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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Es ist schön fruchtig und bringt die Sunny Baking Time richtig zum Ausdruck!

Sunny Baking Time
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Nach dem Backbuch “Cozy Baking Time” veröffentlicht Theresa Haubs ihr Nächstes und dieses Mal ist es perfekt für den Sommer geeignet. Schließlich haben wir mehr Obstkuchen, als wir jemals essen können, ...

Nach dem Backbuch “Cozy Baking Time” veröffentlicht Theresa Haubs ihr Nächstes und dieses Mal ist es perfekt für den Sommer geeignet. Schließlich haben wir mehr Obstkuchen, als wir jemals essen können, und hinzu kommen obstige Desserts. Durch das ganze Buch zieht sich die sommerlich luftige Stimmung, die fruchtige und frische Süßspeisen erfordert, während die schönen Bilder das ganze abrunden. Das Backbuch ist ziemlich edel und ich habe mir jede einzelne Seite sehr gerne und mit großer Freude angeschaut.


Ich konnte natürlich nicht alle Rezepte ausprobieren, dazu fehlt mir schlichtweg die Zeit, aber die, die ich versucht habe, haben ganz gut bis sehr gut funktioniert. Der Zubereitung kann man sehr gut folgen und wie auch in Theresas erstem Buch ist alles sehr umgangssprachlich und jugendgerecht verfasst, dazu zählen auch die Namen der Kuchen. Für manche erscheint das vielleicht sonderbar, aber für mich passt es zur Autorin, die man durch Social Media kennt, und es zielt eine bestimmte Lesergruppe an. Es gibt so viele Backbücher, dass man sich irgendwas Ungewöhnliches ausdenken muss und das hat die Autorin gemacht und meiner Meinung nach erfolgreich geschafft.


Auch die Zutaten sind nicht zu speziell und man kann den Kuchen meistens ganz einfach zubereiten. Die Baking Basics, die das Backen vereinfachen, die Pannenhilfe, falls mal etwas schiefgehen sollte, das How-to-Biskuit für den perfekten Biskuit-Teig und die Vegan-Version, welche die Rezepte noch umfangreicher und für mehr Leute zugänglicher macht, runden dieses Werk ab, sodass wir hier nicht nur einfache Rezepte stehen haben. Selbst die kleinen eingestreuten Kommentare haben das Backen versüßt und wer mal andere Rezepte passend zur Saison sucht, ist hier genau richtig.


Von Äpfeln und Erdbeeren, über Himbeeren, Kirschen, Zwetschgen und Schokolade bis hin zu Aprikosen und Käsekuchen haben wir alles drin, sodass für jede Situation und für jede Person etwas dabei ist. Es ist einfach ausführlich und das Spektrum ist riesig, was auch dieses Backbuch wieder zu etwas Besonderem macht. Mir persönlich gefällt der “Bienenstich im Glas” am besten, aber für jeden Geschmack ist etwas da und es macht einfach super viel Spaß, die einzelnen Rezepte durch zu probieren, während man dabei Theresas Stimme im Kopf hat. Insgesamt kann ich dieses Backbuch mit ganzem Herzen weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Eine tiefgehende Geschichte mit einer nachhaltigen Entwicklung

Consomnio
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Elisa wurde gekündigt und ahnt nicht, dass der neue Job ihr Leben verändern wird. Ihr Chef Cassian ist der Hüter der verborgenen Welt Consomnio, in der Träume töten können, und zwischen ihnen entsteht ...

Elisa wurde gekündigt und ahnt nicht, dass der neue Job ihr Leben verändern wird. Ihr Chef Cassian ist der Hüter der verborgenen Welt Consomnio, in der Träume töten können, und zwischen ihnen entsteht eine vorsichtige Verbindung, die zu mehr werden droht.

