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Veröffentlicht am 16.04.2026

Frei nach Frankie (Sinatra): The Lady is a Tramp

Frankie – Unter Menschen
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Gold ist gut versorgt und für Frankie läuft alles rund. Doch durch seine eigene Schusseligkeit landet er plötzlich weit weg von zuhause in einer ihm fremden Stadt und ist völligt lost. Glücklicherweise ...

Gold ist gut versorgt und für Frankie läuft alles rund. Doch durch seine eigene Schusseligkeit landet er plötzlich weit weg von zuhause in einer ihm fremden Stadt und ist völligt lost. Glücklicherweise trifft er Shattab (woher dieser Name kommt, ist für sich schon genial), eine Ausreißerin, die genauso verloren ist wie Frankie. Zusammen versuchen sie Frankies zuhause zu finden. Der Finderlohn, der Shattab winkt, übt eine ziemlich große Motavation auf sie aus. Und da das Schicksal auch hier wieder unbarmherzlig zuschlägt, verliert sich Frankie 2 auch hier in keinerlei Klischees. Ein Auf und Ab der Gefühle. Großartig, wie Jochen Gutsch diese Balance findet. Auch hier wieder eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Frankie goes to Hollywood

Frankie
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Was sollte ich von einem Buch erwarten, das aus Sicht einer Katze...sorry, Katers natürlich, erzählt wird? Nicht wirklich viel. Ich habe nur nach einem Buch gesucht, das nicht sonderlich dick ist und bin ...

Was sollte ich von einem Buch erwarten, das aus Sicht einer Katze...sorry, Katers natürlich, erzählt wird? Nicht wirklich viel. Ich habe nur nach einem Buch gesucht, das nicht sonderlich dick ist und bin auf Frankie gestoßen. Der lebt ein einfaches Katzenleben am Gipfel eines Müllberges unter einer umgedrehten, alten Badewanne. Bis er eines Tages einen Mann in einem Haus beobachtet, der mit einem Faden spielt. Dieser Faden ist jedoch ein Seil und spielen will Richard Gold damit eher weniger, sondern seinem Leben ein Ende setzen. Unbeabsichtigt hält Frankie ihn von seinem Vorhaben ab. Und ich danke Gott dafür, dass Jochen Gutsch und Maxim Leo nicht in die Klischeekiste gegriffen haben und durch einen Kater plötzlich alles gut wird, Gold einen Lebenssinn darin erkennt, sich um den Streuner zu kümmern und in die gerufene Tierärztin zu verlieben. Passiert vielleicht, aber der Weg dahin ist steinig und Frankie betrachtet die Welt mit soviel kindlicher Unschuld (gut, nicht bei jeder Sache), dass das zutiefst herzerwärmend ist.

Niemals, nicht in 100 Jahren, wäre ich davon ausgegangen, dass so ein Buch mich derart begeistern kann. Hat es aber geschafft. Da liegt in erster Linie an den Gedanken Frankies, der einerseits in seiner Tierwelt der Coolste sein möchte, in der Menschenwelt aber natürlich vieles falsch interpretiert. Das ist oft lustig, manchmal tragisch und auch mal gefährlich. Dieser Mix ist es, der das Buch so lesenswert macht. Auch der Umgang mit den Themen Suizid und Depressionen ist mit soviel Fingerspitzengefühl in die Story eingebettet, dass man nie das Gefühl hat, man liest einen mit Problemen überfrachteten Roman.

So bleibt ein am Ende wirklich wohliges Gefühl zurück, denn was die beiden Autoren am Ende wikroch sagen wollen ist "Alles wird gut". Und das möchte man zu gerne glauben.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Beinhartes Schicksal und moderne Technik

Das Signal
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Bei einem Unfall im Weinkeller ihres Hauses, verlor Viola Decker ihr Bein, als die Decke eingestürzt ist. Nach dem anfänglichen Schock setzt sie alles daran, mit ihrem Schicksal und den daraus resultierenden ...

Bei einem Unfall im Weinkeller ihres Hauses, verlor Viola Decker ihr Bein, als die Decke eingestürzt ist. Nach dem anfänglichen Schock setzt sie alles daran, mit ihrem Schicksal und den daraus resultierenden Schwierigkeiten klarzukommen. Ihr Mann Adam, auf den sie nun angewiesen ist, kümmert sich, wo er nur kann, obwohl er als berühmter TV Statistikexperte in seiner Firma jede Menge um die Ohren hat. Er stellt sogar eine Pflegerin ein, die Tag und Nacht für Viola da ist. Otilia hat zwar den Charme eines seit 2 Monate offenen Joghurtbechers, kümmert sich aber perfekt um sie. Doch langsam beschleicht Viola das Gefühl, dass allen im Haus anscheinend daran gelegen ist, dass sie gar nicht so schnell Fortschritte machen soll, wie sie das gerne hätte. Und als auch noch ständig ihre Krücken verräumt werden, stattet Viola diese mit einem Tracker aus, um sie nicht immer suchen zu müssen. Zuerst sind es die Krücken und dann Adams Schuhe, sein Auto, Otilias Auto, die Handtasche einer Freundin. Viola überwacht alles und jeden. Zuerst eigentlich nur aus Langweile. Doch dann stellt sie fest, dass Adam lügt, was seine Aufenthaltsorte betrifft. Und nicht nur bei ihm gibt es Ungereimtheiten. Auch Viola verbirgt ein Geheimnis und sie beginnt sich zu fragen, ob das alles irgendwie zusammenhängt.

