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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Ein düsterer Kriminalroman… nichts für Zartbesaitete!

Waldgeheimnis
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. Sehnst du dich nach einem Buch, das dich packt wie eine intensive Folge deiner liebsten Krimiserie?
Düster, schonungslos, von roher Brutalität und zugleich emotional…
ein Sog, dem man sich nicht entziehen ...

. Sehnst du dich nach einem Buch, das dich packt wie eine intensive Folge deiner liebsten Krimiserie?
Düster, schonungslos, von roher Brutalität und zugleich emotional…
ein Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
„Waldgeheimnis“ ist kein Roman für Zartbesaitete, sondern für jene, die den Abgrund nicht scheuen. 4/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
In einem vornehmen Grazer Viertel wird ein Unternehmer erschlagen aufgefunden und das mit seinem eigenen Golfschläger. Die LKA-Ermittler Alina Fink und Alexander Thaler nehmen die Spur auf, doch der Fall wird von einer bedrohlichen Entwicklung überschattet! Der psychopathische Serienmörder Nikolas Novak ist aus der Justizanstalt Graz-Karlau entkommen.
Novak sinnt auf Rache an Alina, die ihn einst hinter Gitter brachte, und verfolgt zugleich einen grausamen Plan. Während Alina beiden Fällen immer näherkommt, gerät sie selbst zunehmend ins Visier…

. In „Waldgeheimnis“ begleiten wir ein ganzes Geflecht an Figuren, deren Perspektiven sich nach und nach zu einem vielschichtigen Gesamtbild verweben. Gerade diese Erzählweise eröffnet tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten, ohne den Roman zu überfrachten. Stattdessen entsteht eine bemerkenswerte emotionale Dichte, die es leicht macht, sich auf die Figuren einzulassen und mit ihnen mitzufühlen.
. Der Kriminalroman besticht durch seine eindringliche Realität. Sowohl der Mordfall als auch der Gefängnisausbruch wirken durchweg glaubwürdig und verleihen der Handlung eine fesselnde Sogkraft, die einen rasch durch die Seiten treibt. Trotz des zügigen Erzähltempos bleibt die Geschichte intensiv und packend.
. Die Triggerwarnungen sollten dabei keinesfalls unterschätzt werden!
Besonders die Rückblicke in die Vergangenheit einer der Protagonistinnen sind etwas schwerer auszuhalten und verlangen den Lesenden einiges ab.
. Neben der eigentlichen Ermittlungsarbeit eröffnet der Roman auch den Blick auf die private Ebene der Ermittler. Dadurch gewinnen sie an Tiefe und Menschlichkeit; ihre Ecken und Kanten machen sie greifbar und authentisch. Sie sind keine makellosen Helden, sondern Menschen, die versuchen, den Anforderungen ihres fordernden Berufs gerecht zu werden und zugleich ihr eigenes Leben zu ordnen. Genau das verleiht ihnen ihre besondere Sympathie.
. Obwohl es sich um den zweiten Band der Reihe handelt, lässt sich der Roman problemlos unabhängig lesen. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, auch wenn es sicherlich reizvoll ist, den ersten Teil noch nachzuholen.
. Getragen von einer stetig ansteigenden Spannung steuert die Handlung auf ein fulminantes Finale zu, das die zuvor gesponnenen Fäden überzeugend zusammenführt. Es bleiben keinerlei Fragen offen, sodass ein rundum stimmiges Gesamtbild entsteht.
. Ein gelungener Thriller, der vor allem durch seine starke Figurenzeichnung und seine dichte Atmosphäre überzeugt. Für meinen persönlichen Geschmack hätte die Darstellung stellenweise noch etwas dramatischer ausfallen dürfen. Nichtsdestotrotz ist dies ein Krimi, den ich allen Liebhabern des Genres empfehle! Vorausgesetzt, sie scheuen sich nicht vor schweren Themen wie sexuellem Missbrauch.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Einfühlsamer Roman über Trauerbewältigung!