“Wie viel ist dir deine Seele wert, Elisa?” -Cassian
“Wahrscheinlich nicht so viel wie dir.” -Elisa

Als ich das Buch in die Hand nahm, dachte ich zuerst: “Cool, wir haben mal ein schwarzes Buch, mit schwarzem Farbschnitt und teilweise schwarzen Seiten,” und dann wurde es mit den Bildern auf den Innenklappen, dem Page-Overlay und den Charakterkarten noch besser. Dieser Auftakt einer Fantasy-Trilogie wird nun zu einem meiner schönsten Bücher im Regal und die Geschichte, die erzählt wird, ist beinahe noch besser. Es ist eine langsame Erzählung, in der viel Wert auf die Authentizität der Charaktere und das Worldbuilding gelegt wird und sich die Spannung eher nach und nach entfaltet, anstatt dass sie mit einem Mal explodiert. Aber auch solche Romane haben ihren Charme und man kann das Buch in wenigen Tagen durchlesen.

Die magische Welt Consomnio ist wunderschön geworden und man merkt, dass das ganze Herzblut der Autorin drin steckt. Sie existiert parallel zur Menschenwelt und dort existieren Wesen mit Licht- und Dunkelmagie, die in einem jahrhundertelangen Krieg feststecken. Gespeist wird Consomnio von den Träumen und der Kreativität der Menschen, während andersherum auch eine Abhängigkeit besteht. Zusammen mit einer Karte macht es unheimlich viel Spaß, diese Welt zu entdecken und gemeinsam mit Cassian und Elisa auf einen Ball zu gehen oder gar in die Konflikte dort hinein gerissen zu werden. Vergangenheitsszenen komplettieren das Ganze, auch wenn viele offene Fragen erst in den Folgebänden beantwortet werden, zumindest hoffe ich das. Intrigen werden und wurden gesponnen und eine unterschwellige Macht begehrt auf, sodass auch ein wenig Spannung zu Tage kommt und dazu führt, dass man das Buch, trotz langsam fortschreitender Plotentwicklung, zu Ende lesen möchte.

Das alles erleichtert der Schreibstil, der Gedankengänge und Gespräche perfekt auffängt und den verschiedenen Sichtweisen Charakter verleiht. Dann beginne ich mal mit den Hauptpersonen. Elisa ist die süße und mitfühlende Protagonistin, die eine innere versteckte Stärke besitzt. Nicht jeder Protagonist muss die stärkste Person der Welt sein, die ungeschlagen ist und immer alles haushoch gewinnt, und das ist das Gute an diesem Buch. Schließlich haben wir viel Potenzial zur Entwicklung und Elisa wäre jeder von uns in der selben Position, ohne unnatürlich zu wirken und ihre Menschlichkeit plötzlich zu verlieren. Sie hilft den Schwachen und gesteht sich nach einiger Zeit auch ihre Gefühle ein, sodass es einfach nur schön war, aus ihrer Perspektive zu lesen.

Außerdem befindet sie sich in einer toxischen Beziehung mit Ryan und auch das wurde realitätsnah dargestellt ohne etwas zu verschönern. Elisa kämpft sich durch und eventuell schafft sie es, sich durchzuschlagen. Interessant war, dass wir auch aus Ryans Sicht lesen konnten, weil er eine unberechenbare Rolle spielt, was die Spannung erhöht hat und Abwechslung bringt. Und dann haben wir den charismatischen und ehrlichen Cassian, der als Hüter viel Verantwortungsbewusstsein hat und eine tragische Vergangenheit versteckt. Auch aus seiner Perspektive habe ich es geliebt, die Geschichte zu lesen, da wir seinen inneren Kampf mitbekommen und seine Fähigkeiten sowie Taten aus erster Hand verfolgen können. Er spielt eine zentrale Rolle und ich bin schon sehr gespannt auf das zweite Buch der Reihe.

Die Beziehung zwischen ihm und Elisa entwickelte sich ganz langsam und die Spannung zwischen ihnen war fabelhaft. Im Roman gibt es keine unnötigen Streitereien oder Missverständnisse, die das schöne und zerbrechliche Band zwischen ihnen zerstören und das mochte ich am meisten. Wir haben ein kleines bisschen Magie und ganz, ganz viel Gefühl, ohne dass intime Szenen vorkommen müssen, und schon haben wir eine tiefgründige Liebesgeschichte, die das Herz verzaubert.