An diesem Buch hat mich Äußerlich nichts angesprochen. Nicht der Name der Autorin, noch der Titel oder das Coverdesign. Aber "Don't Jugde a Book by It's Cover". Hätte ich das gemacht, wäre mit ein Thriller entgangen, der diese Bezeichung wirklich wert ist. Die Voraussetzungen sind natürlich perfekt. Eine isolierte Umgebung, aus der die Protagonsitin durch die Tracker ein weitläufigeres Gebiet macht, ohne das Haus verlassen zu können bzw. zu müssen. Man rätselt permant hautnah mit, warum wer wie wo ist und warum derjenige deshalb lügt und was er zu verbergen hat.

Der Storyaufbau ist sehr gut und schlüssig, die Spannungskurve entwickelt sich permanent nach oben. Die vorhandenen Plottwists sind gut eingearbeitet, aber nicht so krass, dass sie die komplette Story über den Haufen werfen würden. Hier ist alles wohldosiert und das ist die wirkliche Stärke von "Das Signal". Es ist nichts übertrieben oder unrealistisch. Im Grunde genommen könnte so eine Geschichte auch im wahren Leben passieren. Denn Viola ist gar nicht so sehr vom Glück abhängig, sondern nimmt ihr neues Leben selbst in die Hand und beeinflusst es so, wie es ihre Situation zulässt. Gut, man kann vielleicht etwas kritisieren, dass ihre Verzweiflung ob ihres verlorenen Beins relativ schnell verfliegt, aber in einem Roman oder einem Film kann das nicht so viel Raum einnehmen, wenn die Geschichte vorankommen soll.

"Das Signal" hat mich unfassbar gut unterhalten und schreit förmlich nach einer Verfilmung. Aber warum müssen Poznanski Bücher immer so ein unattraktives Äußeres erhalten? "Die Burg", das Vorgängerbuch, sieht auch wie ein Billigroman aus, den man bei Norma aus diesen Pappausstellern für 1,99 € fischen kann. Aber wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, erhält man eine richtig gute und superspannnde Geschichte, die die Möglichkeiten der digitalen Überwachung sehr gut zur Geltung bringt.....Moment, was ist das da Rundes in meiner Jacke?......Ah, der Ersatzknopf. Aber wieso braucht der eine Batterie?

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Völlig losgelöst, von der Erde

Der Astronaut
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Die Leuchtkraft der Sonne nimmt plötzlich rapide ab und erstmal weiß keiner, warum. In ein paar Jahrzehnten würde es dies aber das Ende der Menschheit bedeuten, würde es nicht den Physiklehrer Dr. Ryland ...

Die Leuchtkraft der Sonne nimmt plötzlich rapide ab und erstmal weiß keiner, warum. In ein paar Jahrzehnten würde es dies aber das Ende der Menschheit bedeuten, würde es nicht den Physiklehrer Dr. Ryland Grace geben. Einst von seinen Wissenschaftlerkollegen ob seiner in ihren Augen verrückten Theorien bezüglich Wasser als Grundlage allen Lebens geächtet, flüchtete er sich in eine Highschool und fand sein neues Glück im Beruf des Lehrers. Bis eines Tage Eva Stratt auf der Matte steht und ihn bittet, den Grund für das Sonnenproblem zu finden. Zusammen mit Wissenschaftlern aus aller Welt werden kleine Organismen, die sog. Astrophagen, als Täter ausgemacht. Nur ein Stern im Sonnensystem scheint den hungrigen Astrophagen zu widerstehen: Tau Ceti. Und plötzlich findet sich Ryland Grace im Weltall wieder, auf einer Jahre dauernden Mission, um die Welt zu retten. Der Astronaut, der eigentlich gar keiner ist, bekommt allerdings Hilfe von einer Seite, mit der er nie gerechnet hätte. Einem Alien, mit dem genau selben Problem. Zusammen versuchen sie das Schicksal ihrer Planten doch noch zum Guten zu verändern.

Ich habe vor einigen Jahren den "Marsianer" als Film gesehen und fand ihn wirklich gelungen. Als ich nun gesehen habe, dass ein Film mit Ryan Gosling in die Kinos kommt, dessen Romanvorlage vom gleichen Autor stammt, dachte ich mir, lies mal die Geschichte vorher, dann hast Du einen guten Vergleich. Und ich habe wirklich noch nie ein Buch gelesen, dass Spannung, Wissenschaft und Drama so gut miteinandern verwebt. Gut, im Bereich der Wissenschaft war ich dann schon ein paar Mal raus und konnte jetzt nicht mehr allen Zahlen, Daten und Fakten folgen. Da kommt dann der Physiknerd in Andy Weir raus. Was aber überhaupt nicht schlimm ist, denn warum sich jetzt diese Flüssigkeit mit diesem Stickstoff nicht pefekt verhält, ist nicht wirklich relevant und tut der Spannung und Faszination keinen Abbruch.