Hirschtier
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. Ein außergewöhnlicher Roman über die leisen, oft verborgenen Wege der Trauer- und Traumabewältigung.
Unablässig stellt sich dabei jedoch die Frage, ob dieser Pfad der richtige ist oder nur ein notwendiger ...

. Ein außergewöhnlicher Roman über die leisen, oft verborgenen Wege der Trauer- und Traumabewältigung.
Unablässig stellt sich dabei jedoch die Frage, ob dieser Pfad der richtige ist oder nur ein notwendiger Umweg durch das Dunkel.
„Hirschtier“…
ein berührendes Werk, das nachhallt und behutsam ein neues Verständnis für die Eigenart und Tiefe kindlichen Denkens eröffnet. 4/5 ⭐️

. Was erwartet dich genau…
Margaret Murphy wächst in einer Welt auf, in der die Wahrheit zu schwer für ein Kind ist. Seit dem Tod ihrer Freundin Agnes flüchtet sie sich in erfundene Geschichten, die Schmerz in Magie verwandeln und stets glücklich enden.
Niemand gibt ihr offen die Schuld, doch im Verdrängen liegt ihr einziger Halt. Bis das Hirschtier erscheint…
ein unheimliches Wesen, das sich in ihre Fantasien drängt und sie zwingt, sich der Wahrheit zu stellen.

. In „Hirschtier“ folgen wir Margaret durch die erzählte Welt, so nah, als säßen wir in der ersten Reihe ihres Bewusstseins. Wir hören ihr zu, wenn sie sich in ihre Fantasiegeschichten flüchtet,
bis schließlich auch das „Hirschtier“ selbst Gestalt annimmt.
. Die Figuren erscheinen dabei von bemerkenswerter Lebendigkeit, mit all ihren Brüchen, Widersprüchen und Unebenheiten. Ihre Reaktionen auf das Geschehen sind nicht nur glaubwürdig, sondern wirken in ihrer jeweiligen inneren Logik schlüssig.
. Margaret begegnet uns wie ein Kind, das übersehen wird, nicht aus Mangel an Liebe, sondern aus einem Mangel an wirklichem Verstehen. Ihre Mutter und ihre Tante sind fürsorglich, beinahe zärtlich und doch scheint etwas Entscheidendes zu fehlen. Das Trauma, das Margaret prägt, wird von ihnen nicht wirklich benannt, nicht aufgearbeitet. Es wird umgangen, als hätte es nie wirklich existiert.
So nimmt eine ungewöhnliche Form der Bewältigung ihren Lauf. Es ist eine, die befremdlich wirken mag, vielleicht sogar erschreckend und doch erscheint sie erschütternd plausibel. Man ahnt, dass es auch außerhalb der Literatur Menschen gibt, die auf ähnliche Weise versuchen mit dem Unfassbaren zu leben.
. Einfühlsam und mit unbestechlichem Blick zeichnet Oshetsky den Prozess der Verdrängung nach! Das innere Verstummen eines Kindes, dem die Sprache für sein Leid fehlt, weil niemand sie ihm anbietet. In dieser Leerstelle erschafft sich Margarets Seele eine eigene Instanz…
das „Hirschtier“, eine Art inneren Erwachsenen, der das Unsagbare auffängt und zu ordnen versucht. Seine Methoden sind hart, grausam und doch tragen sie den Keim von Notwendigkeit in sich. Inmitten dieser Dunkelheit glimmt ein zarter Hoffnungsschimmer…
die Möglichkeit, dass Margaret eines Tages einen Weg zur Verarbeitung finden könnte.
. Obwohl Margaret im Zentrum der Erzählung steht, lohnt sich ein genauer Blick auf ihre Mutter. In ihren Gesten und Entscheidungen zeigt sich eine tiefe Überforderung, ein Ausweichen vor dem Schmerz, das sich darin äußert, dass sie ihre Zuwendung anderen gibt, jenen, die sie weniger herausfordern. So öffnet sich ein Raum für Fragen…
Ist auch dies eine Form von Selbstschutz? Eine eigene, unbewältigte Verletzung?
Zum Glück bleibt Margaret nicht vollkommen allein. In ihrer Tante findet sie eine Figur, die, so gut sie kann, versucht, ihr Halt zu geben und ihr gerecht zu werden.
So entfaltet sich „Hirschtier“ als weit mehr, als es zunächst scheint! Nicht nur als Geschichte über kindliche Traumabewältigung, sondern als vielschichtiges Familiendrama. Es zeigt, wie schnell Menschen in Muster des Verdrängens flüchten und wie existenziell wichtig es ist, dem Unsagbaren Worte zu geben.
. „Hirschtier“ ist ein berührender, hoffnungsvoller Roman über Erinnerung und Selbstschutz und über die Geschichten, die wir uns erzählen müssen, um zu überleben, wenn uns keine besseren Antworten zur Verfügung stehen.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Die Psychospiele können beginnen…