Als letztes muss ich noch den Antagonisten Denar, den Schattenkönig, erwähnen, aus dessen Sicht wir auch die Ehre haben, lesen zu dürfen. Ich persönlich finde es ziemlich spannend, wenn wir Teile der Story oder der Vergangenheit aus der Gegenposition erleben können und durch kleine Plottwists können sich auch jederzeit die Grenzen ändern. Damit bleibt die Story unvorhersehbar und wenn man denkt, dass man jetzt weiß, was als nächstes geschehen wird, kommt es doch ganz anders und das war grandios.

Zur Story werde ich nicht viel sagen, weil ich sonst zu viel vorweg nehmen würde, was man am eigenen Leib erleben muss, doch es war fesselnd und faszinierend, sodass man von der fremden Welt nicht genug bekommt. Cassian stellt Elisa ein, damit sie als Schlüssel für die Gefangennahme des Schattenkönigs dienen kann, und während diese Aufgabe erfüllt wird, lernen sie sich kennen und vertrauen einander. Sie lernt das Consomnio und ihre Rolle kennen und Cassian will es allen möglichst recht machen, ohne sein Herz zu verraten, sodass wir viel Raum für Schwankungen der Story haben. Es kann einiges passieren, aber ich erwarte noch mehr vom zweiten Band, in dem die Geschichte hoffentlich endlich richtig zum Rollen kommen wird.

Insgesamt ist das Buch für alle Fantasy-Fans das Richtige, wenn man eine Erzählung sucht, die sich langsam entfaltet und viel Wert auf die Welt und die Personen legt!

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Durch das hohe Tempo, die Magie und die besonderen Charaktere rast man förmlich durch das Buch!

Die wandelnden Schwestern
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Ladina ist eine wandelnde Schwester und muss mit ihrem Wolf Akay das Nakai und damit die gesamte Magie Soltenas beschützen. Doch nach und nach werden ihre Schwestern umgebracht und sie macht sich zusammen ...

Ladina ist eine wandelnde Schwester und muss mit ihrem Wolf Akay das Nakai und damit die gesamte Magie Soltenas beschützen. Doch nach und nach werden ihre Schwestern umgebracht und sie macht sich zusammen mit dem Naturmagier Larus auf den Weg, den Mörder zu finden.

“Nein, du hast nur Angst, dass du diejenige bist, die zurückbleibt. Das Gefühl, jemanden zu verlieren, den du liebst, ängstigt dich mehr als alles andere. Und deswegen schottest du dich ab. Bleibst lieber einsam und allein. Das ist kein Leben, Ladina. Das ist Flucht.” -Akay

Wer einen spannenden, aufregenden und gefühlvollen High-Fantasy-Einzelband sucht, ist hier genau richtig. Mit hohem Tempo werden wir durch die Geschichte rund um die unsterbliche Ladina und ihr Seelentier Akay geführt und hinter jeder Ecke lauern neue Geheimnisse und Überraschungen, sodass das Lesen nie langweilig wird, obwohl das Buch recht kurz ist. Der Schreibstil ist flüssig und bildlich und wir lesen aus der Sicht der drei Protagonisten: Die wandelnde Schwester Ladina, der Menschenprinz Äris und die Blutmagierin Dalari. Hinzu kommen zwei süße Zeichnungen auf den Seiten, die den Gesamteindruck verfeinern. Auch das Worldbuilding auf dem fremden Kontinent mit den verschiedenen Reichen, menschlichen sowie magischen, ist gut gelungen und durch die Karte am Anfang können wir Ladinas Reise einfach verfolgen. Wir sind mit allen Personen viel unterwegs und treffen auf viele unterschiedliche Kreaturen, nicht zuletzt Wölfe, Drachen und Feen, was dazu führt, dass es nie langweilig und stattdessen undurchschaubar wird.