Das Buch ist mehr als ein Sci-Fi Roman. Es ist eine Story von Freundschaft, Zusammenhalt und den unbändigen Willen, Dinge zu schaffen, die man sich niemals zugetraut hätte. Und auch wenn es nur eine fiktive Geschichte ist, die auch oft vom Glück der Protagonsiten lebt, ist der gesamte Handlungsablauf so schlüssig, dass man sich vorstellen kann, dass es so in Wirklichkeit auch laufen könnte. So abstrus es sich auf den ersten Blick auch anfühlen möchte.

Ich denke, wenn mein Physiklehrer Ryland Grace oder Andy Weir geheißen hätte, dann hätte mir der Unterricht wesentlich mehr Spaß gemacht. Denn "Der Astronaut" zeigt, dass Wissenschaft nicht nur interessant und wichtig ist, sondern auch Spaß machen kann und unterhaltsam ist. Und wer weiß? Vielleicht klopft in ein paar Jahren oder Jahrzehnten eine Kreatur an unsere Erdentüre und sagt "Houston, wir haben ein Problem".

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Hier gibt's Kalte nicht nur im Winter

The Ordeals
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Sophia DeWinter ist nicht zu beneiden. Seit ihr böser Onkel, der Sammler, einen Blutbund mit ihr eingegangen ist, ist sie an ihn gebunden und muss Aufträge erledigen. Diese sind zwar nicht gänzlich ungefährlich, ...

Sophia DeWinter ist nicht zu beneiden. Seit ihr böser Onkel, der Sammler, einen Blutbund mit ihr eingegangen ist, ist sie an ihn gebunden und muss Aufträge erledigen. Diese sind zwar nicht gänzlich ungefährlich, doch mit der Zeit ist Sophia sehr gut darin geworden, Personen aufzuspüren. Einen Ausweg aus ihrem Dasein bietet die Feuerprobe, ein Auswahlverfahren, um an der Killmarth Academy aufgenommen zu werden. Sozusagen das Harvard unter den Magie Universitäten. Um allerdings ein vollwertiger Student werden zu können, müssen alle Bewerber, die "Die Hoffnungsvollen" genannt werden und die Feuerprobe überlebt haben, an den drei sogeannten Ordeals teilnehmen und diese auch bestehen. Prüfungen, die die magischen Fähigkeiten testen und herausfordern und oftmals für die ungeeigneten Hoffnungsvollen tödlich ausgehen können. Sophie, selbst Illusionistin, tut sich in Killmarth mit dem attraktive Alden Locke, einem Botaniker, zusammen, in der Hoffnung, zusammen alle Ordeals zu überleben, Studenten an der Killmarth zu werden und ihrem früheren Leben zu entkommen. Doch hat Sophie voreilig gehandelt und kostet sie diese Entscheidung vielleicht ihr Leben?

Ich lese so gut wie nie Fantasy Romane. Wenn ich mal von den Harry Potter Büchern und den Tribute von Panem Romanen absehe, habe ich noch nie eine Fantasy Geschichte gelesen und schon gar nicht eine Romantasy. Dann thronte plötzlich "The Ordeals" an der Spitze der Book Charts und hatte durchgängig hervorragende Bewertungen. Also dachte ich mir, ich geb der ganzen Sache mal eine Chance. Und Gott sei Dank habe ich das gemacht, denn es hat sich von vorne bis hinten gelohnt. Das Buch ist zackig geschrieben. Das ganze Fantasysystem wird ausreichend, aber nicht ausschweifend beschrieben, was dem Tempo guttut. Die Liebesgeschichte hat die richtige Dosis Spice, ist nicht übermäßig kitschig und fügt sich nahtlos in die Handlung ein. Überhaupt ist der Handlungsverlauf sehr gut durchdacht. Es gibt einen roten Faden, nämlich Sophia DeWinter und ihren Kampf gegen die Ordeals und auch den eigenen, inneren Dämonen und einige Nebencharaktere, die so intensiv beschrieben werden, dass man sie als Leser sofort ins Herz schließt.....oder hasst. Klar kann man argumentieren, dass Rachel Greenlaw aus anderen Geschichten eine neue zusammengebaut hat. Und da wären wir wieder bei den oben geannten Harry Potter und Panem Büchern. So ein kleiner Mix aus diesen beiden Stories ist das schon irgendwie. Aber so gesehen war ja alles schon mal da und jede Story ist nur eine Abwandlung einer schon mal dagewesenen. Aber wenn man sich so gut von anderen Autoren "inspirieren" lässt, dann feier ich das gerne und ausgiebig. Denn diese Buch hat einfach Spaß gemacht und war beste Unterhaltung. Wenn jeder Fantasy Roman so wäre, würde ich dieses Genre viel öfter lesen. Aber das bezweifle ich dann doch. Hatte vielleicht nur Glück.

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