Don't Believe Her
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. Hast du Lust auf einen Thriller, der dich mit jeder neuen Seite tiefer ins Labyrinth der Täuschungen zieht?
„Don’t Believe her“ entfaltet genau diesen Sog…
ein raffiniert komponiertes Spiel aus Andeutungen ...

. Hast du Lust auf einen Thriller, der dich mit jeder neuen Seite tiefer ins Labyrinth der Täuschungen zieht?
„Don’t Believe her“ entfaltet genau diesen Sog…
ein raffiniert komponiertes Spiel aus Andeutungen und Wendungen, das dich unaufhörlich eigene Theorien spinnen lässt, nur um sie im nächsten Moment wieder zu erschüttern. Spannung, die sich leise aufbaut und länger bleibt. 4/5 ⭐️

. Aber was erwartet dich genau…
Ellie führt ein scheinbar perfektes Leben bis ihre seit Jahren verschwundene Freundin Carla plötzlich wieder auftaucht. Während alle anderen sich freuen, ist Ellie überzeugt: Diese Frau ist eine Fremde.
Je stärker sie versucht, das zu beweisen, desto mehr wird sie für paranoid gehalten. Doch Ellie ist sich sicher und mit dieser Überzeugung gerät alles, was sie liebt, in Gefahr.

. In „Don’t believe her“ begleiten wir zunächst ausschließlich Ellie und sehen die Welt durch ihre Augen, erleben die Ereignisse aus ihrer Perspektive und glauben, ihr dadurch ganz nah zu kommen. Zumindest scheint es so. Denn der raffinierte Aufbau dieses Thrillers sät früh einen leisen Zweifel: Werden wir hier womöglich von der Protagonistin selbst getäuscht oder nicht? Schon bald beginnen die subtilen Psychospielchen, die sich wie ein feines Netz um die Lesenden legen. Gerade diese Unsicherheit, gepaart mit zahlreichen unerwarteten Wendungen, lässt die Spannung unaufhörlich wachsen.
. Das Buch entfaltet einen regelrechten Sog, den Drang, weiterzulesen, wird man kaum los. Sanders Schreibstil ist dabei angenehm flüssig und zugänglich und die kurzen Kapitel treiben das Tempo zusätzlich voran.
. Die Figuren wirken oft widersprüchlich und lösen eine Mischung aus Sympathie und Abneigung, Anziehung und Abstoßung aus, eine Art Hassliebe!
Doch genau darin liegt ihre Wirkung…
Nicht jede Abneigung ist unbegründet
und manchmal weist uns
unser Unbehagen bereits
in die richtige Richtung.
. Alles in allem ein packender Thriller, der sich zwar kleine logische Schwächen erlaubt, diese jedoch mit hoher erzählerischer Intensität ausgleicht. „Don’t believe her“ verspricht ein fesselndes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Brutal und voller harter Realität!

Frostmond
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. Suchst du einen düsteren Kriminalroman, der dich mit seiner schonungslosen Realistik in Staunen versetzt und dich mit einem mulmigen Gefühl der Sprachlosigkeit zurücklässt? „Frostmond“ entführt dich ...