Die Story hat einen wunderbaren roten Faden, da der Mörder der wandelnden Schwestern gefunden und vernichtet werden muss, während sich durch den Aufruhr kleine Konflikte bilden. Hier und da verstecken sich Plottwists, die die Geschichte unvorhersehbar machen, da man nie weiß, was als nächstes geschieht oder wie das Finale ausgehen wird. Trotzdem füttert uns die Autorin mit genug Informationen, um die ganze Zeit am Ball bleiben zu wollen, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen kann und stattdessen Kapitel für Kapitel durchnimmt. Ladina versucht mit ihrer Magie ihre Schwestern vor der Bedrohung zu retten, wobei wir recht früh wissen, wer für die Morde verantwortlich ist, was eine positive Überraschung ist und noch mehr Spannung in die Geschichte bringt. Auch die Menschen mischen sich ein und die Unbekannte Variable gibt den letzten Kick für das perfekte Leseerlebnis.

So werden Kämpfe beschrieben, dessen Ausgänge jedes Mal nicht vorherzubestimmen sind, wodurch ein einzigartiges Abenteuer entsteht, bei dem sich die Autorin nicht an die Norm hält. Das Ende des Romans ist fabelhaft und passt zum Vorangegangenen. Wie schon gesagt, führt uns die Autorin an der Nase herum, weil man als Leser aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Ich bin wirklich von vorne bis hinten beeindruckt, da gesponnene Intrigen ausgespielt werden, fesselnde Szenen die Leserschaft motiviert und uns das Unbekannte in den Bann zieht. Für ein Fantasy-Standalone mit weniger als 400 Seiten wurde jede einzelne genutzt.

Die vielen Charaktere tragen die wichtigsten Teil zur Story bei, denn mit der Zeit fühlt man mit ihnen und alle Gefühle kommen bei einem an, selbst die der Feinde. Ladina ist unsere forsche und liebevolle Hauptperson, die die Last der Welt auf den Schultern trägt und schon viel erlebt hat. Doch sie bleibt stark und entwickelt sich sogar weiter und die Banden, die mit den anderen Personen aus ihrer versammelten Gruppe entstehen, füllen sie aus. Das ganze Konzept der wandelnden Schwestern mit ihren Geheimnissen, der Unsterblichkeit und ihrer Aufgabe, die Magie von Soltena zu beschützen und damit immer weiter zu wandern, ist faszinierend und hebt das Buch von anderen Büchern desselben Genres ab. Äris ist der Mensch, der die größte Charakterentwicklung durchläuft, und als Normalo seine Aufgabe erfüllt. Irgendwie schließt er sich der Weltrettungstruppe an und kommt auch Ladina näher, was eine Romanze nicht ausschließt. Doch die Liebesgeschichte, wenn man sie als solche bezeichnen kann, nimmt kaum Raum ein und wird nicht in den Vordergrund gestellt. Stattdessen entfalten sich die romantischen Gefühle am Rande und haben ihren Effekt auf die zwei, sodass Emotionen in die sonst spannungsgeladene Geschichte einbringen.

Auch andere Personen, wie Ladinas Freund Larus oder eine Eismagierin, vervollständigen den Plot und bringen ihn voran. Einzelne Szenen zwischen Ladina und ihnen waren echt süß und man hofft, dass alle überleben. Zum Schluss haben wir noch die “böse” Dalari, die die Gegenposition einnimmt und deren Sicht am informativsten ist. Es ist mal interessant, aus nächster Nähe mitzubekommen, was der Feind so treibt und was ihn anführt. Hier waren insbesondere die Szenen von Dalari gegen die wandelnden Schwestern spannend, weil es sich so anfühlt, als würden wir Leser einen Blick hinter die Kulissen bekommen und mehr wissen als Ladina, was brillant ist. Beispielsweise werden uns alle dreizehn wandelnden Schwestern vorgestellt und wie Dalari mit ihnen umgeht und was sie mit ihnen vorhat, ist mitreißend.

