Der Trope füs Leben
The Romance RivalryZu Beginn ihres Collegelebens hat Irene ein klares Ziel: Sie möchte einen Freund finden. Als Buchbloggerin mit dem Schwerpunkt Romance entwickelt sie dafür einen ungewöhnlichen Plan: Sie will die große ...
Zu Beginn ihres Collegelebens hat Irene ein klares Ziel: Sie möchte einen Freund finden. Als Buchbloggerin mit dem Schwerpunkt Romance entwickelt sie dafür einen ungewöhnlichen Plan: Sie will die große Liebe anhand klassischer Tropes aus Liebesromanen finden. Ihr Datingleben soll sich also an bekannten Mustern orientieren, die sie sonst nur aus Büchern kennt.
Ausgerechnet Aiden, ebenfalls Blogger und Leser derselben Bücher, taucht am gleichen College auf. Zwischen ihnen herrscht zunächst keine gute Stimmung, da seine Community ihr häufig negative Kommentare hinterlässt. Als Aiden jedoch von Irenes Vorhaben erfährt, schlägt er einen Wettbewerb vor: Wer von ihnen die meisten Tropes „erlebt“ und darüber am ehesten eine Beziehung findet, gewinnt.
Was als spielerische Idee beginnt, entwickelt sich schnell zu einer intensiven Reihe von Dates. Dabei verliert Irene jedoch zunehmend den Fokus auf ihr Studium. Besonders im Literaturkurs gerät sie ins Straucheln – und gefährdet damit nicht nur ihren eigenen Erfolg, sondern auch den von Aiden.
Ich konnte mich in vielen Punkten gut mit Irene identifizieren, auch wenn ich persönlich niemals so einen Deal eingehen oder mich in so viele Dates stürzen würde. Ihre Gedanken und Unsicherheiten wirken dennoch sehr authentisch und nachvollziehbar.
Der Schreibstil der Übersetzung ist wirklich gelungen und lässt sich angenehm und flüssig lesen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte etwas zu schnell voranschreitet. Viele Aspekte hätten mehr Raum verdient – insbesondere die einzelnen Dates und die Hintergründe des Wettbewerbs. Eine Dilogie hätte hier gut funktioniert, um die Handlung ausführlicher zu entfalten und zusätzliche Liebesinteressen stärker einzubauen.
Trotz dieses nicht ganz ausgeschöpften Potenzials bleibt die Geschichte eine süße und unterhaltsame Lovestory, die sich perfekt für entspannte Leseabende eignet. Aiden ist dabei definitiv ein Highlight: aufmerksam, sympathisch und insgesamt eine echte „Green Flag“ – ein Charakter, der die Geschichte noch einmal besonders aufwertet.