte, dass es wirklich so ausgeht.

Ich muss echt zugeben, dass es mir richtig, richtig schwerfällt die Charaktere gehen zu lassen. Ich bin richtig traurig, dass die Trilogie jetzt vorbei ist und ich nicht die Chance habe, sie nochmal von vorne, ohne Vorwissen lesen zu können.

Eine absolute Leseempfehlung und ja, ich starte das Jahr mit einem Jahreshighlight!

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