. Suchst du einen düsteren Kriminalroman, der dich mit seiner schonungslosen Realistik in Staunen versetzt und dich mit einem mulmigen Gefühl der Sprachlosigkeit zurücklässt? „Frostmond“ entführt dich brutal und fesselnd in die abgelegenen, tristen Weiten Kanadas. In eine Welt, die in ihrer hoffnungslosen Ausweglosigkeit ebenso erdrückend wie packend wirkt, ganz ohne jeglichen Schnickschnack.

. Aber worum geht es genau…
In Kanada werden seit Jahren Verbrechen an indigenen Frauen begangen, die entlang des Transcanada-Highways verschwinden, ohne dass die Polizei den Fällen Prioritäten einräumt. Als die 15-jährige Jeanette Maskisin in Montreal tot aufgefunden wird, wird der Fall von den Ermittlern LeRoux und Garner übernommen. Die Ermittlungen werden jedoch durch enormes Misstrauen erschwert und die Ermittler geraten zunehmend unter Druck, da weitere Opfer befürchtet werden und auch der Täter zunehmend zur Zielscheibe eines blutigen Racheplans wird.

. „Frostmond – Der erste Fall für Ted Garner“ war mein erstes Buch der Autorin, und ich war sofort von diesem Kriminalroman fasziniert! Die Geschichte entführt uns nicht nur in die Ermittlungen des Duos LeRoux und Garner, sondern auch in die düsteren Gedankenwelten einer weiteren, noch nicht benannten, zentralen Figur, deren Perspektive uns als Erzähler in den Bann zieht. Durch diesen Erzähler tauchen wir tief in seine innere Zerrissenheit ein und werden von seinen finsteren Überlegungen ergriffen. Der ruhige, präzise und nuancierte Schreibstil trägt entscheidend dazu bei, dass man als Leser oder Leserin förmlich in die Geschichte hineingezogen wird.

. Der Krimi fesselt mit einem gekonnt aufgebauten Spannungsbogen, komplexen Hauptfiguren, die Ecken und Kanten besitzen und dadurch umso realistischer wirken, ebenso wie authentische Nebencharaktere, die das Setting mit Leben erfüllen. Besonders beeindruckt hat mich, wie der Roman die typische Spannung eines Krimis geschickt mit gesellschaftlicher Realität verwebt. Auf eindrucksvolle Weise beleuchtet er das Leben der indigenen Gemeinschaften, das institutionelle Desinteresse sowie die kulturellen Barrieren, die diese Menschen tagtäglich zu überwinden haben.
. Das Ermittlerduo polarisiert, es ist schwer ihnen Sympathie entgegenzubringen, aber genau dies macht die Geschichte umso packender. Das Gespann ist keineswegs jedermanns Fall. Ihre grobe Ausdrucksweise und die expliziten Gedanken mögen manchen Leser oder Leserin abstoßen, doch wer sich auf diesen Krimi einlässt, muss diese Eigenschaften zumindest tolerieren. Der Roman erinnert stark an klassische Noir-Literatur! Alle Protagonisten tragen ihr eigenes, dunkles Päckchen mit sich und eine beinahe depressive Grundstimmung zieht sich durch das gesamte Werk. Die Gesellschaft erscheint gnadenlos gegenüber jenen, die am Rand stehen.
. Mit großem Interesse habe ich die kulturellen und gesellschaftlichen Kontexte verfolgt, die die Autorin gekonnt in die Handlung integriert. Besonders eindrucksvoll beschreibt sie die Trostlosigkeit, Armut und den weit verbreiteten Alkoholismus in den Reservaten, der eine direkte Folge der jahrzehntelangen Unterdrückung und Entwurzelung der First Nations ist. Die Realitätsnähe dieser Darstellung ist bemerkenswert. Im letzten Drittel steigert sich das Tempo noch einmal beträchtlich, was mir besonders gut gefallen hat!
. Zusammengefasst lässt sich sagen…
Dieser Kriminalroman ist definitiv etwas für die hartgesottenen Leser und Leserinnen! Er ist in jeder Hinsicht realistisch, vor allem weil die Autorin selbst eine Zeit lang in einem Cree-Reservat lebte. Sie verschönert nichts und öffnet uns die Augen für die dunkle Wahrheit über das Leben am Rande der Gesellschaft.
Es wird mit Sicherheit nicht mein letzter Fall mit Ted Garner sein!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Eine magische Zeitreise!