Insgesamt muss ich diesen Einzelband an alle Fantasy-Liebhaber weiterempfehlen und keiner wird es bereuen, das Buch zu lesen!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Ein wunderbarer Einstieg in die Science-Fiction-Welt!

Der Anfang
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Als Elias und Alice ihre verschwundene Mutter suchen, treffen sie Brock, einen Außerirdischen, der sie mitnimmt, um sie vor den Krau, einer anderen gefährlichen Spezies, zu retten. Hier erfahren sie ein ...

Als Elias und Alice ihre verschwundene Mutter suchen, treffen sie Brock, einen Außerirdischen, der sie mitnimmt, um sie vor den Krau, einer anderen gefährlichen Spezies, zu retten. Hier erfahren sie ein großes Geheimnis, das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

“Jetzt ist es so weit! Sie lassen nicht nur die Erde hinter sich, sondern das gesamte Sonnensystem. Jetzt geht es mitten hinein ins Sternenall. Wer weiß, was sie dort draußen erwartet.”

Das war ein schönes Kinderbuch mit einem kleinen Comic-Anteil, das der perfekte Übergang zwischen Büchern für Einsteiger und richtigen Romanen für Kinder ist. Mit nur etwa 200 Seiten lässt es sich ganz gut zwischendurch lesen, sodass wir ein kurzweiliges, aber feuriges Abenteuer haben. Auch das Cover passt zum Inhalt und der Schreibstil ist leicht verständlich und somit gut für jüngere Leser geeignet. Außerdem verfolgen wir die Geschichte aus der Sichtweise aller Protagonisten, darin eingeschlossen sind die Geschwister Elias und Alice sowie die späteren Crew-Mitglieder Brock und Co. Damit wird es nie langweilig und es war konstant spannend, einfach weil immer irgendwas passiert ist und wenige Tage abgehandelt werden.

Das Besondere an diesem Science-Fiction-Roman sind jedoch die Bilder. Am Anfang und am Ende werden uns die Charaktere und das Schiff vorgestellt, was ich großartig fand. Alle paar Seiten haben wir comicartige Bilder des Geschehens ganz ohne Text, die das Lesen vereinfachen, Leichtigkeit ins Spiel bringen und unsere Vorstellungskraft ankurbeln. Trotzdem ist der Zeichenstil gewöhnungsbedürftig und originell, was des für die einen leichter macht und wenigen anderen Schwierigkeiten bereiten könnte. So ist dieser Auftakt einer mehrteiligen Reihe sehr gut gelungen und man möchte am liebsten direkt weiterlesen, um herauszufinden, ob und wie Alice und Elias ihre Mutter retten können. Schließlich wird das Ende offen gehalten, um die nachfolgenden Bände vorzubereiten.

Direkt von Anfang an werden wir Leser in die Geschichte geworfen und verfolgen die Geschwister, wie sie erfahren, dass ihre Mutter gekidnappt wurde und sie selbst auf ein Raumschiff voller Aliens gebracht werden, um vor den Bösen zu flüchten. Auch das Finale hatte es in sich, da Kämpfe geboten wurden und auch davor mit Action nicht gespart wurde. Es ist die perfekte Balance zwischen Informationen, um dem Ganzen Logik zu verleihen, und Tatendrang, damit junge Leser am Ball bleiben und das Buch nicht vor Langeweile zur Seite legen. Das Setting ist mit der Erde und einem gut beschriebenen Raumschiff sowie mit dem Weltall recht einfach gestaltet, was wiederum meine Meinung unterstützt, dass dieses Buch ein wunderbarer Einstieg in das Reich von Science-Fiction ist.

