Ein großer Wurf - und dann nix
DoppelspielTom Borg, ein Erfolgsautor, steckt mitten in einer Schaffenskrise. Auf einer Buchlesung trifft er auf eine schöne junge Stripperin, die direkt aus seinem letzten Roman entsprungen sein könnte. Er folgt ...
Tom Borg, ein Erfolgsautor, steckt mitten in einer Schaffenskrise. Auf einer Buchlesung trifft er auf eine schöne junge Stripperin, die direkt aus seinem letzten Roman entsprungen sein könnte. Er folgt ihr in ihren Stripclub. Als die beiden es sich im Whilpool gemütlich gemacht haben, wird die junge Frau plötzlich ermordet. Der Verdacht fällt auf Tom und er flieht vor der Polizei; eine wilde Jagd durch Stockholm beginnt.
Im Verlauf der Flucht werden die Erlebnisse immer abstruser, wunderlicher, wie aus einem Fiebertraum entsprungen. Bald weiß Tom nicht mehr, was Realität ist und was seiner überreizten Phantasie entspungen ist. Als Leser ist das ungeheuer spannend mitzuerleben - Realität, Wahnsinn oder befindet sich der Autor in seinem eigenen Buch?
Ständig habe ich mich gefragt, was wohl die Auflösung sein wird.
Und die Auflösung, die hier nicht verraten wird, erwies sich als großes Manko des Romans - unglaubwürdig, konstruiert, glattgebügelt. Alles löst sich irgendwie, ein neuer Bestseller wurde geschrieben und einige lose Enden wurden als Cliffhanger für die nächsten zwei Bände gelegt.
Das Ende, das wohl als großer alle Probleme lösender Wurf geplant war, scheint überhaupt nicht zu der vorher so spannend konstruierten Doppeldeutigkeit des Buches zu passen und lässt mich ratlos zurück. Auch wenn der größte Teil spannend war, kann ich das Buch aufgrund des Endes nicht empfehlen.