Das White Octopus Hotel
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. Wenn du Lust auf eine außergewöhnliche Zeitreise hast,
dann bist du im White Octopus Hotel genau richtig. Dieser fesselnd-magische Roman entführt dich in eine geheimnisvolle Welt und erzählt dabei eine ...

. Wenn du Lust auf eine außergewöhnliche Zeitreise hast,
dann bist du im White Octopus Hotel genau richtig. Dieser fesselnd-magische Roman entführt dich in eine geheimnisvolle Welt und erzählt dabei eine berührende Liebesgeschichte! Poetisch, atmosphärisch und ganz ohne Kitsch. ✨ 4/5⭐️

. Aber worum geht es genau…
Die junge Kunstgutachterin Eve Shaw erfährt von einem mysteriösen Hotel, dem White Octopus Hotel. Dort gehen rätselhafte Dinge vor sich, es soll dort mystische Gegnstände und Zeitreisezimmer geben. Da Eve das Gefühl nicht loslässt sie wäre schon einmal dort gewesen, macht sie sich auf den Weg zum längst verlassenen und heruntergekommen Hotel.

. In „The White Octopus Hotel“ folgen wir Eve und auch Max, jenem geheimnisvollen Mann, der ihr begegnet und uns auch als Erzähler durch die Geschichte begleitet. Nach und nach lernen wir beide intensiv kennen. Bell gelingt es mühelos, zwei vielschichtige, emotional tief verankerte Charaktere zu erschaffen, deren Handlungen stets glaubwürdig und organisch wirken.
. Der Roman ist eine magische Zeitreisegeschichte! Wir bewegen uns zwischen Vergangenheit und Gegenwart, springen durch Zeiten und Erinnerungen. Stück für Stück öffnet sich so, uns als Leserinnen und Lesern die geheimnisvolle Welt des White Octopus Hotels.
. Bells Magie ist dabei zart und zugleich rätselhaft. Sie entfaltet sich leise, fast beiläufig und steht doch immer wieder im Kontrast zur Härte der Realität, die erlebt wurde oder gerade erlebt wird.
. Das Setting ist außerordentlich detailreich. Bell schreibt mit einer bildhaften, atmosphärischen Sprache, die es leicht macht, sich das herrschaftliche Hotel mit all seinen Räumen und Geheimnissen vorzustellen.
. Besonders faszinierend fand ich die Verwebung von Erinnerungen, Kunst und Musik. Es entsteht ein Geflecht, das sich wie ein feines, außergewöhnliches Spinnennetz über die gesamte Geschichte spannt.
. Zeitweise liest sich der Roman fast wie ein Krimi, spannend, fesselnd, mit einem Sog, der einen Seite um Seite weiterlesen lässt. Man möchte die Figuren noch besser verstehen, ihre Verbindungen entschlüsseln und herausfinden, wie all die Fäden zusammenlaufen.
. Immer wieder streut Bell kleine, subtile magische Details ein, die der Geschichte eine besondere Atmosphäre verleihen.
. Im Kern ist es eine Liebesgeschichte, doch eine ohne Kitsch, still und zugleich wunderschön.
. Ein Roman voller Puzzlestücke, die sich nach und nach zu einem größeren Bild zusammenfügen.
. Am Ende blieben für mich zwar einige Fragen offen, doch vielleicht gehört gerade das zu Zeitreisegeschichten dazu.
. Ein einzigartiger, mitreißender Roman, den ich allen empfehlen kann, die sich ein wenig Magie im Alltag wünschen. ✨

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