Wenn uns die Story schon überzeugt, dann müssen die Figuren auch sympathisch sein und das waren sie. Alice und Elias sind junge Kinder, so zwischen 9 und 12 Jahre alt, und verhalten sich auch entsprechend ihres Alters. Sie haben Angst, zeigen Mut und Entschlossenheit, aber auch Witz und Intelligenz, wodurch beide eine entscheidende Rolle spielen. Es hat Spaß gemacht, aus ihrer Sicht zu lesen und das Abenteuer zu erleben, denn sie haben die kindgerechte Neugier mit dem Hang von Leichtsinn, was das Buch den Überraschungen öffnet. Doch auch die anderen, allen voran Brock, der Kapitän, Arisa, die künstliche Intelligenz, und die Mitglieder Syndra und Farei, die alle verschiedenen Arten angehören, machen die Geschichte komplett und die Interaktionen untereinander und zwischen ihnen und den Kids waren wirklich schön. Man freundet sich mit ihnen an, selbst wenn das Buch zu schnell zu Ende geht, und freut sich schon auf die weiteren Abenteuer, die folgen werden, denn durch die Vielfalt war es durchgehend fesselnd.

Insgesamt kann ich das Buch mit großer Freude weiterempfehlen, insbesondere der jüngeren Leserschaft, für die es gut geeignet ist!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Wettkämpfe auf Leben und Tod sowie mit großen Gefühlen!

The Crane and the Nightjar
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Crane und Zara wurden verhaftet und müssen nun an einem Wettbewerb des Königs teilnehmen, der die besten Diebe des Landes herausfiltert. Obwohl sie Feinde sind, nähern sie sich einander an und verbünden ...

Crane und Zara wurden verhaftet und müssen nun an einem Wettbewerb des Königs teilnehmen, der die besten Diebe des Landes herausfiltert. Obwohl sie Feinde sind, nähern sie sich einander an und verbünden sich, doch jeder hat sein eigenes Geheimnis, das alles zerstören könnte.

“Wenn sie einmal eine Entscheidung getroffen hatte, war sie zu stur und zu stolz, um sich umstimmen zu lassen. Und war es nicht genau das, was mich so an ihr anzog? Ihre Unabhängigkeit, ihr Einfallsreichtum, ihre Schlagfertigkeit, ihr Mut?” -Crane

Ich bin eigentlich von einem normalen und durchschnittlichen Romantasy-Roman ausgegangen, aber dieses Buch hat all meine Erwartungen übertroffen und wurde zu einem kleinen Lese-Highlight. Dabei sieht es vom Cover her nicht so aus, als wäre es etwas Besonderes, denn nur der Farbschnitt und das Thema mit den Karten, welches sich durch das ganze Buch zieht, stechen heraus. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, wenn auch teilweise etwas zu grob. Außerdem verfolgen wir die Story aus der Sicht der beiden Protagonisten, sodass es im Verlaufe der Geschichte immer spannender wird, insbesondere was die Liebesgeschichte angeht. Zudem haben wir mit Kalladeus Rutherford eine Sichtweise einer wichtigen Person aus dem Palast, die uns Informationen gibt und Lücken füllt, sodass noch mehr Spielräume geschaffen werden. Zwischendurch haben wir kleine Kapitel mit Informationen über das Reich und die Magie sowie verschiedene Kreaturen.

Hier unterscheiden wir verschiedene Arten von magiebegabten Neblern: Humunco, Materialisto, Physiko, Mentalisto und Necromanten, die jeweils unterschiedliche Dinge beeinflussen und manipulieren können. Immer mal wieder kamen Szenen vor, in denen Magie angewendet wird, sodass ich dahingehend zufrieden bin. Doch das Thema kann noch viel mehr ausgeschöpft werden, sodass ich im zweiten Band hohe Ansprüche habe. Wie manche Diebe ein Türschloss so manipulieren können, dass es sich öffnet, oder wie andere Menschen als Heiler tätig sind, ist sehr interessant und gibt die undurchsichtige Note in die Geschichte hinzu. Auch Crane und Zara haben so ihre Tricks auf Lager, sodass es nie langweilig wird.

Mit dem Worldbuilding muss man sich auseinandersetzen, aber sobald man das Prinzip der verschiedenen Reiche mit ihren eigenen Flüchen und das Leben der Bürger darin verstanden hat, macht es wirklich Spaß, das Buch zu lesen. Teilweise sind die Beschreibungen auch sehr brutal, wenn es beispielsweise um die Exekution von Verbrechern geht, aber das habe ich begrüßt und es passt perfekt zur allgemein düsteren Stimmung. Schließlich kämpfen die Diebe in einem Wettkampf mit verschiedenen Prüfungen um ihr Leben und jede einzelne Aufgabe war fesselnd. Schon auf der ersten Seite ging es um Leben und Tod, was mich sofort überzeugt hat.

Von da an wird es mit jeder Seite spannender, da mehr Menschen sterben und die Prüfungen an Schwierigkeit zunehmen. Freundschaften werden geschlossen, Feinde und Verbündete werden gemacht und in all dem klammert sich die Hoffnung auf eine bessere Zukunft an den Haufen. Man konnte nie erahnen, wie eine Szene endet und was als nächstes passiert, was das Buch so gut gemacht hat. Des Weiteren steht die Story nie still und immer geschieht irgendetwas, sei es, dass sich Crane und Zara langsam näher kommen, oder dass die Kandidaten in einem Labyrinth um ihr Leben rennen müssen. Und zum Schluss kommt das phänomenale Finale, was einen unvorbereitet trifft, selbst wenn man es durch den Prolog irgendwie erahnen konnte. Doch wenn es schwarz auf weiß steht, wirkt alles so echt und es nimmt einen richtig mit, wodurch ich den zweiten Teil der Romantasy-Dilogie kaum erwarten kann.

Nun sage ich ein wenig zu den Charakteren, die für die kurze Zeit, in der ich das Buch gelesen habe, mein Leben ausgefüllt haben. Crane ist ein wirklich süßer und anständiger Mann, der alles dafür tut, damit er und Zara das ganze Debakel überleben. Er ist eine Person, die viel versteckt, aber auch über sich hinaus wächst, was dazu führt, dass ich es geliebt habe, aus seiner Sicht zu lesen. Mysteriöse Männer und Intelligenz sind attraktiv, das findet auch die Protagonistin, und wenn er dann auch noch gut aussieht, was man auf den inneren Buchklappen sehen kann, ist das Potenzial einer vielschichtigen Liebesgeschichte groß. Währenddessen überzeugt Zara auf allen Ebenen. Mit ihrer Narbe und ihren grünen Haaren sticht sie heraus und hinzukommt dass sie keine einfache Vergangenheit hatte und auch in der Gegenwart viel Leid ertragen muss, nicht zuletzt eine lebensbedrohliche Vergiftung. Sie bleibt stark und setzt ihre Fähigkeiten logisch an, wobei sie ihre Empathie beibehält und neben natürlicher geistlicher Stärke auch Einfallsreichtum besitzt, wodurch es spannend bleibt und eine vermeintlich einfache Aufgaben auf unvorhergesehene Schwierigkeiten trifft. Man kann sich in sie hineinversetzen und das ist das Wichtigste.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich ganz langsam, weil verschiedene ungünstige Situationen aufeinandertreffen und etwas Einzigartiges bilden. Sie nimmt weder zu viel, noch zu wenig Raum ein und auch intime Szenen haben wir keine, was eine positive Seltenheit ist. Zara und Crane werden gezwungen, zusammen zu leben und zu arbeiten, um ihr Ziel zu erreichen. Dadurch entstehen unterhaltsame Gespräche auf Augenhöhe und wir können wunderbar verfolgen, wie sich die Gefühle der zwei von Neugier, über Feindschaft und schließlich zu Anziehung entwickeln. Sie sprechen sich aus und stehen sich gegenseitig bei, wodurch man als Leser hofft, dass sie zusammenkommen. Die beiden sind ein authentisches Paar inmitten einer brutalen Welt und Lebensgefahren schweißen sie zusammen.

Insgesamt kann ich den Auftakt einer Romantasy-Dilogie nur weiterempfehlen, weil wir eine interessante Storyline in Kombination mit großen Gefühlen haben!

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